Sunja Noella

GeschichteAllgemein / P18
Black Widow / Natasha Romanoff Captain America / Steven "Steve" Grant Rogers Falcon / Samuel "Sam" Wilson OC (Own Character) Winter Soldier / James Buchanan "Bucky" Barnes
03.03.2020
30.06.2020
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30.06.2020 3.280
 
Eingequetscht auf der Rückbank zwischen Natasha und Jasper Sitwell, saß ich in Sams Auto, welcher gerade auf der mittleren Spur seinen Weg über den Highway suchte. Es war still im Wagen, bis Sitwell seinen Mund aufmachte. "HYDRA mag keine undichten Stellen.", sagte er fast schon pampig. Sam sah genervt in den Rückspiegel zu ihm: "Dann stecken Sie doch einfach nen Korken rein." Ich verkniff mir ein Grinsen auf seinen Kommentar, was er scheinbar merkte, da er mir durch den Spiegel zu zwinkerte. Neben mir beugte sich Natasha vor, wodurch ich gegen Sitwell geschoben wurde und versuchte mich so dünn wie möglich zu machen. "Inside startet in 16 Stunden, das wird ein bisschen eng glaub ich.", bemerkte die Rothaarige. "Ich weiß. Aber mit ihm kommen wir durch die DNA-Scans direkt auf die Helicarrier.", sagte Steve und sah aus dem Fenster. "Was?", stieß Sitwell aus, "Sind Sie verrückt. Das ist ein vollkommen idiotische Idee!"

Ab da lief alles blitzschnell und gänzlich schief. Ein dumpfer Schlag erklang vom Dach des Autos und schon in der nächsten Sekunde wurde Sitwell neben mir von einem Metallarm durch die zerbrochene Fensterscheibe gezogen und vor einen LKW auf der anderen Straßenseite geschmissen. Natasha blickte ebenso wie ich, vollkommen verdattert auf die Stelle wo der Offizier gerade noch saß. Der metallene Arm verschwand aus unserer Sicht, woraufhin mich Natasha in den Fußraum schubste, während sie auf dem Schoß von Steve Schutz suchte, da der erste Schuss fiel, welcher den Rücksitz durchlöcherte. Die nächsten Schüsse waren auf Steves und Sams Köpfe gerichtet, was ich beobachtete als ich meinen Kopf hob. Mein Blick glitt auf die Handbremse, welche ich ohne zu zögern ruckartig anzog. Die Reifen quietschten und es stank nach verbranntem Gummi. Ein Schatten flog über die Scheibe, als der Mann mit dem Metallarm durch die abrupte Bremsung nach vorne geschleudert wurde. Geschickt rollte er sich ab und bremste seinen Fall mit Hilfe des Metalls, wodurch Funken sprühten. Der Teer splitterte auf, als er seine Finger in die Straße bohrte und noch einige Meter nach hinten rutschte.

Langsam erhob er sich wieder und blickte uns durch seine Maske und der dunklen Brille an. Ein seltsames Gefühl breitete sich in mir aus welches ich nicht beschreiben konnte. Ich wollte seine Augen sehen. Die Augen sind die Fenster zur Seele. Dennoch konnte ich nicht anders, als ihn einfach anzustarren. Irgendwas an ihm faszinierte mich, und genau das machte mir Angst.

Erst das Quietschen von Reifen holte mich in die Realität zurück. Schnell klettette ich auf die Sitze und sah nach hinten, wo sich ein dunkler Jeep schnell näherte. "Sam!", schrie ich, fast zeitgleich als wir schon gerammt wurden. Durch den Ruck, flog ich auf die Mittelkonsole. Zischend hielt ich mir den Bauch, da ich direkt auf der Handbremse gelandet bin und sich diese unangenehm in meinen Bauch bohrte.

Erbarmungslos wurden wir auf den Winter Soldier zugeschoben. Ich entdeckte die Pistole, die Tasha hatte fallen lassen und versuchte an sie heranzukommen. Ich richtete mich kurz auf, um weiter nach vorn zu rutschen aber eine Bewegung ließ mich zu dem Mann auf der Straße sehen. Als das Auto kurz vor ihm war, sprang er ab und landete wieder auf dem Dach, wobei seine Füße die Heckscheibe zerschlugen. "Totalschaden!", murmelte ich vor mich hin. Sam trat auf die Bremse, doch wir wurden unerbittlich weiter geschoben.

Mit einem lauten Knall splitterte auch die Frontscheibe und ich schrie erschrocken auf. Der Soldier packte das Lenkrad und zog es mit einem Ruck heraus. "Scheiße!", schrie Sam panisch, während ich große Augen machte. Hecktisch versuchte ich nun wieder die Pistole zu kriegen und schmiss sie zu Natasha hoch. Diese Schoss nun durch das Dach, in der Hoffnung unseren Angreifer zu erwischen. Dieser sprang jedoch mit Leichtigkeit auf das andere Auto und verharrte auf der Motorhaube.

Der Jeep bremste etwas ab um uns erneut zu rammen, dadurch hatte Sams Wagen keinen Halt mehr, so ohne Lenkrad, weshalb das Auto strauchelte und auf die Leitplanke kam. Ich spürte einen kräftigen Arm um meiner Taille und im nächsten Moment flogen wir zu viert auf der Beifahrertür hinaus auf den Highway und schlitterten einige Meter weit. Gerade rechtzeitig, da sich das Auto mehrfach überschlug und kurz hinter uns auf der Seite liegen blieb. Sam hatten wir auf halber Strecke verloren, jedoch rollte er sich geschickt ab.

Der Jeep fuhr an uns vorbei und blieb dann stehen. Schnell sprangen Steve und Tasha auf, als drei weitere Männer aus dem Auto stiegen und dem Winter Soldier beim vorbeigehen eine Waffe reichten. Mit schmerzverzehrtem Gesicht rappelte ich mich auf und hielt mir kurz den Bauch. Das erste Geschoss kam schneller als gedacht, Steve schubste Tasha weg und hielt sein Schild vor sich, wurde jedoch nicht getroffen, da ich erschrocken an seinem Arm griff und so anscheinend mein Schutzschild wieder aktiviert hatte. Das einzige das passierte war, dass ich durch die Wucht etwas zurück taumelte.

Erstaunt sah Steve zu mir und auch die Männer von HYDRA schienen  perplex, da der Winter Soldier in seiner Bewegung kurz inne hielt. Verwirrt sah ich an mir runter, tastete meinen Körper kurz ab und sah mit großen Augen erst zu Steve und dann zu dem Mann mit der Maske. Ein Motor ließ mich herumwirbeln und zur Seite springen, da ein Auto direkt auf mich zuraste. 'Man brauchte keine Verkehrskamera um zu wissen, dass er am Handy war!'

Der Winter Soldier erkannte seine Chance und schoss erneut, traf das Schild von Steve, der über den Highway nach unten durch einen Bus geschleudert wurde. Entsetzt sah ich ihm nach. Der Mann mit dem Metallarm sagte etwas in einer anderen Sprache, worauf einer der Männer auf mich zukam. Es war klar, dass sie Steve, Natasha und Sam ausschalten wollten. Mich jedoch brauchten sie lebend, wenn sie meine komischen Kräfte wollten. Ich trat unsicher einen Schritt zurück, da ich bezweifelte, dass mein Schutzschild mich vor einer Entführungen schützen könnte.

Natasha befreite mich mehr oder weniger aus meiner misslichen Lage, indem sie mein Handgelenk fest packte und mich mit sich zog. Der Winter Soldier musterte kurz unsere Berührung und ich war mir sicher er würde nicht schießen. Doch da hatte ich mich geirrt. Er zielte, schoss und Natasha sprang zu meinem Entsetzen vom Highway runter. Ich kreischte erschrocken auf und kniff die Augen zusammen, als ich auch schon wieder sicheren Boden spürte. "Mach das nie wieder!", hauchte ich und faste mir an die Brust. Zeit zu verschnaufen ließ mir die Agentin jedoch nicht. Sie rannte unter dem Highway durch und ich wohl oder übel hinterher. Was sollte ich auch sonst machen? Solche Situationen waren neu in meinem Leben und verteidigen konnte ich mich nicht. Obwohl das stimmte nicht ganz. Ich hatte mir einmal zwei Techniken der Selbstverteidigung gelernt. Das half mir bei bewaffneten HYDRA Mitgliedern jedoch gar nichts.

Die Rothaarige stoppte abrupt und zog ihre zwei Pistolen. Ich erkannte ihr Vorhaben unmittelbar bevor sie es umsetzte. Auf der Straße vor uns sah man den Schatten des Winter Soldier, der vom Highway über uns nach der Agentin und mir Ausschau hielt. Womit er nicht rechnete war, das was Natasha tat. Sie trat einen Schritt nach vorn und schoss mehrmals auf ihn. Ich hörte zum hundertsten Mal am heutigen Tage Glas das zerbrach, als seine Brille beschädigt wurde. Der Soldat ging in Deckung, was wir nutzten um schnell hinter den zurückgelassenen Autos Schutz zu suchen. Während Natasha weiter auf den Mann schoss, entdeckte ich den Schild von Steve auf der anderen Seite des umgekippten Busses. Ich schlich mich hinten herum und nahm ihn an mich, ehe ich durch ein zerbrochenes Fenster stieg um den Captain zu suchen. Noch bevor ich ganz drinnen war, sah ich wie Natasha den Kugeln nicht mehr Stand hielt und nach hinten in die Stadt rannte. Der Winter Soldier, hatte die Brille abgenommen, schwang sich über die Brüstung und landete im Stehen auf einem demolierten Auto, um ihr in aller Ruhe zu folgen. Seine Gefolgsleute ließen sich mit Hilfe von Seilen ab und kamen in meine Richtung.

Hastig drehte ich mich um und entdecke Steve im hinteren Teil des Fahrzeugs am Boden. Er rappelte sich gerade auf, als ich bei ihm ankam. Ein grausames Geräusch ließ uns aufhorchen und schon im nächsten Moment wurde der Bus von unendlich vielen Kugeln durchlöchert. Ich reichte Steve seinen Schild und er hielt ihn vor sich, während ich ihm schnell aus dem Bus folgte. Während Steve sich nun hinter seinem Schild versteckte, als wir den Männern unmittelbar gegenüber standen, glitt mein Blick über den Highway hinauf zu Sam, der sich eine Waffe beschaffte indem er den letzten Mann oberhalb der Straße außer Gefecht setzte. Steve hatte währenddessen die Schüsse so mit dem Schild geleitet, dass sie zurückprallten und einen der HYDRA Anhänger umbrachten. Der dunkelhäutige Mann half uns nun, indem er die Anderen ausschaltete.

Plötzlich erfüllte mich ein ungutes Gefühl. Ich packte Steves Arm, starrte auf den Boden vor mir und atmete zittrig aus. "Sunja was hast du?", fragte der Captain angespannt und sah besorgt zu mir. Mein Kopf schoss hoch: "Natasha." "Los! Ich regel das hier!", schrie uns Sam zu und kümmerte sich um den Letzten. Ohne zu zögern nahm mich Steve auf die Arme und rannte in einer Geschwindigkeit von der ich nicht mal träumen könnte in die Richtung in die Tasha verschwunden war. Es war ein Schuss zu hören und ich befürchtete schon das Schlimmste, als ich sie sah. Tasha hockte an ein Auto gelehnt und hielt sich die linke Schulter mit schmerzverzehrtem Gesicht, ich spürte ihre Panik, als der Winter Soldier hinter ihr auf einem der Wägen auftauchte und sie anvisiert hatte. Steve setzte mich schnell ab und eilte seiner Kollegin zu Hilfe, während ich mich neben Tasha fallen ließ und das weiße Top zerriss, um es auf ihre Wunde zu pressen. Binnen Sekunden war der Stoff blutrot.

Mein Blick schweifte zum Kampf der zwei Supersoldaten. Der Soldat bemerkte Steve im letzten Moment und es tat einen Glockenschlag, als sein Metallarm auf den Schild prallte. Der Attentäter zog es weg um Steve in den Magen zu treten und sitzend auf dem verbeulten Auto zu landen. Er schoss auf den Captain, rollte sich herunter und griff eine zweite Waffe, welche ihm von Steve aus der Hand gekickt wurde. Der Winter Soldier packte eine Pistole aus und verballerte das Magazin, ehe Steve ihn in den Nahkampf zwang. Doch auch dort war der Winter Soldier unfassbar schnell und präzise. Er blockte das Schild, hielt es fest und schlug Steve in die Bauchregion.

Letztendlich endete die erste Phase damit, dass der Winter Soldier, Steve den Schild abnahm. Er begann Phase zwei, als er eben diesen auf den Captain schleuderte. Ich duckte mich geschockt, als der Schild über mir in dem Van stecken blieb, blies die Luft raus und sah wieder zum Geschehen. Ich könnte mich dafür scheuern, aber meine Blicke blieben immer wieder auf den Bewegungen des Winter Soldiers hängen. Er bewegte sich so gezielt und präzise, es sah aus als würde er tanzen. Er schlug Steve mit der einen Hand, mit der anderen holte er mit einem Messer aus, welches er einmal in der Luft drehte, um Cap erneut blitzschnell zurückzudrängen.

Und dann war eine kleine Lücke in seiner Deckung. War sie auch noch so klein, Steve nutzte sie sofort. Der Captain schlug ihm ins Gesicht, nahm Schwung für eine Drehung und trat dem Soldier in den Magen. Dieser prallte gegen den Van neben mich und ließ sein Messer fallen. Ohne zu überlegen schnappte ich mir das silberne Teil, steckte es mir in den Stiefel und bekam gerade noch mit wie Steve seinen Gegner gegen das Auto rammte, ehe dieser zurückschlug, jedoch gleich auf den Boden geworfen wurde. Der Dunkelhaarige sprang auf und packte Steve mit seinem Metallarm am Hals, zog ihn zu sich um ihn dann über die Motorhaube zu werfen, ehe er nachsprang und seine Faust auf die Straße donnerte, an der Stelle wo Steves Kopf vor wenigen Sekunden noch war. Sie  zerbarst.

Während die Männer rangen, wurde Tasha neben mir immer blasser, weshalb ich fester auf die Wunde presste und meine kühle Hand auf ihre Stirn legte. Diese drückte sie gleich noch mehr an ihre glühende Haut. Sie hatte Fieber und verlor viel Blut. Unsicher und leicht panisch sah ich zu Steve der noch immer mit dem Winter Soldier beschäftigt war. Ich wusste nicht was ich noch für Tasha tun könnte und als ich sah wie sie immer müder wurde packte mich die Angst. Sie durfte nicht einfach sterben. "Steve!"

Als ich aufsah erschrak ich mich zu Tode. Der Attentäter hatte ein zweites Messer auf Steves Kopf gerichtet, welches der Blonde angestrengt von sich hielt. Seine Kraft schwand und es entstand ein langer Riss in dem Blech des Autos, als der Soldier das Messer entlang zog. Der Captain stieß den Dunkelhaarigen von sich, packte sein Schild und stieß es ihm in den Metallarm, welcher leicht beschädigt wurde, drehte sich um ihn und warf ihn über sich drüber. Gespannt sah ich zu dem Attentäter, als dieser sich zu uns umdrehte. Er hatte seine schwarze Maske beim abrollen verloren und nun sah uns aus gleichgültigen blaugrünen Augen ein Mann mit Dreitagebart an. Seine dunklen Haare hingen ihm leicht ins Gesicht was unglaublich gut aussah. Er war ungefähr im gleichen Alter wie Steve.

Ich stand auf, da ich bemerkte wie Steve regelrecht eingefroren war. Fassungslos starrte er seinen Gegenüber an. Sein Mund stand offen und als ich hörte was er als nächstes sagte, klappte auch mir die Kinnlade runter. "Bucky?" Die mordlustigen Gesichtszüge fielen für eine Millisekunde, als er mit verständnisloser Stimme erwiderte: "Wer zur Hölle ist Bucky?" Und schon im nächsten Moment hatte er seine Pistole gezogen und auf Steve gezielt, als plötzlich Sam als Falcon anflog und ihn von hinten umstieß. Bucky rappelte sich schnell auf, sah überlegend in meine Richtung, ehe er die Waffe zog und auf den erstarrten Steve zielte. Im nächsten Moment explodierte es an der Stelle wo er stand, da sich Natasha aufgerappelt hatte und sein Geschoss auf ihn selbst abgefeuert hat. Als sich der Rauch löste, war er wie vom Erdboden verschwunden.

Ganz in der Nähe ertönten Sirenen und schon kamen mehrere schwarze Transporter auf uns zu, um uns zu umzingeln. Ahnungslos sah ich zu Sam, der die Hände hob, als ein Mann, Anfang vierzig mit gezogener Waffe auf Steve zuging und anfing zu brüllen: "Schild fallen lassen, Cap! Auf die Knie!" Steve war in einer Art Trance, da er sich nicht rührte und einfach vor sich hinstarrte. Um schlimmeres zu vermeiden, zog ich ihn mit mir auf den Boden und ließ meine Hand unauffällig an seinem Arm, als einer der Männer seine Waffe direkt auf den Kopf des Blonden hielt. "Nimm die Waffe runter.", sagte der Mann von vorhin und band Steves Hände hinter den Rücken zusammen, "Nicht hier." Ich folgte seiner Bewegung und erblickte einen Hubschrauber direkt über dem Geschehen. Verstehend verdrehte ich leicht die Augen. 'Er wollte nicht, dass man in einer Stunde die Ermordung von Captain America im Fernsehen zu sehen bekommt.'

Als nächstes band er mir die Hände hinter den Rücken. "Schön, dass du endlich zu uns gefunden hast, kleine Soldatin.", sagte der Mann. Verwirrt blickte ich über die Schulter zu ihm. "Oh sag mir nicht, dass du nicht mal die Bedeutung deines eigenen Namens kennst. Sowas sagt manchmal mehr über die Persönlichkeit eines Menschen aus, als man denkt.", lachte er spöttisch. Ich sah ihn unsicher an: "Ach wirklich? Wie heißen Sie denn?" "Brock Rumlow." Auf die Lippe beißend konzentrierte ich mich nicht zu Schmunzeln, was mir mehr oder weniger gelang. "Was ist so lustig?", fragte er. Ich schüttelte nur den Kopf. "Du magst also Spielchen ja? Schade, dass wir nicht spielen werden dort wo du hinkommst. Ich hoffe du konntest dich mit der Faust HYDRAs schon mal anfreunden. Ihr werdet bestimmt gut miteinander klarkommen.", zischte Rumlow mir ins Ohr. Unsicher und mit zusammengeschobenen Augenbrauen sah ich ihn aus meinen dunkeln Augen an und wurde dann hochgezogen, um zu einem der Wägen geführt zu werden. Ich hatte Angst vor dem was nun folgen würde, das wollte ich gar nicht leugnen. Sie würden mich vermutlich auf jede Art foltern um an meine Kräfte zu kommen. Meine Gedanken huschten zu Jamie und mir traten Tränen in die Augen. 'Es tut mir so leid mein Großer! Ich fürchte ich kann mein Versprechen nicht halten.'

Und jetzt saß ich hier im Dunkeln, zusammen mit Sam, Natasha und Steve. Nun hatte ich also HYDRA kennengelernt. Sie werden an mir herum experimentieren und mich zu ihrer Marionette machen. Genau wie den Winter Soldier. Genau wie Bucky.

Nach zehn Minuten fing Steve an wieder zu sprechen: "Er war es. Er sah mich an...als würde er  mich nicht kennen." Der Mann war niedergeschlagen und wer konnte es ihm verübeln. Vor über 70 Jahren hat er seinen besten Freund vor seinen Augen verloren und nun stellt sich heraus, dass dieser am leben ist und versucht hat ihn umzubringen. "Wie ist das überhaupt möglich? Das war vor 70 Jahren.", fragte Sam irritiert, während ich Tasha wieder die Wunde zudrückte. "Zola.", zischte Steve, "Buckys Einheit geriet in Gefangenschaft und er hat an ihm experimentiert. Was immer er tat, Bucky überlebte dadurch den Sturz. Sie müssen ihn gefunden haben und da-" "Es ist nicht deine Schuld Steve.", hauchte Tasha müde. Steve atmete durch: "Selbst als ich nichts hatte, Bucky war da."

"Warum bist du dann jetzt so?", fragte ich leise. Fragend wurde ich von allen Seiten angesehen. "Ich meine, warum bist du jetzt trübselig. Ja er wollte dich gerade umbringen, aber das war doch nicht Bucky. Das war der Winter Soldier. Ein manipulierter Mann, der keinen eigenen Willen hat, sondern das tun muss was er tut, um es feigen Leuten zu erleichtern. Warum freust du dich nicht, dass dein Freund noch am Leben ist und euch somit noch mehr Zeit miteinander bleibt?", ich versuchte mich zu erklären, bekam aber nur verständnislose Blicke.

"Das ist nicht Bucky. Bucky ist tot.", flüsterte Steve kalt. Heftig schüttelte ich den Kopf und trat ihm sauer für das Gesagte gegen sein Schienbein. Fassungslos sah er mir in die Augen und erblickte dort den vollen Ernst und Entschlossenheit. "Ich weiß, dass hört sich jetzt verrückt an, aber ich weiß auch, dass das nicht stimmt. Es war ein Gefühl wie Verwirrung, das ich im Gesicht, des Winter Soldier gesehen habe. Ich habe eine tiefe Blockade in seinem Kopf gefühlt, hinter der jemand fast aufgegeben hat. Aber nur fast! Und ich werde nicht zulassen, dass du deinen besten Freund einfach so aufgibst! Sei froh, dass du solche Freunde hast, die, wie du schon sagtest, immer da waren! Weil wenn du das nicht schätzt dann stecke ich dich Mal 19 Jahre lang in ein Waisenhaus!", zum Schluss hin wurde ich zunehmend wütender, beruhigte mich jedoch schnell wieder.

Als niemand mehr etwas sagte und alle nur nachdachten, fiel Sam Tashas Wunde auf: "Wir brauchen hier einen Arzt. Wenn wir keinen Druckverband anlegen, wird sie noch hier im Wagen verbluten." Die Wache neben ihm zog einen Elektroschocker und hielt diesen Sam gefährlich unter die Nase. Eine Sekunde später rammte sie ihn der anderen Wache in die Brust und kickte ihn gegen das Fenster. Unter dem Helm kam doch tatsächlich Maria Hill zum Vorschein. "Ah. Das Ding hat mir das Gehirn gequetscht."
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