Forever

GeschichteDrama, Romanze / P16
Legolas Thranduil
23.02.2020
05.03.2020
9
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Dieses Kapitel
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Hey
Eine kleine Geschichte angelehnt an Beauty and the Beast/Once Upon a Time und zum kleinen One-Shot "Look Up To The Stars...".
Enjoy! (:
Ich freue mich auf eine Rückmeldung von euch.

Beste Grüße
Alphawolf7










-Kapitel 1-

Die Sonne schien hell vom wolkenlosen Himmel. Die Vögel zwitscherten und flogen umher. Langsam öffnete Legolas seine Augen und setzte sich auf, um sich zu strecken. Er schlug die Decke zurück, um aus dem Bett zu steigen und die großen zwei Doppelfenster, die zum Balkon heraus führten zu öffnen. Ein warmer Sommerwind wehte durch seine blonden langen glatten Haare. Legolas trug ein weißes Nachthemd. Mit nackten Füßen trat er hinaus, schloss die Augen und genoss die Wärme auf seinem Gesicht. Ein kleiner blauer Vogel kam angeflogen und landete auf Legolas’ ausgestreckter Hand. Es war eine Blaumerle.
„Na du?“, begrüßte er den Vogel lächelnd. „Hast du auch gut geschlafen?“
Der Vogel zwitscherte nur, bevor er wieder davon flatterte.
„Ich wünsche dir noch einen schönen Tag“, rief Legolas ihm hinterher.
„Redest du etwa wieder mit Tieren?“, hörte er eine höhnende Stimme hinter sich sagen.
Der Prinz drehte sich um. Vor ihm stand ein etwas größerer Mann mit langen dunklen Haaren und braunen Augen. Er war in ein dunkles Gewandt gekleidet. Sein Name war Dogrim.
„Dir auch einen guten Morgen, Bruder.“
„Vater fragt wo du bleibst. Wir wollten zusammen ausreiten gehen, um zu sehen, wie weit die Orks in unser Land eingedrungen sind“, erklärte er ihm.
„Warum muss ich auch mit ausreiten? Ich würde lieber Bücher lesen und-…“
„Du bist der Kronprinz, Legolas!“, unterbrach ihn Dogrim harsch. „Du kannst es dir nicht aussuchen was du machen willst. Du wirst, wenn Vater stirbt, seinen Platz einnehmen! Gott, warum habe ich nur solch einen älteren Bruder der immer noch denkt er wäre 12 Jahre alt! Du wirst bald 25 Jahre alt! Und so solltest du dich auch verhalten!“
„Ich will nicht König werden und das weißt du!“, antwortete Legolas. „Wäre ich Vater hätte ich dich anstatt meiner als Kronprinz gewählt. Aber Vater will das ich es werden, weil ich der erstgeborene bin.“ Der Prinz seufzte. „Ich würde viel lieber Bücher lesen und die Welt sehen, so wie es Mutter einst wollte…“
Augenblicklich verschwand die Wut in Dogrims Gesicht, als Legolas ihre Mutter ins Spiel brachte. Ihre Mutter war vor drei Jahren an einer schlimmen Erkältung gestorben und seit dem, war ihr Vater in sich gekehrt. Er wollte seine Söhne um jeden Preis beschützen und wollte, wann immer es kühl wurde, dass sie sich sofort wärmer anziehen sollten.
„Ich weiß, dass dir Mutter fehlt“, sprach Dogrim nach einer Weile der Stille. „Aber mir fehlt sie genauso wie dir. Aber das gibt dir nicht das Recht dich immer hinter Büchern zu verstecken und zu machen was du willst, Legolas. Eines Tages wirst du ein Reich zu regieren haben… und das wird nicht leicht werden.“
„Ich weiß…“, murmelte der Kronprinz, wobei er auf seine Finger schaute, die er leicht nervös rieb.
„Komm, zieh dich um, unser Vater wartet bereits sicherlich ungeduldig auf uns. Nicht das er Wachen nach uns suchen lässt.“
„Die würden uns nicht finden“, meinte Legolas grinsend.
Auch sein ein Jahr jüngerer Bruder musste grinsen.

Wenig später kamen die beiden die große breite Steintreppe hinunter gelaufen. Legolas trug nun ein grünes Gewandt und brauen Jagdstiefel. Im großen Saal wartete bereits ihr Vater auf sie. Dieser hatte langes weißes leicht gewelltes Haar und blaue Augen. Er trug einen roten Umhang und eine matte silber Rüstung. Ein Schwert hin in der Scheide an seiner rechten Seite.
„Legolas. Dogrim“, begrüßte er sie freundlich.
„Vater.“
„Es tut mir leid, aber wir werden heute nicht ausreiten, um die Grenzen nach Orks abzusuchen“, antwortete der König.
„Aber, Vater. Warum nicht? Ihr habt doch gesagt, dass-…“
„Dogrim“, unterbrach er ihn sanft. „Das Reich von Arathorn wurde bereits zerstört und die Orks haben keine Gefangenen gemacht. Sobald sie den Wald durchquert haben werden sie gegen unsere Streitmacht kämpfen.“
„Du wirst doch nicht mit ihnen kämpfen“, sagte Legolas voller angst.
„Ich werde es tun, wenn das was ich vorhabe scheitert.“
„Papa, dass darfst du nicht!“, rief der Kronprinz. „Ich will dich nicht verlieren, wie Mama. Du kannst nicht…“
„Legolas“, sein Vater strich ihm sanft mit einem traurigen Lächeln über die Wange. „Du bist zwar älter als dein Bruder, aber hast manchmal den Geist eines noch sehr jungen Knaben. Wenn Krieg ist, kann ich nicht einfach daneben stehen und nichts tun. Ich muss diejenigen beschützen die ich am meisten liebe und das seit ihr beide, meine Söhne.“
„Vater, was meintet ihr mit dem Vorhaben? Was habt ihr vor?“, fragte Dogrim.
„Ich habe dem Dunklen eine Nachricht zukommen lassen. Er soll so schnell es geht hierher kommen. Außerdem habe ich ihm eine große Summe an Gold versprochen, wenn er uns hilft“, erklärte ihnen ihr Vater.
„Dem Dunklen! Vater, seit Ihr von Sinnen!“, rief Dogrim aufgebracht. „Diesem Wesen kann man nicht trauen!“
„Ich weiß, aber er ist unsere einzige Hoffnung in dieser dunklen Stunde“, antwortete dieser. Er seufzte. „Und nun geht bitte. Die anderen Könige und ich haben noch eine Versammlung, um uns über den Ausgang des Krieges zu beraten.“
Dogrim drehte sich ohne ein Wort um und verließ zornig den Saal, während Legolas etwas verloren da stand.
„Papa?“
„Was ist, mein Sohn?“
„Was ist, wenn der Dunkle uns nicht helfen wird?“, fragte Legolas.
Sein Vater konnte die Angst und Unruhe in seinem Sohn spüren.
„Dann werden wir den Orks zeigen, dass unser Königreich sich nicht so leicht geschlagen geben wird“; sagte er mit einem ermutigen Lächeln auf den Lippen. Dies zauberte auch seinem Sohn ein Lächeln auf dessen Gesicht.
„Mein König, die anderen warten bereits“, sprach ein Diener.
„Ja, ich komme jetzt. Nun geh, Legolas.“
„Darf ich in das Dorf meine Freunde treffen gehen?“
„Haha. Natürlich, aber bitte sei vor Sonnenuntergang wieder hier im Schloss.“
„Danke, Papa, versprochen“, sagte der Kronprinz und umarmte seinen Vater noch einmal, bevor er sich umdrehte, um den großen Saal zu verlassen.
Sein Vater sah ihm nach.
„Legolas, du bist wirklich noch immer ein kleines Kind im Innern, obwohl du schon 24 Jahre alt bist… Ich hoffe sehr, dass dir bald bewusst sein wird, was für eine große Last auf deinen Schultern ruhen wird, sobald du König bist… Es tut mir leid, mein Sohn…“, murmelte der König und drehte sich um, um folgte dem Diener.




Tief in den Bergen, wo dicke Schichten von Schnee waren, lag ein dunkles Schloss. Dieses war beinahe vollkommen verlassen, nur eine Person lebte darin. Es war ein groß gewachsener Mann mit langen silberblonden Haaren und dunklen goldenen Augen. Er war vollkommen in schwarz gekleidet und stand vor einem Fenster. Seine Augen fixierten einen unsichtbaren Punkt im Schnee. Ein lautes Klopfen ließ ihn aus der Starre erwachen. Ein süffisantes Lächeln erschien auf seinem Gesicht. Mit seinen Händen hinter dem Rücken verschränkt, wandte er sich um und ging zum Eingangstor seines Schlosses. Wie aus Zauberhand öffnete sich die breite Doppeltür von ganz allein. Ein Soldat stand vor ihm. Seine Beine zitterten, doch nicht vor der Kälte, sondern wegen ihm.
„Was willst du hier?“, fragte der Dunkle kühl.
„E-Ein Brief von meinem König.“
Der Soldat hielt dem Mann einen Brief mit zitternder Hand hin. Für einen kurzen Augenblick betrachtete der Dunkle den Brief, bevor er ohne ein Wort zu sagen das Stück Papier an sich nahm, sich umdrehte und zurück in sein Schloss ging. Der Soldat setzte sich zurück auf sein Pferd und ritt so schnell er konnte wieder davon. Der Dunkle entfaltete den Brief und als er die geschriebenen Worte darauf las, erschien ein amüsiertes Lächeln auf seinen Lippen.




„Gimli! Aragorn!“
Die beiden Angesprochenen hörten auf mit ihrer Arbeit in der Schmiede und drehten sich um.
„Legolas, hallo!“, begrüßte ihn Aragorn freundlich.
Er trug ein dunkelblaues einfaches Hemd, sowie eine einfache braune Hose und braune Schuhe. Gimli trug genau dasselbe nur um ein ganzes Stück breiter und das Hemd war weiß, dass bereits ein paar schwarze Flecken hatte.
Die beiden waren Legolas besten Freunde. Sie wussten, dass er der Königssohn war und bald der König, aber Legolas hatte ihnen gesagt, dass sie ihn Legolas nennen sollten und ihn so behandeln sollten, wie sie auch ihre anderen Freunde behandelten.
„Was machst du denn hier? Ich dachte, dass dein Vater und dein Bruder mit dir gemeinsam ausreiten“, sagte Gimli und setzte sich an den kleinen Holztisch vor seiner Schmiede, wo sich auch Legolas und Aragorn dran gesetzt hatten.
„Nein. Vater muss zu einer Besprechung mit den anderen Königen. Arathorns Königreich ist gefallen. Nun sind die Orks auf den Weg hierher“, erzählte der Königssohn ihnen.
„Also war es doch kein Gerücht, dass das Königreich gefallen ist…“, murmelte Aragorn.
Eine bedrückende Stille breitete sich aus, doch Legolas brach diese, als er sagte: „Denken wir jetzt nicht daran. Ich wollte fragen, ob ich euch eventuell helfen könnte.“
„Aber natürlich!“, rief Gimli freudig und erhob sich. „Na komm rein in die gute Stube.“




Spät am Abend standen alle um einen großen Tisch herum versammelt. Der König, Legolas, Dogrim, drei Hauptmänner und ein paar wichtige Bedienstete. Überall waren kleine Königreiche aus Holz auf der Karte zu sehen.
„Die Orks rücken immer weiter vor. Unsere Streitmacht ist ihrer nicht gewachsen“, sagte ein Hauptmann.
„Wäre er doch bloß nur gekommen“, brummte Dogrim.
„Aber das ist er nicht!“, erwiderte der König scharf.
Legolas zuckte leicht zusammen bei dem Ton seines Vaters. In seiner Hand hielt er ein blaues Buch. Dies hatte seine Mutter ihm und seinem Bruder immer vorgelesen, als sie noch klein gewesen waren.
Der König seufzte müde und setzte sich zurück auf seinen Stuhl.
„Ich weiß nicht mehr, was wir tun können“, murmelte er. „Es sind zu viele Orks. Sie werden uns alle überrennen…“
Legolas ging zu seinem Vater.
„Papa, so darfst du nicht denken. Es wird immer noch eine andere Lösung geben, ganz bestimmt!“
„Aber ich sehe sie nicht, mein Sohn…“, murmelte dieser traurig.
Ein lautes Klopfen an die verschlossene Saaltür ließ alle herumfahren.
„Könnte er es sein?“, fragte Dogrim.
„Aber wie konnte er an den Wachen vorbei kommen?“, antwortete der König und erhob sich. „Schnell! Öffnet!“
Zwei Wachen öffneten die verschlossene Tür, doch es war niemand zu sehen.
„Ihr beleidigt mich, König. Glaubt Ihr wirklich, ich könnte nicht einmal in Euer kleines Königreich kommen ohne dabei gesehen zu werden?“
Sofort drehten sie sich alle um und sahen den Dunklen an einem Fenstersims angelehnt stehen. Seine Beine überschlagen und seine Arme vor der Brust verschränkt. Ein süffisantes Grinsen lag auf seinen Lippen. Dogrim zog sein Schwert und ging langsam auf ihn zu.
„Ihr habt mir eine Nachricht zukommen lassen, wo drin stand, dass Ihr dringend meine Hilfe benötigt. Ihr fragtet mich darin, ob ich euch retten könnte“, sprach der Dunkle, stieß sich von dem Fenstersims ab und schlug die Klinge des Schwertes von Dogrim mit der Hand weg. „Und die Antwort lautet, Ja, ich kann euer kleines Königreich beschützen… aber für einen Preis.“
„Ich habe Euch Gold versprochen so viel Ihr wollt!“, sagte der König.
„Wisst Ihr, dass Problem dabei ist, dass Gold für mich wertlos ist“, antwortete der Dunkle und lächelte amüsiert. Nun stand er vor dem König. Seine goldenen Augen blickten in die seine. „Was ich von Euch will ist etwas besonderes. Mein Preis ist er.“
Der Dunkle zeigte mit seinem Zeigefinger auf Legolas. Sofort stellte sich Dogrim schützend vor seinen älteren Bruder.
„Nein!“, sagte der König sofort.
„Legolas steht nicht zur verfügung“, sprach Dogrim. „Er ist der zukünftige König.“
„Was er einmal wird interessiert mich nicht, Kleiner“, entgegnete ihm der Dunkle kühl. „Ich suche nach einem Diener, einem… Haushälter für mein Anwesen. Es ist ziemlich groß und es muss viel geputzt werden und da ich immer sehr viel… reise kümmert sich darum niemand. Entweder er oder es wird keinen Deal geben.“
„Hinaus! Verschwinde!“, rief der König zornig.
„Wie ihr wollt. Dann wird euer Königreich morgen fallen“, sprach der Dunkle mit einem amüsierten Unterton in der Stimme. „Das wird ein Spaß dies mit ansehen zu können.“
Der Dunkle durchquerte den Saal.
„Warte!“
Er blieb an der Türschwelle stehen und drehte sich um. Legolas ging zu ihm.
„Ich werde mit dir kommen.“
Ein Lächeln erschien auf den Lippen des Dunklen.
„Nein, Legolas! Das darfst du nicht!“, rief Dogrim.
„Legolas, nein!“
„Es ist für immer, Kleiner“, warnte der Dunkle ihn.
Der Kronprinz schluckte.
„Wenn ich mit dir gehe, wird meiner Familie, meinen Freunden, dem ganzen Königreich nichts zustoßen. Du wirst sie beschützen vor den Orks?“
„Du hast mein Wort“, versprach dieser.
„In Ordnung, dann werde ich mit dir gehen. Für immer.“
„Deal!“
Freudig grinste der Dunkle.
„Nein! Legolas!“, rief der König und ging zu ihm. „Das darfst du nicht tun.“
„Papa, wenn ich dich und Dogrim und das gesamte Königreich damit rette, dann ist es das mindeste was ich tun kann. Bis jetzt habe ich ja nie etwas wirklich wichtiges getan, habe immer nur in Büchern gelesen und habe bei meinen Freunden in der Schmiede gearbeitet. Es hat euch nie geholfen. Aber jetzt kann ich euch retten“, sagte Legolas und konnte nicht verhindern, dass eine einzelne Träne an seiner Wange herunter rann.
„Legolas, ich will dich nicht verlieren.“
„Aber es ist bereits beschlossen, Papa.“
„Ich kann dich nicht mit… mit diesem Biest gehen lassen“, antwortete sein Vater mit einem verächtlichen Blick auf den Dunklen.
„Wisst Ihr, er hat recht“, sprach der Dunkle. „Der Deal ist geschlossen. Oh, und ich gratuliere Euch, König. Ihr habt soeben den Krieg gewonnen.“
Mit diesen Worten löste sich der Dunkle zusammen mit Legolas in schwarzen Rauch auf und war verschwunden.
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