In Flammen (Arbeitstitel)

von AngelHawk
GeschichteRomanze, Thriller / P18 Slash
14.02.2020
27.03.2020
6
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Prolog

Dylan Jones steckte sich die Ohrstöpsel seines Smartphones in die Ohren. Er suchte nach der passenden Musik und lief los. Er genoss die laue Frühlingsluft. Tagelang hatte er nur um Büro gesessen, hatte bis tief in die Nacht gearbeitet. Jetzt genoss er den Sport, die Glückshormone, die in seiner Blutbahn pulsierten. Seine Gedanken wanderten zu Alan Harris. Ein Lächeln glitt über seine schmalen Lippen. Alan war sein Geschäftspartner, sein guter Kumpel und in mancher Nacht sogar noch mehr. Allen war mehr als talentiert. Nicht nur darin, mit potenziellen Geldgebern zu diskutieren. Oh nein, Dylan selber schätzte besonders die Zungenfertigkeiten des anderen Mannes. Die und Alans Talent ihn tief in seinen Mund aufzunehmen. Das einzige, was ihm nicht passte, wenn man es so nennen konnte, war dass Alan ein reiner Bottom war. Dylan sehnte sich danach, dass er einfach mal wieder genommen wurde. Doch sagen würde er darüber nichts. Dafür war ihm Alan zu wichtig, auch wenn er das zwischen ihnen nicht als Beziehung bezeichnet hätte. Allerdings war er ihm treu. Zumindest, was andere Männer betraf. Mit Frauen traf sich der Unternehmer dennoch. Er ließ seine Gedanken weiter schweifen, dachte einmal nicht an die Arbeit, auch wenn diese sonst fast immer sein Denken bestimmte. Zumindest immer dann, wenn er nicht mit etwas anderem beschäftigt war. Aber auch für diese Freuden hatte er sich in den letzten Wochen keine Zeit genommen, wenn man von wenigen Minuten mit Alan in seinem Büro absah. Wenn er gleich wieder zu Hause war, würde er Alan anrufen und ihn fragen, ob er Lust auf ein paar Bier hätte. Einfach mal wieder ausgehen, bevor man sich eine ganze Nacht lang in den Kissen rollte. Dylan merkte, dass sein Körper bereits voller Vorfreude reagierte. Er konnte es kaum erwarten mehr zu bekommen, als diese kurze orale Befriedigung, die kaum lange vorhielt.

Noch während Dylan sich vorstellte, Alan in das kurze blonde Haar zu greifen, während er sich in ihm versenkte, hörte er schwere Schritte auf dem Kies, die sogar seine Musik übertönten. Doch da dieser Weg, direkt an einem Bach entlang, eine beliebte Joggingstrecke war, wunderte sich Dylan nicht. Auch nicht, als die Schritte seinen Rhythmus aufnahmen und direkt hinter ihm blieben. Erst, als die Schritte ihm in den schmalen Weg folgten, den er nutzte, um zum Parkplatz zu kommen, drehte er sich um und zog sich dabei auch die Stöpsel aus den Ohren. Seine Musik war jetzt auch für seinen Verfolger zu hören.
„Was“, doch weiter kam er nicht, denn eine schwere Metallstange kam auf ihn zu, traf ihn an der Schulter und ließ ihn auf die Knie gehen. Sein Handy fiel auf den Boden und wurde zertreten. Der Unternehmer Dylan Jones starrte in hellgraue Augen, die er doch so gut kannte. Ein weiterer Schlag folgte, dieses Mal gegen seine breite Brust. Raubte ihm für einen Moment den Atem.
„Warum tust du das, Alan?“, hustend brachte er diese Frage hervor.
„Weil du es verdienst, Dylan. Genau wie das hier jetzt.“ Die Stange krachte gegen seine Beine, so dass Dylan auf dem sandigen Boden lag und sich kaum mehr rühren konnte.  Alan Harris starrte auf ihn hinab, während er ein Streichholzbriefchen aus der Hosentasche nahm.
„Ob du ohne Brandbeschleuniger abfackelst, Dylan?“
„Du willst mich verbrennen? Was habe ich dir getan Al? Wir sind Freunde.“
„So, Freunde? Ich bin doch nur gut genug, wenn ich irgendwen zu Investitionen bringen soll, oder wenn ich vor dir knie, weil du gerade geil auf mich bist.“
„So ist das doch nicht. Du weißt doch, dass du mir wirklich wichtig bist. Auch wenn ich es dir viel zu selten sage.“
„Es bringt nichts, wenn du versuchst um dein Leben zu quatschen. Du wirst jetzt verbrennen. Und, damit du auch wirklich brennst“ Alan unterbrach sich und zog einen Flachmann aus der Tasche. Als er ihn aufschraubte und den Inhalt über Dylan ausleerte, breitete sich ein beißender Geruch nach Benzin aus.
„Noch irgendwelche letzten Worte, Schatz?“ Das letzte Wort klang höhnisch.
„Nein. Ich verstehe zwar noch immer nicht, was ich dir angetan haben soll, doch wenn du dein Leben auf diese Weise zerstören willst, kann ich nun einmal nichts daran ändern.“
„Du begreifst es nicht, dass du mich vollkommen ausgenutzt hast. Dann sterbe wohl, Dylan Jones. Das Ficken mit dir wird mir schon fehlen.“ Alan riss ein Streichholz an und warf es auf Dylans Beine. Die benzingetränkte Sporthose fing sofort Feuer. Dylan schrie vor Schmerz. Alan drehte sich um.
„Entschuldige, dass ich dir nicht beim Sterben zusehen werde. Aber ich habe noch einen wichtigen Termin in der Firma.“ Er lachte und lief den Weg entlang. Dylan rief ihm hinterher, bettelte darum, dass er ihm doch half. Der Schmerz raubte ihm beinahe den Verstand. Dann umfing ihn selige Dunkelheit und das letzte, was er vernahm, bevor sein Bewusstsein schwand war ein hoher, spitzer Schrei.
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