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Herzalarm

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Kai Hoffmann Dr. Maria Weber Dr. Martin Stein OC (Own Character)
16.02.2020
09.03.2020
10
7.775
 
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16.02.2020 602
 
Müde hängt sie ihren Kittel an den Kleiderbügel im Aufenthaltsraum und seufzt. „Alles ok?“, hört sie eine besorgte Stimme hinter sich erklingen und erschrickt dreht sie ihren Kopf, um zu sehen, wer sie da aus ihren Gedanken herausholt. Ihre großen braunen Augen blicken in die von Martin und ihr huscht ein schwaches Lächeln über die Lippen. „Ja, alles gut...ich bin nur etwas müde. Die letzten Tage war ganz schön viel los und ich bin froh, jetzt endlich einmal ein, zwei Tage hier rauszukommen...“
So ganz überzeugt scheint ihr Kollege von dieser Antwort nicht zu sein, denn er legt seine Hand auf ihre Schulter und streicht ihr sanft mit über ihre zarte Haut. „Dann erhol dich mal schön...und wir werden uns ja eh später dann noch zu Hause sehen.“
Er verweilt einen Moment so, zwinkert ihr dann noch mit beiden Augen warm zu und verlässt die Umkleide und Maria kann sich nicht helfen und etwas vor sich hin schmunzeln. Er war doch wirklich immer für Sie da. Doch nun freute sie sich erstmal auf ihre heiße Badewanne.
Sie zog sich ihren Mantel über und nahm ihre Autoschlüssel in die Hand, um dann den Gang entlang zum Haupteingang zu huschen. Dort wurde sie kurz an der Rezeption aufgehalten, um sich Dokumente abzuholen und erblickte Kai. „Na, schon Feierabend, Frau Kollegin?“, sagte er in typisch sarkastischem Tonfall, doch den kannte sie inzwischen zu genüge und wusste ihn zu erwidern. „Bin ja auch schon etwas länger da heute als du“, und mit einem verschmitzten Lächeln huschte sie aus der Tür zu ihrem Auto.
——————
Keiner war zu Hause, also hatte sie das große, schöne Stein-Anwesen für sich. Sie legte entspannende Musik auf und machte sich ein Glas Wein, während sie sich ein Schaumbad einließ. Es war ein Segen und sie wollte die Wanne gar nicht mehr verlassen. Doch plötzlich überkam sie die Müdigkeit in der wohligen Wärme und sie begab sich in ihren kuscheligen Morgenmantel und legte sich einen Moment aufs Sofa. Der jedoch reichte aus, um sie in einen sanften Schlaf zu versetzen.
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Als sie später aufwachte kam es ihr vor, als wären schon einige Stunden vergangen, aber es war erst 22 Uhr. Martins Schicht würde noch andauern, also entschließ sie sich, ins Bett zu gehen, aber nicht, ohne vorher noch einen kurzen Augenblick auf ihr Handy zu werfen. Eine Nachricht von Moritz, das zauberte ihr ein Lächeln auf die Lippen - doch dann laß sie etwas weiter. „Cousine Jess ist in Leipzig, sie studiert momentan dort. Vielleicht kannst du sie ja mal treffen, um zu sehen, wie es ihr geht.“
Marias Nichte Jess war für das letzte Semester ihres Studiums von München nach Leipzig gezogen. Sie war eine anständige, junge Frau, etwas verträumt, aber sehr ambitioniert. Leider schon immer etwas auf der kränklichen Seite, denn sie wurde mit multiplen Herzproblemen geboren, darunter einem Herzklappenfehler, der bisher allerdings nur beobachtet wurde, da eine Operation noch nicht indiziert war. Maria hatte sie schon lange nicht mehr gesehen, besonders nach der ganzen Sache mit Alexander und nachdem sie aus München weggezogen war, zwischen all der Arbeit blieb kaum mehr Zeit für irgendetwas anderes. Eigentlich hatte Maria ein gutes Verhältnis zu ihrer einzigen Nichte, doch hatten sie sich etwas aus den Augen verloren und sie musste zugeben, dass sie jetzt schon einige Zeit eigentlich keinen Gedanken mehr an sie verloren hatte. Sie dachte kurz daran, ihm eine etwas ausführlichere Antwort zu schicken, aber die Müdigkeit überkam sie und so wurde es nur ein recht kurzes „Ach, wie schön. Werd ich machen! Gute Nacht, mein Schatz.“ Sie legte ihr Handy beiseite und schlief auch recht schnell ein.
 
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