The White Grappler /// Harry Potter - Avengers - Agents of S.H.I.E.L.D. - (Blue Bloods) - (Justice League) - Crossover

GeschichteDrama, Familie / P12 Slash
Aaron "Hotch" Hotchner Emily Prentiss Jack Hotchner OC (Own Character)
29.02.2020
01.03.2020
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PROLOG 2024:


Es war ein Junge. Ein großer Junge. 18 Jahre alt und noch grün hinter den Ohren. Oder das war das, was Aaron glaubte, bevor der Junge anklopfte und sein Büro betrat. Es könnte noch ein Kind sein und ehrlich gesagt war er widerwillig ihn in das Team aufzunehmen. Er hatte die Akte gelesen, nachdem Cruz ihn in sein Büro bestellt hatte um ihn über den neuen Zusatz in die Einheit zu informieren. Es war ziemlich ungewöhnlich, denn normalerweise bestimmte er welcher Bewerber eingestellt wurde. Offenbar war es eine Gunst an den besten Absolventen des FBI’s. Woher diese Gunst kam, wusste nicht einmal Cruz. Aaron war es nicht besonders wichtig gewesen, denn er war sich sicher, dass sich das schnell erledigen würde. Bis er die Akte des Jungen gesehen hatte. Und die Akte machte ihn neugierig.

Der Junge war etwa so groß wie er selbst. Seine Haare waren wahrscheinlich das Chaotischste, was er je sah und sie waren tiefschwarz. Wie Tinte. Und sie ließen kein Licht hinein. Seine tiefliegenden Augen waren kalt und eisig und eine runde Brille bedeckte sie. Hohe Wangenknochen schmückten sein Gesicht und er war für sein Alter sicherlich attraktiv. Seine Haltung schrie nur so, dass sich jeder von ihm fernhalten sollte. Und seine Augen erzählten Aaron, dass er schon viel erlebt hatte. Und es war nichts Gutes.

Dieser Junge war distanziert, kalt, definitiv nicht kontaktfreudig.

Aaron stand auf und streckte seine Hand aus. „Guten Tag. SSA Aaron Hotchner.“

Der Junge drückte seine Hand fest, aber nicht zu fest. „Erfreut, Agent Hotchner.“, grüßte er höflich. „Ich bin Abe Armstrong.“

„Setzen Sie sich, Mister Armstrong.“, erwiderte er und deutete auf den Stuhl, ehe er sich selbst wieder setzte. „Sie sind jünger als unsere üblichen Bewerber.“, kommentierte er. „Wie kamen Sie zur BAU? Sie haben die Akademie erst abgeschlossen.“

„Ich selbst war ziemlich überrascht, als mein Ausbilder mit dem Angebot auf mich zukam. Die Antwort darauf befindet sich aber wahrscheinlich in meinem Lebenslauf.“, erwiderte er knapp.

„Ihr Lebenslauf.“, wiederholte Aaron und schlug ihn auf. „Mit 13 wurden Sie Teil des SIS.“, sagte er und hob eine Augenbraue in Richtung des Jungen.

„Das ist richtig.“, erwiderte er unberührt.

„Welche Aufgaben haben Sie dort bekleidet?“, fragte er. Dem Jungen musste man anscheinend alles aus der Nase ziehen.

„Ich war im In- und Auslandseinsatz tätig. Meine Aufgaben waren sehr vielfältig. Sie reichten von einfachen Aufgaben wie die Beschattung einer Person bis hin zur Infiltration von Gruppen, Firmen oder Organisationen.“

„Sie waren sogar Team- und später Abteilungsleiter. Das ist sehr beeindruckend für jemanden in Ihrem Alter.“

Armstrong verzog keine Miene, als er antwortete: „Ich war gut indem was ich tat, Sir. Wäre ich es nicht, hätten sie mich nicht in den Auslandsdienst befördert.“

„Wie kam es dazu? Sie waren ein Kind.“ Er ließ unausgesprochen, dass er dachte, dass Armstrong immer noch ein Kind war. Jack war kaum älter, als dieser Junge.

Der Junge überschlug seine Beine bequem. „Obwohl mein Einsatz aufgrund meines Alters nützlich war, ist es noch immer nicht die Regel. Es werden keine Kinder eingestellt. Wenn der SIS Kinder einstellen möchte, weswegen auch immer, müssen sie sich an das Königshaus wenden. Alleine sie können es autorisieren oder auch ablehnen. Das war doch das, was Sie wissen wollten, oder Agent Hotchner?“ Nonchalant hob er eine Augenbraue.

Er fragte sich, welche Eltern so etwas erlauben würden. “Ja.”, antwortete er ruhig. “Aber das beantwortet meine Frage nicht.”

Ausdruckslos sah der Junge ihn an. “Ich verstehe.”, sagte er. “Mir wurde nicht gesagt, dass Sie mich noch einmal persönlich kennenlernen wollten.”

“Das hier ist die BAU, Agent Armstrong. Sie sind ein neuer Absolvent der Akademie. Und aus unbekannten Gründen wurden Sie hierhin befördert. Natürlich möchte ich Sie kennenlernen.”

“Okay.”, erwiderte er und stellte seine überschlagenen Beine wieder gerade hin. “Sie sind interessiert. Das kann ich verstehen.” Armstrong sah ihn prüfend an. “Allerdings muss ich auf Ihre Verschwiegenheit bestehen.”

“Okay. Solange es nichts illegales ist, wird das kein Problem sein.”

Knapp nickte der Junge. “Mit zwölf wurde ich aus meinem Internat entführt. Ich war nicht der Einzige. Kinder, Jugendliche, Erwachsene. Es spielte keine Rolle.”, sagte er. “Und die Täter.”, sagte er. “Terroristen, Agent Hotchner. Es waren Terroristen!”

Aaron beobachtete den Jungen. Zum ersten Mal sah er eine wirkliche Reaktion. Nicht Eine, die er erwartete. Er war ruhig. Und als er von diesem Erlebnis sprach, zeigte er wenige Emotionen. Fast keine von ihnen. Ruhig und unerschütterlich.

“Ich war ein vorlauter, kleiner Junge, der um keinen Preis seine Angst zeigen wollte. Die Erwachsenen waren meistens verletzt und wenn sie es nicht waren, wollten sie ihr Leben nicht für ein Paar unbekannte Kinder riskieren. Die Terroristen töteten, wie Eltern Süßigkeiten verteilten.” Der Junge schwieg. In diesem Moment konnte er nicht mehr als ein Junge sein. “Sie liebten es uns zu verspotten und zu verhöhnen. Sie mochten die Demütigung anderer. Die, ihrer Opfer. Sie liebten es uns Schmerzen zu bereiten und ihr Wahnsinn, welchen sie meistens von ihren inzentiösen Eltern erbten, glitzerten dunkel in ihren Augen.” Seine Lippen verzogen sich spöttisch. “Es war dumm von mir keine Angst zu zeigen. Das weckte ihr Interesse. Ihr Interesse bedeutete das Interesse ihres Anführers und das bedeutete im Grunde nichts Gutes.”

“Was ist dann passiert?”

“Ich erschlich mir das Vertrauen des Anführers. Ich ließ sie glauben, dass ich genauso Menschenverachtend wäre wie sie. Dass ich ihre Ideologie für wahrhaftig glaubte. Es dauerte etwas, aber sie hielten mich für nützlich und ich lieferte gute Ideen.” Er traf Aaron’s Augen. “Ich manipulierte sie.”, sagte er leer. “Und als sie mir genügend vertrauten, gelang es mir ihre Schlüssel zu entwenden und die anderen zu befreien. Eine der Erwachsenen war offensichtlich ein SIS-Agent und so beeindruckt von mir, dass er alles in die Wege leitete. Manchmal braucht es nur ein bisschen Glück im Unglück.

Das war eine unglaubliche Geschichte. Wie hatte er sich so entwickelt, dass er so wurde? Welches Kind dachte zuerst an Andere, bevor es an seine eigene Flucht dachte? So etwas gab es in Filmen und in Büchern. Irgendetwas daran stimmte nicht. Oder der Junge verbarg mehr, als er glaubte. Aaron konnte niemanden im Team gebrauchen, der Geheimnisse hatte. “Warum wurden Sie entführt?”, fragte er schließlich.

“Es waren einige Adlige, die glaubten, dass nur blaues Blut die Eliteschule, die ich besuchte, besuchen sollte.”

“Eton.”, erwiderte Aaron. “Das ist doch die Schule, die Sie besuchten.”

“Ja.”

Er glaubte es nicht. Irgendetwas passte nicht. Nach Eton gingen eine Menge Kinder mit reichen Eltern, die nicht adlig waren. In dieser Angelegenheit hatte er keine Wahl. Und das bedeutete, dass er den Jungen genau beobachten würde. Solange, bis er seine Geheimnisse gelüftet hätte.