X-Force - Spiderpool

von Mona T
GeschichteFreundschaft / P18
Deadpool / Wade Winston Wilson Iron Man / Anthony Edward "Tony" Stark Spider-Man / Peter Parker
29.02.2020
27.03.2020
29
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Ich konnte ihn hören. "Mister Stark! Sir, sind sie da, um mich zu retten?' Mein Gesagtes konnte ich nur denken, da ich durch den Schlauch im Hals nicht schreien konnte. Er musste vor der Tür sein, ich hörte Schüsse und Schreie. Der Zoowärter und die anderen Ärzte schauten immer wieder hektisch zur Tür. 'Als würden sie hoffen, dass sie noch gerettet werden. Retten? Denken auch die Bösen, dass sie ein Recht auf Rettung haben? Die Ärzte denken, dass ich der Böse bin. Dachten die, genau wie ich jetzt, dass ich kein Recht auf Rettung habe?', grübelte ich. 'Ein schwieriges Thema, wann ist man gut und wann ist man böse? Egal! Das wäre mal ein Thema für den Ethikunterricht und nicht für einen nackten Jungen auf einem kalten Metalltisch.'

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Nach dem gewaltsamen Öffnen der letzten Tür im Bunker, sah ich ein paar aufgereihte Wassertanks an der Wand. Circa mannshoch und einen Meter breit. 'Eine kleine Zelle', bemerkte ich. Diese waren leer, ich ging näher ran und konnte diverse Schläuche und Anschlüsse sehen. Es sah wie eine mechanische Gebärmutter aus. Ich ging schwer verkohlt mit den anderen weiter, Cap ging voraus und Tony stand gleich hinter ihm. Wolverine grummelte hinter mir, ihm schien es wie mir zu gehen. Einstige verdrängte Erinnerungen kamen schubweise hoch. Der Wassertank zum Beispiel erinnerte mich an die Druckluftkammer, in der ich gefangen war, als meine Mutation in mir erwachte. Und von Wolverine wusste ich, dass auch er in einem ähnlichen, aber größeren Tank gehalten wurde, als man das Adamantium in seinen Körper injizierte. "Wie ihr euch vorstellen könnt, sind jegliche kleine Räume nicht so unser!"

Wir folgten also Cap und Tony und versuchten wieder in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Tony mit einem Nachtsichtblick ausgestattet, fing an zu laufen und beugte sich über einen Tisch. Wir hörten ihn sprechen, mussten aber langsam voranschreiten, um nicht überall gegen zu laufen. Bei dem Metallmann angekommen, zeigte er auf eine dunkle Stelle im Raum. Mister Captain warf wieder einen seiner Leuchtstäbe in die Richtung und wir sahen sechs weiß gekleidete Menschen auf dem Boden knien. 'Wo hatte er immer diese Leuchtstäbe her, irgendwo musste er die versteckt haben. Hatte er etwa auch ein Knastportemonaie?'

Die Menschen hielten die Hände in die Luft und gaben freiwillig auf. Wolverine und Cap schritten herüber und fesselten die drei Ärzte und drei Krankenschwestern mit Handschellen. Ich, für meinen Teil, ging zu Tony und wollte wissen, was er zu beschützen versuchte. Er lehnte noch immer mit dem ganzen Oberkörper über den Tisch. Iron-Man hatte seine Maske geöffnet und sprach leise auf eine schlanke Person auf dem Tisch. 'Peter', dachte ich und rannte los. 'Ja, es war Peter.' Ich sah, wie Tony dem Kleinen einen Schlauch aus dem Mund entfernte. Tony weinte dabei vor Erleichterung und auch vor Freude. Ich zog die  verkohlte Daunenjacke aus und legte diese Peter über den Unterkörper. "Hi Pieti, wir sind hier um dich zu retten!" Den Katheterschlauch übersah ich dabei nicht. Ich hoffte, dass Tony sich diesem Problem auch noch annehmen würde, was er natürlich auch tat. Dabei flüsterte er weiterhin leise auf Peter ein. Als er den Kleinen auf die Füsse stellen wollte, stürzte Peter auf den Boden. Rechtzeitig konnte ich ihn greifen, ihm die lange Jacke anziehen und ihn mir über Schulter werfen. Tony fand noch einen weiteren Jungen auf einem Tisch gefesselt und machte diesen ebenfalls von den Fesseln und Schläuchen los. Er nahm diesen, wie eine Braut auf den Arm und folgte uns auf dem Weg zum Fahrstuhl in die Freiheit. Die Wissenschaftler wurden von Cap und Wolverine nach oben geführt. Wolverine erzählte mir später, dass einer der Wissenschaftler, der wie Gandalf aussah, sich am Fahrstuhl angekommen immer wieder umdrehte. "Das war der Weihnachtsmanntyp, der wollte bestimmt noch seine Aufzeichnungen holen", sagte ich. "Wir müssen den Bunker zerstören, meinte Cap zu Tony. Wir alle nickten.

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Die Tür wurde geöffnet und ich konnte nur einen kleinen Lichteinwurf in den dunklen Raum wahr nehmen. Ein leises Flüstern wehte zu mir herüber. Dann wurde es laut und eine kalte Person beugte sich über mich. 'Mister Stark?' Endlich konnte ich ihn erkennen. Meine Halsfessel wurde entfernt, der Schlauch stecke noch immer in meinem Hals. Ich konnte sehen, dass Tony weinte, als er an dem Schlach zog. Mein Körper wehrte sich, immer wieder musste ich würgen. "Ausatmen", sagte Mister Stark sanft, als er ihn ganz rauszog. "Mister Stark?', flüsterte ich. Meine Kehle war ausgetrocknet, jedes Wort kratzte meine Zunge hinauf, heraus aus dem Mund. 'Psst Kiddo, du musst nichts sagen." "Hi Pieti, wir sind hier um dich zu retten", quieckte Wade mir zu und starrte auf mich herab. 'Wade ist hier", freute ich mich. 'Er hat überlebt, wie das? Scheiße, ich liege hier ja noch nackt. Oh Gott, wie peinlich!' Wade legte mir Etwas warmes auf den Körper, es roch nach verbranntem Fleisch. Mister Stark hatte sich mittlerweile beruhigt und musste mir noch den Katheter aus dem Penis ziehen. Er sollte es einfach machen. Es würde höllisch weh tun, aber ich wollte hier endlich raus. "Eins, zwei, drei", zählte Tony und zog kräftig. 'Der schlimmste Schmerz ever', dachte ich und wollte, aufgesetzt auf dem Boden, loslaufen, als meine Beine weg knickten. Wade rettete mich vor dem kalten Boden, half mir in die Jacke und warf mich über seine Schulter. Erst jetzt bemerkte ich, dass Wade's ganze linke Körperhälte verbrannt war. 'Deshalb auch die verbrannte Jacke', dachte ich. Tony verschwand aus meinem Blickwinkel, als Wade mich aus dem Raum trug.

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Tony und ich fuhren zuerst mit den geretteten Jungs nach oben. Ich hatte noch immer den Rucksack auf dem Rücken und ließ ihn auf der oberen Plattform liegen. Dieser behinderte mich auf dem Weg zum Jet nur. Peter war trotz seines leichten Gewichtes unhandlich zu tragen. "Peter, das wird schon wieder." "Unkraut vergeht nicht, hörte ich ihn flüstern". Ich war erleichtert, dass er seinen Humor nicht verloren hatte. "Piet, ich habe dich vermisst", und klatschte ihn mit meiner Hand auf den nackten Arsch.