One Shots mit unseren Liebsten

von 16WOLKE11
OneshotAllgemein / P12
14.02.2020
03.04.2020
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POV Lea

Valentinstag, hätte mich jemand vor ein paar Wochen gefragt was ich davon halte, hätte ich geantwortet das es sich um einen kommerziellen Tag handelt und keinen tieferen Sinn hat. Tja und jetzt sitze ich bestimmt schon eine dreiviertel Stunde da und rätsle ob der Tag für meinen Freund nun wichtig ist und wenn ja was zum Teufel ich ihm schenke.

´Julian`leise seufze ich auf. Wir waren noch nicht wirklich lange zusammen und davor haben wir uns auch nicht wirklich lange gekannt. Unsere Freunde bezeichnen es kitschiger Weise als Liebe auf den ersten Blick. Das könnte man tatsächlich so sehen, denn es hat wirklich bei der ersten Begegnung direkt gefunkt.

Ich war laufen gewesen, eine schöne Runde am Phönixsee, super für die Gelenke, denn dort federte der Boden gut. Naja und dann bin ich irgendwie auf einem Steinchen weggerutscht und habe mir dabei den Knöchel verdreht. Und dann kam er, mein Ritter in der strahlenden Rüstung sozusagen. Wobei, wenn ich ehrlich bin habe ich zuerst Nala kennen gelernt. Die quirlige Hündin ist um mich herum gewuselt und hat mich trotz der Schmerzen zum lachen gebracht. Kurz darauf hat sich auch schon Julian zu mir herunter gehockt und ich war direkt von seinen Augen überwältigt gewesen.

Dann hat er mir aufgeholfen und mich schließlich ins Krankenhaus gefahren, weil ich echt nicht auftreten konnte. Tja und dann bin ich ihn nicht mehr losgeworden. Okay das wollte ich auch gar nicht und im nachhinein bin ich auch froh das er da war und mich die ganze Zeit unterstützt hat. Denn er half mir nach meiner OP und auch während der Phase meiner Rehabilitation wich er mir so wenig wie möglich von der Seite.

Das er Profifußballer ist hat er mir recht schnell gebeichtet, aber ehrlicherweise ist es mir egal was er macht, denn auch Profisportler sind nur Menschen. Zwischen uns hat es ordentlich geknistert und so kam es nach nur kurzer Zeit zu unserem ersten Kuss. Seitdem waren wir zusammen und schwebten gemeinsam durch unsere rosarote Welt.

Aber zurück zu meinem Dilemma: Wollte Julian nun etwas zum Valentinstag oder war dieser ihm völlig egal? Eigentlich hätte er heute ein Spiel, doch jetzt war er derjenige der mit einem kaputten Fuß durch die Gegend humpelte. Vielleicht koche ich einfach was und bringe es ihm vorbei? Dann müsste er sich keinen Stress machen und wir könnten gemeinsam den Abend verbringen. Oder geht er trotz Verletzung ins Stadion? So viele Fragen und doch keine Antwort in Sicht. Schließlich beschließe ich Julian einfach zu fragen wie seine Abendgestaltung aussah.

Hey Jule :)
Was machst du heute Abend so? Also bist du im Stadion oder daheim?

So und bis er antwortet fange ich an meinen Kühlschrank zu durchforsten und mich zu entscheiden was ich kochen möchte. Denn selbst wenn er heute Abend unterwegs sein sollte brauche ich ja schließlich auch etwas zu Essen. Schnell hatte ich mich für Spaghetti entschieden, das ging immer und siehe da, Julian hat mir in der Zwischenzeit geantwortet:

Hey Engel :)
Also ich bin heute zu Hause, den Fuß hochlegen und so...
Bin ganz allein und brauche Gesellschaft :/

Anschließend hat er mir noch ein Bild geschickte, auf welchem er ein süßes Gesicht macht und welches die Unterschrift "Be my Valentine" trägt.

Schmunzelnd sage ich ihm zu und dann muss ich mich schon auf den Weg machen, denn Julian fordert meine Gesellschaft und schließlich kann ich auch bei ihm kochen. Also setze ich mich in mein kleines Auto und mache mich auf den Weg zu meinem Liebsten. Dieser öffnet mir kurz darauf ,mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen, die Tür.

"Hey" murmle ich leise zur Begrüßung, da habe ich schon seine warmen Lippen auf meinen. Dieses Kribbeln was mir jedes Mal durch den Körper fährt macht süchtig und so ziehe ich ihn noch ein Stückchen näher. Atemlos lösen wir uns voneinander und das Grinsen auf beiden Gesichtern ist nicht zu übersehen. Schnell war ich in der Küche verschwunden, Julian hatte ich auf die Couch geschickt, und bereitete unser Essen vor. Das ging recht schnell uns so lagen wir kurze Zeit später, etwas vollgefressen, auf der Couch und kuschelten miteinander.

"Ich habe noch was für dich" ertönt da plötzlich Julians raue Stimme. Vorher im Halbschlaf, setze ich mich jetzt direkt auf und schaue ihn vorwurfsvoll an.

"Aber du sollst mir doch nichts schenken. Außerdem habe ich jetzt nichts für dich..." beschämt senke ich den Blick etwas und ziehe die Schultern schützend hoch.

"Hey, schau mich mal an." Julian lehnt sich näher zu mir und hebt vorsichtig mein Kinn an, um mir in die Augen sehen zu können. "Ich schenke dir gerne etwas und du musst mir nichts schenken. Die Hauptsache ist das du bei mir bist okay? Das ist für mich viel mehr wert als ein Geschenk." Leicht legt er den Kopf schief und tupft mir einen schnellen Kuss auf die Lippen, was mir ein lächeln entlockt.
"Augen zu" befiehlt er und ich folge seiner Anweisung. Kurz darauf spüre ich seine warmen Hände an meinem Handgelenk und merke wie er etwas daran befestigt. "Kannst die Augen wieder auf machen." sagt er und direkt ist mein Blick auf mein Handgelenk gerichtet.

Das was ich da sehe rührt mich sehr. Ein ledernes Band ziert nun mein Gelenk, in der Mitte von diesem ist ein silbernes Plättchen und auf jenem steht:

L+J  <3

"Gefällt es dir?" Höre ich die unsichere Stimme von Julian. Sofort nicke ich.
"Es ist wunderschön! Dankeschön Julian." Auf seinen Lippen bildet sich ein Grinsen mit welchem er mich ansteckt.

Vorsichtig lege ich meine Hand in seinem Nacken und ziehe ihn langsam zu mir heran. Kurz bevor sich unsere Lippen treffen flüstert er noch ein erstes "Ich liebe dich" und der Kuss der dann folgte war noch magischer und von Lieber getränkter als all unsere bisherigen.



Hoffentlich hat es euch gefallen und bis zum nächsten Mal :)
WOLKE
P.S. Über ein Review würde ich mich sehr freuen :)
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