"Look up to the stars..."

GeschichteSchmerz/Trost / P12
Legolas
21.02.2020
21.02.2020
1
509
2
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
"Look up to the stars..."

Legolas saß auf einer Bank in dem kleinen friedlichen Dorf. Er trug nur eine braune einfache Hose und ein bläuliches Bauernhemd. Es war bereits spät am Abend. Die Sterne funkelten wie kleine Diamanten am dunklen Himmel, während sich der Vollmond von seiner schönsten Seite zeigte. Kleine Glühwürmchen flogen an ein paar Büschen herum.
Legolas schaute hinauf zum Himmel, seine Finger spielten mit der Kette, welche er um seinen Hals trug. Es war ein schwarzes feines Band und daran war ein kleiner roter Rubin, der in schwarzes Silber eingebettet worden war.
„Legolas, du solltest reinkommen, es wird bereits kalt“, hörte er die Stimme seines Freundes.
Aragorn setzte sich neben ihn auf die Bank. „Außerdem beschwert sich Gimli schon langsam, weil er endlich etwas essen will.“
Sein Freund grinste amüsiert, doch es entglitt ihm wieder, als er Legolas trauriges Gesicht sah. Leise seufzte er.
„Legolas, er kommt nicht wieder. Niemals…“
„Ich weiß“, antwortete dieser und schaute Aragorn an. Seine Augen waren leicht gerötet, Tränen hatten sich in seinen Augen gefüllt. „Aber dennoch werde ich warten. Vielleicht…“ Seine Stimme versagte. Tränen benetzten seine Wangen und rannen stumm an ihnen herunter. „Vielleicht wird er wieder kommen. Wir wissen nicht, ob sie ihn… ob sie…“
Legolas konnte den Satz nicht beenden. Schluchzend hielt er seine Halskette fest in seiner Hand umschlungen. Mitfühlend legte Aragorn seine Hand auf die Schulter seines Freundes. Er wusste, dass Legolas ihn geliebt hatte. Legolas hätte sein Leben für ihn gegeben, hätte er es nicht verhindert und sein eigenes Leben für Legolas gegeben.
„Weißt du was seltsam ist?“
„Nein, was denn?“, fragte Aragorn neugierig.
„Immer wenn er loszog... um... einen Handel mit jemandem einzugehen, war ich immer sehr einsam in seinem Schloss, weil ich nie wusste wann er zurück kommen würde oder ob er überhaupt zurückkehren würde…“, ein kurzes trauriges Lächeln erschien auf Legolas’ Lippen, bevor er weitersprach: „Als er merkte, dass ich mir jedes mal sorgen um ihn machte, obwohl ich es nicht brauchte, und ich mich einsam fühlte, sagte er zu mir eines Tages: „Wann immer ich mich einsam fühlen würde, sollte ich hoch zum Himmel blicken und mir die Sterne anschauen,… denn dort oben würde er sein und über mich wachen…“ Legolas blickte hoch zu den Sternen. „Als hätte er gewusst, dass eines Tages dieser Tag kommen würde.“
„Nun, du kennst ihn von uns dreien am längsten, Legolas“, antwortete Aragorn. „Aber ich denke, dass Thranduil noch viele weitere Geheimnisse vor dir hatte, als du dir bewusst bist.“
„Das glaube ich“, sagte Legolas mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen.
Sein Freund erhob sich.
„So, ich werde jetzt wieder reingehen. Gimli wird sich sonst noch auf das Essen stürzen und alles weg essen, bevor wir etwas davon abbekommen haben“, meinte Aragorn grinsend. „Kommst du mit mir?“
„Ja, ich-ich komme gleich“, versprach Legolas.
Aragorn drehte sich um und ging davon, während Legolas erneut seinen Blick gen Himmel richtete.
„Egal wie lange es dauern wird. Ich werde auf dich warten. Für immer.“
Review schreiben