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10 Minuten

Kurzbeschreibung
CrossoverAllgemein / P12 / Gen
23.02.2020
27.05.2021
24
6.920
 
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13.03.2020 390
 
20:04 Uhr.

It’s Corona-time.

Haha, wie witzig. Gott ich kanns nicht mehr hören. Ihr vermutlich auch nicht. Aber ja, es ist nun mal in aller Munde und es lässt sich auch nicht wegschweigen. Schon gar nicht, wo jetzt auch alle Schulen geschlossen haben.

Bei der ganzen Panik-mache von den Medien, halte ich das aber für die einzig richtige Entscheidung.
Wenn schon so ein Drama gemacht wird, sollen auch ordentliche Maßnahmen ergriffen werden.

Okay, sorry, vielleicht ist „Drama“ für manch einen etwas sehr untertrieben und bringt ihn vielleicht zu Weißglut.
Mir ist natürlich bewusst, dass der Virus für Risikogruppen äußerst gefährlich sein kann. Damit verbunden besteht natürlich auch ein enormes Risiko, wenn man den Virus in sich trägt, dieser nicht ausbricht, man daher auch nicht weiß, dass man ihn hat, ihn aber natürlich weitergeben kann.
Also klar, ist es nicht ganz ungefährlich, aber deswegen gefühlt alle fünf Minuten darüber im Radio berichten…
Ich finde, man kann es übertreiben.
Vor allem, wenn es doch heißt, man bräuchte keine Panik, weil uns diese nicht weiterbringt.

Die Schließung der Schulen.
Für mache ein ziemlicher Stress. Für die anderen willkommene Ferien.
Um ehrlich zu sein, kommt mir das gerade recht.
Nicht etwa, weil ich Angst vor Corona hab. Ich gehöre zu keiner Risikogruppe. Mich sollte es von daher, wenn, nicht schlimm treffen.

Es ist eher die Psyche.
Denn jetzt nach den Ferien habe ich sehr deutlich gemerkt, wie sehr mich die Schule belastet. Wie sehr mich das Schulsystem einschränkt. Welche Auswirkungen es auf meine seelische Gesundheit hat, immer ein Tempo vorgegeben zu haben, dem man gefälligst zu folgen hat.

Jetzt habe ich Zeit, mich um mich zu kümmern. Auch oder vor allem am Vormittag.
Ich kann vorlernen, wenn ich in Themen schon sehr gut bin.
Ich kann nachlernen, was ich noch nicht verstanden habe.
Ich kann mir die Zeit für die aufgetragenen Übungsaufgaben selber einteilen.

Ich habe Freiraum. Spielraum.

Ich habe Luft zu Atmen. Zeit zu existieren. Und die Freiheit einfach zu sein.

Ich kann auf mich hören. Auf das eingehen, was ich gerade brauche / möchte.

Das macht es gehörig leichter für mich. Allein dieses Glücksgefühl, als die Durchsage kam, dass ab Monat fünf wöchige Schulschließung wegen Corona ist.

20:14 Uhr.

Huch, das ging ja jetzt schnell. Da könnte ich glatt noch Stunden weitererzählen. Aber die Zeit ist um.
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