The Story of Our Lifes

GeschichteAllgemein / P12
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan OC (Own Character) Zayn Malik
01.03.2020
28.03.2020
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Harrys Sicht

Wir wurden auf den Flugplatz geführt; direkt vor das Flugzeug. Die Jungs und ich stiegen aus dem Auto und einer nach dem anderen stiegen in den Flieger. Zuerst schleppte sich Louis samt Koffer hinein, dann machte Liam dasselbe, danach Zayn und zuletzt kam Niall. Ich blieb noch einen Moment draußen stehen und blickte zurück auf die letzten Tage.
Ich würde sie nie wiedersehen. April war weg. Auch wenn wir Liam wieder einmal nach Wolverhampton begleiten würden, würde ich ihr nie wieder über den Weg laufen. Es war so frustrierend. Es war mein größter Wunsch sie wieder zu sehen, aber dieser würde sich niemals erfüllen. Mir schossen die Tränen in die Augen, wenn ich mich zurückerinnerte. Ich wünschte mir so ein Gespräch wie gestern Morgen wieder, aber das waren Wünsche; Wünsche, die sich sicherlich nie erfüllen würden. Es war so aussichtslos. Ich versuchte nicht los zu weinen und ich riss mich zusammen. Natürlich schaffte ich es. Ich bin ja schließlich Harry Styles. Ich konnte keinem Mädchen nachtrauern. Das war nicht möglich. Naja… das klang wirklich selbstsüchtig, aber es half.
Plötzlich rief Niall hinter mir: „Hey, Styles! Kommst du jetzt oder müssen wir den Fans in Bogota mitteilen, dass Mr. Harry Styles seinen Flug verpasst hat? Das würde tausende Mädchenherzen brechen.“ Ich erschrak und war völlig durch den Wind. So verwirrt war ich schon lange nicht gewesen. Ich glaube das letzte Mal war ich so verwirrt, als Louis auf einmal von der Plattform gesprungen war. „Was für ein Trottel“, hatte ich gedacht damals. Ich drehte mich zu meinem irischen Bandkollegen um und stotterte: „Ähm… äh… ich… ich komm schon…“ Und dann ging ich völlig verwirrt mit dem Koffer in meiner Hand über die Treppe. Und die Krönung darauf war noch, dass ich fast über die letzte Stufe stolperte. Niall hatte gelacht. Viele Mädchen vergötterten dieses Lachen. Man sagt auch – auch wir, also Liam, Louis, Zayn und ich –, er wäre der einzige Mensch auf der gesamten Welt der wirklich lacht wie: „Ha Ha Ha“. Ich stellte meinen Koffer zu denen der anderen und setzte mich auf meinen Platz. Natürlich musste Niall weiter darauf eingehen: „Hast du ein Gespenst gesehen da draußen oder warum bist du sonst so durch den Wind?“ Ich brauchte schon einmal bis ich realisierte, dass er *mir* diese Frage gestellt hatte. „Nein. Es war einfach nur… also, ich habe einfach ins Leere gestarrt. Hast du ein Problem damit?“ Ich klang ungewollt scharf und das hatten die anderen auch gemerkt. Ich hatte wirklich abwertend geklungen. „Hey? Was ist den los mit dir, Harry. Du bist durch so den Wind und dann fährst du auch noch Niall an? Was ist los? Geht es dir irgendwie nicht gut?“, fragte Liam. Hätte ich ihnen die Wahrheit gesagt, dann hätten sie wieder gelacht oder wären wieder mit irgendwelchen schlechten Aufmunterungsversuchen angekommen, worauf ich echt keine Lust hatte. Also log ich ihnen, ohne mit der Wimper zu zucken, ins Gesicht: „Nein… heute ist einfach nicht mein Tag. Sorry Niall.“ Zayn redete weiter: „Ich hoffe du beruhigst dich etwas während dem Flug. Ich habe nämlich keine Lust, dass du irgendwen wieder blöd anmotzt.“ Ich versuchte so gelassen wie möglich zu klingen: „Ich versuche mich zusammenzureißen.“ Zayn nickte mir zu, um zu symbolisieren, dass er einverstanden damit war. Ich fügte noch dazu: „Ich werde einfach ein bisschen schlafen. Dann geht es schon.“ Die anderen taten es mir gleich und wir alle nahmen uns Decken und schlafen noch ein bisschen.


Aprils Sicht


Ich saß noch immer im Flieger, als ich wieder aufwachte. Ich nahm mein Handy aus der Tasche. Selbstverständlich war es auf Flugmodus, aber irgendwie hatte ich es geschafft, dass ich trotzdem meine E-Mails checken konnte. Ich hatte eine von Paul Higgins, dem Manager von One Direction und somit mein neuer „Chef“, bekommen. Ich öffnete diese und las:

Sehr geehrte April Harrison,
Es ist uns allen eine Ehre, dass sie uns die nächsten acht Monate auf unserer Where We Are Tour begleiten werden. Die Jungs sind auch sehr dankbar, dass wir zum Glück noch jemanden Neuen gefunden haben. Sie können es sich gar nicht vorstellen, wie glücklich wir sind, dass wir noch jemanden gefunden haben. Es wäre eine Katastrophe, wenn wir es nicht rechtzeitig geschafft hätten. Es tut uns übrigens sehr leid, dass es so kurzfristig sein musste, aber unsere alte „Besetzung“ hatte so schnell gekündigt, dass wir es gar nicht richtig realisieren konnten.
Ich kann mich hoffentlich darauf verlassen, dass alles sehr diskret und professionell behandelt wird, wenn Sie verstehen. Wir wollen niemanden, der den Jungs schreiend nachrennt. Ich hoffe das ist selbstverständlich für Sie.
Wir erwarten, dass Sie pünktlich um 15:00 Uhr Estadio de Campín, also dem Stadion, wo das erste Konzert stattfindet, sind. Pünktlichkeit ist das halbe Leben, wie man so schön sagt. Natürlich entschuldigen wir Verspätung wegen Verkehrsproblemen.
Ich weiß, dass alles sehr streng geregelt klingt, aber eigentlich sind wir ganz nett. ;-)
Wir freuen uns sehr auf Sie und wir freuen uns auf eine gute und professionelle Zusammenarbeit. Näheres besprechen wir dann vor Ort.
Mit freundlichen Grüßen,
Paul Higgins

Er klang wirklich ernst, aber es war wirklich beruhigend, dass Mr. Higgins dazu geschrieben hatte, dass es nicht so war. Das freute mich. Naja… man konnte ja einen Menschen nicht verurteilen, weil er eine formelle E-Mail geschrieben hatte. Ich wettete, dass er schon nett sein musste.
Ich entschied mich, dass ich nicht gleich zurückschreiben würde. Es würde sowieso erst abschicken, wenn ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Das war mir klar.
Ich spielte noch etwas auf meinem Handy und versuchte noch ein bisschen zu lesen, was ich aber immer nur ein Kapitel lang durchhielt. So schnell konnte man gar nicht schauen, da waren wir schon angekommen in Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens.
Ich stieg aus dem Flieger aus und fragte mich ob der Privatjet der Jungs schon angekommen sein konnte. Es war mittlerweile 12:46 Uhr und ich holte mir meinen Koffer und überlegte, was ich die nächsten Stunden tun könnte. Ich schlenderte durch den Flughafen und hatte einige interessante Personen gesehen. Als ich zum Ausgang kam, erschlug mich die Hitze. Es war um einiges – und wenn ich sage um einiges dann meine ich um einiges – heißer als in Manchester oder generell in Großbritannien. Ich war wirklich overdressed mit meiner langen Jeans und der Weste über meinem weißen T-Shirt mit Polokragen. Und ich hatte nichts mit zum Wechseln. Ich hatte gar nicht daran gedacht, dass es einen Temperaturunterschied zwischen diesen zwei Ländern gab. Ich hätte mir eigentlich denken können, dass es in Kolumbien unglaublich heiß sein musste. Hätte ich den Koffer öffnen sollen und mir eine Hotpants holen? Nein. Erstens: Es wäre peinlich gewesen, wenn ich den Koffer hier vor allen Menschen geöffnet hätte; und zweitens: ich musste schließlich professionell aussehen vor Mr. Higgins und One Direction und nicht wie eine, die auf der Straße lebt. Ja… ich zitierte gerade Mr. Trainor. Ich durfte nicht nuttig rüberkommen. Vor allem, wenn ich mich vor fünf jungen Männern vorstellte. Naja… eigentlich kannten sie mich sowieso schon, aber es war doch egal. Vor Mr. Higgins konnte ich ja so tun, als ob ich die Jungs noch nie in meinem Leben gesehen hätte. Sobald mich alle gut kannten, konnte ich ja herumlaufen wie ich wollte, aber nicht jetzt. Ich musste mich ganz lieb und nett vorstellen. Ich zog dann einfach nur meine Weste aus.
Ich entschied, dass ich mich für die nächsten zwei Stunden in ein kleines Café setzen würde. Es war ein hübsches kolumbisches Café, wo ich mir einen guten Kaffee mit Kuchen bestellte. Das brauchte ich jetzt. Nach diesem langwierigen Flug brauchte ich etwas, was mich wachmachte. Es war ein Café bei dem man draußen und drinnen sitzen konnte und da heute ein so schöner Tag war, setzte ich mich natürlich nach draußen. Die Bedienung brachte mir meine Bestellung und ich machte mich wie eine Verrückte über meinen Kaffee her. Es war wirklich gemütlich. Ich rechnete mir aus wie viel alles kosten würde und dann googelte ich, was der Betrag, den ich plus Trinkgeld zahlen wollte, auf Spanisch hieß. Zum Glück hatte mir mein Chef – also Mr. Trainor – einen Teil meines nächsten Lohns in Peso, der Währung von Kolumbien, zu den ganzen Sachen, die ich bekam, dazugelegt, also konnte ich problemlos zahlen. Als der Kellner, ein einheimischer und braungebrannter Lauch, der geschätzt zehn Zentimeter kleiner war als ich, das nächste Mal kam, zahlte ich im Voraus, weil ich wusste, dass ich sowieso nichts mehr wollte. Wasser hatte ich mir schon am Flughafen gekauft. Ich mochte dieses Café wirklich sehr. Es befand sich auf einer anscheinend sehr belebten Straße und so beobachtete ich die vorbeigehenden Leute. Es war wirklich interessant Leute von dieser Kultur zu beobachten. Das weiteste wohin ich bisher gereist war, war Mailand gewesen. Ich wäre nie in meinem Leben daraufgekommen, dass ich Europa jemals verlassen würde, geschweige denn nach Südamerika fliegen würde. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen, dass es dort so viel gab, was es in Wolverhampton nicht auch geben konnte. Aber da hatte ich mich getäuscht. Es war eindeutig eine komplett andere Welt, als das gute alte Großbritannien.
Die Zeit verstrich wie im Flug und als ich auf meine Handyuhr schaute, die ich schon am Flughafen umgestellt hatte, war es schon 14:28 Uhr und ich wusste, dass ich schleunigst gehen musste. Da ich schon gezahlt hatte, stand ich einfach auf und ging. Ich heuerte mir ein Taxi an und das fuhr mich dann zum Stadion. Es dauerte zum Glück nicht so lange, denn es war keine Stoßzeit. Das einzige, was etwas genervt hatte, war ein Typ mit einem Fahrrad, dass einen Wurststand inkludierte. Ich konnte den Fahrer nicht verstehen, was er sagte, denn ich sprach kein Spanisch, aber ich konnte mir nur zu gut vorstellen, was er vor sich hin fluchte. Ich konnte zwar kein Spanisch, aber zum Glück konnte er Englisch. Das rettete mir das Leben. Er hatte mir beim Zahlen erzählt, dass er oft Touristen herumfuhr und deswegen Englischkurse besuchte. Ich war ihm wirklich dankbar, dass er das tat.
Ich stieg aus dem Taxi und suchte in meiner Handtasche nach dem Mitarbeiterpass des Stadions, das mir Mr. Trainor auch dazu gelegt hatte. Nur damit konnte ich in das Stadion. Nachdem ich mir den Pass mit einem Band um den Hals gehängt hatte, schaute ich noch schnell auf die Uhr. 14:45 Uhr. Ich war noch in der Zeit. Schnell ging ich rüber zum Eingang und der Türsteher prüfte den Pass, damit er sich versichern konnte, dass er nicht gefälscht war. Er trug einen Anzug und Sonnenbrille – halt typisch Türsteher – und ich konnte mir nicht vorstellen, wie er das aushielt. Mir war mit einfachen Jeans und T-Shirt warm. Ich war mir zu 100& sicher, dass er auch Kolumbianer sein musste. Die dunklen Haare, das Beachboy-mäßige Auftreten, die vielen Muskeln und der dunkle Teint verrieten ihn. Aber er sagte nichts, sondern nickte mir nur zu, um zu sagen, dass der Eintritt genehmigt war. Ich ging hinein und da übernahm meine Betreuung eine junge Frau, die ich auch als Kolumbianerin einstufte. Sie fragte mich: „Sind Sie April Harrison?“ Ihr Akzent bestätigte meine Vermutung. „Ja, die bin ich“, entgegnete ich. „Ok, kann ich Ihren Pass sehen?“ Das war ja mal streng hier. Gott, man konnte sich doch denken, dass ich kein hysterischer Fan war, oder? Schließlich rannte ich auch nicht mit einem T-Shirt herum, auf dem stand: „I Heart One Direction“ oder „Ich bin ein hysterischer Superfan!“ Naja… ok… wenn sie darauf bestanden. Also holte ich meinen Reisepass aus meiner Tasche und zeigte ihn ihr. Auch der wurde bis aufs kleineste Detail auf Echtheit geprüft. Es war etwas peinlich, denn dieser Reisepass war schon sechs Jahre alt und damals hatte ich noch eine schreckliche Frisur und ich musste gerade eine Zahnspange ertragen. Die Pubertät war wirklich gnädig zu mir. Schließlich gab sie ihn mir zurück mit den Worten: „Sie können mitkommen.“ Ich kam mir vor wie eine Schwerverbrecherin, die gerade gefilzt wurde und nun in ihre Zelle konnte. One Direction waren schließlich keine Götter. Sie waren ganz normale Sterbliche, die in einer Band waren, die ein kleines bisschen Erfolg hatte. Nicht mehr und nicht weniger. Ich konnte es nicht – na gut… vielleicht ein bisschen – nachvollziehen.
Diese Frau führte mich durch richtig verschachtelte Gänge der Bühne, wo ich nie gedacht hätte, dass ich die mal von innen sehen würde. Ich war früher, vor der ganzen Sache mit Zoe und dem Singen, sogar richtig gerne auf Konzerte gegangen. Damals wäre ich sogar gerne mit Lexi auf ein 1D-Konzert gegangen, aber heute war alles anders. Sie führte mich durch Räume von denen ich gar nicht wusste, dass sie existierten. Ich hätte mir nie im Traum vorgestellt einmal hier zu sein und One Direction zu treffen - Ok… vor 36 Stunden hätte ich das alles nicht für möglich gehalten. Ich war schließlich in der Zwischenzeit schon in ein Konzertgelände eingebrochen, ich hatte einen Vollrausch und bin auf der Couch der wahrscheinlich berühmtesten Boyband aller Zeiten aufgewacht, hatte einen riesigen Job bekommen und war jetzt hier in Kolumbien. Generell: Mein Leben hatte in den letzten zwei Wochen eine ziemlich heftige Wendung genommen.
Und dann führte mich die Frau zu einer Treppe. Sie meinte, dass ich dort meine „Klienten“ – wenn man es so nennen konnte – treffen würde. Ich ging über die Stufen und auf einmal stand ich auf dieser abgefahrenen Bühne. Ich konnte nichts sagen. Ich war einfach nur geflashed von diesem Anblick. Auf einmal fühlte ich mich, als würde ich im Mittelpunkt der Welt stehen und ich genoss es. Ein unbeschreibliches Gefühl breitete sich in mir aus. Es war einfach atemberaubend. Das hier jeden Abend zu erleben, musste sicher das beste sein, was einem passieren kann. Ok… früher hatte ich auch den Traum Sängerin zu werden – also nicht früher im Sinne von „vor der Tragödie“, sondern früher im Sinne „als ich noch ein kleines Mädchen war“ –, aber wer hatte diesen Traum nicht? Jedes kleine Mädchen hat irgendwann davon geträumt ein großer Popstar zu werden. Spätestens nach „Barbie: die Prinzessin und der Popstar“ wollte jeder entweder eine Prinzessin oder ein Popstar werden. Den Traum hatte ich aufgegeben als ich ungefähr sechs war und mir in den Kopf gesetzt hatte Tierpflegerin im Zoo zu werden.
Ja… das waren Zeiten.
Aber jetzt stand ich wirklich hier. Naja… zwar nicht so wie ich es mir immer erträumt hatte, dass ich der große Star war und alle nur für mich hier waren, aber es war schon ein echt geiles Feeling. Und überhaupt… Singen konnte ich sowieso nicht also würde auch niemand mein Fan sein. Egal, es war sowieso nicht mehr mein Traum. Schon lange nicht mehr. Jetzt war es erst mal mein Ziel Geld fürs College zu sammeln und das hier durchzuziehen. Vielleicht hatte Zoe ja doch Gutes mit mir vor. Ich genoss es noch etwas hier im Estadio Del Campín zu stehen und dann schon bald hörte ich Stimmen.
Sie waren hier… One Direction


Harrys Sicht


Niall, Louis, Liam, Zayn, Paul und ich gingen gerade durch den Backstage-Bereich der Bühne. Nach meinem langen Schläfchen war ich auch wieder besser gelaunt. Ich hatte mich mit der Tatsache abgefunden sie nie wieder zu sehen. Und nach einem langen Telefonat mit meiner großen Schwester Gemma fühlte ich mich eindeutig besser. Natürlich hatte ich ihr von April erzählt. Sie ist schließlich meine große Schwester und wir erzählen uns alles. Sie erzählt mir, wann sie Dates hat und im Gegenzug tue ich dasselbe. Es war sowas wie ein Tauschgeschäft bei uns. Wir haben einfach eine gute Beziehung und ich bin wirklich froh darüber. Als ich es ihr erzählt hatte, sagte sie: „Harry, mein kleiner lieber Bruder Harry. Wenn du diese April wirklich magst und dir vorstellen kannst mit ihr zusammen zu sein, dann tu etwas dafür. Schreib ihr ne Karte oder such sie auf Instagram oder was auch immer. Kämpfe darum und tue alles, was du tun kannst. Und wenn sie dich verletzt, dann trete ich ihr so hart in ihren Hintern, dass sie nicht mehr sitzen kann. Du, mein lieber Bruder, hast nur das Beste verdient und wenn sie das nicht einsehen will, dann ist sie entweder blind oder wirklich dumm.“ Meine Schwester konnte mir wirklich in jeder noch so ätzenden Situation aufheitern. Ich wusste nicht, ob das eine Superkraft von großen Schwestern war oder ob es einfach nur Gemma so gut hinkriegte, aber ich war wirklich froh darüber. Die Jungs hatten auch bemerkt, dass ich nicht mehr so angespannt war, und Liam fragte: „Was ist den jetzt auf einmal los, Harry? Gerade noch so aggressiv und jetzt der best-gelaunteste Mensch der Welt.“ Die Jungs hatten nicht mitgekriegt, dass ich mir Gemma telefoniert hatte. Ich antwortete: „Also. Ich sag euch eins. Wenn ihr mich das nächste Mal aufmuntern wollt, dann drückt mir einfach ein Handy in die Hand und wählt Gemmas Nummer. Eure Aufmunterungskünste in allen Ehren, aber die Aufmunterungskünste einer großen Schwester sind das Beste, was du kriegen kannst.“ Liam nickte. Er hatte auch zwei große Schwestern und anscheinend waren diese auch so. Ok… ab diesem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass es eine große Schwestern-Superkraft sein musste. Anders konnte ich es mir nicht erklären.
Also. Wir gingen über die Treppe auf die Bühne des Estadio Del Campín und als ich mich gerade darauf einstellte, dass ich gleich unsere neue Style-Koordinatorin kennenlernen würde, kam die Überraschung des Jahres – nein des Jahrhunderts. Ich war so geschockt und zugleich hin und weg. Ich konnte dieses Gefühl gar nicht beschreiben. Ich wusste nicht wie. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass das hier alles real war. Ich musste träumen. Es war so realitätsfern, dass ich wirklich dachte, dass ich noch immer in unserem Privatjet saß und schlief. Und neben mir würde noch immer Zayn schlafen mit den Kopfhörern auf den Ohren. Es konnte einfach nicht real sein. Die ganze Sache… es konnte einfach nicht echt sein. Wer da vor mir stand, wollte und konnte ich nicht glauben. Mein Verstand musste mir einen Streich spielen. Denn es konnte einfach nicht wahr sein.
Sie stand genau vor mir: April Harrison, das Mädchen mit dem neon-pinken T-Shirt.

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Da ist er wieder. Mein geliebter Cliffhanger-Effekt. Ich musste hier aufhören, denn wie ihr alle wisst, feiere ich es einfach zu hart, dass ich aufhören kann, wo und wann ich will. Es ist meine – und nur meine – Entscheidung. ;-)

Was haltet ihr von Kapitel 17? Es ist relativ lang geworden. Was würdet ihr verbessern oder was könnte ich ändern an meinem Stil? Schreibt mir eure Meinung und Vorschläge in eine Review. Ich würde mich freuen.
Lisa
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