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Blog

von Vivi2000
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
15.02.2020
14.10.2021
17
8.216
 
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14.10.2021 955
 
Hallo meine Lieben. lange ist es her und ich brauchte auch  einfach mal ein wenig Zeit um wieder klarzukommen , daher habe ich ewig nicht geschrieben.
Doch heute kommt mal wieder ein Text von mir und so ehrlich war ich glaube noch nie. so weit geöffnet habe ich mich noch nie und gezeigt was und wer ich bin habe ich auch noch nie so sehr.
Es hat Zeit gebraucht mit dem heutigen Thema ins reine zu kommen und deswegen hier einfach mal Klartext was mit mir los ist.
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Ich melde mich mal wieder aus meiner Versenkung.
Ich habe ehrlich gesagt nichts als Entschuldigung parat was ich jetzt hervorbringen kann.
Doch schon aber ist das wirklich so relevant? Ich habe seit langer Zeit mal wieder nicht geschrieben. Warum? Deswegen!. Was soll ich da groß sagen. Mir ging es nicht gut? Ja das stimmt , aber man kann nicht nur alles darauf schieben. Ja ich habe ein paar Depressive Phasen hinter mir und in diesen sich aufzurappeln war wirklich schwer , aber so ist das mit ausgewachsenen Depressionen nun mal so. Depressionen das Thema um das es heute gehen soll. Denn ich will den Mut haben das anzusprechen was mir am aller meisten Angst macht. Mir machen viele Sachen Angst doch die Depressionen haben mich erst so richtig das fürchten gelehrt.
Ich bin 20 Jahre alt und habe seit Jahren Depressionen. In meinen schlimmsten Phasen konnte ich kaum noch was ,ich hatte keine Motivation für nichts. Teilweise fehlte mir sogar die Motivation für das Leben und meine Gedanken waren gespickt mit Selbstmordgedanken und der Frage wie ich mich best möglichst verletzten konnte ohne das meine Eltern Wind davon bekamen.
Ich habe mich und mein leben gehasst und hatte das Gefühl als wäre ich ein tauber Haufen der einfach voller Hass und Schmerz war und dessen leben kein Sinn Ergab , weil es einfach scheiße war. Meine schwärzeste Zeit an die ich mich für meinen Teil unglaublich ungern erinnere.
Ich war unzufrieden mit allem und habe es jeden spüren lassen doch niemals auch nur ein wenig habe ich durchblicken lassen das es mir beschissen geht. Nicht mal meinen engsten vertrauten.
Ich fraß immer und immer wieder alles in mich hinein und vergraulte jeden um mich herum aus Angst noch mehr verletzt zu werden. Denn wenn man sich öffnet bietet man auch gleich wieder eine Angriffsfläche.
Ich habe mich eingeigelt und war nicht ich selbst. Ich war nur das Mädchen mit den gelegentlichen Wutausbrüchen und dem Hass der sie fast auffraß.
Und heute? Ich habe immer noch mit den Depressionen zu kämpfen meine Persönlichkeit hat sich nach dem entwickelt wie ich war. Ich bin nicht mehr voller Hass habe auch keine Wutausbrüche mehr aber mit Wut kann ich immer noch schlecht umgehen. Ich zeige sie nie jemand anderen doch ich lasse sie mich spüren lange nicht mehr so schmerzvoll wie damals in dem ich mich ritze an eher uneinsehbaren stellen , sondern ich beiße zu. Ich weiß wie krank das klingt und ich glaube auch nicht das ich dies gerade aufschreibe. Wenn ich die pure Wut in mir auf schwelgen spüre und weiß das ich wieder einmal dieser nicht gewachsen bin dann beiße ich mich selbe meistens in den Arm und ich kann nichts machen ich kann mich sonst einfach nicht kontrollieren es ist ein Schutzmechanismus ich will nicht ausrasten bekomme es aber sonst nicht in den Griff.
Das habe ich noch nie jemanden erzählt und ich weiß auch warum , weil es mich mal wieder auszeichnet wie komisch ich eigentlich bin.
Ansonsten? Ich hasse mich nicht mehr 100% selbst ich akzeptiere mich mittlerweile meistens ^^. doch zufrieden mit mir bin ich dennoch irgendwie nicht und das nicht nur auf das körperliche gesehen sondern auch von meinen Leistungen. Ich mache mir selber immer einen Unmengen Stress erreiche dann aber trotzdem nie das was ich erreichen will.
Ich schaffe vieles aber nie so gut wie ich es will.
Ich kann mich nicht richtig freuen wenn ich etwas schaffe oder erreiche. Ich freue mich schon aber nie in dem ausmaß wie man es von anderen „normalen“ Menschen kennt.
Ich bezeichne mich selber als unnormal auch wenn ich das versuche zu vermeiden , doch ich merke wie stark ich mich von den anderen in meinem Alter unterscheide.
Ich bin schon früh sehr erwachsen gewesen und dennoch wirke ich hinterher weil ich mich nicht verhalte wie jemand der 20 ist. Ich habe Leben eben nicht so im Griff wie ich es mit 20 eigentlich haben wollte ich habe mich nicht im Griff. Ich stolpere immer und immer wieder über mich und meine Zweifel und habe so unglaublich starke Ängste vor so vielen Dingen die Depression zieht mich immer und immer wider auf die Knie. Ich habe zwar keine Selbstmordgedanken mehr , aber ich weiß das mein Leben sich fast immer von der scheiß Seite gezeigt hat und ich ein nicht zufriedener Mensch bin gefangen hinter seinen über Jahre errichteten Mauern der Angst hat auf Menschen zu zu gehen hat und eine Sozialdisphorie entwickelt hat der keine normale Beziehung führen kann wegen den Ängsten die mich verfolgen ich fühle mich aussätzig und weiß das ich gerne anders wäre. Ich kämpfe dafür aus diesem Loch zu kommen und habe psychologische Hilfe , aber habe Angst mich zu öffnen.
Angst das zweite große Thema hier habe ich das Gefühl. Ich habe erst sehr spät erkannt das meine Psyche nicht okay ist und konnte es auch erst viel später akzeptieren das es wirklich der Fall ist.
Ich will dagegen ankämpfen auch wenn es mir mehr und mehr Angst macht,denn es ist unaufhaltsam, ich will nicht wieder tiefer in dieses Loch fallen und ich will ein normales Leben was ich jetzt aber durch die Fängen meiner Depression meine Ängste und dysphorien nicht haben kann.
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