Blinder Hass

von diamond99
GeschichteMystery, Schmerz/Trost / P12 Slash
Alexander "Alec" Lightwood Catarina Loss Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Magnus Bane
02.03.2020
10.06.2020
38
45.125
20
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02.03.2020 654
 
Prolog:

Die Falle schnappt zu


Reglos stand Er im Schatten einer engen Gasse.
Seine Kleidung, tiefschwarz wie die Nacht und Seine Unbeweglichkeit ließen Ihn beinahe vollkommen mit den Schatten verschmelzen.
Er hob die Hand und der schwache Schein einer glühenden Zigarette beleuchtete leicht Sein markantes Gesicht. Seine Augen glänzten in scheinbar freudiger Erwartung und ein leichtes Blitzen, gefolgt von einem beinahe unmerklichen Zusammenzucken Seines großgewachsenen Körpers erfolgen, als Sein Blick auf die drei Männer und die Frau fiel, die sich in diesem Augenblick dem Gebäude näherten, das Er bereits seit einer ganzen Weile beobachtet hatte.
Nur kurz blieb Sein Blick bei den beiden jungen Männern und der Frau hängen.
Den dritten Mann jedoch nagelte Er beinahe mit seinen Augen fest.
„Magnus Bane...“, hauchte Er leise.
Seine Stimme klang beinahe angenehm. Sie war so weich wie Samt, doch gleichzeitig von einer Kälte durchzogen, die deutlich machte, welchen Hass Er auf den Mann haben musste, den Er nun so genau beobachtete, dass Er darüber das Blinzeln zu vergessen schien.
Mit einer innerlichen Erregung, die Seinen Körper beinahe zittern ließ, beobachtete Er, wie die Vierergruppe das große Gebäude betrat, nachdem sie sich kurz abgesprochen hatten. Der blonde Shadowhunter ging voraus, gefolgt von der jungen Frau. Magnus Bane folgte den beiden auf dem Fuße. Der dunkelhaarige Shadowhunter fasste seinen Bogen fester, richtete den Köcher mit den Pfeilen und folgte der Gruppe.
Ein grausames Lächeln erschien auf Seinem Gesicht. Alles verlief genau nach Plan.
Er war mehr als zufrieden mit sich, hatte Er doch alles offensichtlich perfekt eingefädelt.
Der anonyme Tipp bei den Shadowhuntern, dass sich in diesem Gebäudekomplex einige Dämonen breit gemacht hatten, die bereits auf Menschenjagd gewesen waren.
Der Zauber, mit dem Er das Haus belegt hatte und dessen Auswirkungen der von Ihm so verhasste Magnus Bane erst bemerken würde, wenn es bereits zu spät war.
Und die Dämonen, die Er mit Leichtigkeit unter seine Kontrolle gebracht hatte und die nicht zögern würden, Seinen Befehl auszuführen.
Es würde nicht mehr lange dauern, nur noch wenige Augenblicke und dann...
„Bum!“, flüsterte Er – und nur eine Sekunde später zerriss ein ohrenbetäubender Knall die Stille dieser abgelegenen Gegend von Brooklyn.
Das Gebäude, in welches Magnus Bane und die anderen drei kurz zuvor hineingegangen waren, erzitterte wie bei einem Erdbeben und im nächsten Augenblick schien es langsam, beinahe in Zeitlupe einem Kartenhaus gleich in sich zusammen zu fallen.
Er beugte sich leicht nach vorn bei dem Versuch, den aufgekommenen Staub mit Seinen Augen zu durchdringen. Doch erst, als das Gebäude vollständig zusammengebrochen war und der Staub sich zumindest ein wenig gelegt hatte, vermochte Er die beiden Personen zu sehen, die unweit des eingestürzten Gebäudes scheinbar reglos am Boden lagen.
Ein kaltes Lächeln, in der Dunkelheit der Gasse kaum zu erkennen, umspielte Seine von einem Dreitagebart umrandeten Lippen. Mit einem lässigen Schnippen warf Er seine halb gerauchte Zigarette fort. Ohne Eile trat Er aus der Gasse heraus. Nun, im hellen Licht der Sonne ließ sich erkennen, dass Er das Aussehen eines jungen, dunkelhaarigen Mannes hatte, der die Dreißig noch nicht erreicht haben mochte. Doch die Wahrheit sah anders aus. Er war alt. So alt, dass er bereits auf dieser Welt gewesen war, als Magnus Bane noch nicht einmal existiert hatte. Sein wahres Alter war in Seinen Augen deutlich zu sehen, welche um ein Vielfaches älter wirkten, als Sein übriges Erscheinungsbild. Von goldgelber Farbe schienen sie das Licht der Sonne zu reflektieren. Die Iris war langgezogen und schmal, wie bei einer Katze, die ins helle Licht schaute.
Und diese befremdlichen Augen schauten nun auf die beiden Menschen nieder, denen die Flucht aus dem explodierenden Gebäude gelungen war.
Magnus Bane war nicht darunter.
Ebenso wenig wie der dunkelhaarige Bogenschütze.
Sein Lächeln verstärkte sich, Er wirkte zufrieden.
Ohne die beiden bewusstlosen Personen vor sich auch nur noch eines weiteren Blickes zu würdigen, wandte Er sich ab. Mit einer kurzen, beinahe lässigen Handbewegung öffnete Er ein Portal und war nur einen Moment später verschwunden.
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