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AFTER PASSION - Alles oder nichts

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Hardin Scott Mrs. Young OC (Own Character) Steph Tessa Young
17.02.2020
07.04.2021
23
25.162
4
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Dieses Kapitel
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08.01.2021 1.299
 
„Ist etwas?“ Fragte Hardin und sah meine Mutter und mich erwartend an.
„Nein nein.“ Murmelte ich und wendete nervös den Blick wieder meiner Mutter zu, welche anfing zu grinsen.
„Das freut mich sehr für euch, Tessa.“ Sagte sie und strich mir meinen Handrücken. Sollte ich sie gerade für verrückt erklären? Ich wusste zwar, dass sie sich der Meinung bezüglich Hardin Scott minimal geändert hatte, aber ich hatte dennoch nicht mit einem Lächeln ihrerseits, oder gar Freude erwartet. Ich versuchte ihr Lächeln gekünstelt zu erwidern, änderte aber schleunigst das Thema.
„Mom, wir haben entschieden, dass wir wieder zurück fahren zur WCU. Ich habe ein ungutes Gefühl dabei absichtlich nicht an der Vorlesung teilzunehmen, obwohl ich alles bereits schon vorgearbeitet habe.“
„Okay. Wollen wir erst noch zusammen frühstücken? Ohne leeren Magen könnt ihr doch nicht fahren.“ Sagte sie entschlossen und wechselte den Blick zwischen Hardin und mir, wir beide nickten schließlich.

Nach circa einer halben Stunde hatten wir bereits gefrühstückt und den Esstisch wieder frei geräumt und standen nun auch schon mit unseren Taschen an der Haustür.
„Vielen Dank Mrs. Young, dass wir vorbeikommen durften.“ Sagte Hardin und versuchte sich ein kleines Lächeln aufzuzwingen.
„Gerne. Ihr könnt mich öfter mal besuchen, ihr hab demnächst ja auch schon wieder eine Woche Semesterferien.“
„Wir kommen bestimmt mal vorbei.“ Lächelte ich und nahm meine Mutter in den Arm. Nachdem öffnete sie uns die Tür und wir gingen zusammen zum Auto.
„Hardin, ist das eigentlich dein eigenes Auto?“ Fragte sie schließlich, als wir bei dem schwarzen Ford Mustang ankamen und unsere Taschen in dem Kofferraum verstauten.
„Ich hatte bis vor dem Unfall eigentlich ein anderes Auto. Den hier habe ich als Leihwagen bekommen und letztendlich entschlossen ihn zu behalten.“ Erklärte er. Mein Blick heftete sich an Hardin.
„Seid wann weißt du, dass du das Auto behältst?“ Wollte ich wissen. Er hatte ähnliches in meiner Gegenwart nie erwähnt. Obwohl, wieso machte ich mir eigentlich Gedanken darüber? Hardin war manchmal das reinste Rätsel, durch welches man nur schwer blicken konnte.
„Schon seit etwas längerem.“ Antwortete er kurz und ging zur Fahrerseite. „Also dann, nochmal vielen Dank Mrs. Young.“ Sagte Hardin und stieg in das Auto.
„Tschüss.“ Verabschiedete sie sich von ihm und wandte sich nun an mich. „Tessa. Bitte pass gut auf dich auf und schreib mir immer mal. Viel Glück mit Hardin. Jeder hat mal eine Chance verdient und wenn er sie diesmal auch vermasselt… dann würde ich dir raten ihn aufzugeben.“ Sagte sie ernst.
„Ja, Mom. Aber daran will ich noch gar nicht denken.“ Ich öffnete die Autotür und ließ mich auf den Beifahrersitz neben Hardin fallen.
„Fahrt vorsichtig.“ Waren ihre letzten Worte, bevor ich die Tür zu zog. Hardin startete den lauten Motor und schon fuhren wir los. Erst als wir nach einiger Zeit auf den Highway abbogen, sprach ich Hardin schließlich an.
„Warum hast du mir das mit deinem Auto nicht erzählt? Wo ist denn dein altes?“ Bohrte ich.
„Bei meinem Dad.“ Wieder nur so eine kurze Antwort. Ich räusperte mich sichtlich genervt. „Es ist doch meine Entscheidung, ob ich das Auto behalte oder nicht.“ Antwortete er schnippisch.
„Ja natürlich. Ich wollte nur wissen, warum du es mir nicht früher gesagt hast.“ Versuchte ich mich zu erklären, doch er zuckte nur mit den Schultern.
„Freust du dich nicht?“ Wollte er auf einmal wissen und warf mir einen leeren Blick zu. Als hätte er nur für mich das Auto behalten.
„Natürlich freue ich mich, ich hätte mich auch über dein altes Auto gefreut. Jedes ist mir recht.“ Ich sah ihn an und bemerkte, wie sich sein Griff um das Lenkrad lockerte. Was hatte er gedacht? Dass ich ihn wegen des Autos mehr lieben würde? Manchmal verstand ich Hardin wirklich nicht, vor allem nicht, weshalb er auf einmal so schnippisch war. Ich hoffte nur, wir würden uns diesmal als Paar nicht allzu viel streiten wie bereits zu Anfang.
Ohne dass er mir jegliche Antwort gegeben hatte, griff ich nach seiner Hand, die auf dem Schoß lag.
„Ich liebe dich, Tess.“ Sagte er schließlich und sah mich erwartend an.
„Ich liebe dich.“
„Weiß deine Mutter das jetzt eigentlich von uns?“ Wollte er wissen, ich nickte. „Und was hat sie dazu gesagt?“
„Das hast du mitbekommen. Sie freut sich sehr für uns.“
Hardin zog sichtlich die Stirn in Falten.
„Ich verstehe es auch nicht so ganz. Aber immerhin haben wir keinen Streit mir, ich bin froh, dass wir bei ihr waren und wir uns quasi alle versöhnt haben. Da ist es auch akzeptabel, wenn ich mal etwas an der Uni verpasse.“

Ich freute mich wirklich. Ich hatte kein schlechtes Gewissen mehr meiner Mutter gegenüber mit Hardin zusammen zu sein. Ich sah einfach nur zu ihm herüber und spürte die Schmetterlinge, die aufkamen wenn ich mit ihm zusammen war. Ich hoffte nur wir würden zusammen bleiben, obwohl ich mir mittlerweile nicht mehr vorstellen konnte, dass Hardin mich nochmals so verletzte.
„Tess?“ Fragte er plötzlich sichtlich nervös.
„Ja?“
„Ich wollte es dir eigentlich schon vorher erzählen, aber ich hab auf den richtigen Moment gewartet und ich dachte jetzt wäre vielleicht der passende Zeitpunkt dafür.“ Druckste er.
„Weiter?“ Ich drehte mich auf dem Beifahrersitz in seine Richtung und sah ihn an, was ich vermutlich noch nervöser machte. Schon wieder bekam ich Angst davor, mein Puls stieg, was Hardin mir jetzt wohl sagen würde.
„Unsere Wohnung ist noch frei. Das heisst wir können wieder zusammen dort einziehen… a-also nur, w-wenn du möchtest.“
Seine Blicke wechselten von dem Highway, zu mir und wieder zurück. Erwartungsvoll und voller Hoffnung sah er mich an. Ich öffnete meinen Mund um etwas zu sagen, schloss ihn aber wieder, mein Kopf war wie leer gefegt, ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit.
„Was denkst du?“ Fragte Hardin neugierig. Ich zuckte mit den Schultern. Ich wusste nicht was ich darauf antworten sollte. Ging das nicht wieder viel zu schnell? Einerseits wollte ich mit Hardin am liebsten dauerhaft zusammen sein, andererseits kamen mir Zweifel, ob es nicht doch wieder viel zu früh wäre, immerhin musste ich mein Vertrauen zu ihm erneut aufbauen.
„Komm schon Tess, das wird schön. Du weißt doch, wie es das letzte Mal war.. bevor..“ Er brach seinen Satz laut ausatmend ab und beschäftigte sich nun wieder ganz mit dem Autofahren.
„Es war wirklich schön mit dir zusammen zu wohnen, aber ich hab meine Zweifel. Ich habe Angst, dass es zu früh ist, immerhin wollten wir es ja langsam angehen, falls du das noch weißt.“
„Das ist doch kein Problem, wir können ja trotzdem zusammen wohnen, ich schlafe dann nachts halt auf dem Sofa und du im Bett.“ Schlug er vor.
„Das glaubst du doch selbst nicht.“ Lachte ich und sah zu wie sich ein kleines Grinsen auf Hardins Mund zierte.
„Du müsstest auch Steph nicht mehr über den Weg laufen, du hättest dein eigenes Bad, könntest machen was du willst.“
„Mit den Argumenten hast du mich schon mal überreden können.“ Murmelte ich und warf ihm einen Blick zu. Er fuhr sich stattdessen mit einer Hand durch die Haare und zuckte mit den Schultern.
„Ich kann es dir nur empfehlen. Dazu hast du natürlich noch einen ganz großen Vorteil.“ Blaffte Hardin.
„Ach und der wäre?“
„Mich natürlich.“ Ein breites Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus und er zwickte mir leicht in die Seite. „Also Tessa, Ja oder nein?“

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Hallo meine Lieben, ich hoffe ihr seid gut in das neue Jahr 2021 gekommen ?!

Hier mal wieder ein neues Kapitel von mir, ich hoffe sehr, dass es euch gefällt und ihr weiterhin  gespannt mitfiebert.
Gerne könnt ihr mir ein paar Reviews da lassen, es würde mich sehr interessieren welche Meinung ihr beispielsweise zu meiner Geschichte / letztem Kapitel habt, und oder wie ihr zum Beispiel an Stelle Tessas auf Hardins Frage entscheiden würdet.
Würde mich sehr freuen, etwas von euch zu hören :)

LG
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