Goldsonne und Kohlemond (Casteshipping)

von Hydra14
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Atemu Bakura - König der Grabräuber Isis / Ishizu Ishtar Priester Mahaad Priester Seto
24.02.2020
28.05.2020
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23.05.2020 1.373
 
„Wie geht es Ihnen, eure Hoheit?“
„Erschöpft.“ er lehnte sich zurück gegen sein Kissen: „Wie kann ich dir helfen?“
„Ich benötige keine Hilfe.“ die Frau setzte sich auf den kleinen Hocker, die Hände im Schoß gefaltet. Sie fuhr sich mit der Zunge über die Lippen: „Ich habe die Bedeutung meiner Vision entziffern können.“
„Tatsächlich? Was bedeutet sie?“
„Ich denke, die goldene Sonne steht für die Götter oder eine Person nahe einer Gottheit. Der aus Kohle bestehende Mond hingegen steht für jemanden, der zu den unteren Schichten gehört. Verkohlt nach Jahren des Brennens auf Rache. Doch, wenn sich diese beiden verbinden, so wird eine großartige Zukunft für Ägypten entstehen.“
„Ich nehme an, das die Sonne für mich stehen soll.“, murmelte Atem, seine Augenbrauen zusammengezogen.
„Wahrscheinlich. Und der Mond soll...“ sie befeuchtete ihren Lippen erneut: „Für Bakura stehen.“
Atem seufzte: „Wir können zusammen nicht herrschen, Isis. Bakura ist der Grund weshalb ich beinah gestorben bin! Ich kann ihm nicht vertrauen. Ich dachte es, aber anscheinend habe ich ihn falsch eingeschätzt.“
„Sind Sie sich da sicher?“
„Warum sollte ich das nicht sein?“
„Er war derjenige, der Sie aus dem Feuer gerettet hat. Ohne ihn wären Sie sicherlich tot. Außerdem, wenn ich es mir erlauben darf zu sagen; Denken Sie nicht, das Bakura, wollte er Sie wirklich töten würden, das schon lange getan hätte?“
Atem schaute die Frau an, dachte über ihre Worte nach. Bakura hatte so viele Chancen gehabt, doch keine einzige genutzt: „Was ist, wenn er es nur nicht getan hat, um den Plan mit der Falle ausführen zu können? Ein Mord in meinem Schlafzimmer wäre zu offensichtlich. Den Tod im Feuer kann man aufgrund der Temperaturen als einen simplen Unfall abschreiben.“ er schloss die Augen und zitterte bei dem Gedanken: „Aber du hast recht... Er hat mich gerettet. Hat sein Leben für meines aufs Spiel gesetzt.“ Atem rieb sich mit einem weiteren Seufzen übers Gesicht. Seine Hand zitterte und er ließ sie auf seinen Schoß fallen. Müdigkeit überfiel seinen Körper, Husten seine Lungen.
„Eure Hoheit? Soll ich den Arzt holen?“
„Nein. Das wird nicht nötig sein. Mir geht es gut.“ Atem lehnte sich gegen sein Kissen. Seine Brust brannte bei jedem Atemzug. Isis zögerte, doch nickte dann: „Wie Sie wünschen. Jedoch sagte der Arzt, ein persönlicher Sklave wäre angebracht. Nur für den Notfall natürlich.“
„Verstehe.“ er dachte für einen Moment darüber nach. Dann warf er die Beine über den Rand des Bettes: „Isis, ruf sowohl die Hohepriester als auch Bakura in den Thronsaal.“

Mit immer noch gelegtlichen Hustenanfällen, rasselnder Lunge und blasser Haut saß Atem auf seinem Thron. Unter ihm standen seine Hohepriester und Bakura. „Warum haben Sie uns einberufen, eure Majestät?“, fragte Seto: „Und wieso ist er hier? Diebe haben nichts im königlichen Rat zu suchen.“
„Seto, bitte.“ Atem hob eine Hand als Zeichen des Schweigens: „Ich habe euch hier nicht einberufen, um Bakura Teil meines Rates zu machen.“ er richtete sich auf: „Bakura, ich stehe tief in deiner Schuld. Du bist bereit gewesen, dein eigenes Leben für meines zu geben. Dafür sollst du belohnt werden, aber, wie Seto schon erwähnte, bist du ein Dieb, ein Verbrecher, ein Mörder. Aus diesen Gründen will ich dir nun ein Ultimatum stellen.“ der Dieb trat vor, seine Augen stark und unbeugsam, wie ein Berg.

„Entweder lasse ich dich wie jeden Verbrecher auf dem Marktplatz aufspießen und elendig sterben lassen oder du wirst mein persönlicher Sklave.“

Bakura blinzelte: „Persönlicher Sklave?“
„Du wirst dem Tod entgehen, doch eine hohe Position bekommst du sicherlich nicht. Du wirst bei meiner Seite stehen und meinen Befehlen Folge leisten“, sagte Atem bestimmt: „Was ist deine Entscheidung?“ der ganze Raum schien die Luft anzuhalten, doch Atem hoffte innerlich er kannte die Antwort. Bakura fiel auf ein Knie und seufzte: „Na gut. Ich entscheide mich für Letzteres. Ich bin jetzt dein Sklave, Atem.“ der Pharao konnte spüren, wie sehr Bakura ihn gerade verfluchte und er hatte alle Mühe, sich ein Grinsen zu verkneifen. „Sie geben einem Mörder, der Ihren Titel missachtet, die Möglichkeit Ihnen nah zu kommen?“, fragte Seto überwältigt.
„Er könnte Sie jederzeit umbringen.“, stimmte Shada seinem Freund zu: „Das ist zu gefährlich, vor allem wenn sie so schwach sind. Wenn ich für den gesamten Rat sprechen dürfte; wir können nicht zulassen, das Sie sich solch einer Gefahr aussetzen.“
„Nein!“ Atem stand auf und kam auf wackeligen Beinen die Treppen herunter. Er stellte sich vor Shada, der zurücktrat: „Es ist meine Entscheidung und so wird es bleiben. Vertraue mir.“ er schaute den Träger des Millenniumstabes aus dem Augenwinkel an: „Ich habe meine Gründe.“
„Daran haben wir nie gezweifelt, eure Majestät.“ Seto verbeugten sich tief.

Kurz darauf wurde Bakura von Atem in dessen Schlafgemach gezogen und sobald die Tür geschlossen war, explodierte er fast: „Lass mich das nie wieder machen müssen!“ Atem lachte rau und hob beruhigend die Hände: „Ich habe dir nicht befohlen dich hinzuknien.“ der Dieb verschränkte die Arme und setzte sich aufs Bett. Der Pharao setzte sich neben ihn und nahm seine Hand, während er sich an seine Schulter lehnte. „Bakura?“, sagte Atem, plötzlich ernst: „Wieso hast du mich gerettet?“
„Habe ich dir doch gesagt.“, seufzte der Dieb: „Du bedeutest mir v-“
„Ich weiß das. Aber wieso? Und warum ist es dir erst dann aufgefallen und nicht vorher?“
Durch die Position seines Kopfes merkte Atem, wie Bakura versuchte ihm in die Augen zu schauen, aber der Pharao schaute die Wand gegenüber des Bettes an. „Was ging dir durch den Kopf?“
„Kul Elna.“, sagte Bakura knapp.
„Geht es genauer?“
Was folgte war ein schweres Einatmen, woraufhin Atem seine Finger mit Bakuras verschränkte: „Du musst mir nicht jedes kleine Detail erzählen, wenn du das nicht willst, aber 'Kul Elna' beantwortet nicht meine Frage. Zumindest nicht um mich zufrieden zu stimmen.“
„Ich habe während des Feuers so viele Menschen verloren.“, nuschelte Bakura, seine Stimme bleischwer. Dann vergrub er sein Gesicht in Atems Mähne: „Bist du jetzt zufrieden?“, zischte er.
„Kannst du mehr erzählen?“ ein weiteres Stocken in Bakuras Atmung. Atem nahm seine gebräunte Hand: „Ich kann mir nicht vorstellen, wie schwer das für dich ist, Bakura.“ er bewegte seinen Kopf um Bakura ins Gesichtt zu sehen. Auch wenn er es nicht zeigte, erschreckte Atem das Schimmern in den Augen des Größeren. „Ich werde dich nicht zwingen.“, sagte er ruhig.
„Danke, Atem.“
Jetzt war es Bakura, der die Wand fokusierte und dann erhob er sich, wobei er eine Hand an seine Hüfte legte. „War das Iusus?“, fragte Atem und deutete auf den Verband. Bakura nickte und betrachtete seine nun roten Finger. Der Pharao stand ebenfalls auf, taumelte leicht, doch er blieb stehen: „Soll ich den Arzt rufen lassen?“
„Nein, nein.“ er schüttelte den Kopf: „Ich hatte schon schlimmeres. Du solltest dich aber wieder hinlegen. Du siehst ziemlich blass aus.“ auch wenn Atem den Kopf schüttelte, sackte er gegen die kräftige Schulter während er in seine Armbeuge hustete. Die Welt drehte sich um ihn herum und er glaubte, die Steine unter seinen Füßen würden sich wie Wasser bewegen. Bakura hob ihn vorsichtig hoch und legte ihn auf sein Bett. „Warte.“, sagte Atem und schaute ihn von unten an: „Wir müssen uns noch um deine Kleidung kümmern.“

„Moment,“ Bakura blinzelte und starrte Atem an: „Das war dein Ernst?“
„Natürlich.“ Atem lachte leicht: „Warum sollte es das nicht sein?“
„Atem, ich werde ganz sicher nicht dein Sklave sein!“
„Wenn du mein Sklave bist, musst du dich nicht mehr verstecken.“
„Ja und?“ Bakura setzte sich auf das Bett neben Atems Beine: „Ich besuche dich jetzt schon seit Monaten ohne das deine blöden Wachen mich bemerkt haben.“
„Trotzdem wäre diese Variante einfacher. Für uns beide.“, murmelte Atem: „Außerdem kannst du jetzt nicht einfach verschwinden. Nicht nachdem du so offiziell eingeweih wurdest.“ er deutete zu einer Kiste im Raum: „Da sollte ein weißer Kilt mit Seil drin sein.“ zuerst zögerte Bakura, doch gab bei Atems Blick nach und nahm die Kleidungsstücken aus der hölzernen Kiste: „Warum kann ich nicht einfach meinen anbehalten?“, fragte er und begab sich in das Badezimmer um sich umzuziehen. „Es wäre nicht angemessen.“ er hörte Bakura ein Geräusch abgeben, das zwischen Seufzen und Stöhnen lag: „Du schuldest mir was, Atem.“ der Pharao grinste und, als Bakura umgezogen vor ihn trat, drückte er sich hoch: „Steht dir.“

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Irgendwie will mir dieses Kapitel nicht gefallen...
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