Die Bergtour

von Justchen
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
Bob Andrews Justus Jonas Peter Shaw
13.02.2020
15.02.2020
3
5183
1
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
Hallo zusammen

Hier habe ich euch das zweite Kapitel.
Dank an die, die mir ein Review geschrieben haben.
Und nun, viel Spass beim zweiten Teil.

Liebe Grüsse, eure Justchen
...............................................................................................

Bob gähnte. Er hockte auf einem Baumstamm und ass gemeinsam mit Peter und Justus Stockbrot, das sie übers Feuer hielten. Sie hatten einen passenden Ort für ihr Zelt gefunden und es aufgeschlagen. "Hmm lecker. Kann mir mal jemand die Marshmallows rüberreichen?, bat der erste Detektiv und leckte sich die Finger ab. Bob reichte ihm das Pack. Er selber hatte genug. Er stand auf und holte aus seinem Rucksack die Landkarte heraus. Er beugte sich darüber. "Kollegen, Morgen gehen wir hier weiter", er zeigte auf einen überwachsenen Weg, der in den Wald führte. "Und laufen dann diesem Pfad entlang, zu einem Aussichtspunkt wo wir Rast machen", erklärte er seinen Freunden . Sie hatten ihre Route genau besprochen. Seine Freunde nickten.

Nach dem Essen gingen die Drei in ihr Zelt. Es war gross genug für Drei. Niemand bemerkte, wie sich die fremde Gestalt ihrem Platz näherte, sich umschaute und dann wieder verschwand. "So Freunde. Also ich weiss nicht wie es euch geht, aber ich bin sehr müde. Ich mache meine Abendroutine und hau mich in den Schlafsack", sagte Bob. "Alles klar", antwortete Justus und wühlte seinen Rucksack durch, um sein Buch zu finden, das er in letzter Zeit las. Ein Krimi. Bob sammelte seine Pflegeuntensilien zusammen und verschwand nach draussen.

Und Peter? Er holte sein Handy hervor und schrieb Kelly, seiner Freundin.

<Hallo Kel. Bob, Just und ich sind jetzt in den Bergen. Es geht uns gut. Bei dir alles okay?<
Er musste nicht lange warten, den Kelly war auch online.

<Hey Schatz. Schön das freut mich. Ich freu mich wenn du wieder zurück kommst. Gehen wir dann ins Kino? Es läuft ein Liebesfilm.<

Peter verzog den Mund. Ein Liebesfilm. Ach nee. Trotzdem stimmte er, um Kelly nicht zu verärgern.
<Klar. Bis dann.<

In der Zwischenzeit lief Bob zum Bächlein, das in der Nähe lag und putzte sich die Zähne. Als er fertig war, verstaute er alles und duckte sich in ein Gebüsch. Er öffnete den Gürtel und zog die Hose runter. Als seine Blase leer war, zog er sich im Schutz des Gebüschs sein Piyama an. Umgezogen machte er sich zurück auf den Weg zu ihrem Schlaflager.

Der fremde hockte im Gebüsch und beobachtete den Jungen genau. Als der pinkeln musste, schaute er angeekelt weg. Als er sich wieder umdrehte, kicherte er. Der Bursche sah lustig aus, in seinem gepunkten Piyama. Er riss sich zusammen. Schliesslich war seine Lage ernst. Er machte sich bereit.

Bob stampfte durch den Wald und freute sich auf den Schlafsack. Plötzlich knackte es hinter ihm. Bob zuckte zusammen und wirbelte herum. Nichts war zu sehen. Bob schüttelte den Kopf und ging weiter. Auf einmal hörte er wieder was. Diesmal näher. Er drehte sich wieder um. doch er sah wieder nichts. Warscheindlich war er einfach nur müde und spielte sich was vor. Und das knacken verursachte sicher ein Waldtier.

Der fremde blickte den Jungen von hinten an. Er spürte das er nicht viel Zeit hatte. Da vorne war das Lager der Drei Burschen. Er hob einen grossen Ast auf und näherte sich dem Jungen von hinten, darauf bedacht keinen Lärm zu machen. Es klappte. Der Junge bemerkte nichts.

Vorne sah Bob ihr Lager. Er hatte sich um sich für die Nacht bereit zu machen, ein ganzen Stück entfernt. "Uuuuaaaa", er gähnte und wollte gerade um die nächste Ecke biegen, dann hätte er ihr Zelt im Blick, als er einen heftigen Schlag verspürte. Schmerz explodierte an seinem Hinterkopf. Bob taumelte. Wollte sich umdrehen, ihm wurde aber schwindelig und sackte zusammen. Benommen blieb er liegen und nahm nicht mehr war, wie sich ein Mann über ihn beugte.

Peter und Justus verweilten ahnungslos im Zelt. Der Zweite Detektiv hate sich in den Schlafsack verzogen und war soweit hineingekrochen, das man nur noch seine Nasenspitze sehen konnte. "Sind wir hier auch wirklich sicher" Flüsterte er dem ersten Detektiv zu. Justus grunzte nur und sah nicht von seinem Buch auf. Peter empfand das als ja und er beruhigte sich ein wenig. Der Himmel war nun Schwarz geworden und die Sterne funkelten über ihnen. Plötzlich horchte der Zweite auf und stutzte. "Sag mal. Ich weiss das unser dritter am Abend länger braucht bis er alles gemacht hat, aber so lange. Er ist schon 20 Minuten weg", bemerkte er.

"Hmm, du hast recht. Solange hat er normalerweise nicht. Ich werde mal nachschauen. Du kannst ja schlafen. "Wir müssen Morgen fit sein" Justus stand auf und kroch aus dem Zelt. Von Bob war nichts zu sehen. "Hallo Bob. Alles klar bei dir" Er lauschte. Es war still. Ausser ein paar Waldtieren hörte man nichts. "Dritter, wo bist du? Er ging ein paar Schritte. "Mist. Verdammt, das kann doch nicht sein" Beim ersten Detektiv schrillten die Alarmglocken. Er hechtete zurück zum Zelt und stürzte hinein. "PETER. Sofort aufstehen. Von Bob keine Spur. Wir müssen ihn suchen, komm" Er schnappte sich zwei Taschenlampen, streckte eine dem Zweiten hin, der sie völlig überrumpelt an sich nahm und umklammerte die andere fest mit seiner Hand.

Zu zweit liefen sie über die dunkle Wiese, zum Bächlein an das Bob hinwollte. Dort angekommen, bückte sich der erste und blickte auf dem Boden. Bobs Schuhabdrücke waren sichtbar auf dem etwas schlammigem Boden. "Justus, das kann doch nicht war sein. Wieso ist Bob weg. Er kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben. Hach, eigentlich wollten wir nur Ferien machen und peng, ist wieder etwas passiert" Genervt kickte der Zweite einen Stein ins Wasser und seufzte. Er hatte sich so auf die Zeit mit seinen Freunden gefreut. Doch nun drohte alles ins Wasser zu fallen. Justus war weitergegangen und Peter bemerkte es erst, als er alleine auf der Wiese stand. Ängstlich schaute er um sich und rief: Juuust, wo bist du denn? Er lief in den Wald, darauf bedacht jedes Geräusch warzunehmenUnd da, da blitzte ein Licht. Vorsichtig näherte er sich dem Licht und lief  promt in Justus hinein. Beide fielen zu Boden. "Aa verflixt. Was soll das Zweiter. Was schreist du hier so rum? Er versuchte unter Peter hervorzukrichen, weil der Zweite auf ihn draufgefallen war und schaffte es sich wegzudrehen. Er blickte in Peters blaue Augen. "Justus, ich habe Angst. Du warst plötzlich weg" Peter zitterte leicht und stand auf. Dann half er seinem Freund. "ich habe was gefunden" Der erste bückte sich und nahm Bobs Pflegeuntensilientäschchen auf. Verblüfft starrte Peter es an. "Was macht das denn hier? Flüsterte er und nahm es in die Hand. "Ich habe keine Ahnung Peter. Aber es muss was passiert sein", schlussfolgerte der erste und begann mit Daumen und Zeigefinger seine Unterlippe zu kneten.

Das erste was er spürte war, sein Kopf. Er hatte sehr starke Kopfschmerzen. das zweite was er wahrnahm, waren verschwommene Umrisse. Offenbar von einem Haus. Nein, kein Haus. Eine Hütte. Eine Holzhütte. Bob schlug die Augen ganz auf und blinzelte. Als seine sicht aufklarte, konnte er um sich Holzwände sehen. Der dritte versuchte sich zu regen, doch was war das? Er konnte seine Hände und Füsse nicht bewegen. Er war gefesselt.

Bob bekam leichte Panik. Was war passiert? Er hatte keine Ahnung. Schliesslich atmete er tief durch und versuchte herauszufinden, mit was er gefesselt war. Mit Seilen, die ihm tief in die Hand und Fussgelenke schnitten. Er zog scharf die Luft ein, als er den Schmerz spürte. Bob schaute sich in der Hütte um. Diese sah sehr alt aus. Warscheindlich war es eine Holzfällerhütte. Die Wände waren kahl. Die Hütte bestand nur aus einem Raum. In der Mitte stand ein Holztisch und ein Hocker, der ebenfalls aus Holz war. Es müffelte. Bob rümpfte die Nase. Dann sah er ein kleines Fenster. Es war aus Holz und leider zu.

Der dritte versuchte sich daran zu erinnern was geschehen war. Nur lückenhaft kamen die Erinnerungen zurück. Er war pinkeln. Und hatte sich schlafbereit gemacht und dann. Von da an wusste er nichts mehr.

Bob war überhaubt nicht wohl. Er hasste es, nicht zu wissen wo er war. Zu allem Überfluss waren die Kopfschmerzen stärker geworden und hatten einer leichten Übelkeit platz gemacht, die zunehmend stärker wurde. Als Detektiv schwirrten ihm schon viele Möglichkeiten durch den Kopf. Wurde er entführt? Zusammengeschlagen? Und warum? Von wem? Doch es half nichts. Betrübt schüttelte er den Kopf und bereute es sofort. Der Brechreiz kam so stark, das er keine Chance hatte ihn zu unterdrücken. Er beugte sich vor, so gut es ging und würgte. Er erbrach auf den Holzboden. Bob fing unbewusst an zu wimmern. Er ertrug es nicht, wenn er brechen musste. Der Gestank war furchtbar. Er wünschte sich seine Freunde zu sich. Plötzlich stutzte er. Seine Freunde. Und dann viel es ihm wieder ein. Die Bergtour, die sie machen wollten. Sie alle Drei in einem Zelt. Er verspürte leichte Hoffnung in sich aufsteigen. Seine Freunde suchen ihn bestimmt. Er musste rufen. Gerade wollte er rufen, als er ein Geräusch hörte. So schnell wie die Hoffnung gekommen war, verpuffte sie wieder. Wie sollten ihn Justus und Peter finden. Vielleicht war er weit weg und die Schritte gehörten auf jedenfall nicht ihnen. Er stockte und hielt den Atem an. Es waren schwere Schritte und plötzlich krachte die Tür auf.

Peter machte sich grosse Sorgen. Bob war neben Justus, sein bester Freund. Schon mehrmals verschwand einer von ihnen bei irgendwelchen Fällen, kamen aber immer wieder zurück. Der Zweite konnte keinen klaren Gedanken fassen. Er und Justus kehrten zurück in ihr Zelt und berateten sich. Das heisst: Der erste grübelte und Peter sass einfach daneben.

"Was machen wir jetzt Just. Ich mache mir Sorgen. Was wenn Bob wirklich was passiert ist. Er könnte vielleicht gestürzt sein und wir finden ihn wegen der blöden Dunkelheit nicht und...", sprudelte es aus dem Zweiten heraus.

"Jetzt sei doch mal ruhig. Ich versuche nachzudenken", grummelte der erste und zupfte an der Unterlippe. "Entschuldige, das ich Angst um Bob habe", murmelte Peter und vergrub sich in den Schlafsack. Trotz der Aufregung war er sehr müde. Er schloss die Augen und dachte nach. Wo könnte er sein? Der erste Detektiv war aufgestanden und nach draussen gegangen. Er versuchte sich zu konzentrieren. Plötzlich zuckte er zusammen. Er rannte zurück ins Zelt und kramte in seinem Rucksack. "Wo ist er denn? Genervt wühlte er sich bis auf den Boden, bis er ihn endlich fand. Den Zeitungsartikel, der gestern im Briefkasten des Schrottplatzes lag.

"Zweiter, hör dir das an", rief er und Peter murmelte irgendwas unverständliches. "Hör zu", begann Justus.

Mitteilung des Stadtsgefängnis von Los Angeles

Seit zwei Wochen ist der berüchtigte Erpresser und Gauner Mr. Bruno Marser aus dem Gefängnis ausgebrochen. Man vermutet das es ihn, in die Berge der Santa Monica Mountains getrieben hat. Dank einer Aussage eines Polizeiwächters, hätte einmal so was angedeutet. Wir bitten sie um die Mithilfe bei der Suche des Verbrechers. Aussehen des Mannes. 1.80 cm gross, schwarze kurzgeschnittene Haare, ein Totenkopftattoo am rechten Oberarm und ein Ohrring am linken Ohr. Wenn sie so einen Mann sehen, rufen sie umgehend eine Polizeistation in der Nähe an.

Wir bedanken uns für ihre Hilfe. Passen sie auf sich auf. Es wird herum gesagt, das der Verbrecher eine Waffe mit sich herumträgt. Seien sie vorsichtig und melden sie es unverzüglich der Polizei, wenn sie ihn sehen. Nähern sie sich ihm auf keinen Fall. Er ist gefährlich und unberechenbar.

Das Stadtsgefängnis von  Los Angeles.
....................................................................................

Fortsetzung folgt
Review schreiben