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AirPlanes

von Crispie
KurzgeschichteLiebesgeschichte / P12 Slash
Aomine Daiki Kise Ryōta
14.02.2020
14.02.2020
1
2.896
7
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Dieses Kapitel
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14.02.2020 2.896
 
Hellow meine Lieben ♥

Heute wollte ich euch anlässlich zu Valentinstag einen süßen kleinen OneShot präsentieren. Gleichzeitig wage ich mich gerade in unbekanntes Terrain hinein, weil es mein erstes Werk im Kuroko no Basket Fandom ist, schließlich habe ich erst vor kurzem angefangen die Serie anzuschauen und habe einen Suchtanfall bekommen!

Alles Dank meiner lieben Mocchichi, die sich nicht nur Kuroko no Basket seit der ersten Folge mit mir zusammen ansieht, sondern auch genauso abgeht wie ich ♥ Deshalb möchte ich Dir diese Geschichte widmen und hoffe du und alle Leser werdet auf eure Kosten kommen! Have Fun!


AirPlanes


Heimat.

Die klare Abendluft Tokios begrüßte ihn mit einem angenehmen Windhauch, der sanft durch seine zartbesaiteten Haare wehte. Ein dezentes Lächeln umrahmte seine Mundwinkel und die stressige Arbeitslast fiel von seinen Schultern herab.

Auf dem Dachgeschoss des Parkhauses angekommen, nahm Kise aus der Ferne die Turbinen der Flugzeuge wahr. Das Gefühl von Freiheit und Vorfreude kribbelte durch seinen Körper und hinterließ einen angenehmen Schauer auf seiner Haut. Doch für die nächsten zwei Wochen seines Urlaubs würde er aufs Fliegen verzichten müssen – zumindest was die Steuerung der Maschine anging.

Beinahe automatisch richteten sich seine Augen auf den dunklen Himmel und seine Gesichtszüge begannen sich zu entspannen. Sie waren wie das Licht in der absoluten Dunkelheit.

Er fand ihn faszinierend.

Tief in seinem Inneren wusste der Blonde, dass das Streben nach diesem letzten Funken an Hoffnung der wahre Grund war, warum er vor vielen Jahren das Modeln an den Nagel gehängt und seine berufliche Laufbahn als Pilot eingeschlagen hatte. Auch wenn die funkelnden Sterne am Himmelszelt unendlich erschienen, wollte er wenigstens das Trugbild in seinem Herzen wahren und versuchen, nach ihnen greifen zu können. Etwas, was Kise bei ihm einst nicht gelang.

Aomine Daiki.

Die Traurigkeit in seinen Augen überschattete die vorherige Euphorie. Er kämpfte mit den Tränen und spürte, wie seine Augenwinkel anfingen zu brennen. Ihre gemeinsamen Momente übermannten ihn buchstäblich und verursachten gleichzeitig ein Wirrwarr in seinem bereits vorhandenen Gefühlschaos. Einzelne Bruchstücke erschienen vor seinem inneren Auge wieder:

Der Basketball, den ihm Aomine bei ihrer ersten Begegnung versehentlich auf den Hinterkopf geworfen hatte...ihr erstes gemeinsames Trainingsspiel...die kleine Willkommenszeremonie vor dem Supermarkt...

Sämtliche Bilder ihrer kostbaren Erinnerungen rasten gedanklich an ihm vorbei und drohten ihn von innen auseinanderzureißen. Jede Einzelne war für ihn von unschätzbaren Wert, auch wenn Kise wusste, dass diese Zeit nie mehr zurückkehren würde und er somit die Vergangenheit hinter sich lassen musste. Genauso wie damals im Interhigh-Turnier, als er sich dazu entschloss seine Bewunderung für Aomine aufzugeben und sich weiterzuentwickeln.

Dadurch eventuell die einstige Brücke zwischen ihnen zum Einsturz gebracht hatte.

Nach Seirins Sieg im darauffolgenden Winter Cup verlor Kise auch jeglichen Kontakt zu den restlichen Mitgliedern des GoM-Teams – außer Kuroko. Irgendwie war es blanke Ironie für ihn, dass er ausgerechnet mit der unscheinbarsten Person unter ihnen in Verbindung geblieben war. Vermutlich, weil Kuroko neben Aomine seine engste Bezugsperson in ihrem Teiko-Team darstellte.

Sofern die Zeit es zuließ, besuchte er ihn und dessen Lebensgefährten in unregelmäßigen Abständen. Das beide früher oder später zueinanderfinden würden, war abzusehen gewesen. Die tatsächliche Überraschung kam in Form von Kagamis Einverständnis, Nigō oder „Flohsack“ wie er ihn in Kurokos Abwesenheit schimpfte, ebenfalls in seine Wohnung einziehen zu lassen – für Kise grenzte das an ein Wunder. Vielleicht war die Liebe zu seinem Partner einfach stärker, als seine ablehnende Haltung dem süßen Husky gegenüber. Oder sein früherer Teamkamerad hatte wirklich sehr überzeugende Argumente angewendet.

Über die Details wollte er lieber nicht nachdenken!

Seine Freude über ihre Beziehung wurde mit dem heimlichen Wunsch das gleiche Glück widerfahren zu bekommen, vermischt. Unweigerlich musste er wieder an ihn denken.

Schon seit ihrer gemeinsamen Zeit auf der Teiko-Junior-High hatte er Kuroko beneidet. Nicht nur für seinen Ehrgeiz im Training, den er trotz seiner eher unspektakulären physischen Fähigkeiten stets beibehielt. Sondern auch, weil seine Beliebtheit innerhalb des Teams unumstritten war – auch wenn es hier und da ein paar Meinungsverschiedenheiten gegeben hatte. Besonders Aomine harmonierte mit ihm auf dem Spielfeld nahezu perfekt. Untereinander hatten alle drei eine ziemlich gute Bindung zueinander besessen, allerdings fühlte Kise sich in vielen Momenten wie das fünfte Rad am Wagen. Es war durchaus denkbar, dass sie als Licht und Schatten ihres Teams eine komplett andere Blickperspektive und Handlungsweise zueinander hatten, als auf Außenstehende. Natürlich bestand auch die Möglichkeit, dass seine Bewunderung für Aomine bereits zu diesem Zeitpunkt etwas anderes war.

Spätestens im Match gegen Tōō wurde ihm jedoch klar, dass seine Gefühle von dem Power Forward für immer unerwidert bleiben würden.

Das knirschende Geräusch von Autoreifen auf Kieselsteinen riss ihn aus seinen Gedanken heraus. Schnell wischte Kise sich mit seinem Handrücken über die feuchten Augen, hielt den Blick dennoch aufrecht nach oben. Zwar hatte er weder auf das Auto selbst, noch auf den Fahrer geachtet, aber seiner Ansicht nach, konnte es sich nur noch um Kasamatsu handeln.

Im Normalfall wären Kuroko und Kagami vorbeigekommen, um ihn nach Hause zu bringen. Leider machte ihm ein bestimmtes Datum, einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Jener besondere Tag war für alle Menschen, die sich in einer romantischen Beziehung befanden, etwas besonderes. Für ihn hingegen ein absolut deprimierender Tag: Valentinstag. Aus diesem Grund hatte Kise stattdessen seinen ehemaligen Senpai gebeten, ihn vom Flughafen abzuholen. Nach einer langen Schimpftirade über seine permanente Unfähigkeit den Heimweg alleine anzutreten, stimmte er letztendlich seufzend zu.

Sollte Kasamatsu seine verheulten Augen entdecken, würde er zur Begrüßung einen gewaltigen Tritt in den Hintern bekommen – gefolgt von unermüdlichen Predigten. Und das wahrscheinlich den gesamten Abend über. Gleichzeitig wusste er aber auch, dass er seinem früheren Kapitän am Herzen lag und dieser sich insgeheim um ihn Sorgen machte.

Kurzzeitig schielte Kise in die Richtung des Wagens und stellte verdutzt fest, dass es sich hierbei nicht um den erwarteten Kasamatsu handeln konnte – es sei denn er fuhr seit neustem einen ziemlich heißen Sportwagen und das konnte er sich einfach nicht vorstellen. Also widmete er sich wieder dem Sternenhimmel und verlor sich in dessen Anblick.

Doch seine Ruhe fand ein jähes Ende, als er kräftige Schritte auf sich zukommen hörte und kurz darauf eine vertraute Stimme mit ihm sprach. Eine Stimme, die sein Herz sofort wieder in ihren Bann zog und gewaltsam gegen seine Brust trommeln ließ.

„Lange nicht mehr gesehen, Kise.“

Schockiert trafen seine goldenen Iriden auf reines Saphir. Im ersten Augenblick glaubte er aufgrund seines vorherigen Verhaltens, einer Illusion zum Opfer gefallen zu sein. Als Kise erkannte, dass es sich aber um die blanke Realität handeln musste, öffneten sich seine Lippen leicht. Ihn würde er unter Tausenden...nein Millionen von Menschen wiedererkennen. Seien es die marineblauen Haare, der dunkle Teint seiner Haut, seine raue Bassstimme oder die repräsentative Aura.

Vor ihm stand seine alte Liebe Aomine Daiki – ohne jeden Zweifel. Strotze mit strammer Brust, die sich unter der ansehenden Polizeiweste verbarg und wirkte attraktiver denn je.

„A...Ao...mi...ne...cchi...“ Nicht mehr als ein warmer Hauch verließ seine Kehle und sein gesamter Körper bebte. Die Ausstrahlung des Anderen überrollte ihn und all die angestauten Gefühle der letzten Jahre drohten wie ein Vulkanausbruch zu explodieren. Unzählige Fragen sammelten sich in seinem Kopf, stellte zunächst jedoch die für ihn relevanteste unter ihnen. „Was machst...du hier?“

Statt einer präzisen Antwort, folgte indes ein undefinierbares Brummen, ehe er eine halbe Minute später das Offensichtliche aussprach. „Dich abholen, was sonst?“

Konfus über die Information blinzelte Kise ungläubig und versuchte das Gesagte zu verstehen, aber er tat es nicht. Alles um ihn begann sich zu drehen und jegliche logische Erklärung verschwand in seinem mentalen Delete-Ordner. Dafür übernahm es nun sein Gegenüber.

„Du fragst dich sicherlich, woher ich wusste, dass du heute wieder nach Tokio zurückkehren würdest“, mutmaßte Aomine und fuhr sich über seine kurzen Haare. „Tetsu hat es mir erzählt und auch, dass dich Kasamatsu abholen wollte. Kurzgefasst – statt ihm, hole ich dich ab. Irgendwelche Probleme damit?“

Charakterlich hatte er sich nicht im Geringsten verändert. Aomine war schon immer kein Freund vieler Worte gewesen und ließ lieber Tatsachen für sich sprechen. Wenn er etwas wollte, bekam er es auch – obwohl er oft mit seiner ruppigen und teilweise selbstsüchtigen Art bei vielen Leuten aneckte.

Dennoch wurde Kise das Gefühl nicht los, dass hinter seiner Aussage viel mehr steckte, als er preisgab. Wieso tauchte er nach all den Jahren plötzlich auf? Etwa nur zum Smalltalk? Wohl kaum.

„Warum bist du wirklich hierher gekommen?“ Es kostete ihn alle Überwindung seinem durchdringenden Blick standzuhalten. Er wollte sich nicht als mögliches, verletzbares Ziel bemerkbar machen. Nicht nochmal das gleiche Leid erleben, welches er vor vielen Jahren durchmachen musste.

Aomines Reaktion auf seine Frage blieb aus. Jedoch sprachen seine Augen eine eindeutige Sprache und visierten ihn regelrecht an. Spiegelten den tobenden Sturm seiner Gedanken wider. Kise erschauderte unter seinem Blick und fühlte sich in ihm gefangen. Wie ein gekenterter Schiffsfahrer bei stürmischer See.

„Sollte ich nicht eher fragen, warum du ohne jeglichen Grund von der Bildfläche verschwunden bist?“

Die unerwartete Gegenfrage brachte ihn leicht aus dem Konzept. Auch wenn er nach Außen hin ziemlich gelassen wirkte, spürte Kise eindeutig die knisternde Anspannung in der Luft. Er kannte ihn lange genug um zu wissen, dass sich seine ohnehin kaum vorhandene Geduld auf sehr dünnem Eis befand. Eine falsche Äußerung und alles würde in einem tiefen, dunklen Nichts enden.

„Ich wüsste nicht, was es da noch zu klären gäbe“, behauptete der Blonde und senkte seine Lider etwas nach unten. „Menschen ändern sich nun einmal mit der Zeit, Aominecchi.“

Die darauffolgende Handlung war abzusehen gewesen. Augenblicklich packten ihn kraftvolle Finger am Kragen und zerrten ihn ein wenig nach oben. Wurde von zornigen Seelenspiegeln eines Taifuns konfrontiert, die ihm das Blut in den Adern gefrieren ließen. Ein heißeres Keuchen entfloh aufgrund des plötzlichen Handgriffs aus seiner Kehle. „Was soll die Scheiße, Kise? Hör gefälligst mit deinen bescheuerten Spielchen auf.“

Bescheuerte Spielchen? Seine anfängliche Zurückhaltung wandelte sich in angestaute Frustration um. Konnte nicht mehr klar denken und schaltete den Mechanismus seines Verstandes aus.

„Wenn hier einer seine Spielchen spielt, dann ja wohl du...wieso bist du überhaupt zurückgekehrt...?“ Erst mehrere Sekunden später erkannte der Pilot, dass er seinen Gedankenempfindungen freien Lauf gelassen und sie im Affekt laut ausgesprochen hatte. Nahm mit großem Staunen die Wandlung in Aomines Iriden wahr.

Von blanker Wut zu Skepsis und zum Schluss sogar minimale Verwunderung.

Möglicherweise lag es an seiner recht reflexhaften Äußerung ihm gegenüber, dass der Druck im Bereich seines Hemdkragens verschwand und die kräftigen Klauen endlich von ihm abließen. Die Spannung zwischen ihnen lag nach wie vor in der Luft und hatte sogar gewaltig an Intensität zugenommen.

So sehr Kise auch das Chaos in seinem Kopf bezwingen wollte – es gelang ihm einfach nicht. Zu immens war das Herzensbedürfnis nach ihm, welches nach allem nicht im Geringsten abgeklungen, sondern durch ihr heutiges Wiedersehen nur noch stärker geworden war. Je mehr er versuchte jenem zu entsagen, desto schlimmer wurde es.

Ein unendlicher Teufelskreis, der in seinem Lauf unter jeden Umständen unterbrochen werden musste – auch wenn sein Herz womöglich einen Scherbenhaufen hinterlassen würde.

„Tch. Mit dir hat man nichts als Ärger.“ Aomine kam ihm zuvor und hinterließ mit seinen Worten weitere seelische Narben. „Ich habe ein Jobangebot in Los Angeles erhalten und gedenke es tatsächlich anzunehmen.“

Der freudlose Klang des Windes reflektierte geradezu perfekt sein Leid. Pfiff im Takt seines Herzschlages und alles um ihn herum geriet in Vergessenheit. Einzig und alleine sie existierten in dieser schwerelosen Zeitschwelle, wo sämtliche physikalische Gesetzte außer Kraft getreten waren.

Nur langsam wurden Kise die Ausmaßen bewusst, die Aomines unmittelbare Ausreise mit sich bringen würden – und es riss ihm buchstäblich den Boden unter den Füßen weg. Folterte ihn auf höchstem Niveau und zerstörte ihn mit eiserner Qual. Der Schmerz war unbeschreiblich und er fühlte, wie sich seine goldschimmernden Seelenspiegel begannen verdächtig zu glänzen.

Aufhören! Er durfte jetzt keinesfalls anfangen, Tränen zu vergießen, ansonsten würde er seinen restlichen Stolz dafür einbüßen. Kein Wunder, dass Aomine ihn nicht als ebenbürtig anerkannte. Personen wie Kuroko oder Kagami entsprachen eher seiner Liga. Davon wollte er sich aber nicht herunterziehen lassen.

„Glückwunsch. Dann kann ich dir nur noch gratulieren und ein schönes Leben wünschen.“ Jedes ausgesprochene Wort war eine hässliche Lüge. Kise ertrug die Wahrheit nicht und verbarg sich hinter einem gekünstelten Lächeln. Trotzdem spiegelte sich seine seelische Last in seinen Augen wider, wodurch es nicht sehr lange dauerte, bis Aomine hinter seine Maskerade blickte.

„Du warst schon immer ein ziemlich schlechter Lügner. Aber wenn das alles ist, was du mir zu sagen hast, okay. Sayonara.“

Damit beendete er ihre Konversation und wandte sich zum Gehen ab. Unfähig irgendetwas darauf zu erwidern, blieb der Blonde wie festgefroren an Ort und Stelle. Blickte ihm voller Verzweiflung nach. Je weiter sich Aomine entfernte, desto klarer wurde ihm, dass dieser im Begriff war für immer aus seinem Leben zu verschwinden.

Die allerletzte Chance auf ein Gespräch zwischen ihnen für immer vertan hatte.

„Wieso...wieso war ich niemals gut genug für dich?“ Das erstickende Schluchzen seiner herzzerreißenden Stimme sorgte dafür, dass Aomine in seiner Bewegung innehielt. „Was haben andere, was ich nicht habe? Sag es mir, Aominecchi!“

Inzwischen standen sie sich wieder gegenüber und der Polizist musste hörbar schlucken. Kises Gesicht glich einem Sturzbach aus Tränen, die unaufhörlich von seinen Wangen hinabflossen. Erklärten nun den wahren Kern seines Verhaltens und sorgte bei Aomine für Unbehaglichkeit.

Jeglicher Groll war verflogen und ließ ihn die letzten Meter, die sie noch voneinander trennten, überbrücken, um ihn dann zögerlich in die Arme zu schließen. „Was faselst du da wieder für einen Schwachsinn? Wie kommst du überhaupt auf so einen Blödsinn?“

Kise genoss die wohltuende Wärme und rieb seine Nase sanft gegen seine breite Schulter. Dabei nahm er den Geruch von Aomine auf und wurde automatisch etwas ruhiger. „Du hast mich immer mit anderen Augen angesehen. Ich wollte dir wirklich gerecht werden, aber ich kam nun mal nicht an Kurokocchi oder Akashicchi ran...und ich habe mich dafür gehasst. Den Schmerz als gerechte Strafe für mein Versagen angesehen...aber bitte...geh nicht...ich könnte den Gedanken nicht ertragen.“

Beschämt über sein Geständnis wollte er sich aus der Umarmung entziehen, wurde aber stattdessen näher an seine persönliche Wärmequelle gedrückt. Spürte wie Aomine seinen Duft inhalierte und seine Nase etwas tiefer sein goldblondes Haar vergrub. „Hör zu. Es tut mir leid, dass ich nicht schon eher hinter deinen Beweggründen gekommen bin. Ich wollte dich nach all den Jahren ein letztes Mal sehen. Besonders viel Hoffnung habe ich mir dabei nicht gemacht. Aber vielleicht können wir...ach dieser ganze scheiß Gefühlskram liegt mir null und das wissen wir beide.“

Prompt blickte er in reines Gold, welches ihn hoffnungsvoll ansah. Erkannte, dass es sich um keinen Traum handelte und alles der Wirklichkeit entsprach.

Dieses Mal vergoss er keine Tränen des Kummers, sondern nur von absoluter Freude.


~ ♥ ~


Gemeinsam hatten sie sich auf eine Aussichtsplattform in der Nähe des Parkplatzes begeben und beobachteten in aller Ruhe die Flugzeuge aus der Ferne. Nichts deutete noch von einem dramatischen Wiedersehen hin – abgesehen von Kises ständigem Schniefen und Aomines durchnässter Schulter.

„Aominecchi.“ Skeptisch wanderten die Augen des einstigen Asses zu ihm und ließen ein grummelndes „Hm?“ verläuten.

„Wirst du wirklich nach Amerika gehen?“

Etwas grob fuhr ihm Aomine über den Kopf und grunzte dabei genervt. „Idiot. Die Antwort ist doch offensichtlich.“

Schmollend hob er sein Kinn demonstrativ an und schenkte seinem vorherigen Treiben wieder die vollste Aufmerksamkeit. „Wusstest du eigentlich, dass Flugzeuge als die Sternschnuppen des Himmels gelten?“

„Ha!? Auf so einen Quatsch kannst auch nur du kommen.“

Gekonnt ignorierte der Blonde die Beleidigung und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Sein sehnlichster Wunsch war eine gemeinsame Zukunft mit Aomine ermöglicht zu bekommen. Nur einmal die Chance erhalten zu können, auf Erwiderung seiner Gefühle zu stoßen.

Als Kise wieder seine Augen öffnete, erkannte er zu seinem Erstaunen, dass Aomine seine Lider ebenfalls geschlossen hatte, ehe er sie nach wenigen Sekunden wieder öffnete.

„Was starrst du mich so an?“

„Hast du dir gerade etwas gewünscht?“ Das unheilvolle Glitzern sprang ihm förmlich entgegen, gebot diesem aber sofort Einhalt. „Ich bin nicht du, dass ich an jeden Irrsinn glaube, der mir aufgetischt wird. Und selbst wenn ich an diesen Schwachsinn glauben würde, dürfte ich es dir sowieso nicht sagen, oder?“

Bevor Kise die Gelegenheit bekam ihm einen passenden Konter entgegenzusetzen, entfernte Aomine ein paar seiner blonden Haarsträhnen und fuhr anschließend mit seinem Daumen über die weichen, zarten Lippen, ehe sie besitzergreifend in einen Kuss verwickelt wurden.

Erschrocken über das unerwartete Handeln, versteifte er sich zunächst und seine Pupillen wurden immer größer. Seine Wangen nahmen ein tiefes Rot an, als er schließlich den Kuss mit der gleichen Leidenschaft erwiderte, die ihm durch Aomine zuteil gelassen wurde.

Es waren keine weiteren Worte zwischen ihnen mehr nötig. Ihre Interaktion sprach für sich und auch Kises Angst um die Zukunft verblasste mit einem Wimpernschlag.

Die Erfüllung seines sehnlichsten Wunsches war das schönste Präsent, welches er an Valentinstag hätte bekommen können. Und wenn er ehrlich zu sich selbst war, so schmeckten Aomines Lippen besser als jede selbstgemachte Schokolade der Welt.


[A/N]: Geschafft! Und hiermit wünsche ich euch allen einen frohen Valentinstag ♥ Die Geschichte ist zwar eine etwas andere Form einer normalen Valentinstagsgeschichte, aber ich hoffe dennoch sie hat euch gefallen und ihr seid auf eure Kosten ala Romantik gekommen!!

Dieser Song hier diente als Inspirationsquelle für mein kleines Projekt ♥

Eventuell folgen bald ein paar weitere Storys für das KnB-Fandom !! Wir müssen definitiv mehr Geschichten hier einbringen oder was meint ihr!?

Liebste Grüße
Crispie♡
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