Gewitter im Herzen

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P12 Slash
rewinside
14.02.2020
17.02.2020
5
8375
2
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Hallo Ihr Lieben,

ich denke es geht mir wie vielen Anderen, die Jungs von Gewitter im Kopf haben es mir einfach angetan. Ich finde sie unglaublich süß zusammen und wurde daher getriggert eine Geschichte über sie zu schreiben.

Jans Tics durch sein Tourette habe ich meistens mit einem Bindestrich von der normalen wörtlichen Rede getrennt. Ich denke ihr erkennt es ohne Probleme.

Ich weiß, dass Ufo ist nicht mehr vorhanden passte aber einfach gut in meine Geschichte ;O)

Disclaimer: Alles in der Geschichte entspringt meiner Phantasie (natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn die Zwei doch irgendwann zusammen wären ;O)). Alle Personen gehören sich selbst.

Über Kommentare freue ich mich wie immer sehr, besonders konstruktive Kritik ist absolut erwünscht!

Jetzt viel Spaß mit dem ersten Kapitel
Eure Schäfchenbetreuerin

Kapitel 1

Jans POV

Ich war unglaublich müde, als ich die Wohnungstür aufschloss und meine Sachen auf den Boden fallen ließ.
So schön die Zeit mit den Anderen auf Madeira auch gewesen war, so anstrengend war sie auch gewesen.
Gisela war die meiste Zeit auf der Rückreise tatsächlich ruhig geblieben und Tim hatte sogar ein paar Minuten neben mir schlafen können.

Lächelnd dachte ich an den Moment zurück indem sein Kopf schwer gegen meine Schulter lag. Seine Haare unter meiner Nase kitzelten und ich mich vollkommen fühlte. Sein Geruch, seine Aura, sein Lächeln, das er selbst im Schlaf auf dem Gesicht hatte. Ein Tic schüttelte mich und Giesela rief lautstark „Pommes“.

Ich war im Bad angekommen und sah in den Spiegel. Meine Haut hatte etwas Farbe bekommen, aber meine Augenringe machten das Bild eines erholten Urlaubers wieder kaputt. „Missgeburt!“, schrie sich Gisela selbst im Spiegel an und ich blickte nach unten. Ja, vielleicht war ich das, auch wenn mir inzwischen alle Welt glauben machen wollte, dass ich es nicht war.
Wieder ging mein Gedanke zu Tim, der mich eben am Auto so süß verabschiedet hatte. Er war mit mir ausgestiegen und hatte mich lange an sich gedrückt gehalten. Seine Worte würden mich wahrscheinlich die nächsten Tage immer wieder verfolgen, auch wenn er sie leider nicht so gemeint hatte, wie ich es mir erhoffen würde.

Für ihn war ich einfach sein bester Freund. Nicht mehr, nicht weniger. Ich wiederholte seine Worte leise in meinem Kopf „Es war die schönste Zeit meines Lebens mit dir auf Madeira und am liebsten würde ich mich jetzt nicht von dir trennen!“

Danach war er ins Auto gesprungen und davon gefahren. Ich seufzte lautstark. Wie lange hatte ich jetzt schon Liebeskummer wegen ihm?
„Arsch, Flittchen!“, brüllte Gisela dazwischen und ich warf meine Zahnbürste, die ich gerade aufräumen wollte quer durchs Bad. „Hoppala.“, sagte ich leise und hob die Bürste auf und wusch sie unter fließendem Wasser aus.

Es musste doch endlich in meinen verdammten Dickschädel gehen, dass Tim nicht mehr war als der beste Freund der Welt. Ein hetero Mann, dem die Mädchen nachliefen.
Sofort zog sich alles in mir zusammen, bei dem Gedanken an Tim und ein Mädchen das in seinen Armen lag. Gisela rief direkt unkontrolliert: „Schlampen, alles Schlampen. Fickt euch!“.
Über den Ausbruch musste ich sogar ein bisschen lachen. Natürlich war es unfair, aber jede Frau die Tim ansah, stempelte mein Unterbewusstsein sofort als Schlampe ab.

Die Eifersucht musste ich dringend und sehr schnell in den Griff bekommen, denn umso bekannter wir wurden, umso aufdringlicher wurden auch die Fans. Tim hatte sogar schon Unterwäsche geschickt bekommen.
Zwar hatte er nur gelacht und sie in den Papierkorb geworfen, aber ich hatte schon das grundsätzliche Gefühl, dass er sich von dem Hype um seine Person sehr geschmeichelt fühlte.
Wer würde das wohl auch nicht?

Müde trotte ich ins Schlafzimmer, beschloss die restlichen Sachen morgen auszuräumen und legte mich ins Bett.
Gerade als ich die Decke über mich gezogen hatte, piepte mein Handy kurz. Eine Nachricht von Tim und ich lächelte als ich sie las. „Vermisse dich und Gisela. Habe mich daran gewöhnt, dass du nachts neben mir liegst. Pass auf dich auf. Wir sehen uns morgen Abend.“

Einen Moment überlegte ich, was ich antworten sollte. Ich hatte immer Angst meine Gefühle zu verraten, daher blieb ich meistens etwas weniger emotional, als er es war. „Ich liebe dich!“, schrie Gisela und ich zuckte kurz heftig und ließ fast das Handy fallen.
Das würde ich sicher nicht schreiben, schmunzelte ich und schrieb nur: „Ich vermiss dich auch. Schlaf gut.“ zurück.

Tims POV

Ich sah die Nachricht auf meinem Handy und seufzte. Es war wirklich so und vermutlich unglaublich kindisch, aber ich vermisste Jan von der Minute in der er das Auto verlassen hatte.

Es war unglaublich, wie nah wir uns inzwischen standen und der Urlaub auf Madeira mit den Anderen hatte unsere freundschaftliche Beziehung nur noch mehr verstärkt. Jede Minute die wir gemeinsam verbrachten genoss ich unglaublich, sein Lachen, seine Präsenz, sein Humor und auch Gisela. Mein Herz begann schneller zu schlagen, als dass typische Jan Lächeln vor meinem Gesicht auftauchte.
Meine Gedanken stockten kurz als mir bewusst wurde, wie ich gerade auf die Gedanken an Jan reagiert hatte und eine unglaubliche Übelkeit überkam mich.
Ich sprang auf und sprintete ins Bad, rannte dabei fast meine Mutter um, die gerade in ihr Schlafzimmer gehen wollte.

„Tim, alles in…“? hörte ich noch vom Gang her, bevor ich mich ins Klo übergab.
Vollkommen am Ende putzte ich mir noch schnell die Zähne, ehe ich mich zurück in mein Zimmer schleppte. Dort stand schon ein heißer Kamillentee und ein Zettel lag dort. „Schlaf gut, wenn du mich brauchst, melde dich. Mama.“

Müde ließ ich mich auf mein Bett fallen und griff nach dem dampfenden Tee. Die Übelkeit war etwas besser, aber dieses komische Gefühl in meinem Bauch blieb.
Ich blickte auf mein Handy, tippte es an und sofort erschien der Bildschirmschoner. Das Schwarzweißbild von Jan und mir, das wir auch auf Instagram gepostet hatten begrüßte mich.
Ich starrte auf den Bildschirm. Solange bis dieser irgendwann schwarz wurde und das Bild verschwand.
Als hätte ich mich verbrannt, warf ich das Handy auf den Nachttisch, nahm noch einen großen Schluck des Kamillentees, ehe ich mich unter meine Decke flüchtete.

„Henry,“ mein Hund war in dem Moment als das Licht ausging auf mein Bett gesprungen und ich lächelte, als ich meinen Kopf tief in sein weiches Fell vergraben konnte , „ich bin so froh das ich dich habe. Ich spinne im Moment ein bisschen. Morgen früh gehen wir spazieren und dann kriege ich den Kopf bestimmt wieder frei.“
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