Das wahre Leben

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Aubrey Posen Beca Mitchell Chloe Beale Stacie Conrad
21.02.2020
26.03.2020
35
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35. Ein Jahr später

„Ich liebe dich, Britt.“, flüsterte mir meine Freundin verführerisch ins Ohr.
Anna stützte sich über mir ab, wir lagen nackt in ihrem Bett und sie arbeitete sich gerade küssend an meinem bebenden Körper hinab. Seufzend erwiderte ich ihr Liebesgeständnis, hatte aber Mühe mich darauf zu konzentrieren, da sie mich mit ihren Berührungen schier wahnsinnig machte. Mich überfiel eine Gänsehaut. Selbst nach über einem Jahr, in dem wir glücklich zusammen waren, schaffte Anna es immer wieder mir Regungen und Gefühle zu entlocken, die für mich bis dahin fremd gewesen waren. Mit glasigen Augen sah ich ihr zu, wie sie meine Brüste liebkoste und genüsslich darüber leckte. Mich brachte das fast um den Verstand. Gierig drückte ich ihren Kopf weiter in meine Mitte.
„Nicht so ungeduldig, Süße.“, brummte sie meinem Bauchnabel entgegen und ließ mich einmal aufstöhnen.
Ich spürte dieses bekannte wohlige Prickeln in meiner Mitte, gab mich ihm ganz hin und ließ es die Kontrolle über mich übernehmen. Annas Liebkosungen bewirkten, dass ich immer weiter erregte. Sie kannte meinen Körper und meine bestimmten Stellen in- und auswendig, so oft, wie wir uns schon geliebt hatten. Das Bett war dabei natürlich nicht der einzige Ort geblieben. Die Dusche, der Pool, der Tisch in der Küche, die Couch, Annas Auto, sogar der Flur musste dafür schon herhalten. Bei dem Gedanken daran erhielt ich nochmal einen Kick und ich spürte, wie es zwischen meinen Schenkeln immer feuchter wurde. Nach einer gefühlten Ewigkeit war Anna endlich mit ihrer Zunge in meiner Mitte angekommen und schlich um meinen Eingang herum.
„Quäl mich nicht so...!“, raunte ich und bäumte mich in freudiger Erwartung kurz auf.
Ich spürte Annas Grinsen. Ganz langsam fuhr ihre Zunge von unten nach oben durch mich durch. Mein lang gezogenes Stöhnen erfüllte den Raum und es roch nach Sex. Sie ersetzte ihr Zungenspiel durch zwei Finger und bewegte sich rhythmisch in mir. Gierig streckte ich ihr mein Becken entgegen und meine Hüfte zuckte unkontrolliert. Unaufhaltsam bahnte sich mein Höhepunkt an.
„Scheiße! Anna!“, keuchte ich und krallte mich verzweifelt in den Laken fest.
Auf einmal zog sie ihre Finger aus mir raus. Ich wollte schon protestieren, doch sofort spürte ich wieder ihre Zunge, die es zu Ende führte und mich erbarmungslos über die Klippe warf. Noch während ich nach Luft rang, arbeitete sich meine heiße Brünette wieder grinsend zu mir hoch und beugte sich über mich.
„Ich liebe dich.“, flüsterte ich atemlos und zog sie in einen Kuss.
Noch immer war sie über mir und mir kam eine Idee. Meine Finger arbeiteten sich ihren Bauchnabel entlang und glitten dann unterstützt durch ihre Nässe mühelos in ihre Mitte. Sofort schloss sie genüsslich die Augen und stöhnte mir entgegen.
„Was du kannst, kann ich auch...“, grinste ich süffisant.
Mein Daumen fuhr langsam über ihre Perle. Anna fing unter der intensiven Berührung an zu zittern. Fordernd lehnte sie sich mit ihren Bewegungen in meine Finger hinein. Als es nicht mehr aufzuhalten war, legte sie sich auf mich. Wahrscheinlich würden sonst ihre Arme nachgeben. Anna krallte sich an mir fest und sie erlebte einen Orgasmus der höchsten Güte. Ich liebte dieses Gefühl, wenn sich ihre Wände um meine Finger zusammen zogen. Noch einmal fuhr ich über ihre Perle, was Anna noch einmal zusätzlich aufstöhnen ließ. Sie vergrub ihr Gesicht in meiner roten Mähne und atmete tief den Duft meiner Haare ein. Mehrere Minuten verweilten wir in der Stellung, ehe sie mich wieder ansah.
„So eine Nummer am Morgen hat doch wirklich was für sich, oder?“, fragte sie mich und zog mit ihrer Fingerspitze zärtliche Kreise auf meinen Brüsten.
„Auf jeden Fall. Ich liebe Morgensex.“
Ich drehte uns um und blickte in das wunderschöne himmelblau ihrer Augen. Es faszinierte mich jedes Mal aufs Neue und ich verlor mich wie so oft darin. Zärtlich verband ich unsere Lippen und ließ sie miteinander tanzen.
„Sollen wir mal aufstehen?“, fragte ich dann.
„Ja, ich will mit dir unter die Dusche.“
„Warum?“, fragte ich mich auf unwissend stellend.
„Ich kam eben ordentlich ins Schwitzen.“, gab sie dunkel zurück und schälte sich aus dem Bett.
Grinsend stieg ich ihr hinterher. Ich wusste genau, dass ihre Lust noch nicht gestillt war. Anna zog mich in einen Kuss und wanderte rückwärts mit mir ins Bad.

Nach einer ausgiebigen Dusche, die sehr viel länger gedauert hatte, als sonst, zogen wir uns gemütlich an und setzten uns auf Annas Terrasse, um zu frühstücken. Wir trugen beide Leggins und Tanktop und ich war gerade dabei den Tisch zu denken. Billie Jean sprang freudig auf dem Rasen herum, trotzdem hatte ich sie immer im Blick. Nicht, dass sie noch in den Pool fiel. Das fehlte gerade noch. Annas Laptop lag mit den Kopfhörern, die ich ihr zum Geburtstag geschenkt hatte, auf einer der Sonnenliegen. Unwillkürlich brachen viele Erinnerungen in mir hervor. Anna brachte den Kaffee und Brötchen und stellte alles auf dem Tisch ab. Gedankenverloren sah ich meiner Hündin zu, wie sie auf dem Rasen spielte.
„Wo bist du denn schon wieder?“, fragte sie mich, trat von hinten an mich ran, schlang ihre Arme um mich und drückte mir einen Kuss auf die Wange.
Meine Hände legten sich auf ihre Arme und ich genoss ihre Berührung.
„Ich hab mich nur an was erinnert...“, seufzte ich.
„So? An was denn?“
Anna entließ mich aus ihrer Umarmung und setzte mich mir gegenüber.
„Mir ist eben eingefallen, was seit dem Anfang unserer Beziehung alles passiert ist.“
„Wie kommst du denn jetzt darauf?“, fragte Anna verdutzt und griff nach ihrer Kaffeetasse.
„Keine Ahnung, es kam irgendwie so über mich. Alles hat mit unserem Pitch-Treffen angefangen. Also eigentlich ja mit dem Bechloe-Kuss, aber bei dem Treffen mit den anderen Beiden ist mir klar geworden, was du für mich bedeutest.“
„Du bist süß. Ja, das war wirklich toll. Vor Allem deine Liebkosungen, als du am nächsten Tag neben mir wach geworden bist.“
Entrüstet starrte ich sie an und verschluckte mich an dem Bissen Brot, den ich gerade im Mund hatte. Schnell trank ich einen Schluck Kaffee hinterher.
„Das hast du gemerkt?“, krächzte ich.
„Ja. Das wusstest du nicht, oder?“
„Oh mein Gott, Anna! Wie konntest du dich so beherrschen?! Mein kompletter Körper war mit Adrenalin geflutet! Warum warst du da so ruhig?“
„Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung. Ich war wie erstarrt, dass du auf einmal so weit gegangen bist. Schnell hab ich gemerkt, dass du das nicht tun würdest, wenn ich wach wäre, also hab ich dich einfach mal machen lassen. Und ich fand es wunderschön.“
Ich konnte gar nicht fassen, was sie mir da sagte. Nie hätte ich für möglich gehalten, dass sie meine Liebkosungen mitbekommen würde.
„Es tut mir Leid. Ich hätte nicht so weit gehen dürfen. Keine Ahnung, was da in mich gefahren ist. Du lagst in meiner Umarmung. Noch nie war ich dir so nah. Ich konnte mich einfach nicht beherrschen.“
„Hey Britt. Nein, es ist alles gut. Ich war zwar etwas überfahren in dem Moment, da du mich mit deiner Berührung geweckt hattest, aber ich fand das sehr schön. Es war der Auftakt zu etwas Wunderbarem. Unserer Beziehung.“
Anna hatte über den Tisch gegriffen und meine Hand mit ihrer umschlossen.
„Auch, wenn ich das nicht gewusst habe, bin ich froh, dass wir das aus der Welt geschafft haben.“
„Es gab dazu zwar nie einen Grund, aber okay.“
Ich zog ihre Hand näher zu mir und küsste ihren Handrücken.
„Beschäftigt dich noch was anderes?“
„Nein, nicht in dem Sinne. Ist dir klar, was alles seit der Premiere passiert ist?“
„Ja, schon irre, dass das schon ein Jahr her ist. Gut, dass wir uns an dem Abend „geoutet“ haben. Die Reporter würden uns wahrscheinlich immer noch verfolgen.“
„Da hast du Recht. Mir war klar, dass es hohe Wellen schlagen würde, wenn ich dich küssen würde. Aber dein Blick hat mir verraten, dass es für dich in Ordnung war.“
Anna schenkte mir ein Lächeln.
„In dem Moment, als wir aus dem Kinosaal traten, war mir klar, dass ich es öffentlich machen will.“, sagte sie.
„Ich hätte ja nie gedacht, dass wir deshalb in so viel Talkshows eingeladen werden. Ich weiß schon gar nicht mehr, wo wir überall waren.“
„Es waren, glaube ich, acht Auftritte. Wobei mir Ellen DeGeneres und Oprah am besten gefallen haben. Bei Ellen waren wir ja schon häufiger.“
„Richtig, da hab ich deinen Sonnenbrillen-Tick aufgedeckt.“
Anna rollte mit den Augen und hielt sich an ihrer Kaffeetasse fest.
„Ja, ja. Du und dein Tick...“
„Ich hatte doch damit Recht... Was ist denn jetzt eigentlich mit Lexi?“
„Sie wollte heute noch anrufen, damit wir das nächste Treffen planen können. Hoffentlich machen wir das wieder bei uns. Dann müssten wir nirgends mehr hin fahren.“
„Ich fahre generell nirgendwo mehr hin. Meine Villa ist verkauft. Ich habe dich gewarnt, dass du mich dann an der Backe hast.“
Grinsend stand Anna von ihrem Platz auf und setzte sich wie so oft auf meinen Schoß. Ich liebte es, wenn sie das tat und schlang meine Arme um ihre Taille. Kurz sah sie mich an, ehe sie ihre Lippen auf meine legte.
„Gib doch zu, dass du nur wegen dem Pool zu mir gezogen bist.“, löste sie ihn und lächelte mich an. Ich lachte einmal kurz, ehe ich antwortete.
„Na ja, sagen wir einfach, die Tatsache, dass du einen hast, hat meine Entscheidung erleichtert. Und außerdem schwimmen wir ja nicht nur in dem Pool...“
Langsam fuhr ich ihr unter das Shirt und liebkoste ihren Rücken. Für ein paar Minuten saßen wir einfach nur da und kuschelten ein wenig, ehe mein Handy vibrierte.
Ich nahm es zur Hand. Anna hatte zusammen mit Alexis und Kailani ein Foto gepostet.
„Guck mal. Süß die Drei, oder?“, hielt ich meiner Freundin das Smartphone hin.
„Ja, sie sehen richtig glücklich aus. Ich bin froh, das Kailani die Beziehung ihrer Mutter so anstandslos akzeptiert hat.“
„Ich auch. Aber du hast ja früher schon gesagt, dass Kinder da unkomplizierter denken, als Erwachsene. Oh, da fällt mir ein, dass Sam mich noch anrufen wollte. Er hat eventuell ein neues Projekt für mich. Aber ich weiß noch nicht, worum es geht.“
„Na ja, das wird er dir dann ja sagen. Er weiß ja, was du gerne drehst und was nicht.“
Anna saß immer noch auf meinem Schoß. Die Sonnenstrahlen, die in den Garten fielen, kreuzten ihr Gesicht und ließen es aufleuchten.
„Ich hab so ein Glück mit dir.“, flüsterte ich und lächelte sie an.
„Ich weiß nicht, was ich ohne dich täte.“, gab sie leise zurück.
Unsere Lippen trafen sich wieder zu sinnlichen Küssen, ehe wir es beendeten und uns einfach nur glücklich ansahen. Ich konnte es kaum fassen. Ich hatte eine wunderschöne Freundin, die ich über alles liebte, ein schönes Haus, in welchem ich mit ihr wohnte, einen Freund fürs Leben, der mir mit Rat und Tat immer beiseite stand und natürlich meine Hündin, die das Glück perfekt machte. Mit Schmetterlingen im Bauch, hauchte ich ihr den Satz entgegen, den ich ihr nicht oft genug sagen konnte.
„Ich liebe dich.“

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Verehrte Leserschaft!

Das war das letzte Kapitel und somit das Finale meiner Story. Ich hoffe es hat euch gefallen und ich konnte euch ein bisschen begeistern.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Review-Schreibern. Es hat mich wirklich gefreut, dass ihr diese Reise zusammen mit mir erlebt habt. Ihr seit der Grund, warum ich schreibe. Mit euren Kommentaren steht und fällt jede Geschichte. Ohne euch geht es nicht. Besonderer Dank an wickwack, Debbie04 und StargateFan94 für ihre Treue. Ich hoffe wir lesen uns bald wieder.

So, wie ich mich kenne, halte ich es nicht lange aus, nichts zu schreiben. Wir werden sehen.

Fühlt euch umarmt. Euer Schnäbelchen :-)

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