How did I get here? (Reader x ?)

von Kazumi96
GeschichteDrama, Romanze / P18
Atsushi Nakajima Chuya Nakahara Doppo Kunikida Osamu Dazai
26.02.2020
16.03.2020
13
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26.02.2020 1.272
 
Ihr Kopf schmerzte furchtbar, als sie sich mühsam aufrappelte. Sie hatte Mühe sich auf den Beinen zu halten und schaute sich mit leicht zusammengekniffenen Augen um. Wo war sie? Es sah aus wie eine schmale Seitengasse. ‚Moment Mal', schoss es ihr plötzlich in den Kopf. Seitengasse? Das letzte woran sie sich erinnerte war, wie sie zu Hause ins Bett gegangen war. Wie war sie hier her gekommen und wo war sie? Ihre Y/AF Augen wanderten an ihrem Körper hinab. Sie trug auch noch genau die selben Sachen, die sie sich gestern Abend angezogen hatte: schwarze Shorts aus Stoff und ein schwarzes Top. Die Luft war angenehm warm, sie schien also zumindest nicht in Russland zu sein. Y/N schüttelte für einen kurzen Moment ihren Kopf. Wie kam sie auf Russland?
Sie war barfuß unterwegs und ging langsam und vorsichtig die Seitengasse entlang in Richtung Hauptstraße,  wie sie an Hand des Geräuschpegels vermutete. Und tatsächlich. Die Seitenstraße mündete in einer belebten Einkaufsstraße. Links und rechts befanden sich unzählige Geschäfte und jede menge Menschen pressten sich aneinander vorbei. Doch eines fiel ihr sofort auf: es waren ausschließlich Asiaten. Wo war sie nur gelandet? Und vor allem wie war sie hier gelandet?
„Dazai-san, wir müssen uns beeilen! Wenn wir zu spät kommt, wird Kunikida-san wütend sein.“ Der weißhaarige Junge bemühte sich wirklich, seinen Mentor davon zu überzeugen, einen Gang zuzulegen. Doch dieser schien nicht einmal im Entferntesten daran zu denken, seinen Gang zu beschleunigen oder nicht an jedem zweiten Schaufenster zu stoppen.
Das sein Mentor abrupt stehen geblieben war, merkte Atsushi erst, als er bereits wieder einen Überredungsversuch gestartet hatte und einen verstörten Blick von einer älteren Dame kassierte, die neben ihm lief. Verwirrt blickte sich der junge Mann um und entdeckte seinen Kollegen einige Meter hinter ihm.
„So eine schöne Frau habe ich ja noch nie gesehen! Wo kommen sie denn her, junge Frau? Wo auch immer sie her kommen, mir ist alles recht. Hauptsache so eine schöne Frau wie sie begeht mit mir einen Liebesselbstmord.“ Er hielt Y/N rechte Hand in seiner und ließ seinen Charme spielen. Y/N konnte dem jedoch im Moment nicht sehr viel abgewinnen und war viel mehr verstört von dem Gerede des Mannes vor ihr. Atsushi stieß zu den Beiden und versuchte Dazai vorsichtig, aber mit Nachdruck, von der fremden Dame wegzuschieben. Das ihr die Situation Angst machte, stand ihr im Gesicht geschrieben.
„Ich entschuldige mich für ihn. Er ist manchmal.. speziell.“ Der Weißhaarige verbeugte sich vor der jungen Frau und schenkte ihr ein vorsichtiges Lächeln. Sie schien eine Touristin zu sein, denn sie hatte nicht die typischen Gesichtszüge.
„Wo bin ich?“ Die leise Frage der jungen Frau riss Atsushi aus seinen Gedanken. Auch Dazais Gesichtsausdruck wechselte innerhalb einer Sekunde und wurde ernst. „Du bist in Yokohama.“ Y/N blickte den Weißhaarigen mit ihren Y/AF Augen an. „Yokohama?“, wiederholte sie fragend. Ihre geografischen Kenntnisse ließen gerade zu wünschen übrig, aber ihr war zumindest nun bewusst, das sie nicht mehr in Deutschland war.
Als Atsushi erneut das Wort ergriff bemerkte sie erst, das er auch nicht Deutsch sprach. Aber trotzdem verstand sie ihn. Was war nur los? Träumte sie?
„Ist alles ok mit dir?“ Er schien sichtlich besorgt und auch ein wenig überfordert. Hilfesuchend blickte er zu seinem Mentor, welcher jedoch die junge Frau vor sich nur mit einer ernsten Miene musterte. „In welchem Land sind wir? Und… und welches Datum haben wir heute?“ Sie wusste nicht einmal wo sie war oder welche Sprache hier gesprochen wurde, doch sie schien sie zu beherrschen.
„Uhm.. in Japan und wir haben den 17.08.2019.“ Für einen kurzen Moment hielt Atsushi inne. „Ist wirklich alles ok?“ ‚Japan', dachte sie. Wie war sie nur nach Japan gekommen? Und was war in der einen Woche geschehen, die zwischen ihrem Zubettgehen und ihrem Erwachen in einer Seitengasse lag? „Wir können dir helfen. Wir sind Detektive.“ Sie schreckte aus ihren Gedanken und blickte den jungen Mann vor sich wieder an. „Detektive?“ Ihr Blick fuhr zu dem zweiten, deutlich größeren Mann, bevor er wieder zu dem anderen glitt. „Ich weiß nicht wie ich hier her gekommen bin.“, sagte sie wahrheitsgemäß.
„Ich bin Nakajima Atsushi und das ist Osamu Dazai.“ „Ich bin Y/N.“
Atsushi trat einen Schritt auf sie zu und wollte ihr gerade eine Hand auf die Schulter legen, als sie plötzlich zurückstolperte. Sofort zog er seine Hand wieder zu sich. Dazai beobachtete die Szene vor sich stumm und ausdruckslos. Irgendwas stimmte hier nicht. Eine junge Frau die keine Ahnung hatte wo sie war und nicht wusste wie sie hier her gekommen war traf man nicht alle Tage und er fragte sich, ob da vielleicht eine feindliche Organisation dahinter steckte.
„Lass mich.. ich .. ich muss zurück.“, stammelte Y/N und ging weitere Schritte nach hinten, zurück in die menschenleere Seitengasse, aus der sie gekommen war. Nach wenigen Schritten blieb Atsushi stehen, schließlich wollte er sie nicht noch mehr verängstigen, doch sein Mentor schien anderer Meinung zu sein. Dazai fixierte die Frau vor sich mit seinen dunklen Augen und trat mit langsamen Schritten auf sie zu.
Mit Panik in den Augen wich sie immer wieder zurück, bis sie plötzlich die kalte Mauer im Rücken spürte. Sackgasse. „G-geh weg.“, stammelte sie, doch dies schien den großen Mann vor ihr nicht zu interessieren.  
Nur noch zwei Schritte trennten Dazai und Y/N voneinander. Sie rutschte due kalte Mauer hinab und schlug die Hände über den Kopf. Sie war in einem fremden Land, wurde von einem fremnden Mann nach Suizid gefragt und dann genau von diesem in die Ecke gedrängt. Sie hatte Angst und war überfordert.
Y/N kniff die Augen fest zusammen und als sie einen weiteren Schritt auf dem Asphalt hörte schrie sie: „HAU AB!“ Von ihr ging eine kräftige Druckwelle aus und Dazai blieb sofort stehen. Atsushi, der das Ganze von etwas Entfernung beobachtete, starrte erschrocken auf die junge Frau. „Sie.. sie.. Dazai mach doch etwas! Sie brennt!“, schrie Atsushi panisch. „Das scheint sie nicht zu bemerken.“, kommentierte Dazai trocken und blickte gebannt auf die Frau vor seinen Füßen. Sie hockte noch immer am Boden mit den Händen über dem Kopf und hatte die Augen nach wie vor fest zusammengekniffen. Doch im Gegensatz zu vorher, brannte sie lichterloh. Ihr Körper war in helle blaue Flammen gehüllt und strahlte eine enorme Hitze aus.
Dazai wollte seine Hand nach ihr ausstrecken, um ihre Fähigkeit zu neutralisieren, doch die enorme Hitze hielt ihn davon ab. Er würde sich die Hand verbrennen und das nicht nur leicht. „Y/N.“ Seine Stimme war ruhig und kräftig zu gleich. Die Angesprochene reagierte tatsächlich auf die Stimme des Braunhaarigen und rappelte sich auf um ihn anzublicken. Er deutete mit dem Finger auf ihren Körper. „Könntest du das mal abstellen?“
Verwirrt blickte sie an sich hinunter. Ihre Y/AF Augen weiteten sich. Helle blaue Flammen züngelten um ihren Körper, doch sie spürte sie nicht. Keine Hitze, keinen Schmerz. Sie brannte zwar, aber gleichzeitig auch irgendwie nicht. Ihr Kopf schmerzte immer stärker und von der einen auf die andere Sekunde wurde ihr schwarz vor Augen und sie verlor ihr Bewusstsein.
Mit einem schnellen Schritt nach vorne fing Dazai die junge Frau mit seinen Armen, bevor sie auf den Asphalt knallte. Die Flammen waren vergangen und ihr Körper schien wieder eine normale Temperatur zu haben. Nun kam auch Atsushi zu seinem Mentor. „Ist sie ohnmächtig?“, fragte er besorgt. „Scheint so.“, sagte Dazai knapp und hob sie auf seine Arme. „Wir bringen sie zu Yosano.“ Atsushi nickte und die beiden Männer machten sich auf den Weg zur Detektei. Diesmal hatte Dazai einen deutlich schnelleren Schritt drauf.