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Haunting Past

GeschichteDrama / P12 / MaleSlash
OC (Own Character)
02.03.2020
25.10.2020
2
1.726
1
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02.03.2020 1.049
 
Es war 2 Uhr Nachts als Pete schweißgebadet aus seinem Traum gerissen wurde. Er war froh darüber, denn so hatten seine Qualen für diese Nacht mal wieder ein Ende. Sein Geschrei hatte nicht nur ihn selbst, sondern auch einen seiner Mittbewohner geweckt. Da es Freitag Abend war, waren die zwei anderen vermutlich noch auf einer der unzähligen Partys unterwegs die jedes Wochenende von den Schülern organisiert wurden. Doch Partys waren so garnicht Petes Ding.  Als er die Stimme in dem  dunklen Zimmer hörte, erkannte Pete, dass es Adam war der ihn von dem gegenüberliegenden Bett ansprach. „Yo Pete Mann, alles gut bei dir? Das hat sich wieder extrem angehört“ fragte Adam.
Obwohl Pete ehr zurück haltend ist und sich anderen gegenüber nicht öffnet, war ihm klar dass er seinen drei Mitbewohnern eine Geschichte erzählen musste woher die Albträume stammen die ihn fast jede Nacht plagen und alle im Zimmer wach halten. Pete hatte ihnen zwar nicht die Wahrheit erzählt, doch es reichte den Jungs aus um keine weiteren Fragen zu stellen. In den letzten zwei Jahren hatten sie sich daher an die nächtlichen Störungen gewöhnt, doch ab und zu waren die Träume so schlimm, dass das gesamte Zimmer die restliche Nacht nur schwer wieder zur Ruhe kam. Pete fühlte sich nicht danach mit Adam zu reden, nicht dass es sonst anders wäre, also antwortete er nur trocken: „ Ja sorry, alles gut. Tut mir leid dass ich dich geweckt habe“. Er drehte sich zur Seite und versuchte seine Gedanken auszustellen, um wenigstens noch ein paar Stunden erholsamen Schlaf zu bekommen bevor es am nächsten Morgen zum Training ging. Doch seine Erinnerungen ließen ihn auch im wachen Zustand nicht in Ruhe, sodass seine Gedanken unweigerlich zu dem Tag glitten der ihm die letzten 6 Jahre hinterher jagt.

6 Jahre früher
Als Pete morgens aufwachte war es ein Tag wie jeder andere. Ungewöhnlich sonnig und warm für einen Apriltag in England, doch kein Grund sich zu beklagen da dies hieß er konnte den ganzen Tag mit Henry Fußball spielen. Die beiden kennen sich seit ihrer Geburt und sind beste Freunde seit die Denken können. Ihre Mütter gingen zusammen zur Universität und zogen später in die gleiche Kleinstadt auf dem englischen Land. Auch wenn sich die Frauen mittlerweile auseinander gelebt haben besteht die Verbindung zwischen den Jungs noch immer, Pete ist stets willkommen bei Henrys Familie. So viel Zeit wie er bei ihnen verbringt ist er selbst schon fast ein Teil der Familie geworden. Nachdem Henrys Vater bei einem Verkehrsunfall umkam hatte es seine Mutter nicht einfach sich um ihn und seine größere Schwester zu kümmern doch sie hatte immer genug Kraft um auch für Pete da zu sein wenn er es brauchte. Petes Vater kam  öfter vorbei wenn Helen, Henrys Mutter, Hilfe brauchte mit dem Alten Haus oder dem Auto das so langsam auseinander fiel.
Das war eines der Dinge die das ständige Streiten zwischen Petes Eltern anfeuerte. Seine Mutter war unglaublich eifersüchtig auf alle und jedem mit denen sein Vater Kontakt hatte. Es gab nie einen Grund der diese Eifersucht verursachte, jedenfalls soweit ein 12 jähriger das beurteilen konnte, doch von Tag zu Tag wurde sein Mutter aggressiver in der Art wie sie mit ihrem Mann redete und unterstellte. Sie Wurf ihm regelmäßig Untreue mit allen möglichen Frauen in der Nachbarschaft vor und vor allem mit Helen die seit dem Tot ihres Mannes nur darauf warten würde dass Petes Vater zu ihr kommen würde. Doch Petes Vater liebte seine Frau und ließ die Anschuldigen über sich ergehen. Er wollte sie nicht verlassen und auch seinen Sohn nicht im Stich lassen. So sehr es ihm auch weh tat, er musste bei ihnen bleiben. Er wusste, dass er einen Weg finden würd ihr diese Gedanken auszutreiben und alles zu lösen. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn war so stark wie sie nur sein konnte, sein Vater war Petes größtes Vorbild, er himmelte ihn regelrecht an. Wenn er nach einem Streit seiner Eltern mal wieder bei Helen abgeholt wurde, versicherte ihm sein Vater dass er ihn unendlich lieben würde und für immer bei ihm seien wird. Pete war immer schrecklich sauer auf seine Mutter wenn sie seinen Vater so grausam behandelte, manchmal wünschte er sich sogar, dass sie einfach verschwinden würde und er mit seinem Vater in Frieden leben könnten. Er liebte seine Mutter, aber er würde immer auf der Seite seines Vaters stehen wenn es darauf ankäme.

Nachdem er den gesamten Tag mit Henry verbrachte, kam er Abends nach Hause und hörte schon von draußen die laute Stimme seine Mutter durch das Haus schallen. Mittags kam sein Vater bei Helen vorbei um sich den kaputten Herd anzuschauen und seine Mutter muss dies wohl mitbekommen haben. Als Pete die Tür öffnete hörte er plötzlich seinen Vater laut werden was sehr ungewöhnlich war weil er sonst derjenige war der seiner Frau stets ruhig zuredete. Wie so oft fiel der Name Helen und Pete dachte sich nicht sonderlich viel dabei, er wollte seine Eltern einfach ignorieren und warten bis sie  sich wieder beruhigt hatten. Die Worte seines Vaters sind noch so deutlich in seinem Gedächtnis zu hören als wenn es sie erst einen Tag zuvor ausgesprochen hatte. „Es reicht mir!! Ich liebe dich aber ich kann nicht mehr so weiter machen. Ich werde für eine Zeit lang zu meinem Bruder gehen“ . Pete stand noch immer in der Tür als sein Vater an ihm vorbei kam, ihn mit Tränen in den Augen anschaute und flüsterte „ es tut mir leid“ bevor er endgültig verschwunden war. Das war das letzte mal, dass er seinen Vater sah. Die Wut auf seine Mutter war unbändig, sie hatte es geschafft den wichtigsten Menschen in seinem Leben zu vertreiben und ihn bei ihr zurück zu lassen. Er wollte sie nicht ansehen und ignorierte ihre Rufe als er zurück auf die Straße und zu Henrys Haus rannt. Ohne Nachfragen ließ Helen ihn bei Henry übernachten, sie kannte die familiäre Situation bei Pete zuhause und konnte sich schon denken was passiert war, doch sie wusste nicht, dass es diesmal schlimmer war als sonst.
Pete wurde mitten in der Nacht von Helen geweckt, die weinend vor seinem Bett hockte. Sie redete ihm ruhig zu doch er merkte, dass etwas nicht stimmte als er das rötliche Licht durch das Fenster scheinen sah.
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