Das Leben ist eine Achterbahn

von Rahja2
GeschichteRomanze / P18
Dis Dwalin OC (Own Character) Thorin Eichenschild
16.02.2020
29.05.2020
20
51.325
9
Alle Kapitel
80 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 Datenschutzinfo
23.05.2020 2.837
 
Hallo, liebe Leser,

hiermit bedanke ich mich wieder ganz herzlich für euer Interesse an meiner Geschichte und die vielen Aufrufe.  

Mein besonderer Dank geht jedoch an Wali19, Thorin1416, fairness52 und luise schwarzleser, für die Kommentare zum letzten Kapitel, über die ich mich wieder einmal sehr gefreut habe.

Eigentlich wollte ich dieses Kapitel schon am Donnerstag schreiben und hochladen, doch fand ich irgendwie die Worte nicht.            
Trotz allem ist es ein Vatertags – Kapitel, mit viel Dwalin – Fili – Fluff.
Und ich weiß auch schon wer sich darüber ganz besonders freuen wird ;D.

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen der Fortsetzung.  

Liebe Grüße  
Rahja

……………………………………………

Dwalin wusste mit Bestimmtheit, dass Klein – Fili seine Meinung über Mädchen eines Tages absolut revidieren würde. Doch momentan war der Drei – Käse – Hoch noch viel zu jung, um ihm diese Tatsache unter die Nase zu reiben. Darüber hinaus konnte er nicht verhehlen, dass er den unbändigen Wunsch hegte irgendwann Vater einer kleinen Tochter zu werden.  

Allerdings vermochte Dis, die sich nun wieder vollständig gefangen hatte, die Gedanken des Zauselbarts zu lesen, anhand dessen Gesichtsausdrucks, nach Kein – Filis Feststellung.      
Und in nächster Sekunde war es ihr ein Bedürfnis sich zu Dwalin hinüberzubeugen, ihm ins Genick zu greifen, ihren Mund dicht an sein Ohr zu bringen und leise von sich zu geben: „Ich hätte auch gern eine kleine Tochter, mit dir.“

Eine verbale Erwiderung konnte nicht über die Lippen des frisch gebackenen Daddys kommen, da ein kleiner Blondschopf ihn jetzt völlig vereinnahmte, quasi in die Zange nahm und überschwänglich wissen wollte: „Wann wirst du Mom heiraten, Dad? Wann bringst du mir bei so Motorrad fahren zu können wie du? Wann werden wir zusammen wohnen, Mom, du und ich? Und wann werde ich einen kleinen Bruder bekommen?“

Wenn auch dem Glatzkopf bei den Fragen seines frisch gebackenen Sohnes schier das Herz aufging, so wusste er dennoch, als Erwachsener, dass gut Ding Weile benötigte, zumal es erst wenige Stunden her war, dass ihm Dis, die Liebe seines Lebens, gestanden hatte ihr Herz an ihn verloren zu haben, ebenso wie er seines an sie, vor vielen Jahren schon.  

Die vergangene mit Dis verbrachte Nacht hatte Dwalin schier auf Wolke sieben katapultiert. Dennoch, und das konnte er irgendwie nicht verhindern, hatte er jetzt das Gefühl, dass alles ein wenig zu schnell gegangen war.  
Und im Stillen fragte er sich ob die Frau seiner Träume tatsächlich  aufrichtig ihm gegenüber war. Schließlich hatte er ihr vor vielen Jahren schon seine Liebe gestanden, war jedoch abgeblitzt. Kurz darauf verschwand Dis, mit einem Kerl, den sie erst ein paar Wochen kannte. Zurück kam sie nicht allein, sondern mit einem fast vierjährigen Knirps, der sich ganz offensichtlich danach sehnt einen Vater zu haben.    
Was, wenn………..?

„Langsam, Kleiner“, brummte Dwalin im nächsten Augenblick, mit bangem Herzen. „Ich……………“

Weiter zu reden kam er jedoch nicht, da ihm Dis, erneut seine Gedanken erfassen könnend, ins Wort fiel und sich an ihren Sohn wandte: „Fili, lass uns kurz allein und geh wieder rüber zu deinem Onkel Thorin! Wir kommen gleich nach.“

„Ich will aber jetzt wissen…..“, setzte der jüngste Nachwuchs der Oakenshields zu reden an, wurde jedoch von seiner Mutter unterbrochen, keinen Widerspruch duldend: „Mach was ich dir sage, junger Mann! Und zwar sofort!“

„Ist ja schon gut“, maulte Klein – Fili, kletterte vom Bett, verließ schließlich den Wohnwagen und begab sich zurück zum Trailer von seinem Onkel Thori.

Wenige Sekunden, nachdem ihr Sohn den Wohnwagen verlassen hatte, wandte sich Dis an Dwalin: „Ich kann mir denken was dir jetzt durch den Kopf geht. Schon damals hatte ich Gefühle für dich, das kannst du mir glauben, nur wusste ich nicht wie tief und welcher Natur sie wirklich waren. Wir sind zusammen aufgewachsen. Du warst, ebenso wie Thorin und Frerin, mein großer Bruder. Ich war noch so verdammt jung. Und ich war dumm. Ich hatte meine Mutter vor Augen und wollte keineswegs so enden wie sie, ungeliebt und unglücklich. Ich wollte einfach nur weg, weg vom Schaustellerleben, weg von kreischenden Groupies, die es Abend für Abend darauf anlegten im Bett eines der verwegenen Crossfahrer zu landen. Ich bildete mir ein, dass ich mit einem bodenständigen Mann, der irgendeinem erlernten Beruf nachgeht, an einem festem Ort lebend, glücklich werden könnte. Das war ein Trugschluss. Noch vor Filis Geburt erkannte ich, dass ich einen riesigen Fehler begangen hatte. Ich habe oft an dich gedacht, dich unendlich vermisst. Wenn ich es mir recht überlege, dann war wahrscheinlich das der Grund wieso Filis Vater sich schließlich von mir abwandte und das Weite suchte. Er muss gemerkt haben, dass ich zwar mit ihm gegangen war, mein Herz jedoch zurückgelassen hatte. Ich bin weiß Gott nicht zurückgekommen, um dich und deine Gefühle für mich auszunutzen, Dwalin. Dass Fili dich als seinen Daddy auserkor, von jetzt auf gleich, liegt wohl daran, dass er sich immer gewünscht hatte, einen solchen zu haben, genauso wie seine Spielkameraden, einen Dad, der ihn auf den Schultern trägt und mit ihm spielt. Er hatte noch nie gesehen, dass ich einen Mann geküsst habe, wohl aber andere Mütter dabei beobachtet. Und als du mich gestern……………..“      

Weiter zu reden kam Dis nicht, weil ihr die Stimme versagte, während sie Dwalin ins Gesicht sah und sich ihre Augen mit Tränen füllten.

Das Einzige was Dwalin jetzt über die Lippen zu bringen vermochte war: „Sag, dass du mich liebst, Dis!“

„Ich liebe dich. Ich liebe dich wirklich, von ganzem Herzen“, bekam er sogleich und ohne zu zögern zu hören. „Wie gesagt, ich war unglaublich dumm. Bitte verzeih mir!“

„Das habe ich doch längst“, brummte der Zauselbart, dem jetzt ein riesiger Felsbrocken vom Herzen fiel. Und im Bruchteil einer Sekunde nahm er die Frau seines Lebens fest in den Arm und küsste sie leidenschaftlich und hingebungsvoll.

Und ihre Erwiderung seines Kusses, ebenso hingebungsvoll, vermochte es all seine Bedenken und Ängste fortzuwischen und ihn nun tatsächlich in den siebten Himmel zu katapultieren, in welchem sich der Glatzkopf von nun an häuslich niederzulassen gedachte.

In der Zwischenzeit hatte Klein – Fili den Wohnwagen seines ältesten Onkels erreicht, den er jedoch im Wohnbereich nicht vorfand und sich somit erneut ins Schlafzimmer begab.

Sekunden später blieb der Hosenmatz auf der Türschwelle stehen und wusste nicht so recht was er tun sollte, da er seinen Onkel und Joy dabei beobachten musste, wie sie sich in den Armen lagen und selbstvergessen küssten. Die beiden frisch Verliebten bemerkten gar nicht, dass sie einen stillen Zuschauer hatten.

Einige Sekunden später trat der Knirps wieder ein paar Schritte zurück, schloss die Tür hinter sich und begab sich in den Küchentrakt.  
Er hatte Hunger, fand in den unteren Schränken jedoch nichts essbares und an die oberen reichte er nicht heran. Im Kühlschrank fand er zumindest Milch. Doch nützte ihm diese wenig, ohne Frühstücksflocken. Kurzentschlossen schob er schließlich einen Stuhl vor die Spüle, kletterte auf die Sitzgelegenheit, dann auf die Arbeitsfläche und begann die Hängeschränke zu durchforsten.          
Allerdings mit wenig Glück, denn auf einen kleinen Jungen, der zum Frühstück Cornflakes oder ähnliches essen wollte, war Thorin nicht vorbereitet.

Nach einigen Minuten gab Klein – Fili seine Suche auf, kletterte über den Stuhl wieder hinunter und überlegte was er nun tun sollte.
Seine Mom hatte ihn weggeschickt, was sein neuer Dad nicht verhindert hatte, und sein Onkel Thori war beschäftigt und hatte keine Notiz von ihm genommen.                                                                              
Doch zum Glück hatte er ja noch einen Onkel, bei dem die Chance bestand, dass er bei diesem etwas zu essen bekommen kann.          
Und im nächsten Moment überlegte er ob er wohl den Weg zum Trailer seines Onkels Fre finden würde.  
Da er jedoch ein wenig Angst hatte sich ganz allein zu diesem aufzumachen, begab er sich zunächst in seinen Schlafraum zurück und schnappte sich seinen Lieblingsteddy, zur moralischen Unterstützung.

Im Schlafanzug, und mit Mister Moffy im Arm, machte sich der blonde Knirps schließlich auf den Weg, eine Schüssel Frühstücksflakes zu ergattern.

Im Trailerpark der Schausteller herrschte schon buntes Treiben.
An allen Ecken wurde die erste Mahlzeit des Tages kredenzt oder schon verzehrt.
Fili wusste noch, dass er an Dwalins Wohnwagen vorbei gehen musste, doch dann wusste er nicht mehr weiter. Er konnte sich dunkel erinnern, dass sein Onkel Fre hier abgebogen war, jedoch ums verrecken nicht mehr ob dieser sich nach links oder rechts gewandt hatte, von hier aus.

Ratlos schaute der jüngste Oakenshield auf seinen Teddy herab und fragte: „Hast du eine Ahnung wohin wir müssen, Moffy?“                            

Natürlich bekam er keine Antwort und folgte schließlich seiner Intuition, die sich jedoch als falsch erwies. Irgendwann hatte sich der kleine Blondschopf völlig verfranzt und wusste nun nicht einmal mehr den Weg zu seinem Ausgangspunkt zurück.                                                          

Andere Jungen in seinem Alter hätten jetzt ganz sicher angefangen zu weinen, vor Angst. Doch nicht Fili. Dieser kleine Mann, aus einem anderen Holz geschnitzt, ging schließlich schnurstracks auf einen Wohnwagen zu, vor dem vier junge Frauen saßen und sich lachend unterhielten.

Sekunden später baute er sich vor deren Tisch auf und ließ verlauten: „Ich suche meinen Onkel Fre, habe mich jedoch verlaufen. Könnt ihr mir bitte helfen ihn zu finden?“

Unverrichteter Dinge war Klein – Fili bei den Einheizerinnen der Rapid Thunderbolts gelandet und sprengte nun mit seinem Erscheinen deren Frühstücksrunde.

Noch bevor Candy, die den Knirps ja schon mal mit Frerin zusammen gesehen hatte, etwas von sich geben konnte, jauchzte die schwangere June lautstark: „Gott, ist der süß!“

Dieser Feststellung schlossen sich auch Paula und Bonny an. Und nur Sekunden später war der süße Blondschopf umringt von drei absolut entzückten jungen Frauen, die wissen wollten wie sein Name lautet und wer seine Eltern sind.

„Ich heiße Fili Oakenshield“, gab der Kleine von sich, streckte im nächsten Moment seinen Teddy empor und fügte an: „Und das ist Mister Moffy. Wir suchen meinen Onkel Fre.“

„Bist du sicher, dass das dein Onkel ist, Kleiner, und nicht dein Daddy?“, wollte June im nächsten Moment breit grinsend wissen.

„Klar bin ich das“, antwortete Fili äußerst ernst. „Meine Mom heißt Dis, mein Dad heißt Dwalin und mein Onkel heißt Fre. Ich habe noch einen anderen Onkel. Der heißt Thori. Doch der hat keine Frühstücksflocken. Und meine Mom hat mich weggeschickt. Deswegen brauche ich jetzt meinen Onkel Fre, weil ich Hunger habe.“

„Ich will auch so ein süßes, kleines Kerlchen haben“, gab jetzt Paula von sich, absolut negierend, dass sie soeben einen kleinen Jungen vor sich hatte, der zwar auf eine Art und Weise taff herüberkam, doch eigentlich völlig verzweifelt war.          
In die gleiche Kerbe schlug Bonny, während June noch immer völlig verzückt war, von dem kleinen Blondschopf.

Allein Candy vermochte es zu vermeiden Milcheinschuss zu bekommen, beim Anblick des Knirpses und seines Teddybären, den dieser nun fest an sich drücke, während er seine Blicke zwischen den jungen Frauen hin und her wandern ließ und offensichtlich nicht so Recht wusste was er von deren Reaktionen auf sein Erscheinen halten, noch wie er darauf reagieren sollte.

Im nächsten Moment drängte sich eine Frau mit kastanienbraunem Haar an den anderen vorbei, kniete vor ihm nieder, so dass er ihr in die Augen blicken konnte, und ließ verlauten: „Mein Name ist Candy. Es freut mich sehr dich kennenzulernen, Fili. Ich weiß wo der Wohnwagen deines Onkels steht und werde dich zu ihm bringen.“

„Danke“, entfuhr es dem Kleinen, während er nach Candys rechter Hand griff und ihr vertrauensvoll lächelnd ins Gesicht blickte.

Im nächsten Moment erhob sich die Chef – Einheizerin der Thunderbolts und strebte, mit einem kleinen Blondschopf an der Hand, dem Wohnwagen ihrer heimlichen Liebe entgegen.

Dort angekommen löste sie sich von Fili, sah auf den jüngsten Oakenshield herab und gab von sich: „Hier wohnt dein Onkel Fre, Kleiner.“

Eigentlich wollte sie den Knirps anweisen anzuklopfen, vor Eintritt in die Wohnstatt seines Onkels, doch kam sie nicht dazu, da der süße Blondschopf sofort Frerins Domizil stürmte.

Sie blieb noch stehen, da sie damit rechnete, dass sich Frerins Neffe sofort wieder zu ihr gesellen würde, nachdem er feststellen musste, dass sein Onkel keineswegs allein und daher in keiner Weise willens war sich seines kleinen Neffen anzunehmen und diesem ein Frühstück zu kredenzen.

Doch kurz darauf durfte sie feststellen, dass sie sich gehörig geirrt hatte, weil Frerin auf der Bildfläche erschien, mit Fili auf dem Arm, und lächelnd wissen wollte: „Willst du lieber Cornflakes oder Fruit - Loops, du halbe Portion?“

„Ich bin keine halbe Portion!“, protestierte Klein  - Fili. „Und ich will, verdammt nochmal, lieber Fruit – Loops, Onkel Fre!“

„Hast du gerade geflucht, kleiner Zwerg? Von wem hast du das denn gelernt?“

„Ich bin kein Zwerg. Das habe ich dir doch schon gesagt, Onkel Fre. Und fluchen muss man nicht lernen. Das kann jeder. Meine Mom kann das auch“, hörte Candy, die es irgendwie nicht vermochte das Weite zu suchen. Wie angenagelt stand sie da. Der Anblick von Frerin, ihrem heimlichen Schwarm, mit dem Knirps auf dem Arm, raubte ihr fast den Atem, während sie nun doch, ebenso wie ihre Mitstreiterinnen vorhin, schier in Verzückung geriet. Sie konnte gar nichts dagegen machen, dass ihre Gefühle schier Achterbahn fuhren und ihr das Herz hart gegen die Brust schlug.

Im nächsten Moment verfrachtete Frerin seinen kleinen Neffen auf einen Stuhl vor seinem Wohnwagen, kniete dann vor ihm nieder und gab grinsend von sich: „Irrtum, deine Mom hat das vor vielen Jahren gelernt, und zwar von mir und Onkel Brummbart. Und von wem du das hast, das weiß ich nun, Kleiner.“
Nach dieser Feststellung  erhob sich Frerin, stand förmlich stramm und fügte nasal sprechend an: „So, Prinz Fili wünscht ein Frühstücksmahl bestehend aus Fruit – Loops mit Milch. Kommt sofort, Euer Hoheit. Darf ich, Euer ergebener Diener, dazu noch ein Glas Orangensaft servieren?“

„Ich bitte darum“, antwortete Fili kichernd.

„Sehr wohl, mein Prinz“, säuselte Frerin, legte seine rechte Hand auf die Brust und verbeugte sich ein wenig.

Bevor er sich in seinen Trailer begab, ging er jedoch zunächst rüber zu Candy, die noch immer auf dem gleichen Fleck stand.

„Danke, dass du Fili hierher brachtest“, wandte er sich schließlich an seine Partnerin. „Wie sieht’s aus? Möchtest du mit uns frühstücken?“

„Nein danke. Ich habe schon gegessen“, antwortete Candy und wollte sich verabschieden, entschied sich jedoch von jetzt auf gleich um und fügte an: „Doch hätte ich gegen eine Tasse Kaffee nichts einzuwenden. Der ist uns gestern ausgegangen. Und deshalb musste ich mich mit Tee zufrieden geben.“

„Nur Kaffee also. Kommt sofort. Bitte setz dich! Ich bin sogleich mit dem Gewünschten zur Stelle“, gab Frerin lächelnd von sich und verschwand kurz darauf in seinem Trailer, während sich Candy neben Fili platzierte.

„Sag mal“, wandte sich der Knirps in nächster Sekunde an Candy, „möchtest du meinen Onkel Fre küssen?“

„Nein. Wie kommst du denn darauf?“, entfuhr es der Angesprochen, während sie den kleinen Blondschopf anblickte und sich fragte ob ihr dieser Wunsch tatsächlich so offen im Gesicht stand, dass selbst ein Kind das sehen konnte.

„Na, weil du genauso guckst, wie meine Mom gestern meinen neuen Daddy angeguckt hat. Und dann haben sie sich geküsst“, wurde sie in Kenntnis gesetzt.

„Sag mal, wie alt bist du?“

„Ich bin dreieinhalb. Wieso?“

„Ach, nur so“, nuschelte Candy, während sie nun das Bedürfnis verspürte die Flucht zu ergreifen.              
Sie wollte sich soeben tatsächlich erheben, als Frerin wieder auf der Bildfläche erschien, seinem Neffen eine Schüssel Fruit – Loops und ein Glas Orangensaft vorsetzte und einen guten Appetit wünschte.

„Danke“, jauchzte Klein – Fili und begann sofort zu essen.

„Der Kaffee ist fast fertig“, bekam Candy danach zu hören, während Frerin ihr ein Lächeln zuwarf, das ihr die Knie weich werden ließ.

An Flucht war nun nicht mehr zu denken, um nicht Gefahr zu laufen Frerin quasi mit der Nase darauf zu stoßen, dass sie seine Nähe eigentlich nur schwerlich ertragen konnte.
Der mittlere Oakenshield war zwar nicht unbedingt ein Empath, dachte sie jedenfalls, doch dumm war er ganz sicher nicht. Und das Letzte was sie wollte war, dass der verbriefte Womanizer es vermögen könnte eins und eins zusammenzuzählen.  
Daher hieß es jetzt für sie ein Pokerface aufzusetzen und sich nichts anmerken zu lassen.

`Augen zu und durch´, dachte sie nur und blieb wo sie war.

Einige Minuten später hatte sie einen frisch gebrühten Kaffee vor sich, ebenso wie Frerin, der sich jedoch zusätzlich noch ein Sandwich einverleibte.

Sie und ihr Partner redeten über belangloses Zeug. Candy hatte sich im Griff und wähnte sich schon in Sicherheit, als Fili seinen Löffel beiseitelegte, seinen Onkel angrinste und verlauten ließ: „Candy möchte dich gern küssen, Onkel Fre. Willst du das auch?“
Review schreiben