So soll es bleiben...

von MoinSue
SongficRomanze / P12
Ben Kessler Katja Metz
19.02.2020
19.02.2020
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19.02.2020 1.403
 
Hello! Ich habe irgendwann letzte Woche dieses Lied gehört und hatte direkt die Geschichte bzw. die Situationen aus der Geschichte vor Augen.

Wer sich nicht mehr so an das Lied erinnert, kann mal hier schauen: https://www.youtube.com/watch?v=4VPpzhb0zMQ

Have fun!
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Autor: MoinSue
Rating/Pairing: ab 12 Jahren / Katja Metz & Ben Kessler
Inhalt: Katja und Ben waren Freunde...doch ihr Kontakt ist nach seinem Weggang etwas eingeschlafen. Nun steht sie an der Elbe und grübelt über die jetzige Situation. Was passiert, wenn sie ganz spontan beschließt, ihren Gefühlen zu folgen?
Anmerkung: Die Geschichte ist an keiner bestimmten Folge angelehnt. Spielt ungefähr zwei Jahr nach Bens Weggang
Kapitel: 1
Disclamer: Wie üblich gehört mir außer der Idee zur Story nichts. Alle Großstadtrevier-Charaktere sind Eigentum von Studio Hamburg. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden und toten Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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Ich warte schon so lange
Auf den einen Moment
Ich bin auf der Suche
Nach hundert Prozent
Wann ist es endlich richtig?
Wann macht es einen Sinn?
Ich werde es erst wissen
Wenn ich angekommen bin


Katja starrte auf das Wasser. Wild warf es sich hin und her. Immer wieder schlug es gegen die Mauer, an der die Polizistin stand. Sie hatte ihre Unterarme auf das Geländer vor ihr gestützt und grübelte.
Hinter ihr erhob sich die Fischauktionshalle, an der heute nur wenige Menschen unterwegs waren. Bei diesem kühleren Wind gingen nur die Personen an der Elbe entlang, die es unbedingt mussten. Der Wind bewegte aber nicht nur das Wasser hin und her, auch Katjas Haare wirbelten wild um ihren Kopf. Immer mal wieder sah sie aus dem Augenwinkel die Spitze einer Haarsträhnen am Kopf vorbei fliegen.
‚Wie passend‘, dachte die Blondine.

Ich will sagen:
So soll es sein
So kann es bleiben
So hab ich es mir gewünscht
Alles passt perfekt zusammen
Weil endlich alles stimmt
Und mein Herz gefangen nimmt


Gedanken wirbelten durch ihren Kopf, ähnlich wie die Blätter, die neben ihr auf dem Boden lagen und jetzt weggeweht wurden. Gedanken um ihn. Ben. Ihren Kollegen, besten Freund und Teilzeit-Mitbewohner.
Zwei Jahre waren inzwischen vergangen, seitdem Ben das 14. Revier verlassen hatte. Katja war zwei, drei Mal bei einem der Fußballspiele zu Besuch gewesen, doch oft hatte sie wegen ihrem Dienstplan kurzfristiger absagen müssen.
Dadurch war irgendwann der Kontakt eingeschlafen. Erst merkte sie es gar nicht so sehr. Es gab viel zu viel zu tun auf der Wache.
Sie machte lieber eine Überstunde mehr, als Schuld daran zu sein, dass Väter ihre Familien nicht sehen konnten wegen der vielen Arbeit. Sie war allein. Da machte eine Überstunde mehr oder weniger auch nicht viel aus. Der letzte Kontakt mit ihrem Kumpel war deshalb inzwischen leider fast ein Jahr her.

Wenn es da ist, werd ich feiern
Ich weiß, da ist noch mehr
Es liegt noch so viel vor mir
Ich lauf noch hinterher
Bis jetzt fühl ich nur die Hälfte
Von allem, was geht
Ich muss noch weitersuchen
Weil immer noch was fehlt


In den ersten Monaten nach dem Kontaktabbruch ging es ihr noch gut…doch das Gefühl etwas zu vermissen wurde immer stärker. Katja konnte es sich nicht erklären, bis Harry im Sommer mit einem Stapel Fotos zu einem Mädelsabend bei ihr zuhause auftauchte. Sie habe die Fotos in einer Kiste gefunden, hatte die Griechin gesagt. Und es seien ja auch Bilder von Katja und Ben dabei. Ob sie diese Bilder nicht behalten wolle. Einige Monate hatte sie nicht mehr an ihn gedacht. Aber die beste Freundin brachte sie dazu wieder an den Kollegen zu denken. Es tat verdammt weh, doch vor Harry ließ sie sich nichts anmerken.

Ich will sagen:
So soll es sein
So kann es bleiben
So hab ich es mir gewünscht
Alles passt perfekt zusammen
Weil endlich alles stimmt
Und mein Herz gefangen nimmt


Seit mehr als sechs Monaten hatte sie nun die Fotos in ihrem Wohnzimmer liegen. Immer wieder lief die Polizistin an der Kommode vorbei, auf der sie die Fotos abgelegt hatte. Und immer wenn sie mal einen Moment Zeit hatte, schaute sie sich die drei Fotos an. Dachte zurück an die schönen Momente auf diesen Bildern. Dachte zurück an die schönen Monate mit ihrem Kollegen. Auf Streife, bei Grillfesten, bei Geburtstagen, als Mitbewohner in ihrer Wohnung.
Die Blondine beschloss, dass es an der Zeit war, ihrem Gefühl zu vertrauen. Ihre Situation zu ändern.

Ich weiß nicht, wo du bist
Oder wo du wohnst
Aber eins ist sicher
Dass es sich lohnt
Ich bete jede Nacht
Dass ich dich finde


Katja betätigte die Bremse und rollte langsamer auf den Parkplatz des Sportplatzes. Auf dem Rasen spielten einige Teenagerinnen sich einen Ball zu. Wie die Hühner auf der Stange standen einige Erwachsene am Rand des Feldes. Wahrscheinlich die Mütter und Väter der Mädchen.
Nachdem sie geparkt hatte, blieb sie noch einige Minuten im Auto sitzen. Sie musste sich nochmal Mut zusprechen und sich selber davon überzeugen, dass es richtig war, hier zu sein.
Die Mädchen und ihr Trainer hatten inzwischen einen Abschlusskreis gebildet und standen Arm in Arm in der Mitte des Spielfeldes. Bevor sie es sich doch noch ausreden konnte, zog sie den Schlüssel ab und stieg aus. Ihre Tasche ließ sie im Auto zurück. Hier würde schon niemand klauen.

Und du sagst:
So soll es sein
So kann es bleiben
So hab ich es mir gewünscht
Alles passt perfekt zusammen
Weil endlich alles stimmt


Einige Eltern sahen sie verwundert an, als sie an den Rand des Spielfeldes trat. Unter der Woche hatten die Spielerinnen bestimmt nicht oft Besuch beim Training. Sie nickte ihnen freundlich zu und lächelte, dann sah sie sich nach Ben um. Dieser hatte sich einen Ballsack genommen und räumte mit einer Spielerin die rumliegenden Bälle vor dem hinteren Tor in den Sack. Er hob den Kopf und sah sich um. Es sah so aus, als wolle er überprüfen, was noch weg zu räumen sei.
Sein Blick blieb an Katja hängen. Diese hatte sich inzwischen unter der Spielfeldbegrenzung durch gebeugt und hatte den Rasen betreten. Einer der Väter hatte sie noch daran hindern wollen, doch seine Frau hatte ihn schnell abgewürgt. Es schien, als würde sie spüren, warum Katja hier war.

So soll es sein
So kann es bleiben
Genau so ist es gut
Alles passt perfekt zusammen
Weil endlich alles in mir ruht


Katja ging auf ihn zu. Erst langsam und wurde dann etwas schneller. Seine Spielerin sah Ben verwirrt an, aber er schüttelte nur den Kopf und drückte ihr den Sack in die Hand. Sein Blick löste sich dabei nicht von seiner Freundin.
Katja ging es nicht anders. Sie konnte den Blick nicht von ihm lösen. Die junge Frau versuchte herauszufinden, was sie als nächstes tun sollte. Wirklich drüber nachgedacht, hatte sie vorher nicht. Ihr Herz schlug immer schneller und sie konnte es kaum erwarten.
Am liebsten wäre sie direkt losgerannt, doch sie traute sich nicht so wirklich. Ben war jetzt nur noch ein paar Meter von ihr entfernt. ‚Scheiß drauf‘, dachte sie und lief los. Der ehemalige Polizist ahnte schon, was sie vor hatte und blieb stehen. Er öffnete die Arme und fing sie auf, als sie sich wortwörtlich an seinen Hals warf.
Katja schluchzte und vergrub den Kopf an seiner Schulter.

Yeah
Oh
Yeah
Oh
Yeah


Ben war ein paar Schritte nach hinten getaumelt, um ihren Schwung auszugleichen. Er drückte sie an sich und legte seine Wange an ihren Kopf. Der Fußballtrainer konnte noch nicht wirklich glauben, wen er da in den Armen hielt. So oft hatte er es sich ausgemalt, wie ein erneutes Wiedersehen ablaufen würde, doch keine der Vorstellungen kam an die Wirklichkeit heran.
Sein Herz klopfte wild und er hatte schon Angst, dass es gleich aus seiner Brust springen würde. Katja hob den Kopf von seiner Schulter und er konnte ihr endlich wieder richtig ins Gesicht schauen. Viel zu sehr hatte er diesen Anblick vermisst.
Ihre Hände strichen ihm über den Hinterkopf. Kurz schloss er die Augen und genoss die Berührungen. Dann legte er eine Hand an ihre Wange und strich eine übrig gebliebene Träne weg. Mit der zweiten Hand, die noch auf ihrem Rücken lag, drückte er sie noch fester an sich, beugte sich zu ihr und küsste sie.

So soll es sein
So kann es bleiben
So hab ich es mir gewünscht
Alles passt perfekt zusammen
Weil endlich alles stimmt
Und mein Herz gefangen nimmt
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