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Die Überlebenden

von Deira
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P18 / MaleSlash
Agron Duro Lucretia Nasir Pietros Spartacus
14.02.2020
03.07.2022
47
117.628
5
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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19.02.2020 2.696
 
Es geht weiter mit dem nächsten Kapitel. Es handelt sich eigentlich eher um ein Übergangskapitel. Es liegt etwas in der Luft. Bald gibt es eine Rebellion, wahrscheinlich schon im nächsten Kapitel.

Kapitel 4

Pietros wunderte sich in den nächsten Tagen über Damaris. Die junge Frau hatte ein Lächeln auf den Lippen und summte eine Melodie, die Pietros nicht kannte. Mit ihren Gedanken schien sie woanders zu sein und mehr als einmal musste Letitia sie zur Ordnung rufen.
Eines Tages räumte Pietros mit Iras und einer nach wie vor verklärt drein blickenden Damaris die Einkäufe ein, die andere Sklaven vom Markt mitgebracht hatten. "Ich wäre auch gerne gegangen," seufzte Damaris.
Iras wechselte einen Blick mit Pietros, ehe sie dem anderen Mädchen auf den Kopf zusagte, was sie dachte. "Du bist verliebt! Aber ich habe keinerlei Ahnung, in wen."
Damaris kicherte albern und Iras gab ihr einen Schubser gegen den Arm. "Sag schon, wer es ist. Einer der Gladiatoren? Einer von den Neuen? Oder einer der anderen? Ist es Donar? Duro? Hamilcar? Agron? Einer der Gallier? Da sind ein paar Hübsche dabei. Oder unser Champion Spartacus?"

Damaris schüttelte den Kopf und schien geradezu empört zu sein. "Nein. Keiner von denen. Die sind mir viel zu grob. Bestimmt behandeln sie Frauen genauso wie ihre Gegner in der Arena oder beim Training. Ich verrate es euch, aber ihr dürft es nicht Letitia erzählen."

Pietros beeilte sich beim Einräumen der Einkäufe. Er mochte die beiden Mädchen und er gönnte Damaris ihre Verliebtheit. Er wusste schließlich selber noch, wie schön so etwas sein konnte. Aber er fühlte sich noch nicht dazu bereit, sich näher mit dem Liebesleben anderer zu befassen. Er wusste, dass ihn dies traurig machen und an seinen Verlust erinnern würde.

Er war noch nicht so weit.

Unterdessen hatte Iras versprochen, nicht zu verraten, um wen es sich bei Damaris`Liebsten handelte. Diese sah sich verschwörerisch um, ehe sie ihren beiden Freunden das Geheimnis mitteilte. "Lucius Fabius Drusus"
Pietros ließ beinahe den Einkaufskorb mit den frischen Eiern fallen, was ihm ohne Zweifel großen Ärger mit Letitia eingebracht hätte.

"Was?", fragte Iras und sie sah die andere auf einmal sehr ernst an. "Das darf nicht wahr sein. Diesen schrecklichen Mann?"

Damaris sah verlegen zu Boden. "Ich finde ihn nicht schrecklich. Er war sehr nett zu mir."

Pietros schüttelte den Kopf. Er machte sich mit einem Mal Sorgen um das junge Mädchen. Über Drusus gab es Geschichten, die ihm ganz und gar nicht gefielen. Anscheinend ließ er bereits kleine Vergehen übermäßig hart bestrafen und er hatte in der kurzen Zeit, in der er zum Stadtkommandanten von Capua geworden war einen gewissen Ruf erworben.

"Ist etwas zwischen euch vorgefallen?"

Zu seiner Erleichterung verneinte Damaris diese Frage. Es war nichts geschehen und aus ihren weiteren Worten hörte er schließlich heraus, dass es sich lediglich um eine Schwärmerei ihrerseits handelte. Es hätte ihm missfallen, wenn die junge Frau vom Kommandanten benutzt worden wäre.



Die Zeit verging und Pietros verließ die Abgeschiedenheit seiner kleinen Welt nur, um Lucillus bei irgend welchen Tätigkeiten, die die Pflanzen betrafen, zur Hand zu gehen. Selten begleitete er die Haussklaven, die für die Einkäufe verantwortlich waren, hin und wieder auf den Markt von Capua. Dies geschah dann, wenn Letitia besondere Zutaten für eine Mahlzeit benötigte und Damaris und Iras mit anderen Tätigkeiten beschäftigt waren.

Die Trauer um Barca verfolgte ihn nach wie vor. Immer wieder gab es Situationen, die ihn an ihn erinnerten. Manchmal glaubte er, eine von Barcas Tauben zu sehen und er beneidete die Tiere, wenn sie wieder davon flogen. Es musste schön sein, dahin gehen zu können, wohin man wollte.

Er wusste auch, dass er sich nicht den Rest seines Lebens in Letitias Küche und der näheren Umgebung verschanzen konnte. Oft genug fühlte er auch Wut auf Barcas Mörder und er wusste, dass er ihnen niemals verzeihen würde.

Aber sein Leben wurde nicht mehr nur von Traurigkeit und Wut bestimmt.

Oft erwischte er sich dabei, wie er über einen Scherz, den Iras machte, lachte. Sie erzählte häufig lustige Geschichten. Oder er erwischte sich dabei, wie er lauschte, wenn Damaris ihren Tratsch, den sie von einigen der Haussklaven gehört hatte, teilte.

Manchmal waren die Gespräche auch ernster.

"Eigentlich haben wir es hier doch gut," sagte Damaris eines Tages. "Ich habe gehört, dass es in einer der anderen Villen ein Mädchen gab, das davonlaufen wollte. Sie wurde hart bestraft."
"Die Arme," entfuhr es Iras. "Hoffentlich war die Strafe nicht zu schwer."
Empört schüttelte Damaris den Kopf. "Sie war dumm. Ich verstehe das nicht. Mira hat mir davon berichtet. Sie hat gehört, dass das Mädchen nach Hause, nach Gallien, wollte."

Pietros fand das Verhalten des ihm unbekannten Mädchen nicht gänzlich unverständlich.

Immer wieder gab es Geschichten von Sklaven, die versuchten, zu fliehen. Meist scheiterte dies und es führte zu schweren Strafen. Einen Haussklaven, der geflohen war, hatte Drusus zu seinem Dominus zurückbringen lassen.
Es wurde erzählt, dass der Geflohene anschließend dermaßen geschlagen wurde, dass er einen Tag später an seinen schweren Verletzungen starb.

Solche Geschichten wirkten bereits abschreckend auf fluchtwillige Sklaven und bei sich dachte Pietros, dass dies falsch war. Warum wurden Menschen aus ihrer Heimat geholt, um fremden Menschen zu dienen? Er und die anderen Sklaven, die in der Küche arbeiteten hatten im Vergleich zu anderen noch Glück gehabt. Sie wurden hier in Ruhe gelassen. Aber er wusste auch, dass manche der anderen Haussklaven zu den Gladiatoren geschickt wurden, um mit ihnen das Lager zu teilen.

Er hatte es in seiner Zeit, die er unter den Männern verbracht hatte, mehr als einmal erlebt.

Mira war auf diese Weise mit Spartacus zusammen getroffen, es war auch unter den Küchensklaven ein offenes Geheimnis, dass Crixus von Zeit zu Zeit das Bett mit Domina Lucretia teilte.
Viele Sklaven hatten es schwerer als er in seiner augenblicklichen Situation. Sie schufteten auf den Feldern, in den Minen oder mussten das Lager mit Menschen wie Gnaeus teilen. Vor allem letzterer Gedanke ließ ihn erschauern. Er wussste, dass manche Sklaven einem Dominus dienten, der genauso schlimm war wie der Gladiator.

Dies könnte durchaus ein Grund sein, einen Fluchtversuch zu unternehmen.


In den nächsten Wochen drangen manchmal Nachrichten in die Welt der Küchensklaven, die Pietros nahe gingen.

Zum einen wurde einer der neuen Gladiatoren, Segovax auf grausame Weise hingerichtet. Iras berichtete davon und sie war sichtlich erschüttert und erschrocken. Sie hatte an jenem Abend Trauben und Wein auf den Balkon gebracht, während die dort Versammelten den Todeskampf des Mannes beobachteten.

Zu ihrer Erleichterung hatte sie gehen dürfen, nachdem sie die Speisen serviert hatte. Aber die wenigen Augenblicke waren bereits zu viel für sie gewesen. Verstört kehrte sie in die Küche zurück.

"Sie haben ihn tatsächlich gekreuzigt. Und vorher haben sie ihn kastriert. All das Blut! Er soll auch versucht haben, Spartacus zu töten. Trotzdem war es schrecklich!", sagte sie und zitterte, während Letitia das Mädchen tröstend in die Arme nahm, dabei aber etwas über die "schreckliche blonde Frau, die nur Unglück brachte," murmelte.


Dann starb Varro, Spartacus tötete ihn im Rahmen einer Geburtstagsfeier auf die Anweisung eines verwöhnten römischen Jungen. Dies tat Pietros wirklich sehr leid, wusste er doch, wie eng Spartacus und Varro befreundet gewesen waren. Auch er selbst bedauerte den Tod des blonden Gladiators. Er hatte ihm gegen Gnaeus beigestanden und hatte ihn freundlich behandelt.


Eine Nachricht erfüllte ihn mit stiller Schadenfreude. Offenbar hatte Gnaeus eine Grenze überschritten, als er es wagte, einem anderen Gladiator an den Hintern zu fassen. Der Gladiator hatte Gnaeus darauf hin zwei weitere Zähne ausgeschlagen und ihn so zugerichtet, dass er zwei Tage lang unter der Obhut des Medicus bleiben musste.
Es wurde getuschelt, dass Gnaeus mittlerweile häufig in Schwierigkeiten geriet und dass selbst diejenigen, mit denen er sich bisher gut verstanden hatten, allmählich die Geduld mit ihm verloren.
Es ging das Gerücht um, dass Gnaeus seit einer Kopfverletzung, die er vor einigen Wochen erlitten hatte, allmählich vollends den Verstand verlor und noch unberechenbarer war als zu der Zeit, als Pietros seine Tätigkeit in der Küche begann.

Dieser Umstand, dass der Gladiator Gnaeus verprügelt hatte, gab Pietros ein Gefühl der Genugtuung. Es hieß, dass Gnaeus dem Mann seither aus dem Weg ging. Wieder einmal bedauerte Pietros es, dass er nicht stärker gewesen war und sich nicht besser hatte zur Wehr setzen können.

Vielleicht hätte der Gladiator ihn auch nach einem ersten, so offensichtlich gescheiterten Versuch, in Ruhe gelassen.


Als nächstes geschah die Sache mit Naevia, die Letitia ein gequältes "Ich habe es doch gewusst. Das konnte nicht gut gehen," murmeln ließ. Pietros entfuhr ein Fluch, als er erfuhr, wie mit Crixus und Naevia, nachdem ihre Liebe entdeckt worden war, umgegangen wurde.

Diese Mal verzichtete Letitia sogar darauf, ihn zurecht zu weisen und er sah ihr an, dass sie seine Meinung teilte.
Am meisten erschütterte es ihn, als er erfuhr, dass Naevia fortgeschickt wurde und Letitia sich darüber ausschwieg, wohin sie gebracht worden sein könnte.

"Das arme Mädchen," flüsterte sie eines Tages erschrocken, während Pietros, Iras und Damaris sie fragend ansahen. Aber die Köchin sprach nicht weiter. "Wir können nichts dagegen tun. Wir können nur die Götter bitten, über sie zu wachen."


Aber es gab auch eine gute Nachricht, über die sich der Dominus und seine Frau sehr freuten. Nach langer Zeit erwartete die Domina offenbar endlich ein Kind.

"Also wird der Dominus Vater?", fragte Iras, aber Letitia schnaubte verächtlich. "Wer es glauben will.... aber dass die arme Aurelia, Varros Frau, jetzt für den Dominus arbeitet, wegen der Schulden..."

Pietros hörte nicht weiter hin. Dass Domina Lucretia ihrem Mann Hörner aufsetzte, war ihm bekannt. Er fragte sich, ob Crixus in Wahrheit der Vater des Kindes war und bezweifelte, dass dieser allzu glücklich darüber sein würde.

Dann bekam Letitia allen Grund, sich aufzuregen. Denn die Wachen von Glaber, dem Mann der "schrecklichen blonden Frau", übernahmen die Kontrolle über die Gladiatoren und die Bedingungen der Männer verschlechterten sich.

Glaber übernahm die Schirmherrschaft.

Das schlimmste für Letitia war der Umstand, dass Ilithyia nun häufiger als zuvor im Hause anwesend war und Pietros bebachtete wie die Köchin die Suppe sehr wütend umrührte und die Möhren liebloser als früher kleinschnitt.

Der Name Glaber wurde auch unter den Sklaven in der Küche ängstlich geflüstert und Letitia forderte ihre drei Schützlinge regelmäßig auf, nicht unangenehm aufzufallen. Auch dieses mal schien sie wieder mehr zu wissen und sie raunte Pietros zu, dass es ein Verbrechen gegeben habe. Irgendwie hatte Batiatus Glaber in der Hand und Letitia wusste genug um zu wissen, dass sie nicht mehr wissen wollte.

Auch Ashur war irgendwie in die Geschichte involviert.

„Das wundert mich nicht,“ sagte Pietros mit Bitterkeit.

Auch dies löste ein Kopfschütteln bei Letitia und sie wurde mit einem Mal traurig. „Ich will ihn nicht verteidigen. Er hat Leid verursacht. Trotzdem habe ich ihn auch anders erlebt. Er war ein netter junger Mann, als er damals in den Ludus kam. Er hat sich zum Schlechten verändert. Aber ihm wurde auch übel mitgespielt. Auch von Männern, die du schätzt, Pietros. Unter gewissen Umständen machen Menschen Dinge, die sie unter anderen Umständen niemals tun würden. Manche wählen dann einen falschen Weg. Ich habe in meinem Leben schon drei oder vier junge Männer aus dem Ludus getroffen, die nicht mal in der Lage waren, eine Fliege totzuschlagen. Sie waren krank vor Heimweh und wollten einfach nur am Leben bleiben. Ich habe ihnen manchmal Leckereien zugesteckt, weil sie mir so leid taten und von ihren Kameraden schlecht behandelt wurden. Ein paar Jahre später waren sie blutrünstige Bestien, die für niemanden ein gutes Wort übrig hatten und vor denen alle anderen, einschließlich mir, Angst hatten. Das nahm nie ein gutes Ende. Heute sind diese Männer schon lange tot.“

„Das rechtfertigt nichts!“, antwortete Pietros ein wenig heftiger als beabsichtigt. Er sah Letitia um Entschuldigung bittend an und sie drückte kurz seine Hand.

„Nein, es rechtfertigt überhaupt nichts,“ sagte sie leise. „Und ich bin auch wütend, vor allem, wenn ich an Naevia denke. Aber weißt du, wo du in zehn Jahren stehst? Weißt du, was für ein Mensch du dann sein wirst? Vielleicht zwingen dich die Umstände auch irgendwann dazu Dinge zu tun, die dich heute erschrecken würden.“

Pietros zwang sich selbst zu einem Lächeln. „Dann war Ilithyia auch mal ein unschuldiges liebenswertes kleines Mädchen?“

Letitia zuckte sichtlich zusammen und schüttelte den Kopf. „Nein! Die nicht!“



Die Stimmung im Haus und auch im Ludus verschlechterte sich und Damaris lief einen Tag lang enttäuscht herum, als Letitia ihr verbot, mit den Haussklaven auf den Markt zu gehen.
"Warum willst du denn unbedingt mitgehen? Du beschwerst dich doch sonst immer bei Iras und Pietros darüber, dass der Weg so weit ist, vor allem, wenn du Einkäufe tragen sollst. Willst du dich etwa mit irgend einem jungen Mann treffen?", hackte Letitia nach und schüttelte den Kopf. "Das ist im Augenblick nicht gut für dich. Dazu ist die Stimmung zu angespannt. Und so etwas bringt nur Probleme mit sich. Denk an Naevia."

Pietros fragte sich, ob Damaris unbedingt auf den Markt gehen wollte, um den Stadtkommandanten aus der Ferne zu beobachten.

Es gab beunruhigendes Flüstern unter den Haussklaven und Damaris hatte sichtlich Angst. "Es wird doch nichts geschehen, oder?", fragte sie mehrfach ängstlich. "Ich will nicht, dass etwas geschieht. Es geht uns doch gut. Wenn diese schrecklichen Gladiatoren jetzt etwas Falsches machen, dann werden wir alle darunter leiden. Ich will das nicht! Sie sollen doch alles so lassen, wie es ist!"

Tatsächlich gab es leise geflüstere Worte über einen geplanten Aufstand und auch Letitia war sehr besorgt. "Lucillus und ich sind viel zu alt für so etwas. Wäre ich noch so jung wie damals, als ich Rufus geliebt habe und wäre er unter den Gladiatoren....dann...vielleicht..."

Sie schwieg. Immerhin hatten Glaber und die "schreckliche blonde Frau" nun einen gewissen Einfluss auf das Haus des Batiatus. War es vorher gefährlich gewesen, etwas zu sagen, so war es nun noch gefährlicher geworden.
Damaris bat erneut darum, auf den Markt gehen zu dürfen und wieder verbot Letitia es ihr. Die junge Griechin schien große Angst zu haben. Vor allem fürchtete sie sich vor dem, was die Gladiatoren in der Villa anrichten würden. Vielleicht würden sie alle töten. Sie hoffte, dass es nur dumme Gerüchte waren und dass es keinen Aufstand geben würde.

Iras fürchtete sich ebenfalls, schien aber einfach abzuwarten, was geschehen wurde.


Lucillus wurde krank. Sein Herz machte ihm zu schaffen. Dies sagte der Medicus, der nach ihm sah. Er erklärte der besorgten Letitia auch, dass dies dem Alter geschuldet sei.

So kam es, dass Lucillus das Bett hütete. Als Pietros an seinem Bett saß und ihn dazu brachte, eine heiße Suppe zu essen, dachte er daran, wo er stehen würde, wenn es wirklich zu dem drohenden Aufstand kommen würde.
Am nächsten Tag wurden Gäste erwartet, außerdem sollte es zu einem Kampf zwischen zwei Gladiatoren, Spartacus und Crixus, kommen. Letitia war beauftragt worden, ein gutes Essen zuzubereiten.


Als Pietros an jenem Morgen erwachte hatte er von Barca geträumt. In seinem Traum hatten sie gemeinsam das Haus verlassen und Barca hatte den Arm um ihn gelegt. "Wir sind frei, Pietros. Wir können gehen, wohin wir wollen."
Der Traum war schön gewesen, gleichzeitig auch traurig, da er wusste, dass es so niemals sein würde. Trotzdem hatte er das Gefühl, dass an diesem Tag etwas geschehen würde.
Stand eine erneute Veränderung in seinem Leben bevor? Und war sie gut oder schlecht? Irgend etwas schien in der Luft zu liegen und er wunderte sich, dass Batiatus noch nichts davon bemerkt hatte. Anscheinend interessierte es ihn und seine Frau tatsächlich nicht wirklich, was unter den einfachen Sklaven vor sich ging.
Oder waren sie der Ansicht, dass die Ludus-Wachen alles im Griff hatten? Immerhin hatte es dort eine Verstärkung gegeben.

Pietros stand auf, schaute kurz nach Lucillus, der noch schwächer als am Vortag wirkte und beschloss, Letitia zu bitten, eine kräftigende Brühe für den alten Mann, der ihm ans Herz gewachsen war, zuzubereiten.

Was auch immer geschehen würde, dies hatte nun Vorrang.
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