Valentinsüberraschung

OneshotRomanze / P16 Slash
Derek Hale Mieczyslaw "Stiles" Stilinksi
14.02.2020
14.02.2020
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//Zwar geht es im Orginal grade nicht weiter...dumme Schreibblockade-.- Aber ein Spezial zum Valentinstag wollte ich mir nicht nehmen lassen^^Zeitlich spielt es nach dem Crossover. Viel Spaß!//

Derek war ein Idiot. Ein absoluter Vollidiot. Wütend stopfte Stiles ein paar Kleidungsstücke in seine Tasche und schloss sie energisch. Warum auch hatte er gedacht, dass Derek auch nur einen Funken Romantik in sich hatte. `Nur Idioten stehen auf diesen Kitsch-Quatsch. ´, hatte der Alpha gesagt. Dabei wollte Stiles doch nur einen romantischen Abend mit seinem Freund am Valentinstag verbringen. War das den so abnormal? Doch Derek hatte vehement abgelehnt, ohne sich auch nur anzuhören, was Stiles vorhatte. Und dann auch noch der Spruch!

Er legte sich den Gurt der Tasche um die Schulter. Dann auch noch Dereks Blick, als Stiles einen Mistelzweig aufhängen wollte. Der Alpha hatte seine Augenbrauen zusammengezogen und ihn angeknurrt. Angeknurrt! Hallo ging´s noch!? Stiles wusste ja das Misteln ziemlich giftig für Werwölfe waren, noch mehr als für einen normalen Menschen. Aber er wollte ihn ja nur aufhängen und nicht dem Werwolf servieren. Seufzend ging er die Treppe nach unten. Derek würde sich wohl nie ändern. Noch dazu hatte der Alpha Stiles einfach stehen gelassen, als Stiles mit ihm darüber reden wollte. Er war einfach an ihm vorbeigegangen, ohne noch irgendwas zu sagen.
Als Stiles die Tür hinter sich schloss, kramte er mit der anderen Hand die kleine silberne Scheibe aus der Hosentasche.

Er brauchte grade einfach nur Abstand von Derek und zwar ziemlich viel davon. Was wäre also besser, als in eine andere Dimension zu verschwinden, um dem Werwolf aus dem Weg zu gehen. Stiles hatte erst überlegt, ob er nicht Scott fragt, ob dieser Lust auf einen Zockerabend hätte. Aber es war Valentinstag und Scott würde sicher diesen mit Allison verbringen und das Geschmachte wollte Stiles sich beim besten Willen nicht antun. Außerdem war es nicht fair, dass ihnen ein romantischer Tag vergönnt war, mit Paaraktivtäten, Kino und einem Abendessen zum Schluss.

Scott plante das schon seit Wochen und Stiles hatte es nicht mehr hören können. Wieso konnte Derek nicht auch ein bisschen so sein. Stiles wollte ja gar nicht das Derek sich veränderte, aber manchmal könnte er echt ein wenig zugänglicher sein. Der Mensch hatte das Gefühl bei jedem Thema einen Kampf mit dem Werwolf auszutragen. Er liebte ja die grimmige Art des Alphas, aber manchmal war diese einfach unerträglich.

Er ließ seine Finger über die Scheibe gleiten. Sie wurde heiß und begann sich in seiner Hand zu drehen, bis sie zu einem weißen Schein verschmolz. Stiles warf sie vor sich und mit einem kurzen Blitz öffnete sich ein Portal. Ein letztes Mal schaute der Junge nochmal auf sein Handy. Nichts…Kein Anruf, keine Nachricht des Sourwolfs. Schnaubend steckte er es wieder weg, schulterte seine Tasche erneut und betrat das Portal. Glücklicherweise war es noch zu früh am Morgen, dass irgendjemand etwas von den Geschehnissen vor dem Haus der Stilinskis mitbekommen konnte. Mit einem weiteren Blitzen war das Portal auch schon verschwunden.


„Übertreibst du es nicht ein wenig?“, fragte der junge Schattenjäger, während er seinen Freund dabei beobachtete wie dieser durch sein Apartment wirbelte. Mit einer Handbewegung hier und einem Schnipsen da, war der Hexenmeister dabei den Raum zu dekorieren. Kerzen, rote Rosen und alles hübsch mit Herzen verziert. Magnus ließ kein Klischee aus und schmückte munter weiter, bis der Raum ein Traum in Rot war. „Nicht im Geringsten. Immerhin ist das unser erster Valentinstag zusammen.

Außerdem weiß du doch, wie gerne ich umdekoriere.“, antwortete der Hexenmeister, als dieser sich zu seinem Freund gesellte, der immer noch misstrauisch das Ganze vom Türrahmen aus verfolgte. Magnus stellte sich auf die Zehnspitzen und gab Alec einen kurzen Kuss. „Es wird perfekt.“, hauchte er dann. Alec konnte nicht anderes, als über die Begeisterung seines Geliebten zu Lächeln. „Also gut, was hast du denn jetzt genau für heute geplant?“, wandte sich der Schattenjäger wieder an Magnus nach dem er seinen Blick über den kaum wiederzuerkennenden Raum schweifen ließ.

„Das mein Lieber wird eine Überraschung. Beginnen wir doch erstmal mit einem schönen Frühstück.“, erwiderte Magnus und klatsche in die Hände, woraufhin ein gedeckter Tisch erschien. Grinsend schüttelte Alec den Kopf. Er liebte seinen Freund wirklich. „Also…“ Doch weiter kam Magnus gar nicht, da plötzlich ein starker Wind durch den Raum fegte. Ein greller Blitz blendete beide. Einen Augenblick später war es auch schon wieder vorbei. „Was zum…?“, begann Alec. Die Deko im Raum war durch den Windstoß komplett durcheinandergewirbelt. Die Girlanden und Lichterketten waren zum Teil heruntergerissen. Und die roten Samtvorhänge hingen schief und lagen teilweise auf dem Boden. „Aua, das war so aber nicht geplant.“, ertönte plötzlich eine Stimme.

Alec und Magnus starrten auf den Vorhang der auf dem Boden lag und sich zu bewegen begann. Der Vorhang wurde zurückgeschlagen und ein verstrubelte Junge erschien. „Stiles?“ Magnus zog eine Augenbraue nach oben. Der Junge blickte zu den beiden auf. „Äh Hi, sorry für…“ Stiles ließ seine Hand durch den Raum gleiten. Der Hexenmeister schüttelte den Kopf und trat auf den Jungen zu. Er hielt ihm seine Hand hin und zog ihn auf die Beine. „Was führt dich den her?“, fragte Magnus und ignorierte das Chaos um sie herum. Er würde das später wieder in Ordnung bringen. Alec verzog unterdessen das Gesicht und starrte den jungen Menschen verstimmt an.

„Mein Freund ist ein Idiot.“, erwiderte Stiles und zog die Augenbrauen zusammen. „Aha…“, machte Magnus und schnippte mit den Fingern. Mit einem Mal war das Chaos verschwunden. „Setzt dich doch erstmal.“, meinte er dann und bot dem Jungen einen Sitzplatz auf dem Sofa an. Dankend nahm Stiles es an und ließ sich auf die Polster fallen. Dann erst ließ er seinen Blick schweifen und bemerkte die Dekoration. „Sag bitte nicht, dass ich in euern Valentinstag reingeplatzt bin.“, stöhnte er und blickte Magnus an. „Ist nicht so schlimm. Wir wollten nur gerade Frühstücken.

Es war ja nicht abzusehen, dass wir plötzlich Besuch aus einer anderen Dimension erhalten. Auch wenn du dir vielleicht nicht unbedingt diesen Tag hättest aussuchen sollen, freue ich mich dennoch dich zu sehen.“, beschwichtigte Magnus den Jungen. „Na wenigstens seid ihr angezogen.“ Stiles grinste Schelmisch, vorauf er einen finsteren Blick von Alec erhielt. Der Schattenjäger sah ganz und gar nicht begeistert von dem überraschenden Besuch aus. „Ja…Kann ich dir was anbieten. Tee vielleicht, beruhigt die Nerven? Und dann erzählst du mir erstmal was passiert ist.“

Nachdem Magnus für sie drei Tee gemacht hatte und sie sich zusammen auf die Couch gesetzt hatten begann Stiles zu erzählen warum er sich entschieden hatte dem Hexenmeister einen Besuch abzustatten. „Ich meine ist es so schwer, mal ein bisschen Zuneigung zu zeigen? Besonders heute.“, schloss er seine Erzählung und warf frustriert seine Hände in die Luft. „Überreagierst du da nicht etwas. Nur weil er den Valentinstag nicht feiern will, haut du ab in eine andere Dimension?“, mischte sich Alec ein, der zweifelnd eine Augenbraue nach oben zog.

„Darum geht es ja nicht. Also nicht direkt…Derek versteht einfach nicht, dass ich gerne mit ihm etwas Zeit verbringen würde. Ich erwarte ja keine große romantische Geste, aber…naja es wäre schon schön, wenn er nicht immer so gucken würde, als wäre es eine Strafe mit mir Zeit zu verbringen.“ „Ich frage mich warum.“, rutschte es Alec heraus und kassierte prompt einen beleidigten Blick und ein Kopfschütteln seines Freundes. „Du kannst gerne für eine Weile hier unterkommen.“, schlug Magnus ihm sanft vor. Magnus hatte schon immer ein gutes Herz und hatte einen Fabel für Streuner. „Aber das löst nicht wirklich das Problem, das ist dir schon klar?“, fügte er noch hinzu und Stiles nickte dankbar.

Ein Räuspern ließ Magnus und Stiles herumblicken. Alec sah Magnus abwartend an. „Mach dir keine Gedanken. Meine Planung für heute steht immer noch. Sie muss nur etwas angepasst werden.“, versuchte Magnus seinen Freund zu beruhigen. Der Schattenjäger hatte eigentlich selbst kein großes Theater um den Valentinstag machen wollen, aber die Aussicht, dass dieser nun von einem Jungen aus einer anderen Welt gesprengt wurde, der sich zu gut mit seinem Freund verstand. Er wollte eigentlich nicht eifersüchtig sein. Immerhin wusste er ja, dass Stiles einen eigenen Freund hatte. Dennoch schien Magnus Aufmerksamkeit immer komplett auf dem Jungen zu liegen, sobald die beiden zusammenkamen. Er sollte wohl versuchen freundlicher zu dem Mundi zu sein. „Ok. Wollen wir dann frühstücken?“, lenkte er ein.


Es war so ruhig. Viel zu ruhig. Er konzentrierte sich auf die Geräusche im Haus. Doch da war nichts. Kein einziger Herzschlag. Der Wagen des Sheriffs war weg, aber Stiles Jeep stand immer noch in der Einfahrt. Aber der Junge schien nicht da zu sein. Verwirrt zog er die Augenbrauen zusammen. Er warf ein Blick auf sein Handy, doch da war nichts zu sehen. Nach kurzem Überlegen, suchte er Scotts Kontakt heraus und rief ihn an. „Hey Derek? Was gibt´s?“, meldete sich ein verwunderter Scott auf der anderen Seite. Es wunderte Derek nicht wirklich, normalerweise rief er den jungen Beta nie an. Es sei den es ging um einen Notfall.

„Ist Stiles bei dir?“, fragte er ohne Umschweife. „Äh…nein…“ Der Andere zog die Worte unnötig in die Länge. „Wo ist er?“, kam es blitzschnell zurück. Mittlerweile schrillten bereits alle Alarmglocken bei dem Alpha. Wenn Scott so herumdruckste konnte etwas nicht stimmen. „Also…äh…er meinte, dass er Freunde besuchen will.“, stotterte Scott. Genervt schnaubte Derek und kniff die Augen zusammen. Der Beta war ein schlechter Lügner. „Scott!?“, zischte er in das Handy. „Er hat mir eine Nachricht geschickt, dass er zu Magnus geht.“, brachte Scott gequält hervor.

Dereks Puls beschleunigte sich und sein griff um das Handy wurde stärker, sodass es schon leicht knackste. Da stritten sie sich einmal und Stiles verließ gleich die ganze Dimension? Und dann auch noch um diesen Magier zu besuchen? „Was!?“, knurrte er in den Hörer. „Er meinte, dass er über etwas nachdenken muss.“, sprach Scott weiter. Doch der Alpha hörte nicht mehr zu und legte ohne sich zu verabschieden einfach auf. Er war wütend und zwar so richtig. Wie konnte Stiles einfach so abhauen? War Stiles nicht immer derjenige, der reden wollte? Und jetzt ging er einfach so…Derek steckte das Handy weg und lief um das Haus des Sheriffs herum.

Mit Leichtigkeit war er die Fassade hochgeklettert und an Stiles Fenster. Wie erwartet hatte es der Junge nicht abgeschlossen. Da Derek sich angewöhnt hatte seinen Freund immer durch das Fenster zu besuchen, schloss Stiles es niemals ab, sodass der Alpha kommen und gehen konnte wann er wollte. Er war erleichtert, dass Stiles wenigstens das nicht geändert hatte. Es beruhigte ihn ein wenig, allerdings war er dennoch ziemlich sauer auf den Menschen. Geschickt öffnete er das Fenster und schlüpfte in das Zimmer des Teeangers. Wie immer herrschte ein furchtbares Chaos, aber anderes war es der Werwolf auch nicht gewöhnt. Sein Freund war eben ein Chaot…Kopfschüttelnd ging er zum Bett und kniete sich ihn.

Er hoffte, dass Stiles sie nicht alle mitgenommen hatte. Der Werwolf blickte unter das Bett, ein Anblick den er wohl nie wieder vergessen würde. Angewidert tastete er nach der kleinen chinesischen Box, die der Junge normalerweise hier aufbewahrte. Er atmete erleichtert auf als er sie gefunden hatte und zog sie hervor. Die kleine Schachtel war schmuckvoll verziert, aber das wichtige war eher ihr Inhalt. Schnell öffnete er sie und nahm eine der silbernen Scheiben heraus. Magnus hatte sie Stiles geschickt, nachdem die Schattenjäger aufgebrochen waren.

Keine Ahnung wie er das gemacht hatte. Derek schob die Box wieder zurück und richtete sich auf, dabei fiel sein Blick auf ein Bild, dass auf der Kommode des Jungen stand. Es zeigte ihn und Derek zusammen auf dem Bett des Alphas. Derek konnte sich an das Foto gar nicht erinnern, vermutlich hatte der Junge es heimlich gemacht, da Derek selbst seine Augen auf dem Bild geschlossen hatte. Seine Wut flaute etwas ab bei dem Anblick. Der Junge hatte ihn echt gern und das obwohl er total verkorkst war. Langsam schlich sich ein schlechtes Gewissen in Dereks Gedanken.

Er hatte wahrscheinlich überreagiert. Stiles wollte nur den Tag mit ihm verbringen und er hatte sich aufgeführt, wie der letzte Volldepp. Romantik war nun mal nicht sein Ding und es fiel ihm schwer seine Zuneigung dem Jüngeren gegenüber richtig auszudrücken. Verdammt er musste sich wohl entschuldigen…Noch eine Sache in der er schlecht war. Er stöhnt genervt. Derek kletterte durch das Fenster wieder hinaus und machte sich auf den Weg zurück ins Loft. Er musste sich etwas einfallen lassen, um sich mit ihm wieder zu versöhnen.


Mittlerweile war es bereits nachmittags in der Welt der Schattenjäger und Stiles hing mit Alec im Hunters Moon ab. Wie es dazu kam, war ihm auch schleierhaft. Eben noch hatten sie zu dritt gefrühstückt und im Anschluss einen Bummel durch die Stadt gemacht, wobei Stiles total fasziniert gewesen war, da er noch nie in New York gewesen war und sicher auch nicht die übernatürliche Stadttour erhalten hatte. Sie haben alle möglichen geheime Plätze aufgesucht, die den Sterblichen verborgen blieb. Später dann hatte Magnus sie beide im Hunters Moon abgesetzt und gemeint, er müsse noch etwas für den Abend vorbereiten.

Sowohl Alec als auch Stiles hatten ihn fragend angesehen, doch der Hexenmeister hatte sich einfach wegportaliert. Und gegen jede Erwartung verstanden sich Stiles und Alec eigentlich ziemlich gut. Nachdem sie sich die ersten Minuten nur angeschwiegen hatten und an einem der Tisch saßen, hatte Stiles vorgeschlagen eine Runde Billard zu spielen. Zunächst noch wiederwillig hatte der Schattenjäger zugestimmt. Doch nachdem sich herausstellte, dass Stiles kein schlechter Gegner ist, fingen sie sich an gegenseitig aufzuziehen und zu scherzen. Dabei war Stiles überrascht, dass er es tatsächlich geschafft hatte den düsteren Schattenjäger zum Lachen zu bringen. Nachdem Alec die zweite Runde hintereinander gewonnen hatte setzten sie sich zusammen an die Bar.

Alec verstand so langsam warum Magnus diesen Jungen mochte. Er war nämlich dem Hexenmeister verdammt ähnlich. Beide hatten eine verspielte Art und ein loses Mundwerk. Auch wenn Stiles nicht Magnus Charme besaß, konnte der Schattenjäger dem Jüngeren etwas abgewinnen. „Hey, Alec. Heute allein hier? Wo ist Magnus?“, fragte ihn das Mädchen hinter der Bar. Sie hatte dunkle Haut und lockige braune Haare. Mit einem strahlenden Lächlen sah sie den Schattenjäger an. „Hallo Maya. Magnus, meinte er müsse noch etwas vorbereiten. Keine Ahnung was er plant.“ Das Mädchen nickte und sah dann zu Stiles, der neben dem Schwarzhaarigen saß. „Und wer ist das?“, fragte sie mit einem gewissen misstrauischen Unterton. „Das ist Stiles, ein Freund von Magnus. Stiles das ist Maya, sie ist auch ein Werwolf.“, stellte er die beiden gegenseitig vor. Stiles Augen weiteten sich. Bisher war er noch keinem Werwolf aus diesem Universum begegnet.

Er nickte ihr höfflich zu und sie grinste frech. Mit schnellen Handgriffen mixte sie zwei Drinks und schob sie den beiden Jungs hin. „Geht aufs Haus.“, meinte sie und wandte sich wieder den anderen Kunden zu. „Sie ist nett.“, meinte Stiles kurz angebunden. Der Schattenjäger zuckte nur mit den Schultern. „Weißt du damals dachte ich, dass du mich nicht leiden könntest.“, warf Stiles in die Stille ein, die sich zwischen ihnen gebildet hatte. Verwundert sah der Schwarzhaarige zu dem Jungen, der währenddessen einen Schluck von seinem Drink nahm.

„Konnte…ich auch nicht.“, gab Alec langsam zu. Schockiert ließ Stiles den Kopf herumschnellen. „Aber eigentlich bist du ganz ok.“, sprach Alec weiter. „Du auch.“, meinte Stiles nur. Er hielt es für besser es dabei zu belassen, bevor er noch was Dummes sagte. Nach kurzem Überlegen hielt Stiles Alec sein Glas hin. „Auf neue Freundschaften.“, sagte er dann. Alec blickte ihn nachdenklich an ehe er auch sein Glas hob. „Auf neue Freundschaften.“, erwiderte er dann. Ein kurzes aufflammen unterbrach die zwei und Alec griff irgendwas aus der Luft. „Woah, was ist das denn?“, entfuhr es Stiles geschockt. Der Schattenjäger betrachtete das Stückpapier in seiner Hand und runzelte die Stirn.

„Eine Feuernachricht von Magnus. Es ist eine Einladung zu einem Maskenball in seinem Apartment.“, gab er verwirrt von sich. „Oh und eine SMS hätte es da nicht getan.“, lachte Stiles und war immer noch völlig fasziniert von der Nachricht, die wie aus dem Nichts erschienen war. Alec zuckte wieder nur mit den Schultern und erhob sich. Während er die Jacke anzog sah er Stiles abwartend an. „Kommst du?“, fragte er schließlich als Stiles nicht aufstand. „Äh…meinst du ich kann da einfach so mitkommen? Ich habe ja nicht einmal etwas zum Anziehen dabei für sowas.

Geschweige denn eine Maske.“, erwiderte Stiles. Er sah Alec skeptisch an. „Überlass das Magnus.“, meinte dieser nur und nickte mit dem Kopf Richtung Tür. „Wir sehen uns dann wohl später.“, meinte das Werwolfsmädchen, als sie gingen und hielt ebenfalls einen Zettel in der Hand. Alec nickte zur Verabschiedung und dann verließen die beiden das Hunters Moon.

„Du siehst wunderbar aus.“, seufzte Magnus und zupfte an dem Stoff des Jacketts herum. Alec schenkte ihm daraufhin ein strahlendes Lächeln. „Nicht so sehr wie du.“, erwiderte er verlegen und wurde dabei leicht rot. Ein letztes Mal strich Magnus den Stoff glatt, drehte sich dann um und nahm eine schwarze Halbmaske mit roten Schnörkeln und Glitzer darauf in die Hand. Die Maske an seinen Freund anlegend ging er um ihn herum, um sie festzumachen. Magnus selbst war wie immer extravagant gekleidet mit viel Glitter und Verzierungen, passend dazu legte er eine goldene Halbmaske an. Er gab Alec, der sich im Spiegel betrachtete einen Kuss auf die Lippen und wandte sich dann Stiles zu, der auf einem Hocker neben dem Schminkspiegel saß und das Paar neidisch musterte.

„Ihr seid echt grade zu ekelhaft süß.“, kommentierte er die Situation vor sich. „Magnus grinste daraufhin. „Durchaus, aber mach dir keine Sorgen, dein Prinz Charming wird sich sicher bald wieder einkriegen.“, versuchte Magnus ihn aufzumuntern und seine Lippen zierte ein wissendes Lächeln. Stiles verzog irritiert das Gesicht. Doch Magnus sagte nichts mehr und zog Stiles auf die Beine. Nachdem er ihn einmal rundumbetrachtete hatte, ließ er seine Magie wirken und verpasste dem Jungen ein neues Outfit. „Steht dir.“, kommentierte Magnus sein Werk. Stiles sah an sich hinunter. Der Anzug saß perfekt und war schwarz mit silbernen Fäden, die in den Stoff eingewoben waren. Dazu eine blau glänzende Krawatte mit silberner Umrandung. „Und jetzt das Juwel Stück.“, meinte der Hexenmeister noch und ließ eine weitere Maske in seiner Hand erscheinen.

Sie war schwarz mit Silber und schwarzes Kunstfell als Verzierung. Sie erinnerte Stiles an das Gesicht eines schwarzen Wolfes. Wahrscheinlich war das Magnus versuch ihn aufzuheitern. „Magnus, danke, aber eigentlich bin ich nicht in Stimmung für eine Party.“, wandte Stiles ein. „Von wegen. Es wird dir guttun. Etwas Ablenkung ist genau was du jetzt brauchst.“, erwiderte Magnus lächelnd und zupfte auch Stiles Jackett zurecht. „Magnus hat recht. Und was Ablenkung angeht ist er der absolute Meister.“, stimmte Alec seinem Freund zu und erhielt dafür ein Kuss auf die Wange. Seufzend gab Stiles nach du folgte den beiden aus dem Raum heraus.  

Eine Weile später war Magnus Apartment voll mit den verschiedensten Personen. Stiles war sich sicher, dass es sich bei einigen nicht um verkleidete Menschen handelte. Alle waren schmuckvoll gekleidet und redeten zum Teil wild durcheinander. Stiles selbst füllte sich ein wenig fehl am Platz, da er abgesehen von Magnus und Alec niemanden kannte, obwohl dass bei den Masken auch kein Unterschied gemacht hätte, ob er sie kennt oder nicht. Magnus und sein Liebster waren schon seit einer Weile irgendwo in der Masse verschwunden, sodass Stiles alleine an der Seite des Raums stand mit einem Glass in der Hand und die anderen Gäste betrachtete.

Er schreckte zusammen als sich eine Hand auf seine Schulter legte, dabei verschüttete er etwas von der unbekannten Flüssigkeit in seinem Glass. „Sorry…“, meinte die andere Person und besah sich Stiles Hände, über die jetzt was auch immer das war floss. „Schon gut.“, meinte Stiles nur und schüttelte seine Hand aus. „Stiles?“, kam es daraufhin fragend von der Person. Fragend sah Stiles zu der Person neben sich, was durch die Maske nicht wirklich zu erkennen war. „Ich bin´s Jace.“, stellte sie sich vor und zog die matt schwarze Maske hoch. „Ahh, ja.“, stöhnte Stiles, als er den blonden Schattenjäger erkannte und ebenfalls die Maske hochschob.

„Schön wenigstens ein bekanntes Gesicht zu sehen. Naja mehr oder weniger sehen.“ Stiles zeigte auf die Maske und lachte. „Du hast nicht zufällig Clary irgendwo gesehen? Sie wollte zu Simon, aber keine Ahnung wo der steckt.“, wandte sich Jace an den Jungen. Stiles schüttelte mit dem Kopf. „Nein, bisher habe ich nur Alec und Magnus getroffen.“ Doch im selben Moment wie er das sagte brach ein rothaariges Mädchen lachend durch die Menge und hatte einen anderen Jungen im Schlepptau. „Ach hier bist du. Ich dachte schon…Stiles? Was machst du denn hier?“, wandte sich die Schattenjägerin an Stiles und umarmte ihn herzlich.

„Äh lange Geschichte.“, winkte dieser ab. „Oh, ach ja, Stiles, dass ist Simon, Simon das ist Stiles. Wir haben dir von ihm erzählt.“, stellte Clary den Jungen, der sie begleitet hatte vor. „Richtig, der Junge aus einer anderen Welt.“, lachte dieser fröhlich und hielt Stiles die Hand hin. Dieser blickte auf sie hinab und lächelte freundlich. „Besser nicht, ich habe mir mein Getränk übergekippt.“, erwiderte er und hob die Hände. „Was ist nun Clary? Ich dachte du wolltest tanzen?“, mischte sich Jace wieder ein und sah seine Freundin abwartend an. „Äh ja.“ Sie sah zwischen den drei Jungs hin und her. „Simon, kannst du Stiles nicht etwas Gesellschaft leisten? Ihr habt sicher einiges gemeinsam.“ Noch bevor er antworten konnte wurde Clary schon von Jace davongezogen. „Danke, Kumpel.“, meinte Jace sarkastisch und grinste Simon frech an. „

Jace verändert sich wohl auch nie.“, kommentierte Stiles das Ganze, auch wenn er den blonden Schattenjäger noch nicht sehr lange kannte. Simon nickte zustimmend und wandte sich wieder Stiles zu. „Also…andere Dimension…“, fing Simon gedehnt an. Die Unbehaglichkeit war grade zu greifbar. „Ja…und du, äh bist auch ein Schattenjäger?“, erwiderte Stiles. Daraufhin lachte Simon und schüttelte den Kopf. „Nein, eher das Gegenteil. Clary und ich sind Kindheitsfreunde. Naja und dann ist das Ganze passiert. Lange Geschichte eben. Das Wesentliche ist wohl, ich war ein Mensch, dann bin ich gestorben und jetzt ein Vampir.“ Er ließ seine Vampirzähne hervor gleiten. Stiles zuckte zusammen und trat einen Schritt zurück.

„Keine Sorge, ich ernähre mich von Tierblut, auch wenn das nicht besonders lecker ist.“, beruhigte ihn Simon. Stiles nickte nur wieder. „Und du?“, fragte Simon dann. „Durch und durch menschlich.“, antwortete Stiles lachend. „Dafür besteht mein Freundeskreis hauptsächlich aus Werwölfen.“ Der Vampir verzog das Gesicht, als er an seine Erfahrungen mit den haarigen Zeitgenossen dachte. „Tja ähm stehst du dann auch so auf Sport.“, fragte Simon beiläufig. „Nein, eher nicht. Ich spiel Lacrosse, aber das nicht besonders gut. Ich bin eigentlich ein ziemlich großer Nerd. Superhelden, Comic und Computerspiele sind meine Welt, also, wenn ich nicht grade wieder um mein Leben rennen muss.“ Simon betrachtete den Jungen überrascht. „Echt!? Ich auch!“ Und damit begann die große Diskussion über das beste Spiel, wer ist besser Marvel oder DC und und und. Stiles beschloss Simon zu mögen. Er war genau wie er.

Außer diese Vampirsache. Beide waren sich einig das Schattenjäger und besonders männliche Schattenjäger furchtbar arrogant waren. Dazu war Stiles froh endlich jemanden gefunden zu haben mit dem er sich unterhalten konnte auf der Party. Da Jace und Clary nicht wieder zurückkamen und Magnus damit beschäftigt war sich um die Gäste zu kümmern, während Alec versuchte seinen Freund mal alleine zu erwischen.  


Es war furchtbar voll und die Gerüche waren unangenehm für seine feine Werwolfsnase. Außerdem fühlte er sich unglaublich unwohl ohne sein Rudel unter einer Masse von Übernatürlichen Wesen zu sein. Er versuchte sein Umfeld auszublenden und sich auf einen bestimmten Herzschlag zu konzentrieren. Es funktionierte. Er folgte dem Herzschlag durch die Menge und entdeckte ihn. Ein warmes Gefühl breitete sich ihn ihm aus, als er den Jungen dastehen sah. Doch als sein Blick auf die andere Person bei ihm fiel verfinsterte sich wieder seine Miene.

Es war ein Junge, ungefähr in Stiles Alter, der sich lachend mit dem Jungen unterhielt und ihm für Dereks Geschmack viel zu nahekam. Da hatte Stiles die ganze Zeit rumgemeckerte, dass Derek nicht mit ihm den Tag verbringen wollte und nun schien es so als hätte er auch ohne ihn jede Menge Spaß. Ein leises Knurren entkam ihn und seine Augen blitzten rot auf. Er ging auf seinen Freund und den Fremden zu, doch bevor er diese erreichen konnte stellte sich ihm jemand anderes in den Weg. Zuerst wollte er die Person einfach zur Seite schieben, doch er erkannte den Geruch und knurrte erneut. „Was!?“, fragte er grimmig und verschränkte die Arme vor der Brust. Er hatte keine Lust sich mit ihm zu unterhalten und jetzt schon gar nicht.

„Ich habe mich schon gefragt wann du auftauchen wirst. Stiles war ganz schön mies drauf als er hier ankam.“, erwiderte der Hexenmeister und ließ sich nicht von dem Werwolf einschüchtern. „Das sehe ich, wie mies er drauf ist.“, knurrte Derek und nickte in die Richtung der beiden Jungen. Magnus folgte seinem Blick und schüttelte den Kopf. „Das war er wirklich. Du weißt selbst wie gern er dich hat. Du solltest ihm wohl etwas entgegenkommen.“ Derek knurrte nur und ging an dem Hexenmeister vorbei. Mit schnellen Schritten war er bei Stiles und dem Anderen angekommen. Bevor Stiles irgendetwas sagen konnte, hatte Derek Simon am Kragen gepackt und zur Seite geschleudert, sodass er sich zwischen die beiden stellen konnte. Stiles war sprachlos und starrte den Rücken des Alphas mit offenem Mund an.

Simon konnte glücklicherweise durch seine Vampirreflexe einen Sturz verhindert, drehte sich aber gleich wieder seinem `Angreifer´ zu. „Was sollte das denn?“, fragte er verwirrt. „Derek? Was machst du hier?“, kam es leicht panisch von Stiles. Doch der Werwolf antwortete nicht und starrte Simon vor sich wütend an. „Bleib weg von ihm!“, knurrte er zwischen zusammengebissen Zähnen hervor. Simon hob fragend eine Augenbraue und blickte an dem Werwolf vorbei Stiles an. Dieser ging um den Alpha herum und legte seine Hände auf dessen Brust, um nötigen Falls zu verhindern, dass Derek sich auf Simon warf. „Jetzt reg dich mal ab Derek. Was ist überhaupt los?“, fragte er ihn dann. Nach einem Moment des Schweigens blickte der Werwolf auf ihn hinab. „Das sollte ich wohl eher dich fragen. Erst haust du einfach so ab und sagst kein Wort, dann folge ich dir, um noch einmal zureden und du amüsierst dich währenddessen mit dem da!“

Dereks zeigte mit der Hand auf Simon, der völlig verdutzt dastand und absolut nichts verstand. „Der da, ist Simon. Er ist ein Freund von Magnus und den anderen. Und wir haben uns nur unterhalten. Zumal du doch ey keinen Bock hattest Zeit mit mir zu verbringen.“, entgegnete Stiles säuerlich. „Ich…da spielt jetzt doch keine Rolle!“, erwiderte Derek. „Und ob das eine Rolle spielt! Du kannst mich nicht wie Luft behandeln und immer so tun als wäre ich dir egal und dann hier einen auf eifersüchtigen Freund machen. So funktioniert das nicht. Ich bin kein Spielzeug, dass man zu Seite legt, wenn man keine Lust mehr hat.“ Stiles hatte Mühe die Wut und Tränen zurückzuhalten. Dereks Gesichtszüge wurden weicher.

„Du bist mir nicht egal. Es…“ Er stöhnte genervt auf, verdrehte die Augen und sah zur Decke. „Worte Derek! Benutz Worte.“, ermahnte ihn Stiles und sah ihn dann abwartend an. „Es tut mir leid…Ich…Verdammt, Stiles du weist was ich meine.“, seufzte Derek und vermied es Stiles anzusehen. Die Wut, die der Mensch noch vor einem Moment verspürt hatte flaute langsam ab, bei dem Anblick, der sich ihm bot. Derek wirkte sichtlich nervös und wippte unruhig mit dem Fuß, dabei sah er auf den Boden vor ihm. Es war einfach nur süß, wie unsicher der sonst so starke Werwolf wirkte. „Derek, ich wollte nur diesen einen Tag mit dir verbringen. Irgendwas typisch pärchenmäßiges unternehmen und so. Du weißt schon. Denn…ich habe dich wahrsinnig gern, Derek.“ Der letzte Teil war mehr ein leises Flüstern, doch Stiles war sich sicher, dass Derek in trotzdem gehört hatte.

„Ich dich auch.“, erwiderte Derek sanft. Stiles lächelte leicht und lehnte sich gegen den Alpha. „Ich habe mir Sorgen gemacht, als du nicht zuhause warst. Und als Scott meinte, du wärst hier…Ich wollte es wieder gut machen.“, gab Derek zu. Simon unterdessen wandte sich von den beiden ab, denn es wirkte so als wollten sie jetzt lieber allein sein und außerdem machte ihm der dunkelhaarige Kerl ein wenig Angst. „Du bist hier, das ist doch schon mal ein Anfang.“, meinte Stiles und schmiegte sich an Derek. Dieser ließ seine Hand in die Tasche von seiner Lederjacke gleiten und zog etwas daraus hervor. „Hier.“ Er hielt eine Box Stiles hin, der diese überrascht entgegennahm.

Als er sie öffnet, lag ein Lederarmband mit einem Triskele-Anhänger darin. Bei dem Anblick begannen seine Augen zu strahlen. „Ich habe ewig gebraucht das richtige zu finden.“, meinte Derek und blickte überall anders hin als zu Stiles. Dieser lächelte und zog den Werwolf an seinem Kragen zu sich hinunter. „Es ist perfekt.“, erwiderte er und küsste Derek sanft auf die Lippen. Derek ließ seine Hände um die Taille des Jüngeren gleiten und zog ihn näher an sich heran, während er den Kuss erwiderte.

„Also, nächsten Valentinstag muss ich nicht erst in eine andere Dimension fliehen, um ihn mit dir zu verbringen?“ Grinsend sah Stiles seinen Freund an, der seine Augenbrauen zusammenzog. Als Antwort küsste er ihn erneut. „Ich nehme das jetzt als ja.“, gab Stiles lachend von sich. Ein Räuspern ließ sie auseinanderfahren. Beide blickten auf die Person, die neben ihnen aufgetaucht war. „Also es ist ja schön, dass ihr euch ausgesöhnt habt, aber, Derek, wenn du hier bleiben willst ist eine Maske Pflicht.“, sagte Magnus mit einem grinsenden Unterton. Der Werwolf starrte ihn nur missmutig an und zog Stiles näher zu sich. Derek war immer noch nicht mit dem Hexenmeister warm geworden. Doch dieser ignorierte ihn klatschte in die Hände und mit einem Mal trug Derek statt seiner Straßenkleidung einen eleganten Anzug und eine passende Maske dazu. Dafür erntet der Hexenmeister ein tiefes Knurren. Doch dies schien ihn nicht zu kümmern. Während Stiles sich das Lachen nur schwer verkneifen konnte. Er vergrub sein Gesicht in Dereks Seite um das Lachen zu unterdrücken. „Also, wenn ihr mich dann entschuldigt.

Ich habe noch eine Überraschung für meinen Liebsten geplant.“ Und damit verschwand der Magier auch schon. Derek stöhnte genervt auf. „Ach komm schon Derek. Sei nicht so ein Sourwolf.“, grinste Stiles und schlug seinem Freund leicht gegen die Brust. Derek wandte seine Aufmerksamkeit wieder auf den Jungen. Er grinste zufrieden, als dieser das Armband anlegte und küsste ihn erneut, während sie sich aneinander kuschelten. „Der Anzug steht dir.“, meinte Stiles schließlich. „Dir auch…Du siehst…sexy aus.“, erwiderte Derek verlegen. Stiles lief rot an und verbarg sein Gesicht hinter seiner Hand. Derek schnurrte zufrieden und schnippte Stiles Maske wieder nach unten. Der Jüngere kicherte wieder und schmiegte sich wieder an den Älteren. Derek mag zwar ziemlich grob sein und Feingefühl war ein Fremdwort für ihn, aber, wenn er sich Mühe gab konnte er sehr süß und liebevoll sein. Und mehr war es gar nicht was Stiles gewollt hatte.


Unterdessen hatte Magnus sich auf den Balkon zurückgezogen und wartete auf Alec. Nach kurzer Zeit erschien dieser dann auch. „Hier bist du. Ich dachte…naja, dass wir den Tag zusammen verbringen wollen. Aber erst platzt Stiles in unser Frühstück, dann lässt du mich mit ihm sitzen und bei der Party habe ich dich kaum gesehen.“, beschwerte sich der Schattenjäger niedergeschlagen. Sonst war er immer Derjenige der nicht so viel Zeit hatte, bei allem was grade in der Unterwelt so vor sich ging. „Ich weiß, tut mir leid.“ Magnus trat auf seinen Freund zu und strich ihm sanft über die Wange. „Aber ich hatte noch etwas vorzubereiten.“, sagte Magnus sanft und zog Alec zur Brüstung. „Mach die Augen zu.“, flüsterte Magnus Alec sachte in Ohr.

Dieser schenkte ihm einen verwirrten Blick, bevor er dem nachkam. Magnus merkte gleich wie angespannt sein Schattenjäger war. Er wandte sich von ihm ab und ließ die Finger durch die Luft gleiten. „Und jetzt öffne sie wieder.“, hauchte der Hexenmeister und trat nah an Alec heran. Der Schwarzhaarige öffnete vorsichtig ein Auge und dann erst das Zweite. „Wow…“, war alles was er hervorbrachte, als er sich umsah. Die Luft war erfüllt mit blassrosa Blütenblätter, die munter herumtanzten, dazu schimmerten weiße Lichte um sie herum. Es war absolut umwerfend schön.

„Ich liebe dich, Alexander.“, flüsterte Magnus sanft und trat vor den Schattenjäger. „Ich liebe dich auch.“, erwiderte dieser und beugte sich zu dem Hexenmeister nach unten, um ihm einen Kuss zu geben. Ein Grinsen schlich sich auf das Gesicht von Magnus. „Das ist für dich.“ Magnus übergab Alec eine längliche Box. Dieser musterte sie skeptisch. „Ich habe gar kein Geschenk für dich…“, erkannte Alec, als er da rauf schaute. „Bei dem ganzen Stress wegen Stiles, habe ich nicht mehr dran gedacht…“ Magnus lächelte daraufhin nur. „Das ist schon gut. Ich erwarte gar nichts. Mir reicht es, dass du hier bist. Kein Institut oder Mission. Nur du und ich…Und ein Haufen Freunde.“, gab er lachend von sich. Alec blickte in die Augen des Hexenmeisters und lächelte wieder. „Also, mach schon auf.“, forderte Magnus ihn auf. Alec löste die Schleife um die Box und öffnete sie.

„Das ist…“, begann er und nahm den Gegenstand heraus. Es war ein Bogen aus einem ihm unbekannten Material. Er glänzte silbern und am Griff war etwas eingraviert. Die verschnörkelnden Linien ergaben Wörter, die er nicht kannte. „Was steht da?“, fragte er den Hexenmeister. „Mein Herz gehört dir.“, antwortete Magnus und lächelte seinen Freund an. Dieser betrachtete ehrfürchtig den neuen Bogen. Er fühlte sich unglaublich gut in der Hand an, dazu schien er sehr leicht zu sein. Magnus betrachtete die unbewegliche Miene des Schattenjägers, um keine Reaktion zu verpassen. Nervös spielte er mit seinen Fingern. „Er ist perfekt…so…wie du.“, gab Alec schließlich von sich und lief dabei rot an.

„Danke.“, fügte er hinzu und küsst Magnus erneut. Das Herz des Hexenmeisters schien sich erleichtert zu beruhigen, nachdem es in einem enormen Tempo zu schlagen begonnen hatte. Als Alec ihn küsste, begann sein Magen zu kribeln und er lehnte sich dem Schattenjäger noch etwas entgegen. Er schloss ihn in die Arme und verweilte für einen Moment so. „Wir sollte wieder reingehen, du schuldest mir noch einen Tanz.“, ermahnte Magnus Alec lachend. „Bist du sicher, dass du das willst? Du weist das ich nicht tanzen kann.“, erwiderte Alec verlegen. „Absolut. Den das ist auch eins der Dinge, die ich an dir liebe.“ Magnus ließ den Bogen und die Box mit einem Fingerschnipsen verschwinden und zog Alec unter leichtem Protest auf die Tanzfläche. Auf dem Weg dorthin entdeckte er Stiles und seinen Freund, die zusammen auf einem der Polster saßen.

Sie wirkten glücklich und Magnus war wirklich froh drum. So gerne er Stiles auch mochte, er liebte seine Zweisamkeit mit Alec umso mehr. Mit einem letzten Blick auf das jetzt glückliche Paar, dass sich eng aneinander gekuschelt hatte, führte er seinen Freund auf die Tanzfläche, auf die es mittlerweile Konfetti regnete.