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Angels Pride

GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / Gen
Kageyama Tobio Kuroo Tetsurou OC (Own Character) Oikawa Tooru Sawamura Daichi Ushijima Wakatoshi
29.02.2020
04.12.2020
41
184.104
38
Alle Kapitel
58 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
29.02.2020 2.473
 
Kurzes Vorwort!

Heey ihr Sweeties!

Vielleicht kennen uns einige noch! Früher noch unter den Namen MaknaeBebe bekannt!
Unser jetziger Name ist auch nur vorübergehend, bis uns etwas Besseres eingefallen ist! Also bitte nicht wundern, solltet ihr hier ein Update unter einem anderen Namen bekommen!
Es ist etwas zu lange her, seit ihr das letzte Mal etwas von uns gehört habt und wir entschuldigen uns aufrichtig dafür!
Wir waren in einer vollkommenen Schreibblockade und mussten leider zwei unserer Stories abbrechen! Ehrlich gesagt sind wir eh nicht mehr zufrieden damit!!
Wir haben uns allerdings vorgenommen sie streng zu überarbeiten und nochmal neu aufrollen!
Bis dahin hoffen wir, dass wir euch mit dieser Geschichte hier vergnügen können!

Zur Story!
Wir werden uns so gut wie gar nicht an die originale Story halten, lediglich einige Stellen können sich ähneln!
Wir würden uns sehr über Reviews und Kritik freuen! Scheut euch nicht uns eure ehrliche Meinung mitzuteilen! Nur so können wir uns verbessern!

Eine Warnung schreiben wir hier ebenfalls gleich aus; Die Charaktere können sehr OOC werden.
Mit Volleyball kennen wir uns nicht besonders gut aus. Unser Wissen verdanken wir dem Anime, YouTube und Google. Sollten wir also etwas falsch machen, zögert nicht es uns mitzuteilen.

Bei dem Aussehen der Miya Zwillingen, halten wir uns eher an Fanarts, weil sie im Anime noch nicht beide vorgekommen sind. Also bitte entschuldigt auch hier, sollte etwas nicht ganz sein wie es sich gehört.

Okay!
Das war auch schon alles was wir euch sagen wollten!
Für Fragen, Anregungen und Wünsche stehen unsere Türen jederzeit offen!
Für Tippfehler entschuldigen wir uns schon mal im voraus!!

Jetzt aber wünschen wir mal viel Spaß!


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[ONE]


-YUMIKO-

Laut seufzend lasse ich mich nach hinten in die Matratze fallen. Beide Arme von mir gestreckt, mein Blick auf die Schneeweiße Decke über mir gerichtet. Ich genieße die Stille und doch verdamme ich sie in derselben Sekunde. Nichts. Hier gibt es nichts, was mich von meinen Gedanken ablenken kann und dieses Gesicht, sein Gesicht, taucht wieder mal direkt vor meinen Augen auf. Genervt zische ich auf und schüttle dabei heftig meinen Kopf, ehe ich voller eingeredeter Energie wieder aufspringe.
„Spatz? Hier die letzte.“ Ich werfe nur einen kurzen Blick über meine Schulter und erkenne meinen Vater der mit einer weiteren, und wie er sagte die letzte, Kiste ins Zimmer stolpert.
„Gefällt’s dir?“, fragt er als ich mich wieder dem Fenster zuwende. „Hm“, mache ich nur und zucke meine Schultern. Was soll ich auch groß sagen? Er hat das Zimmer nicht verändert seid meine Mutter sich von ihm getrennt und mich mit zu ihrem neuen Lover genommen hat. Eher hat sie mich dahingeschliffen. Hyougo Präfektur in der Kansai Region. Weit weg von Miyagi und auch nicht wirklich nahe Tokyo. Irgendwo am Arsch der Welt.
Ich bin damals nicht freiwillig mit ihr gegangen und ich bin heute nicht freiwillig zurückgekommen. Ich hatte… keine andere Wahl. Außer unsere Nachbarn kennt mich hier eh niemand. Vielleicht meine damaligen Freunde, aber der Kontakt brach mit der Zeit komplett ab, mit allen. Kaum jemand scheint mich auch jetzt großartig zu vermissen. Wie den auch? Ich hatte damals nur einen besten Freund und jemand mit dem ich mich gut verstand. Heute hat sich das auch nicht großartig verändert. Sollte mir nur recht sein. Bei meiner Mutter hatte ich das Team. Aber Freunde konnte man uns nicht wirklich nennen.
Sie haben sich nur vor meiner Mutter und meinem Stiefvater als solche ausgegeben. Sie brauchten mich. Sie brauchten mich für Volleyball, nichts weiter. Wir haben uns nie nach der Schule auf ein Eis getroffen. Wir haben niemals zusammen für Prüfungen gebüffelt. Wir waren nicht Shoppen, wir haben nichts außerschulisch miteinander zu tun gehabt. Ich war einfach da und für das Team nützlich, mehr nicht.

„Engelchen?“ Ich hab meinen Dad vermisst. Ihn und seine Irrwitzen Spitznamen für mich, die er ständig ändert. „Es ist okay. Aber aus den Postern bin ich rausgewachsen.“ Ich lächle ihn beruhigend zu, bevor mein Blick über die Ponys, Pferde, Hello Kitty und Pokémon schweift.
Auch er lacht, ehe er auf mich zukommt und sein lachen in ein sanftes lächeln übergeht. „Ich hab so viel von dir verpasst.“ Er hat recht. Aber nicht, weil er es so wollte. Kaa-San hat mir den Kontakt zu ihm regelrecht verboten. Sie meinte am Anfang, dass ich mir die Trennung so nur schwerer mache. Dann sagte sie, ich könnte mich so nicht an ihrem neuen Lover gewöhnen und kaum war ich im ersten Jahr der Oberschule meinte sie, er wäre nur eine zu große Ablenkung für meine bevorstehende Volleyballkarriere. Ich weiß, dass er mir Briefe geschrieben hat. Glückwunschkarten und Geschenke zum Geburtstag. Die Karten, sowie die Briefe habe ich nie bekommen und bei den Geschenken meinte sie, sie wären von Sakumo. Ihr neuer Freund, inzwischen eh schon Ehemann. Für mich wird er aber immer ihr Lover bleiben.
Ich weiß auch, dass er immer wieder angerufen hat, aber sie hat widererwartend abgelenkt. Kein Wunder, dass ich mich in den Jahren immer mehr von ihr entfernt habe. Sie kümmerte sich nur darum, dass ich gut in der Schule bin und Volleyball spiele und hart trainiere, damit ich später in der Nationalmannschaft spielen kann, wie mein Großer Bruder, der es vor drei Jahren in die Nationalmannschaft von Japan geschafft hat.
Volleyball liegt in der Familie. Mein Vater hat gespielt und spielt zum Spaß auch heute noch mit alten Freunden.
Meine Mutter hat gespielt, hat wegen eines schlimmen Unfalls allerdings aufhören müssen und Sakumo trainiert ein Mittelschulteam in Kansai. Ihm hatte ich es auch zu verdanken, dass ich in Hyougo auf einer Schule war, mit besten Absichten in diesem Sport… Tja… hat wohl nicht so funktioniert, wie sie es sich vorgestellt haben.
Ist mir nur recht, dass ich wieder hier bin. Weg von Sakumo, weg von meiner Mutter und meine zwei kleinen Halbgeschwister, die mir eh nur auf die Nerven gingen. Weg von der Schule, weg vom Team, weg von Volleyball. Die einzigen die mir fehlen werden sind die Zwillinge.

„Richte es dir nur so ein wie es dir gefällt. Deine neue Schuluniform hängt im Schrank. Brauchst du Hilfe beim Auspacken?“ Ich klettere auf das Bett und reiße an den Hello Kitty Poster. Anschließend folgen die anderen. „Nein, danke. Aber ich ruf dich, falls doch.“ Ich bekomme mit, dass er nickt und zur Tür stolpert. „Ich mach uns währenddessen Curry, ja?“ „Ist gut.“
Kaum ist die Tür geschlossen klingelt mein Smartphone.
Seufzend springe ich wieder auf festen Boden und folge dem Klingeln, welches aus meiner Umhängetasche kommt. Während ich nach dem Handy suche, zerknülle ich mit der anderen Hand die Poster und schmeiße sie hinter mich.
„Ernsthaft?“, frage ich mich, muss dann aber doch lachen.
„Ihr habt echt ein Timing, Jungs. Ich bin doch gerade erst angekommen.“ Zwei Identische Gesichter grinsen mir auf dem Display entgegen. Lediglich ihren Haaren ist es zu verdanken die beiden auseinander zu halten.
„Wussten wir. Osamu war nur so scharf drauf, dein altes Kinderzimmer zu sehen.“ „Ja klar. Du hast die ganze Zeit rum gezappelt. Und gemeckert wie sehr sie dir jetzt schon fehlt.“ Dabei haben wir uns heute Morgen erst voneinander verabschiedet. „Also echt, Jungs. Ruft mich nicht an, wenn ihr nur streitet. Ich hasse, wenn ihr das macht.“ „Gomen.“ sagen sie Zeitgleich und ziehen einen Schmollmund. „Euch sei vergeben.“ Den beiden konnte ich noch nie sauer sein.
„Aber jetzt mal im erst. Zeig her.“ Ich schüttle meinen Kopf und schwenke das Handy durch mein altes Kinderzimmer.
Dad hat es wirklich nicht angerührt. Höchsten Mal Staubgewischt. Sogar mein Glücksbärchi sitzt noch genauso am Fensterbrett wie ich es zurückgelassen habe.
Ich fühle mich trotz der Pink-weißen Tapete vollkommen wohl. Seit Jahren endlich mal wieder.
„Aw. Du warst ja richtig niedlich. Wie eine Prinzessin.“ Ich muss lachen und drehe mich im Zimmer, damit die beiden auch keinen Winkel verpassen.
„Und heute ist sie zu einer Königin herangewachsen. Die Königin des Netzes.“ Das war eindeutig Osamu. Ich schüttle meinen Kopf. „Hört endlich auf mich so zu nennen.“ Nicht, dass ich es nicht mag, aber es gibt eindeutig bessere Spieler als mich.

„Sag mal… Wer ist das?“ Ich schaue auf, wieder aus dem Fenster vor welchem ich stehe, direkt auf dem Balkon des Nachbarhauses.
„Ich ruf euch später zurück.“ „Was? Aber Yumi-Chan…“ rasch lege ich auf und öffne das Fenster.
„Hallo, oh mein großer König.“ Sein Gesicht verzieht sich, dann aber weiten sich seine Augen und sein Blick schießt regelrecht in meine Richtung.
„Yumiko…“ Ich hebe meine Hand zum Gruß, dann klettere ich vorsichtig auf das Fensterbrett und lasse meine Beine in der Luft baumeln. So wie damals, wenn es zu spät und zu dunkel war, um sich draußen zu treffen. So hab ich ihm bei dem Hausaufgaben geholfen, oder wir haben einfach belangloses Zeug gefaselt und uns einen Volleyball hin und her geworfen, bis er runter gefallen ist. Was bei unserem Talent nur selten der Fall gewesen ist. Und falls doch, blieb er bis am nächsten Tag dort liegen, wo er gelandet ist.

„Was… was machst du denn hier?“ Ungläubig blinzelt er mehrmals, als ob er es sich tatsächlich einbildet, dass ich hier bin.
„Ich hatte ein paar Probleme auf der Schule. Meine Mutter hat mich wieder hergeschickt.“ Er öffnet den Mund um etwas zu sagen, geht allerdings in ein kleines lächeln über.
„Ich komm rüber.“ Aufgeregt hüpft mein vollkommen verschrottetes Herz und ich nicke eifrig. „Bin gleich da“, verspricht er genauso aufgeregt, verlässt den Balkon, schließt ordentlich die Tür. Erst als er das Licht in seinem Zimmer löscht, springe ich ebenfalls auf, schließe das Fenster wieder und stürme aus dem Zimmer.
Polternd trample ich die Treppen runter, weiter zur Tür und reiße sie regelrecht auf.
Erschrocken bleibe ich stehen. Vor meinen Augen ist eine deutliche Männerbrust, verhüllt in einem einfachen schwarzen Shirt.
Leicht außer Atem schaue ich auf und mein Lächeln kehrt sofort zurück. Diese blauen Augen habe und werde ich niemals vergessen. Auch wenn er sich stark verändert hat.
„Tobio-Kun.“ Sein Name kommt nur gehaucht über meine Lippen, ehe ich meine Arme um ihn schließe. Er rührt sich erst nicht, also bin ich es die sich fest an ihn drückt und tief durchatmet.
Wenige Sekunden dauern an, bevor auch er seine Arme um mich schließt.

„Du hast mir gefehlt.“ Das hat er sogar sehr. In jeden den ich begegnet bin, habe ich immer wieder sein Gesicht gesucht. Immer wieder meine Ohren nach seiner Stimme offengehalten. Immer wieder dieses Dunkelblau seiner Augen gesucht.
Aber es gab und gibt niemand der Kageyama Tobio ersetzen kann. Nicht mal die Zwillinge, auch wenn ich beide mit der Zeit liebgewonnen habe.

„Ich dachte, meine Mutter spinnt, als sie meinte, dich heute gesehen zu haben.“ Ich löse mich von ihm und grinse zu ihm hoch. „Sie hatte es eilig, sonst wäre ich zu ihr gegangen.“ Ich stelle mich auf Zehenspitzen, dann wieder normal hin. Das wiederhole ich auch einige Male.
„Was ist?“ fragt er verdattert, als ich auch noch meine Hand nach seinem Kopf ausstrecke und seine Große mit meiner vergleiche. „Woah. Tobio-Kun. Du bist inzwischen größer als ich.“ Jetzt scheint ihm ein licht aufzugehen und leise prustet er los. „Ich hab dich echt vermisst.“ Ich grinse weiter, schnappe seine Hand und ziehe ihn ins Haus.
„Papa! Tobio ist gekommen!“, rufe ich in Richtung Küche und schlendere da schon mal hin, während mein Freund seit dem Kindergarten sich seiner Schuhe entledigt.
„Schön dich mal wieder aus der Nähe zu sehen. Tobio-Chan.“ Leicht verzieht er das Gesicht, als mein Dad ihn so nennt, aber richtig Böse ist er nicht auf ihn. Papa hat ihn schon immer so genannt. „Isst du mit uns?“ Tobio scheint kurz zu überlegen, dann aber nickt er. „Wenn Genug da ist. Gern.“ Papa lächelt über seine Schulter, konzentriert sich allerdings sofort wieder ans Kochen. „Genug ist immer da.“ Ich nicke zustimmend. Papa hatte schon immer die Angewohnheit zu viel zu Kochen. Manchmal konnten wir drei bis vier Tage an einem Gericht Essen.
„Wenn du ja schon da bist, und das Essen ja noch nicht fertig, hilf mir beim Auspacken.“ Wieder schnappe ich nach seiner Hand und dränge ihn Richtung Treppe. „Ich hol euch gleich zum Essen.“

„Es gibt einen Grund, warum du plötzlich wieder da bist. Richtig?“ Ich schweige und Räume weiter meinen Kleiderschrank ein, dabei sortiere ich auch gleich die Kleidung aus, die ich entweder nicht mehr anziehe, mir nicht mehr gefallen, oder mir nicht mehr passen.
„Yumiko!“ Ich seufze. Dieser Frage bin ich meinen Dad schon gekonnt aus dem Weg gegangen, bei Tobio funktioniert das kaum. Dafür ist er viel zu Ehrgeizig und Nachtragend. Wenn ich ihm also jetzt nicht Antworte, wird er mir diese Frage so lange stellen, bis er hört was er erwartet.
„Ja, es gibt einen Grund.“ Nach mehr hat er ja nicht gefragt und ich bin noch nicht unbedingt bereit es ihm anzuvertrauen.
„Tja. Du bist wohl kaum aus dem Team geflogen…“ Überlegt er, weil er weiß, dass er die Frage blöd formuliert hat. Leider, oder Glück für mich, fällt ihm das erst jetzt ein.
„Lass uns bitte nicht mehr über Volleyball reden. Ich hab langsam die Schnauze voll davon.“ Tobio erstarrt regelrecht und lässt dabei einige meiner Bücher fallen. Stille folgt und ich bilde mir ein, dass aufkommen der Bücher auf den Boden noch einige Zeit hallen zu hören.
Leere blauen Augen starren mich an. „Du… was?“ Ich nicke und kümmere mich belanglos weiter um meine Kleidung.
„Ich hab den Volleyball an den Nagel gehängt.“ Schock. Das ist das einzig passende Wort, dass auf seine Haltung und seinem Gesichtsausdruck zutrifft. Kann ich verstehen. Ich hab ihn mit dem Sport damals angesteckt. Alles was er über Volleyball damals wissen musste hat er von mir. Seine Liebe zur Position des Setters verdankt er mir. Ich hab damals auf der Kitawara Daiichi bis zum heutigen Tag auf derselben Position gespielt. Tobio ist der geborene Setter. Allerdings war er damals „nur“ Ersatzspieler. Oikawa Toru hatte bis zum letzten Mittelschuljahr nicht vor seinen Stammplatz abzutreten. Leider hab ich seinen weiteren Weg nicht mehr verfolgen können. Aber ich bin sicher, die Kitawara Daiichi haben viele Siege ihm zu verdanken.

„Wieso? Wieso willst du nicht mehr spielen?“ Genau wie seine Haltung ist auch seine Stimme geschockt. Belanglos zucke ich meine Schultern. „Es wird mir langsam zu anstrengend und außerdem scheine ich das Interesse dafür verloren zu haben. Ich möchte mich gern auf die Schule konzentrieren. Aber ich komme dich gern anfeuern.“ „A-Aber…“, fängt er an zu stottern, einen anständigen Satz bringt er dabei nicht zustande. Außerdem klopft es an der Tür und die Stimme meines Dad’s dringt ins Zimmer. „Das Essen wäre dann soweit fertig.“ Ich grinse Tobio zu. „Na dann. Komm schon.“ Ich öffne die Tür. „Und damit ist das Thema für dich abgeschlossen?“, ruft mein bester Freund mir hinterher, worauf ich ihn nur kichernd antworte. „Siehst du doch. Jetzt mach endlich. Kaltes Curry ist echt für’n Arsch.“
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