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17. Februar: Wer's findet dem gehört's [by Driakuna]

OneshotHumor, Fantasy / P12 / Gen
17.02.2020
17.02.2020
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17.02.2020 2.746
 
Tag der Veröffentlichung: 17 Februar
Zitat: Komplikationen entstanden, hielten an und wurden überwunden

Titel der Geschichte: Wer's findet dem gehört's

Autor: Driakuna
Hauptcharaktere: Skuld, Urd, Werdania
Nebencharaktere: Ulbert Alain Odle
Pairings: ------
Kommentar des Autors: Ich hoffe ihr habt Spaß beim lesen ^^





Komplikationen entstanden, hielten an und wurden überwunden

Murrend duckte sie sich etwas mehr hinter die Kisten in dem zwielichtigen Keller und hoffte dass sie nicht entdeckt wurde.
Alles war super gelaufen, bis Urd in eine Illusionisten-Falle getappt war und sie gezwungen hatte, getrennt voneinander in der Gildenfestung weiterzulaufen.
Wo sie jetzt so darüber nachdachte, war es von Anfang an zu einfach gewesen, überhaupt erst in die Festung einzudringen.
Kaum NPCs, und wenn dann nur schwache. Bisher waren sie nicht einem Custom-made NPC über den Weg gelaufen.
Vielleicht hatte das auch zu Leichtsinn geführt.
Sie hoffte nur Urd und Skuld waren in Ordnung, denn sie reagierten nicht auf ihre Nachrichten.

Schwere Schritte ließen sie aufsehen, nebenbei überprüfte sie den Cooldown ihrer Fähigkeiten.
[Tierwandler 1:05]
Ihre Hoffnung die letzte Minute der Wartezeit noch unentdeckt zu bleiben.
Zischend duckte sie sich noch tiefer in die Schatten hinter den Kisten, als sie Schritte den Gang entlang hallen hörte und fragte sich erneut, warum sie die Anfrage überhaupt angenommen hatten.

Die entsprechende Gilde hatte mehr als nur genügend Kampfkraft, um sich in größeren PvP-Kämpfen zu behaupten. Ganz zu schweigen von der Angst und Panik, die mit ihrem Auftreten einherging.
Kein normaler Random-Spieler legte sich freiwillig mit denen an.
Und doch war einer der stärksten Mitglieder auf ihre kleine Gilde zugekommen, und hatte einen Haufen Ingame-Cash für die Infiltrierung und den Diebstahl eines Items angeboten.

Kurz huschte der Geist eines schmalen Lächelns über ihre Lippen.
Jetzt erinnerte sie sich wieder. Diese immensen Wucherpreise waren der Grund für ihre Situation.
Aber wie konnte man schon nein sagen, wenn einem jemand für ein Item fast 5 Millionen Cash anbot.
Sie wären dumm gewesen es abzulehnen, brachte es ihre Wunschbase doch ein ganzes Stück näher.

Im Nachhinein war die Entscheidung vielleicht doch etwas übereilt getroffen worden.

Inzwischen waren die Schritte näher gekommen und gespannt versuchte sie, dem Gespräch der Personen vor der Tür zu folgen.
„Findest du es wirklich eine gute Idee den Ring zu behalten?“
„Warum nicht? Es ist ein echt seltener und guter Drop“, die Schritte kamen vor der Türe, zu dem Raum in dem sie sich versteckte, zum Stehen. „Genau deswegen. Weil es ein seltener Drop ist und du gern dazu tendierst, trotz deines niedrigem Levels, auf Alleintouren in gefährlichen Gebieten zu gehen.“
„Man, jetzt seh doch nicht immer gleich alles so pessimistisch. Es ist ja nicht so, als würde ich einen Marker über meinem Kopf haben, auf dem steht *Hey schaut, ich habe einen Nornen Ring* Außerdem kann ich ihn so oder so, erst in vier Leveln ausrüsten.“  
Neugierig spitzte sie die Ohren, anscheinend hatte sie ihr Ziel gefunden.
Nur blöd das es noch beim Besitzer war, das verkomplizierte die Sache ein wenig und machte es anstrengender, als sie es sich vorgestellt hatte.
Einen Moment lang überlegte sie kurz, bevor sie sich schnaufend durch die fedrig, schwarzen Haare fuhr.
Ein letzter Blick auf den Timer ihrer Skills zeigte ihr, das sie noch ungefähr 40 Sekunden warten musste, bis sie ihre Wandlung wieder einsetzten konnte.
[Shadow Step] war aber schon wieder bereit. Das war von Vorteil und würde ihr es vielleicht sogar ermöglichen, relativ ungeschoren davon zu kommen.
Auch wenn es sich eher danach anhörte als wären ihre Gegner noch nicht Level 100 Spieler, wie ihre Freundinnen und sie.
Noch einmal ging sie ihre Skills durch, nur um ganz sicher zu sein, bevor sie sich so leise wie möglich zu der Tür schlich.
Mit einer gleichen, flüssigen Bewegung rüstete sie einen ihrer Dolche aus und wartete einen Moment geduckt vor der Tür.
Die beiden Spieler verabschiedeten sich voneinander und die Tür bewegte sich.
Grummelnd knirschte sie mit den Zähnen, hätten sie nicht beide einfach weiterlaufen können. Jetzt nochmal in Deckung zu gehen war unsinnig.
Trotzdem wich sie einige Schritte zurück und drückte sich in den Schatten eines halbhohen Regals und hoffte, dass man sie mit ihrer schwarzen Kleidung nicht gleich entdeckte.
„Ich komm gleich nach, ich verstaue nur noch schnell den, ach so heiligen Nornen Ring im Lager.“, überrascht sah die Schwarzhaarige auf.
Anscheinend hatte sie Glück im Unglück.
Trotzdem machte es die Sache nicht einfacher. Ihre Domination-Zaubersprüche zeigten kaum, bis keine Wirkung bei Spielern die schon über Level 70 waren und der Ring der Nornen konnte erst ab Level 80 ausgerüstet werden.

Die Türe schwang auf und der Spieler betrat den dunklen Raum, nur das Licht auf dem Gang erhellte ihn und tauchte alles in eine gespenstische Atmosphäre.
Summend schlenderte der menschliche Avatar des Spielers in den Raum.
Rein aus Neugierde nutzte sie den Spruch [Reveal Player Status] und knirschte fast augenblicklich mit den Zähnen, als sie den Titel „Grotesque Killer“ las.
So ein Spieler also. Der es liebte Grotesque-Rassen Spieler zu töten. Denn um den Titel zu bekommen musste man 200 Spieler, die eine Grotesque Rasse spielen, töten.
Der Griff um ihren Dolch wurde fester, als sie ihre Zähne leicht fletschte.
Wie sie solche Spieler hasste.

„UntouchableKing“, wie der Spieler sich nannte, spazierte einfach an ihr vorbei, ohne den lauernden Schatten bei dem Regal auch nur im Geringsten zu bemerken.
Für einen Moment lang spielte die Schwarzhaarige mit dem Gedanken ihn einfach umzubringen, doch das wäre fast schon zu freundlich.
Nein, er sollte wissen wer ihn 20 Level zurückbefördert hatte.
Und wenn sie schon dabei war, würde sie sich seine ganze Ausrüstung krallen, so jemand hatte es nicht verdient seltene Rüstung zu tragen.
Vorsichtig schlich sie zu der Tür, nur um sie hinter sich mit Schwung ins Schloss zu werfen.
Mit einem nicht sehr männlich anmutenden Schrei, sprang UntouchableKing auf und sah sich panisch in der plötzlichen Finsternis um.
Wieder ein Grund mehr keine Menschen zu spielen. Sie hatten so viele Nachteile.
„Rift. Wenn du das bist, ist das nicht lustig!“, mit zittrigen Händen rüstete er sein unhandliches Großschwert aus und blieb damit prompt in dem Pfosten in der Mitte des Raumes hängen.
Mit wenigen Schritten hatte sich die Schwarzhaarige hinter ihn geschlichen und lehnte sich zu ihm.
„Du wünschst dir wohl es wären deine Kameraden.“, mit einem erschrockenen Quieken ließ er sein Schwert los, wirbelte herum und sah sich hektisch um.
Doch die Schwarzhaarige hatte sich schon aus dem Weg geduckt. „Waren wahrscheinlich alles Low-Level Spieler, die du für den Titel getötet hast, oder?“, wie ein hungriges Raubtier umkreiste sie ihre Beute. „Hattest nicht mal die Eier dazu, dich mit Ebenbürtigen anzulegen“, knurrte sie und blieb direkt vor ihm stehen und fixierte ihn mit einem hasserfüllten Blick.
Endlich kam ihr Gegenüber auf die Idee, das ein kleineres Schwert vielleicht besser in einem engen Raum ist, als ein Großschwert. „Was willst du von mir? Wer bist du? Und wie bist du hier reingekommen?“, kurz gluckste sie belustigt auf. „Ziemlich viele Fragen für jemanden, der seinem Tod ins Auge blickt.“, mit einer einfachen Handbewegung flackerte eine Höllenfeuerflamme in ihrer Hand auf und erhellte den Raum und die beiden Spieler in ihm.
UntouchableKing erbleichte, als er die teuflischen Augen seines Gegners zum ersten Mal sah.
Ein Grotesque, und dazu nicht irgendeine. Er hatte von ihr gehört, sie gehörte zu einer Gilde aus Dieben und PKern. Dazu schien sie einen Hass gegen Spieler zu hegen die Grotesque-Spieler aus Spaß töteten.
Wenn sie hier war, waren die anderen meist auch nicht weit. Er musste seine Gildenkameraden warnen, dass ihre Basis infiltriert wurde. Auch wenn er noch nicht ganz genau wusste, wie sie das angestellt haben, ihre Gilde war bestens geschützt.
„Du wirst diesen Raum nicht mehr lebend verlassen, also versuch es erst gar nicht.“, die Stimme klang eisig, und jagte ihm pure Panik durch den Körper
„Können wir nicht darüber reden. Ich werde nie wieder Grotesque jagen, und ich rüste sofort einen anderen Titel aus, wenn du mich gehen lässt. Ich habe ewig gebraucht um auf Level 76 zu kommen.“ Ein kaltes Lächeln umspielte ihre Lippen als sie langsam auf UntouchabeKing zulief, die Flamme in ihrer Hand züngelte gierig an ebenjener hinauf und ließ die Schatten um sie herum gespenstisch flackern.
„Du solltest wissen dass man mit Dämonen nicht verhandeln kann“, zischte sie noch, bevor sie ihm die Höllenflamme entgegen warf.
Mit einem Brüllen hüllte es den Menschen ein und verschlang ihn gierig, bis von ihm nicht mehr als eine verkohlte Figur zurück blieb.
Mit einer lockeren Handbewegung hob sie die Items von UntochableKing auf und verstaute sie in ihrem Inventar, bevor sie sich umdrehte und die Kiste knackte, in deren Inventar der Ring liegen müsste.
Es würde wahrscheinlich nicht lange dauern bis der Rest der Gilde sie fand, wenn sie sich nicht schnell machte.
Mit der Hilfe einiger Skills, gab die Kiste ihren Inhalt preis und ohne lange zu suchen, nahm sich die Schwarzhaarige den kompletten Inhalt heraus.
Erschrocken zuckte sie zusammen, als ihr Voice-Chat sich aktivierte. „Werdania? Geht‘s dir gut?“
„Wir haben einen Weg raus gefunden, aber irgendwas hat die Gilde in Aufruhr versetzt. Die rennen hier alle vollkommen aufgebracht herum. Skuld nutzt die Gelegenheit und bereichert sich mal wieder“, ein breites Lächeln breitete sich im Gesicht der Schwarzhaarigen aus, „War klar, aber schaut, dass ihr wegkommt, ich habe den Ring.“
„Was hast du angestellt Werdania?“, Urd klang misstrauisch und Werdania konnte schon fast den giftigen Blick sehen, der in diesem Moment das Gesicht ihrer Freundin zieren musste. „Ach nichts. Nur einem Grotesque-Killer gezeigt, was es heißt sich mit falschen Federn zu schmücken.“
Augenblicklich war die Wut wieder da. Es machte sie einfach rasend, dass es überall, selbst in virtuellen Welten, Rassismus gab.

Wildes Getrampel auf dem Gang erklang und brachte die Schwarzhaarige wieder zu ihrem eigentlichen Problem.
Die Tür krachte keinen Moment später mit Schwung gegen die Wand, und offenbarte ihr vier weitere Spieler, die sie wütend beäugten.
„Wie hast du es hier rein geschafft? Du wirst es bereuen King getötet zu haben, du widerlicher Grotesque-Spieler.“, Werdania schnaufte amüsiert und rollte mit den Augen. „Ihr lasst euch auch nicht gerne neue Sachen einfallen, oder? Die Phrase wird langsam alt.“, ohne Zeit zu verschwenden, wechselte sie ihre Rüstung und rüstete ihre Dolche aus.
„Aber wisst ihr, so gern ich auch tanzen würde, habe ich leider noch eine Verabredung, die ich wirklich nur ungern verpassen würde. Klienten sind immer so strikt was ihre Zeiten angeht.“, mit einer eleganten Bewegung verbeugte sie sich edel und sah hinauf in die verwirrten Gesichter der Spieler, die immer noch nicht wussten, ob die Schwarzhaarige sie nun angriff oder nicht.
Allesamt waren sie ausgestattet mit unhandlichen, großen Waffen.
Eine wahrliche Anfänger-Gilde.
„Nun denn, so muss sich dieser Dämon nun verabschieden.“, mit einem frechen Grinsen in der Stimme, aktivierte sie den Skill [Shadow Step] und verschwand in den Schatten, um zu flüchten.
So gern sie auch diese Spieler mit ihren Freunden ärgern würde, war sie im Nahkampf Kampfklassen unterlegen. Vielleicht ein anderes Mal, mit Verbündeten, aber heute verschwand sie lieber leise im Schatten, wie es sich für einen Meisterdieb gehörte.
So schnell sie konnte, huschte sie durch die Gänge und versuchte so viel Abstand zwischen sich und die anderen Spieler zu bringen, bevor der Skill aufhörte zu wirken.
Ein paar Gänge weiter sprang Werdania wieder aus dem Schatten und schüttelte sich.
So nützlich der Skill auch war, sie mochte ihn nicht. Die Entwickler hatten es wirklich gut geschafft die andere Dimension gruselig zu machen.
Einen Moment lang blieb sie an die Wand gelehnt stehen, um das unangenehme Gefühl, dass sie immer in der Schattenwelt beschlich, loszuwerden.
Noch einmal tief durchatmend stieß sie sich von der Wand ab und preschte davon.
Die verwirrten Rufe der feindlichen Spieler hörte sie hinter sich herjagen.
Geschwind huschte Werdania durch die Gänge, während ihre Freunde ihr den Weg nannten.
Gerade als der Eingang in Sicht kam, stellte sich ihr ein fremder Spieler in den Weg.
Irgendwie kam ihr die Haltung bekannt vor, wie er verkrampft das Schwert hielt und aussah als würde er jeden Moment davon rennen.
„Du wirst hier nicht lebend weg kommen! Wir sind in der Überzahl!“, er klang mutiger als er es wirklich war, aber Werdania musst ihm Pluspunkte geben. Immerhin stand er nicht mit einem Großschwert im engen Gang.
Ohne langsamer zu werden rannte sie auf UntouchableKing zu, während sie die Skills [Mist] und [Wandlung] einsetzte.
Sie hörte noch den überraschten Schrei des Spielers, als sich ein dichter Nebel im Gang ausbreitete.
Gekonnt schwang sich Werdania in die Luft und flitzte an dem panisch umherschauenden Spieler vorbei, aus der Gilden Basis hinaus.
Flink schwang sie sich durch die NPC gefüllten Straßen und landete auf einem der vielen Dächern, neben einer anthropomorphen Eule und einem Falken.
Beide sahen sie mit Belustigung in den Augen an. „Wie immer muss unsere Gildenmeisterin einen dramatischen Abgang hinlegen.“, beide Vogeldämonen gackerten einheitlich los und sahen Werdania belustigt an. „Es wäre weniger dramatisch gewesen, wenn sich jemand besser um seinen Job gekümmert hätte und wir nicht in eine Online Basis geflogen wären.“ Obwohl sie es zischte, wussten alle Anwesenden, dass es genauso wenig ernst gemeint war, wie die vorherige Aussage.
Trotzdem verneigte sich die Eule in Demut. „Verzeiht eure Hoheit, das nächste Mal werde ich genauer vorgehen.“
Für einen Moment schwiegen sich alle Drei nur an, jeder versuchte auf seine Weise nicht in schallendes Gelächter auszubrechen.

Als sie sich schlussendlich wieder beruhigt hatten, sah die Falkin Werdania doch fragend an. „Aber den Ring hast du trotzdem bekommen? Ich hab keine Lust da nochmal reinzugehen.“
„Was hältst du nur von mir, natürlich hab ich den Ring und jetzt los. Ich muss langsam loggen, ich muss morgen arbeiten, nicht jeder hat den Luxus von Urlaub, Skuld.“
Geschickt sprangen alle Drei vom Dach, um in einer schattigen Gasse zu landen. Urd beobachtete das Geschreie auf der Straße von den Gildenmitgliedern, die sie gerade eben ausgeraubt hatten. Alle auf der hektischen Suche nach ihnen, um Rache zu nehmen.
Keiner von ihnen schien auf die Idee zu kommen auch in den Gassen nachzusehen, wie so oft.

Ohne große Mühe schafften sie es aus der Stadt und bis zum nächsten Portal, an welchem schon ein Dämon mit einem Ziegenkopf wartete.

Ungeduldig tippte er mit seinen langen Klauen auf seinen verschränkten Armen, während er beobachtete wie die drei Meisterdiebe - ein Falke, eine Eule und eine Elster - mit einem elegantem Flügelschlag vor ihm landeten.
„Ihr habt ganz schön lange gebraucht. Man könnte meinen man wäre schneller, wenn man es selber machen würde.“
Die Elster warf ihm einen scharfen Blick zu, während sie den Ring der Nornen aus ihrem Inventar fischte.
„Es sind Komplikationen entstanden, hielten an und wurden dennoch überwunden. Du wärst wahrscheinlich nicht mal in die Basis der Gilde gekommen, ohne eine der Fallen auszulösen.“ Mit einem Schnauben schloss der Ziegendämon den Handel, mit der ausgemachten Summe Ingame Cash, ab.
„Sag, willst du und deine Gilde sich mit mir duellieren, Werdania? Oder warum hast du heute so eine spitze Zunge?“
„Mit Nichten Ulbert, aber stelle niemals das Handwerk eines Diebes in Frage!“, zischte die Elster aufgebracht und plusterte ihre Federn auf, während die feurigen Augen angriffslustig aufloderten.

„Wenn ihr beim nächsten Mal schneller seid, werde ich mich vielleicht dazu erweichen lassen es nicht in Frage zu stellen.“ Werdania konnte das süffisante Grinsen fast schon aus seinen Worten heraushören, konnte jedoch nichts mehr dazu erwidern, da der Ziegendämon schon durch das Portal geschritten war.
Die Fäuste vor Wut ballend überlegte die Schwarzhaarige, ob sie ihm nicht nachgehen sollte, um ihn eine Lehre zu erteilen, auch wenn dies grandios schief gehen würde.
Eine Hand auf ihrer Schulter, hinderte sie aber an der Ausführung ihres Plans.
„Werdania, es bringt nichts. Er macht das doch jedes Mal, und jedes Mal reagierst du genauso, wie er es will. Lass uns für heute loggen. Morgen können wir dann die Basis kaufen.“
Einmal tief durchatmend, rief sie ihre Einstellungen auf.
„Du hast Recht. Bis morgen dann.“, Wie immer wartete Werdania bis die anderen sicher ausgeloggt hatten, bevor sie selbst ausloggte.

Morgen war auch noch ein Tag.





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Wieder mal ein Fandom, das ich nicht kenne. Gehört habe ich davon aber schon. Ich meine, dass ich sogar mal einen Manga der Reihe in der Hand hatte.
Driakuna hat hier zumindest eine sehr lustige, humorvolle Geschichte geschaffen, die ich auch ohne Fandomwissen verstehen konnte.

Eure lula-chan
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