Bis(s) in die Ewigkeit

von Catherlia
GeschichteFantasy / P18
Alec Demetri Felix Jane OC (Own Character)
14.02.2020
16.02.2020
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Camelot – 15. Jahrhunderts

Unruhig blicke ich um mich herum. Mein Bruder, Arthur und ich reiten zusammen mit 10 weiteren Soldaten zur Waldgrenze. Es wurde gemunkelt, dass dort seit Wochen ein Ungeheuer sein Wesen treibt und gnadenlose Morde begangen hat. Alle Opfer starben an den gleichen Todesfall. Ihnen wurde Blut ausgesaugt. >>Was ist los, Schwester?<<, fragt mich mein Bruder und blickt besorgt zu mir rüber. >>Nichts. Es ist nur etwas seltsam. Ich fühle, als werden wir verfolgt. Etwas bewegt sich schnell über uns.<<, antworte ich und blicke nach oben zu den Bäumen. >> Hmm, ich sehe nichts.<<, gibt Arthur von sich und steigt vom Pferd ab. >> Hier wurde das letzte Opfer gefunden. Sucht alles ab. Vielleicht finden wir Spuren.<< gibt er den Befehl. Alle steigen ab und durchsuchen die Gegend. >> Ich sehe nur Fußspuren.<<, rufe ich Arthur zu. Plötzlich geht ein Geschrei einer unserer Soldaten auf und kurz darauf hören wir nichts mehr. >>Vorena!<<, ruft mich mein Bruder zu sich und zieht sein Schwert. Ich tue es ihm gleich, sowie unsere Soldaten. Stille..ein feiner Windstoß und aus meinen Augenwinkel sehe ich etwas an den Bäumen zischen. Schnell und leise. Ich könnte schwören, dass es kein Tier war. Mein Herz beginnt zu rasen. Ohne zu wissen, was wohl gleich auf uns kommen wird. Ich nehme ein Knurren wahr und plötzlich wurde wir von schnell beweglichen Gestalten auseinander gebracht. Drei wurden weggezerrt und wir konnten nur ihre Schreie um Hilfe hören. >>Zeig euch!<<, schreit mein Bruder und tatsächlich. Einer der Gestalten kommt knurren aus einer der Bäumen hervor mir blutigen Lippen und Händen. Nach und nach zeigen sich auch die anderen. Insgesamt sind es fünf. >>Arthur...was sind das für Menschen?<<, flüstere ich. Wütend schüttelt mein Bruder den Kopf. >>Das sind keine Menschen!<<
ruft er wütend und rennt schon auf den Anführer zu. Die anderen Soldaten folgen ihm. Doch weit kommen sie nicht. Einer wurde gerade zur Boden geworfen und ihm wurde Blut aus dem Leib ausgesaugt. Ich eile dem Soldaten zur Hilfe und hole mit voller Kraft aus. Doch das Schwert zerbricht, als diese seinen Hals trifft. Überrascht schaue ich das zerbrochene Schwert. >>Autsch!<<, bringt er nur hervor und richtet dich bedrohlich auf. Ich sehe Risse an seinen Hals, die schnell verheilen. Ich kann nicht fassen, was ich da gerade sehe. Was sind das für Kreaturen?
>>Vorena, lauf!<<, kommt es leise von Arthur. Ich blicke zu ihm und sofort stockt mein Atem. Das Monster hält Arthur am Hals in die Höhe fest. >> Sag Lebewohl zu deinem geliebten Bruder, kleine Prinzessin.<<, sagt er grinsend und zieht meinen Bruder zu sich. Kurz darauf beißt er zu und Arthur schreit los und zappelt herum, um sich zu befreien. Keine Chance. Ich sehe, in Zeitlupe wie er zu Boden geht, die Augen geöffnet. Ich atme schwer und konnte nicht anders als loszuschreien. Kurz darauf wurde ich am Hals gepackt und in die Höhe gehalten. Ich zapple wie wild herum und trete zu, doch nichts passiert. Er lacht hämisch auf. >> Erbärmlich.<<, bringt er hervor und ich schnappe schwer nach Luft. >> Die letzten Worte?<<, fragt er und zieht mich zu sich. >> Fahr zur Hölle!<<, spucke ich ihm entgegen und kurz darauf spure auch schon, wie seine Fangzähne meinen Hals durchbohren. Dann beginnt er zu saugen und ich spüre, wie Blut aus mir fließt und langsam verliere ich mein Bewusstsein. Ich sehe nur verschwommen und nehme nur schwarze Nebeln wahr. Dann ertönt ein Schmerzensschrei und der Nebeln verbreitet sich schnell und weiter aus. Ich merke, dass mich jemand auffängt, als ich gerade zu Boden falle. Ich erkenne nicht viel. Außer rote Augen, die mich anstarren und eine kühle Hand an meiner Wange. Ich nehme Kampfgeräusche im Hintergrund wahr und fremde Stimmen dringen durch meine Ohren. Konnten sie denn etwa diese Kreaturen besiegen? >> Sie hat zu viel gesehen. Sie muss vernichtet werden.<< . >> Sie gehört ihm. Wir dürfen ihr nichts antun.<< Kurze Stille. >> Es wird alles gut werden, Ta pánta mou (griech.: Mein Ein und Alles).<<. Ertönt die sanfte Stimme eines Mannes über mir. Ich konnte nicht verstehen, was die letzten Worte bedeuten und kurz darauf spüre ich an der gleichen Stelle, wo ich vor kurzem gebissen wurde einen brennenden Schmerz. Schmerzvoll schreie ich auf und dann war alles vorbei.

~D~


Langsam öffne ich meine Augen. >>Wo bin ich?<<, bringe ich leise hervor. Kurz sehe ich verschwommen und dann wurde alles ganz klar. Das Zimmer, in welches ich mich befinde, ist mir nicht bekannt. Sofort schrecke ich hoch und blicke panisch in ein unbekanntes Gesicht. >>Wer seid ihr?<<, frage ich ängstlich. Der Mann lächelt freundlich. Seine Haut ist blass und er hat mattbraune bis blonde Haaren. Seine Augen sind rot, was mich ein wenig Angst macht. >>Mein Name ist Demetri und du bist in Volterra, Italien.<<, beantwortet er meine Fragen. >>Was?<<, bringe ich lautlos hervor. Er tritt einen Schritt näher ans Bett und ich weiche einen Stück zurück. Abrupt stoppt er und hebt seine Hände hoch. >>Schon gut. Ich werde dir nichts tun. Keiner von uns hier.<<, verspricht er. >>Uns? Wie viele seid ihr und was wollt ihr von mir?<<, frage ich wütend und spüre plötzlich, wie trocken mein Hals ist und ich nach einer bestimmten Flüssigkeit trachte. Nämlich Blut. Was? Ich fasse an meinem Hals. Wieso habe ich Durst auf Blut? Der Mann nickt verständlich, als wüsste er, was in mir abgeht. Dann erinnere ich mich an das Geschehene. Durst nach Menschenblut..diese Kreaturen..Arthur..>>Was habt ihr mit mir gemacht?<<, frage ich wütend und stehe ruckartig auf. Etwas schockiert darüber, wie ich mich so schnell bewegen kann, lässt mich kurz von dem Geschehnissen ablenken. Demetri ist nämlich in der gleichen Geschwindigkeit zu mir geflitzt und hält mich fest. >> Keine Sorge. Du wirst gleich was zu trinken bekommen. Zuerst beruhige dich Prinzessin. Du wirst dich daran gewöhnen müssen, einen Vampir zu sein.<< Vampir? Was? So nennt man also diese Kreaturen? Bin ich etwa einer von denen, die meinen Bruder getötet haben? Nein, das kann nicht sein. Ich schnappe schwer nach Luft. In mir steigt Wut auf. >> Was habt ihr mit mir gemacht?<<, schreie ich noch mal laut und befreie mich mit einem Griff von Demetri. Ich drücke ihn hart gegen die Wand, welche nach dem Aufprall mehrere Risse bekommen hat. Überrascht starre ich die Rissen, die sich rund um seinen Körper an der Wand bilden, an. Plötzlich wurde ich ruckartig nach hinten gezogen und am Hals festgehalten. Aus Reflex trete ich die Person in den Fuß, sodass er sich leicht nach vorne krümmt. Dann stoße meinen Ellenbogen gehen seinen Bauch und schlage mit der Faust nach hinten in sein Gesicht. Ich höre einen krachendes oder klirrendes Geräusch, als meine Faust sein Gesicht trifft. Genau so wie bei der Wand, entstehen Rissen auf seinem Gesicht, nur dass sich die Rissen hier langsam verschwinden. Und genau das passierte auch einen der Angreifer, an jenen Tag. Ist er..oder sind sie etwa alle..und ich bin auch ein Vam..Nein! Wütend schaut mich der Riese an. >> Felix.Nicht.<<, warnt ihn Demetri, doch er stürzt sich bereits auf mich. Seine Arme krallen nach mir, doch ich konnte jeden Schlag ausweichen. Er ist zwar viel größer als ich, doch nicht beweglicher. Ich greife nach seinem Arm, schwinge mich auf seine Schulter und befördere ihn somit zu Boden. Plötzlich stoppe ich von meiner Bewegung und spüre stechende Schmerzen, die sich in mir ausbreiten. Wie aus dem Nichts. Ich falle mit dem Rücken zu Boden und krumme mich vor schmerzen zusammen. >>Jane. Hör auf!<<, schreit Demetri. Doch sie denkt nicht mal im Geringsten daran. Ich sehe, wie ein zufriedenes Grinsen sich auf ihren Lippen bildet und sie weitet ihre Augen noch mehr auf, um mir mehr schmerzen zuzufügen. Laut schreie ich auf. Es macht ihr Spaß mir wehzutun. Ich kämpfe gegen den Schmerz an ich merke etwas an meiner Hand. Etwas, sehr energisches. Ohne nachzudenken, ziele ich meine Hand Richtung Jane und lasse die Energie frei. Eine Starke Welle bricht heraus, die als hellblaue Farbe sichtbar ist und stößt Jane bis zur nächsten Wand zurück. Allerdings zerbricht die Wand und vergrabt Jane unter sich. Wütend stehe ich mit blau leuchtenden Händen auf. Felix und Demetri heben ergeben die Hände. Ich blicke zu Demetri, der traurig zu mir blickt, als würde er wissen, was ich vorhabe. Nämlich abhauen. Aber was sollte ihm das kümmern? >> Bitte nicht.<<, fleht er an. >>Ich habe schon zu lange auf dich gewartet. Ich darf dich jetzt nicht verlieren.<<, spricht er weiter. Ich verstehe absolut gar nichts. >>Wovon sprichst du?<<, frage ich. >> Du bist meine Seelenverwandte. Wir sind für einander bestimmt und wenn du jetzt gehst, wirst du dich ungewollt der Welt zeigen, was du bist. Dein Durst nach Menschenblut ist zu stark um dich unter Kontrolle zu halten.<<, beantwortet er mir meine Frage. Was für Seelenverwandte? Wie kann er für mich bestimmt sein, oder ich für ihn? >>Bitte!<<, fleht er wieder. >> Denkst du etwa, ich würde nach Menschenblut trachten, nach allem was passiert ist? Mein Bruder wurde von einer deines Gleichens umgebracht.<<, bringe ich hervor. >> Er war keiner von uns. Keiner von denen, die euch angegriffen haben war je einer von uns.<<, kontert er. Stumm blicke ich ihn an. >>Vorena.<<, flüstert er meinen Namen heraus. Woher kennt er meinen Namen? >>Du bist jetzt einer von uns, kleine Prinzessin. Du kannst nirgendwo mehr hin.<<, kommt es von Felix. Wütend schüttle ich mit dem Kopf. Hinter mir höre ich ein Knurren von Jane, die bereit ist mir erneut weh zu tun. >> Fügt mir noch mal Schmerz zu und du erlebst das von vorhin noch mal anders.<<, zische ich bedrohlich. Sie hält inne und ich nicke ihr zu. >> Noch etwas. Ich werde niemals zu euch gehören. Und was dich und diese Seelenverwandte oder..was auch immer. Ich kenne dich überhaupt nicht.<<, sage ich bestimmt und blicke zu den Männern. Verletzt blickt mich Demetri an, als wurde sein Herz in tausenden von Teile zerbrechen. Dann zersprenge ich das Fenster mit meiner Energiewelle und flitze heraus. >>Vorena, nein!<<, höre ich noch Demetri nach mir rufen.
Ich bin wütend auf mich selbst, dass ich nicht mit meinem Bruder, Arthur, in den Tod gefolgt bin. Bestimmt trauert mein Vater um seinen einzigen Sohn und macht sich große Sorgen um mich. Vermutlich hat er schon einen Suchtrupp losgeschickt oder sogar eine Armee aufgestellt. Oh nein. Ich muss das verhindern. Keine Ahnung, wohin ich renne, aber mein Gefühl sag mir, dass es die richtige Richtung ist. Doch meinen Durst nach Blut verursacht, dass ich immer langsamer werde. Sofort halte ich inne. Ich komme an einem Dorf vorbei. Hier müssen doch bestimmt Pferde oder sonstige Tier sein, von dessen Blut ich mich ernähren kann. Ich habe beschlossen auf Menschenblut zu verzichten, da mir der Gedanke daran, wie Arthur einer der Opfer der Vampiren wurde, schlechtes Gewissen verleiht und ich dieses Bild nie aus dem Kopf bekommen werde. Ich sah, wie er starb, wie seine Augen zu mir blickten, als sein lebloser Körper zu Boden fiel.

Demetris POV:

Und da läuft sie davon. Ich hätte nie gedacht, dass ich meine Gefährtin mitten in einem Kampf begegnen werde und sie sofort verwandeln muss, um sie vor dem Tod zu bewahren. Genaugenommen, habe ich sie mit in den Tod genommen, aber auf positive Weise. Nur ihren Bruder konnten wir nicht mehr helfen.
>>Wir müssen ihr folgen und sie zurückholen!<<, sage ich wütend. >>Zuerst müssen wir die Meister benachrichtigen.<<, gibt Jane von sich. >>Das wird nicht nötig sein, meine Liebe.<<, ertönt die Stimme von Meister Aro und blickt überrascht sogleich zufrieden um. >> Wenn ich bitten darf!<<, spricht Meister Aro zu mir und reicht mir seine Hand entgegen. Langsam gebe ich ihn meine Hand, den er hungrig danach greift. >> Faszinieren!<<, flüstert er und wendet sich an Felix und Jane, um das Geschehen aus ihren Blicken zu sehen. >> Ihre Gabe ist bemerkenswert. Sie nimmt es mit Leichtigkeit mit Felix auf und widersetzt sich Jane.<<, spricht er und Felix knurrt leicht. Niemand nimmt es mit Felix freiwillig auf und würde ihn sogar besiegen, wäre Jane nicht aufgetaucht. >>Trotz Schmerzen besitzt sie Kontrolle über sich. Und dieses..blaue.<<, er stoppt und wendet mit seiner Hand. Ihm fällt kein passendes Wort für ein und schaut gespannt zu uns. Doch keiner von uns fällt etwas ein, um Vorenas Kräfte zu beschreiben. Und ja, ihre Gabe ist einzigartig. Wir wissen auch nicht, wozu sie noch im Stande war. Doch eines wissen wir genau – wir brauchen sie in unsere Garde. >> Bring sie mir!<<
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Catherlia
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