A complicated love affair

KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Bettina Weiss Hanna Winter Prof. Dr. Alexander von Arnstett
13.02.2020
15.02.2020
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Hallo,
ich konnte einfach wieder einmal nicht anders und musste etwas zu den beiden schreiben. Solange die in der Serie noch so drum herum turteln, muss ich mich eben mit FanFiktions überbrücken. Aus dem eigentlich geplanten OneShot ist nun leider ein TwoShot geworden.
Ich bin selbst noch nicht hundertprozentig damit zufrieden. Deshalb kann es durchaus sein, dass ich ihn entweder nochmal komplett verändern werde oder gar wieder lösche.
Momentan mag ich ihn euch nicht vorenthalten.
Nun viel Spaß beim Lesen.



A complicated love affair


Teil 1


„Wie ich das vermisst habe. Warum haben wir bloß damit aufgehört?“, sagte Hanna außer Atem. Sie hatte es endlich geschafft, Alexander wieder zum Squashspielen zu überreden.
„Es war wirklich ein unheimlich tolles Spiel, auch wenn ich schon wieder verloren habe“, erwiderte Alexander lachend und ließ sich neben Hanna auf die Bank fallen. Eigentlich hatte er etwas trinken wollen, doch er konnte nicht anders. Heimlich beobachtete er Hanna und konnte seine Augen nicht von ihr abwenden. Sie hatte dieses Magische an sich, was ihn immer wieder aus der Realität riss. Sie wirkte förmlich magisch auf ihn, doch seine Angst war viel zu groß. Er konnte ihr einfach nicht sagen, was er für sie empfand. Die Szenen im Fahrstuhl, ihre Angst dabei hatten ihn zutiefst berührt und immer wieder bekam er eine Gänsehaut, wenn er an die verzweifelte und kraftlose Hanna dachte. Für alles in der Welt hätte er mit ihr getauscht und ihr dieses Leid abgenommen.

Obwohl er sich seinen Gefühlen mittlerweile hundertprozentig bewusst war und sich sicher war, stand er sich selbst im Weg. Alexander war sich bei Hanna einfach nicht sicher. Es gab diese wunderschönen Momente, in denen sie ihm das Gefühl gab, dass auch sie mehr empfand, aber im nächsten Moment war es für sie wieder nur eine innige Freundschaft. Und genau davor hatte er Angst: Angst, diese Freundschaft zu zerstören oder sie in eine unangenehme Situation zu bringen.

Dass Alexander sie in der letzten Zeit immer mal wieder beobachtete, war Hanna nicht entgangen. Ganz im Gegenteil, es schmeichelte sie sogar. Schon lange hatte sie sich nicht mehr so geborgen und glücklich gefühlt. Alexander und die gemeinsamen Spiele mit ihm machten ihr jedes Mal unheimlich Spaß und sie war endlich wieder hundertprozentig zufrieden mit ihrem Leben. Auch sie warf ihm immer mal wieder heimliche Blicke zu, doch noch immer haderte es jedes Mal in ihr, ob er wirklich der richtige für sie war, und ob sie auch mehr für ihn empfand als nur Freundschaft.


„Komm, wir gehen noch etwas trinken“, schlug Alexander mit einem Lächeln vor und Hanna stimmte sofort zu, ohne darüber nachzudenken.
„Wir sollten das wieder viel öfters machen. Ich kann immer noch nicht verstehen, warum wir damit aufgehört haben“, sagte Hanna leicht angetrunken und bestellte sich den nächsten Drink.
„Nein, danke. Ich möchte nicht mehr. Ich habe sonst morgen wieder wahnsinnige Kopfschmerzen“, lehnte Alexander dankend ab, „du solltest aber auch nicht mehr so viel trinken.“Doch Hanna dachte gar nicht daran, aufzuhören. Sie trank, um ihre verwirrenden Gedanken endlich abzutöten. Hanna wollte und konnte einfach nicht mehr die ganze Zeit daran denken, ob sie nun mehr für Alexander empfand oder nicht. Der Alkohol trug zu alldem die erheiternde Wirkung bei und Hanna war nun schon deutlich beschwipst. Während Hanna einen Drink nach dem anderen bestellte und die fröhliche Stimmung gemeinsam mit Alexander unheimlich genoss, vergaß sie voll und ganz die Zeit.

„Mist schon wieder so spät. Dabei habe ich doch morgen früh wieder Frühschicht“, riss Hanna sich endlich aus ihrer angetrunkenen Stimmung. Eigentlich hatte sie ihre Entscheidung schon längst gefällt, doch sie konnte sich noch immer nicht durchringen. Viel zu groß war ihre Angst, einen so einen guten Freund zu verlieren, sollten ihre Gefühle doch nicht stimmen. Nun sah auch Alexander auf seine Uhr und erschrak. Er musste zwar auf keinen Fall so früh raus wie Hanna am baldigen Morgen, aber auch er hatte am morgigen Tag viel auf der Arbeit zu tun.

„Ich sollte jetzt besser nach Hause gehen“, unterbrach Hanna die bis dahin noch entspannte Atmosphäre und erhob sich von dem Barhocker. Augenblicklich knickte sie mit dem einen Fuß ein Stück weg. Sie hatte scheinbar doch mehr Alkohol getrunken, als sie wahrgenommen hatte. Damit sie nicht noch hinfiel, stand auch Alexander auf und griff ihr stützend unter die Arme.
„Ich bringe dich besser zu mir. Den Weg nach Hause schaffst du unmöglich so und ich würde mir die ganze Zeit Gedanken machen, ob du wirklich sicher Zuhause angekommen bist. Außerdem weckst du noch das ganze Haus“, stellte Alexander fest und leitete Hanna den Weg zum Taxi. Er selbst durfte auch kein Auto mehr fahren.

„Du musst das wirklich nicht für mich machen“, erwiderte Hanna beschwipst und hatte zwischen dem Reden hin und wieder ein Hicks von sich gegeben.
„Du kannst kaum richtig sprechen und kaum erst geradeaus laufen. Ich mache das wirklich gerne.“ Er hatte Hanna kaum eine Chance gegeben, darauf zu antworten, weshalb diese es gleich sein ließ und sich erschöpft im Taxi auf die Rückbank fallen ließ. Es war keinesfalls so, dass sie nicht bei klarem Verstand war, aber der Alkohol ließ sie ein bisschen wackelig laufen.

„Mache dir aber ja keine Gedanken und Hoffnungen. Ich bin bei vollem Verstand“, stellte Hanna klar, nachdem das Taxi sich in Bewegung gesetzt hatte. Doch nur wenige Sekunden, nachdem sie diese Sätze ausgesprochen hatte, wurde ihr klar, dass es dumm gewesen war. Enttäuscht ließ Hanna sich nach hinten gegen die Lehne fallen, denn Alexander hatte seine Hand von ihrer genommen. Zu gerne würde sie nun wieder nach seiner Hand greifen und sie nicht mehr loslassen. Sie wollte mit ihm zusammen sein und nicht alleine. Es dauerte eine kurze Weile, doch dann konnte Hanna sich endlich durchringen und legte ihre Hand wieder auf seine. Sie fühlte einfach dieses unheimliche Verlangen danach und in dieser Situation tat es ihr einfach gut.

Alexander schaute sie im ersten Moment ein wenig überrascht an, doch dann war er einfach nur glücklich, sodass das Lächeln auch nicht mehr aus seinem Gesicht wich, als die beiden aus dem Taxi ausstiegen. Gemeinsam, wobei Hanna mehr von Alexander gestützt wurde, gingen sie zu seiner Haustür.
„Ich mache dir das Gästezimmer gleich fertig“, sagte er, ehe er die Haustür aufschloss und Hanna lieb zu lächelte.

Nachdem sie den Flur betraten und für einen Moment dort stehenblieben, schauten sich beide tief in die Augen. Alexander verlor sich regelrecht in den tiefbraunen Augen von Hanna und konnte sein Blick einfach nicht mehr lösen.
„Hanna, ich…ich muss dir etwas sagen“, fing Alexander an und unterbrach die verliebte Stille.
„Alexander, lass es sein“, erwiderte Hanna und näherte sich ihm. Sie konnte dem Drang einfach nicht mehr wiederstehen und müsste ihn nun endlich küssen. Er hatte ihr schon viel länger das Gefühl gegeben, doch nun fand sie sich endlich geborgen.

Ihre Lippen näherten sich immer weiter, bis sie schließlich aufeinandertrafen. Eigentlich hatte ihm Hanna genau in diesem Moment sagen wollen, dass er sie liebte, doch es erledigte sich von selbst. In beiden keimte das unglaublich Verlangen auf, es genau jetzt zu tun.
Es dauerte keine halbe Minute mehr, ehe die beiden sich ihren Klamotten entledigten und den Weg ins Schlafzimmer fanden. Der Weg war begleitet von zärtlichen Küssen und dann kam es.


„Das war wirklich unheimlich schön. Hanna, ich liebe dich!“, gestand Alexander ihr endlich nach der wunderschönen Zweisamkeit, doch Hanna antwortete nicht direkt und haderte ein wenig mit sich. War sie wirklich schon bereit, diesen Schritt in eine feste Beziehung zu gehen?
„Alexander, es tut mir leid, aber ich brauche Zeit“, erwiderte Hanna kurz angebunden und suchte sich ihre Klamotten zusammen. Sie brauchte nun etwas Zeit, um sich über alles klarzuwerden. Sie war sich nicht sicher, ob es lediglich eine Kurzschlusshandlung war oder ob sie sich wirklich unsicher war.

„Hanna, es tut mir leid, dass ich dich in eine unangenehme Situation gebracht habe“, rief Alexander ihr hinterher, doch Hanna hatte es bereits nicht mehr gehört. Augenblicklich keimte in ihm das Gefühl auf, dass er alles kaputtgemacht hatte, doch er wusste nicht, warum Hanna so reagiert hatte. Schon gar nicht nach dieser wirklich schönen Zweisamkeit.


Gedankenverloren lief Hanna nach Hause. Die gesamte Zeit drehten sich ihre Gedanken nur um das Geschehene. Sie wusste nicht, warum sie so reagiert hatte und in ihrem Kopf ratterte es. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Sie hatte mit ihrer Reaktion alles kaputt gemacht. Ihre Sicht war immer verschleierter, doch sie wollte nicht stehen, sie musste in Bewegung bleiben. Hanna konnte kaum noch etwas sehen, doch sie wollte nicht aufhören. Sie hatte es verbockt und nun musste auch sie dafür geradestehen.
Unachtsam und kaum etwas sehend, lief Hanna durch die Straßen Aachens. Sie musste nach Hause, das wusste sie, doch sie achtete weder auf die Straßen, noch auf das, was um sie herum geschah.


Mit einem Mal vernahm Hanna quietschende Bremsen, doch es war bereits zu spät. Das Auto hatte sie erfasst. Für einen kurzen Moment schrie Hanna auf und fiel unsanft auf das kalte Gestein.
„Können Sie nicht aufpassen?!“, vernahm Hanna klar und deutlich eine wütende Männerstimme.
„Entschuldigen Sie, ich habe sie nicht gesehen“, erwiderte Hanna und erhob sich. Während sie sprach, dröhnte ihr Kopf sehr und ihr Bauch schmerzte, doch sie stand trotzdem auf. Sie wollte stark sein und sich nichts anmerken lassen.

„Sie sollten ins Krankenhaus, auch wenn ich dafür eigentlich gar keine Zeit habe“, sagte der Mann mit deutlich normalisierter Stimme.
„Ach quatsch, das ist nur eine Platzwunde. Ich bin Krankenschwester und kann das selbst wohl am besten von uns feststellen“, entgegnete Hanna herunterspielend und winkte ab. Für sie tat es überhaupt nicht zur Sache, dass ihr Kopf wehtat und ihr vielleicht sogar etwas schwindlig war.
„Sind Sie sicher? Ich möchte dann doch nicht, dass Sie hier gleich irgendwo zusammenklappen.“ Die anfangs noch wütende Stimme hatte sich in eine besorgte verwandelt, doch Hanna ließ sich davon nicht überreden. Sie war fest davon überzeugt, dass ihre Kopfschmerzen vom Alkohol kamen. Auf keinen Fall konnte sie ins Krankenhaus. Ihre innere Zerrissenheit, ihr Unwohlsein und ihre Gedanken würden einen Klinikaufenthalt für sie unmöglich machen. Außerdem würde sie Alexander dann zwangsläufig wieder in die Arme laufen und diese Vorstellung löste eine panische Angst in ihr aus.

„Dann versprechen Sie mir aber wenigstens, dass Sie zum Arzt gehen, sobald sie irgendwelche Veränderungen verspüren“, machte der Mann noch einmal Druck, da er sich einfach keine Vorwürfe machen wollte.
„Können Sie jetzt endlich damit aufhören?! Ich weiß schon, was das Beste für mich ist und außerdem geht es mir gut“, entgegnete Hanna sichtlich genervt und machte auf dem Absatz kehrt. Sie wollte nun auf jeden Fall nach Hause gehen und sich hinlegen, denn ihre Kleidung war nass und ihr wurde langsam kalt.

Der Mann versuchte noch mehrmals, ihr etwas hinterher zu rufen, aber Hanna ignorierte ihn gekonnt. Sie hatte absolut keine Lust auf elend lange Diskussionen. Sie wollte einfach nur noch in ihr Bett, nie wieder aufstehen und am liebsten nie wieder Alexander begegnen.


„Hanna, du solltest langsam mal aufstehen. Wir müssen gleich in die Klinik“, rief Betty in Hannas Zimmer hinein, doch Hanna reagierte gar nicht drauf. Es hatte seine Zeit gedauert, bis Hanna endlich eingeschlafen war. Viel zu lang hatte sie sich Gedanken über ihre eigene Dummheit gemacht.
„Ey, Hanna, du musst jetzt wirklich aufstehen, sonst kommen wir zu spät“, versuchte Betty es ein zweites Mal energischer und zog Hanna die Decke weg.

„Betty, was soll das?“, nörgelte Hanna und wollte sich ihre Decke zurückholen. Sie wollte am liebsten einfach weiterschlafen, denn noch immer hatte sie Kopfschmerzen und füllte sich erschöpft.
„Wer abends Alkohol trinken kann, kann am nächsten Morgen auch zur Arbeit“, sagte Betty neckend und knuffte Hanna in die Seite, was es nicht wirklich besser machte.
„Mensch Betty, musst du so laut reden“, erwiderte Hanna mit dröhnendem Kopf und stöhnte hörbar.
„Ich bin ja nicht so.“ Betty saß noch immer auf der Bettkante und reichte Hanna ein Glas, in welchem sie eine Kopfschmerztablette gelöst hatte. „Danke, das brauche ich jetzt wirklich“, erwiderte Hanna, denn die Wirkung ihrer hatte mittlerweile endgültig nachgelassen.

„Danach machst du dich aber fertig, damit wir zur Klinik fahren können. Ava ist nämlich schon weg“, sagte Betty ermahnend.
„Alles klar, Mama.“ Die eben noch so erdrückende und müde Stimme war nun wenigstens zu einer fröhlichen gewandelt, doch wer wusste schon, wie lange die anhielt.



Da gerade ich nicht ganz so zufrieden mit der Geschichte, besonders dem ersten Teil, bin, würde ich mich an dieser Stelle sehr über Feedback freuen. Gerne auch anonym (geht ja auch ohne Konto hier) oder mit konstruktiver Kritik.
Der zweite Teil ist bereits fertig und ich versuche, ihn am Wochenende hochzuladen.
Liebe Grüße,
EndlessDream01

P.S.: @himmelsstuermer32, ich hoffe, dass ich dich etwas aufmuntern konnte. Bedankt euch auch bei dir, dass er heute noch fertig geworden ist.
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