DreamEscorts

von Danbo
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf Matthias Schweighöfer
21.02.2020
25.10.2020
39
141.350
59
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
18.10.2020 2.826
 
Hallo ihr Lieben, hier folgt mal wieder ein neues Kapitel. :)

Kleine Info vorab: In absehbarer Zeit wird die Geschichte hier ihr Ende finden. Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr so drinne bin und habe sogar nebenbei schon einen kleinen (etwas traurigen) OS angefangen, weil ich einfach mal was anderes schreiben musste, um mich wieder zu motivieren. Es werden hier auf jeden Fall noch 3 Kapitel folgen, die ich auch soweit schon vorgeschrieben habe, wobei ich nächste Woche wahrscheinlich zwei gleichzeitig hochlade, die ich nur geteilt habe, damit mein innerer Monk zufrieden ist und wir auf 40 Kapitel inklusive dem Epilog kommen :D

So jetzt denken wir aber einfach mal nicht weiter an das Ende, was euch dann hoffentlich auch gefallen wird sondern lesen erstmal das neue Kapitel :D
Wünsche euch viel Spaß dabei!



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Am Abend hatten sie das Aufeinandertreffen mit diesem Johannes nicht mehr weiter besprochen. Lieber hatten sie Sex gehabt, hatten gekuschelt, einen Film geschaut und waren irgendwann gegen Mitternacht zusammen in ihr Bett gefallen und direkt eingeschlafen.
Es war wie eine stille Vereinbarung, dass keiner der Beiden darüber redete und doch hingen Jokos Gedanken am nächsten Morgen, als er noch etwas neben dem schlafenden Klaas im Bett lag, an diesem Aufeinandertreffen.
So etwas wie gestern würde ihnen hier in Berlin ständig passieren. Überall liefen hier potenzielle damalige Kunden von Klaas herum und Joko konnte diese Menschen kein bisschen einschätzen.
Würden manche wütend werden, wenn Klaas sie abwies? Würde Joko Klaas so ruhigen Gewissens alleine auf die Straße lassen wollen? Wenn er ehrlich war, hatte er Angst. Angst um Klaas.
Der Kleinere war zwar auf irgendeine Art sehr selbstbewusst, aber gleichzeitig wusste Joko nun mal auch wie zerbrechlich er sein konnte und eigentlich auch war.
Er wollte sich gar nicht vorstellen, was wäre, wenn eine Kunde Klaas etwas antun würde, hatte Angst, dass Klaas dann auch ihn von sich stoßen würde, dass er wieder in dieses Loch fiel und sich selbst verlor.

Es war nicht das erste Mal, dass er mit dem Gedanken spielte einfach hier wegzuziehen, mit Klaas irgendwo komplett neu anzufangen. Eigentlich dachte er schon seit sie aus Oldenburg heimgekommen waren daran. Jeden Tag.
Es hatte ihm dort bei Klaas‘ Mutter wirklich gut gefallen. Die Ruhe, die Wiesen, die Felder und trotzdem genug Einkaufsmöglichkeiten in der näheren Umgebung. Es reizte ihn wirklich sehr.
Sein ganzes Leben hatte er bisher hier in Berlin verbracht und Joko fühlte sich mehr als bereit für eine Veränderung. Das gestrige Ereignis bestärkte ihn da nur noch in seinen Gedanken.

Kurz schielte er rüber zu Klaas, der noch eingerollt neben ihm im Bett lag. Er würde ihn heute mal darauf ansprechen, ihm den Vorschlag machen. Er war sich unsicher, wie Klaas dazu stehen würde, ob Klaas überhaupt gerne in der Nähe seiner Mutter wohnen wollen würde. Doch selbst da war Joko eigentlich nicht festgefahren drauf. Er würde auch überall sonst mit Klaas hinziehen, aber weg von hier wollte er mittlerweile wirklich gerne.
Hier in dem Haus war schon zu viel passiert. Er hatte hier mit Laura gewohnt und Joko wollte dieses Kapitel auch wohntechnisch einfach nur abschließen, hatte von seiner Ex-Freundin nie wieder was gehört, hoffte, dass es ihr gut ging, dass es ihr besser ging, als mit ihm. Vermissen tat er sie aber kein bisschen. Klaas war sein passender Deckel. Laura war es nie gewesen.

Verliebt streckte er seine Finger aus, strich sanft mit den Fingerspitzen über Klaas nackten Rücken, spürte sein eigenes Herz schneller schlagen und liebte es, wie sehr er immer noch auf Klaas ansprang, wie wenig es brauchte, um ihn komplett kirre vor Liebe zu machen.
Ein leises süßes Grunzen drang an seine Ohren, als Klaas sich langsam regte. Der Kleinere zog die Decke noch näher an sich, kratzte sich nebenbei mit einer Hand halbherzig am Rücken, da wo Jokos Finger ihn eben offensichtlich gekitzelt hatten. Joko grinste, ließ seine Finger erneut über die Stelle gleiten, was zu Folge hatte, dass Klaas nun energischer mit seiner Hand hinter dem Rücken rumwedelte, um den Störenfried zu vertreiben.
Ein leises Kichern drang aus Jokos Kehle und Klaas drückte seinen Kopf daraufhin nur noch tiefer ins Kissen.
„Lass das Joko.“, brummte er gedämpft und der Blonde musste nur noch mehr grinsen. Vorsichtig rutschte er noch näher an den warmen Rücken heran, legte seine Lippen sanft an Klaas‘ Nacken und küsste die weiche Haut bis zum Haaransatz hinauf.
Erneut brummte Klaas leise, diesmal aber weniger genervt und mehr genießend, während er sich etwas nach hinten und gegen Joko drückte.
„Ich liebe dich so.“, säuselte Joko gegen Klaas‘ Nacken und spürte wie Klaas im nächsten Atemzug seine Hand umständlich über seinen Kopf streckte und in den blonden Haaren vergrub.

„Klaas..?“, murmelte Joko dann fragend. Hatte sich vorgenommen das Thema Umzug jetzt schon anzusprechen. Jetzt war die Stimmung gerade so entspannt.
Klaas drehte sich aufgrund seiner Frage dann in Jokos Armen um, musterte ihn genau, so als wolle er aus seinem Gesicht ablesen, was Joko auf dem Herzen lag.
Und Joko selbst wusste nicht, woran es lag, aber plötzlich hielt er einen Umzug nicht mehr für eine gute Idee. Nicht, wenn die Idee von ihm kam. Er wollte Klaas nicht das Gefühl geben, dass er ihn dazu drängen würde. Gleichzeitig würde er ihm dieses Gefühl aber logischerweise geben, weil wenn Joko jetzt anmerkte, dass er sich in Berlin nicht mehr wohlfühlte, dann würde das Klaas natürlich unter einen gewissen Druck setzen. Denn was sollte Klaas dann machen?
Wenn er zustimmen würde, wäre alles super, aber wenn er in Berlin bleiben wollen würde, dann wüsste er, dass Joko sich hier nicht wohlfühlte und dann wäre das doch irgendwie auch blöd.
„Was denn?“, fragte Klaas plötzlich leise mitten in Jokos Gedanken hinein, weil dieser schon wieder vollkommen abgelenkt war.
„Ach nichts.“, murmelte der nun leise, lehnte sich vor und küsste Klaas einfach, um diese Konversation im Keim zu ersticken.

Wenig später, als sie zusammen beim Frühstück saßen, vibrierte plötzlich Jokos Handy. Flüchtig warf der Blonde einen Blick darauf und schimpfte sich kurz danach einen mehr als schlechten besten Freund, als er eine Nachricht von Matthias erblickte.
Fuck man. Matthias hatte er schon wieder komplett vergessen. Dabei hatte der Lockenkopf ihm doch noch den nötigen Mut zugesprochen. Ohne ihn wäre Joko wahrscheinlich im Selbstmitleid versunken.
Das Mindeste wäre gewesen, dass Joko ihn mal über die aktuelle Lage aufklärte. Sein Kumpel wusste bisher nur von ihrem Streit, an dem er ja sogar irgendwie Mitschuld trug. Verdammt.
„Ich muss kurz mal telefonieren.“, murmelte er abgelenkt Klaas entgegen, der nur nickte und in sein Nutella-Brötchen biss und dann zog Joko sich mit seinem Handy ins Wohnzimmer zurück.
Ohne die Nachricht von Matthias richtig zu lesen, wählte er schon dessen Kontakt aus und hielt sich das tutende Handy ans Ohr.
Es dauerte nur wenige Sekunden bis er die Stimme seines besten Freundes vernahm.
„It’s been 84 years.“, lachte der Lockenkopf zu Begrüßung gespielt erschöpft in den Hörer und Joko atmete erleichtert durch, weil das immerhin schon mal ein gutes Zeichen war, wenn Matthi noch zu Scherzen aufgelegt war.
„Sorry Matthi. Ich weiß gar nicht, wie ich das noch entschuldigen soll. Ich bin auf jeden Fall der schlechteste Freund überhaupt. Ich hatte nur so viel um die Ohren und..“
„Stop Joko. Spar‘s dir. Ist schon gut. Ich weiß doch.“, unterbrach Matthi ihn, hatte wohl keine Lust auf Jokos entschuldigendes Gestammel und bevor Joko trotzdem erneut zu einer Entschuldigung ansetzten konnte, redete er schon weiter „Hör auf dich zu entschuldigen. Ich war die letzten Tage eh beruflich unterwegs, also erzähl mir lieber, was der aktuelle Stand der Dinge ist. Redet Klaas wieder mit dir oder habt ihr es jetzt endgültig verkackt?“
Joko grinste, bei dem Gedanken daran wie absurd gut alles in den letzten Tagen bei Klaas und ihm gelaufen war und lächelnd begann er Matthias alles bis ins kleinste Detail zu berichten, was in den letzten Tagen passiert war. Er berichtete von der Zugfahrt, Klaas‘ Kündigung, von Birgit, von ihrem Date und auch von diesem komischen Johannes. Er teilte mit Matthias auch seine Gedanken bezüglich eines Umzugs. Das einzige, was er verschwieg waren Details zu ihrem Sexleben, denn die gingen Matthi nun wirklich nichts an. Musste der Blondschopf ja nicht wissen auf welchen Möbelstücken sie schon...
Naja, abgesehen davon fühlte es sich tatsächlich verdammt gut an das alles mal irgendwie loszuwerden und mit jemandem darüber zu sprechen, der nicht direkt involviert war.
Matthias bestärkte Joko in dem Umzugsgedanken, befand auch dass eine solche Veränderung wahrscheinlich ihnen beiden gut tun würde und dass er selbst nicht damit leben könnte, immer wieder von damaligen Sexpartner, wenn auch nur beruflichen, des Partners angesprochen zu werden.
Am Ende des Gespräch wurde Joko dann vielleicht etwas übermutig, denn er lud Matthias einfach spontan zum Abendessen zu ihnen ein. Er wünschte sich so sehr, dass Matthi und Klaas sich mal richtig kennenlernten und dann hoffentlich auch miteinander klarkamen. Er wollte sich nicht für einen der beiden entscheiden müssen. Glücklicherweise brauchte er bei Matthias nur ein klein wenig Überzeugungsarbeit und dann stimmte dieser dem Vorschlag zu und sie beendeten das Telefonat.

Als Joko dann zurück in die Küche kam, saß Klaas mit einer Zeitschrift in der Hand auf dem Stuhl und las ganz konzentriert.
„Matthias kommt heute Abend zum Essen vorbei. Dann könnt ihr euch mal kennenlernen. Also so richtig.“, verkündete Joko direkt und lehnte sich lächelnd an die Küchenzeile. Das Lächeln wich aber aus seinem Gesicht, als Klaas seinen Blick zu ihm richtete.
„Ich dachte wir verbringen den Abend zu zweit...“, murmelte er wenig begeistert von Jokos Vorschlag und der Blonde biss sich auf die Lippe. Er hatte irgendwie mit mehr Freude gerechnet. Warum auch immer...
„Er bleibt ja nicht so lange... und wir können... wir können danach ja immer noch... du weißt schon...“, versuchte Joko den Kleineren irgendwie milde zu stimmen und scheiterte.
„Es geht mir nicht um Sex!“, pampte der nun und erhob sich aufgebracht vom Stuhl, auf dem er saß.
Joko schaute entschuldigend auf den Boden. Er hatte Klaas nicht unterstellen wollen, dass er immer nur Sex wollte. Er hatte das doch nur irgendwie schlichten wollen.
„Ich hab einfach keinen Bock auf diesen Typen. Nicht nachdem was da letztens war.“, erklärte Klaas sich dann und Joko traf es etwas wie abfällig er über Matthias redete. Immerhin war der Lockenkopf schon seit langem Jokos bester und einziger Freund.
Vorsichtig trat er nun ein paar Schritte auf ihn zu.
„Das war ein Missverständnis, Klaas. Wir sind gestolpert. Wir hatten das doch geklärt. Matthi ist toll. Ihr werdet euch verstehen.“
Klaas schnaubte, blieb aber an Ort und Stelle stehen als Joko noch etwas näher trat und seine Finger nach dessen Wange ausstreckte.
„Nur heute. Bitte. Für mich. Den Rest der Woche hast du mich ganz für dich allein.“
Klaas‘ Augen schienen Joko so blau entgegen, dass er sich mal wieder erneut in diese verliebte und dann nickte der Kleinere, gab sich geschlagen und Joko bedankte sich mit einem etwas zu verliebten Kuss bei ihm.

Die verliebte Stimmung, die sie irgendwie den restlichen Tag aufrechterhalten konnten, kam aber leider wieder am Tiefpunkt an, als dann gegen Abend der penetrante Ton der Türklingel durch die Wohnung schallte.
Klaas rutschte tiefer ins Sofa, auf dem sie heute quasi den ganzen Tag verbracht hatte und bedachte Joko mit einem genervten Blick, als dieser sich erhob, um Matthias die Tür zu öffnen.
Sein Herz fühlte sich schwer an, als er Klaas‘ Blick sah und sein Beschützerinstinkt ließ ihn beinahe innehalten, um Klaas ein Zusammentreffen mit Matthi zu ersparen.
Gleichzeitig wollte er aber auch unbedingt, dass die beiden sich richtig kennenlernten. Matthias gehörte seit Jahren zu Joko und jetzt gehörte Klaas da eben auch hin. Umso schöner wäre es also, wenn die zwei sich auch verstehen würden, trotz der ganzen Widrigkeiten.
Außerdem konnte er seinen besten Freund ja jetzt auch nicht vor der Tür stehen lassen und so seufzte er nochmal tonlos und ging dann die letzten Meter bis zu Wohnungstür.

Matthias trat wenig später mit einer freudigen Begrüßung auf den Lippen durch die Tür, schlang einen Arm um Joko, während er eine Weinflasche mit der anderen Hand fest umgriffen hielt.
Diese Flasche drückte er nun gegen Jokos Brust.
„Hier für dich. Euch.“, grinste er und Joko musste lachen, weil Matthi einfach schon wieder viel zu gute Laune verbreitete. Wenn jemand ihn in jeder Lage zum Lachen bringen konnte, dann war er es.
„Danke! Schön, dass du hier bist!“, freute Joko sich, während Matthias sich routiniert die Schuhe von den Füßen kickte.

Gemeinsam liefen sie dann ins Wohnzimmer und Joko hielt unbewusst die Luft an, hielt sich etwas im Hintergrund, wollte nicht auch noch räumlich zwischen Klaas und Matthias stehen.
Lieber stellte er bemüht beschäftigt die Weinflasche auf das Sideboard und warf einen Blick in die Küche, wo der Eintopf, den er und Klaas gekocht hatten, vor sich hin köchelte.

Erst als er Matthis Stimme vernahm, ruckte sein Kopf wieder zum Sofa.
„Hallo, ich bin Matthias“, stellte er sich vor, streckte Klaas die Hand hin, die dieser merklich zähneknirschend ergriff.
Joko eilte nun auch wieder zum Sofa, fühlte sich plötzlich, wie der schlechteste Freund der Welt, weil er Klaas da so alleine in dieser Situation ließ, in der er von Anfang an nicht hatte sein wollen.
Doch noch bevor er das Sofa erreichte, erhob Matthi schon wieder seine Stimme, hatte wohl ebenfalls die angespannte Grundstimmung bemerkt und wurde plötzlich ernst.
„Tut mir leid nochmal, wegen letztens. Ich hätte da nicht einfach reinplatzen sollen, aber du musst dir wirklich keine Gedanken machen. Joko und ich kennen uns schon seit Jahren. Wenn ich etwas von ihm wollen würde, hätte ich das schon längst in Angriff genommen. Ich bleib dann aber doch lieber bei Frauen.“
Zum Ende hin lachte er künstlich, versuchte die Stimmung zu lockern.
Joko ließ sich nun auf Sofa fallen, direkt neben Klaas, griff unbewusst nach dessen Fingern.
„Bevor Matthi was mit mir anfängt, friert die Hölle zu.“, grinste er nun, umgriff Klaas‘ Hand fester, versuchte irgendwie dieses Gespräch in etwas Positives umzuwandeln, wollte Klaas da etwas mit sich reißen.
„Bist mir auch zu lauchig, Joko.“, stieg Matthi in das Spiel mit ein, harmonierte wie immer perfekt mit Joko, der nun einen Blick zu Klaas warf. Der Kleinere wirkte zwar noch nicht überzeugt, aber Joko sah ihm an, wie er seinen unbegründeten Hass auf Matthi hinunterschluckte und sich ein Lächeln abrang.
„Du bist wirklich ein Lauch.“, stimmte er dann doch tatsächlich Matthi zu und Joko liebte das, aber hasste es gleichzeitig wie Klaas sich verstellte, damit Joko glücklich war. Er wollte keine geheuchelte gute Stimmung hier, wusste aber auch nicht, wie er sie abwenden könnte, ohne dass das hier erneut in einer kleinen Katastrophe endeten. Deshalb spielte er dieses Spiel einfach mit, boxte Klaas gespielt empört gegen den Oberschenkel, was dieser mit einem Schlag zurück quittierte.
Extra dramatisch rieb Joko sich die Stelle an der Klaas‘ Faust mit seinem Bein Bekanntschaft gemacht hatte und erhob sich dann vom Sofa.
„Ich muss mal nach dem Eintopf gucken. Muss da noch die Möhren reinschneiden.“, erklärte er und war schon auf dem Weg in die Küche, als Matthi sich zu Wort meldete.
„Ich kann dir helfen, wenn du willst“, bot er an, zuvorkommend wie er eben war.
Matthias und Joko hatten schon oft zusammen gekocht und es waren immer tolle Abende gewesen.
Doch noch bevor Joko etwas erwidern konnte, war Klaas schon aufgesprungen und stand vor ihm.
„Ich helfe schon!“, zischte er leise und Joko musste ein Grinsen unterdrücken, weil wie eifersüchtig konnte Klaas überhaupt sein?
„Danke, aber ich schaff das ausnahmsweise auch ganz allein. Ihr könntet schon mal den Tisch decken.“, schlug Joko dann vor. Er wusste schon, dass Klaas sich da gerade vor dem Alleinsein mit Matthias drücken wollte, aber wenn die beiden sich durchgängig aus dem Weg gehen würden, würden sie sich nun mal nie kennenlernen.
Leise grummelte der Kleinere daraufhin, ließ Joko los, nur um gleich wieder nach ihm zu greifen und ihm dann unerwarteterweise die Lippen aufzudrücken.
Joko war etwas überfordert von dieser Initiative, ließ sich aber nicht davon abhalten den Kleineren zurückzuküssen und konnte ein kleines Grinsen nicht unterdrücken, als Klaas ihm besitzergreifend die Hand in den Nacken legte. Da wollte er Matthi wohl zeigen zu wem Joko gehörte. Dem Blonden sollte es recht sein.

Sie küssten sich vielleicht etwas zu intensiv, dafür, dass ihr Gast nur wenige Meter von ihnen entfernt stand und noch bevor es für Matthias super unangenehm werden konnte, drückte Joko Klaas leicht wieder von sich, küsste ihn beruhigend nochmal auf die Stirn. Wie sollte er ihm noch zeigen, dass von Matthi nun mal wirklich keine Gefahr ausging?
Der Lockenkopf suchte derweil Jokos Blick, wackelte grinsend und anerkennend mit seinen Augenbrauen und Joko grinste nur selbstgefällig zurück, bevor er dann endgültig in die Küche verschwand.

Absurd glücklich rührte er nun im Topf umher, hörte im Wohnzimmer tatsächlich das Klappern von Geschirr und Klaas‘ gedämpfte Stimme, die Matthias erklärte, wo die Servietten waren.
Dieser Abend verlief jetzt tatsächlich schon besser, als Joko es sich je hätte ausmalen können.


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tbc
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