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Wissenschaftliche Notizen über ... ein "Götterpantheon"

von Ray Chal
Aufzählung/ListeHumor, Übernatürlich / P12 / Gen
13.02.2020
19.03.2021
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16.02.2020 2.704
 
Die große Dürre von Kakuun


Aaaaalso. Die erste Geschichte, die ich euch über die große Kagyuna erzähle, ist die einer heftigen Dürre, die im Jahr Kakuun 5 drohte, das Herz Izayois komplett auszutrocknen, damit inbegriffen auch die zentrale Provinz Satsuki. Gerade für den Reisbau eine existenzielle Bedrohung, fürchteten die Menschen zurecht um ihr Leben und ihre Natur, die brauner und lebensfeindlicher wurde als es je in einem Winter der Fall sein könnte. Bäume wurden kahl, die sonst nie kahl wurden, selbst die Kiefern ließen ihre schlaffen Äste mühe baumeln, als warteten sie auch auf nur irgendeine erfrischende Brise. Vergeblich. In sämtlichen Binnenprovinzen ergriffen die Menschen unterschiedliche Maßnahmen, führten Regentänze auf und suchten nach den Meeresgöttern die den Regen bringen konnten. Wir hingegen beteten zu Kagyuna, deren heiliger Fluss, die Kagaya, beinahe komplett ausgetrocknet war – wir waren am verdursten, regelrecht am Umfallen wie die Fliegen. Irgendwelche Feuergötter und Unheilgeister, die in anderen Teilen des Landes wüteten, drohten auch auf unsere Siedlung überzuspringen und uns alles zu nehmen, wäre da nicht Kagyuna gewesen.
Augen aus Amethyst.
Ein Gewand aus Lapislazuli, Kobalt und Saphir.
Haare, schneeweiß wie Bergkristall zu Beginn, später mit einem hellblau frostigen Schimmer wie Eis in den Spitzen.
Kagyuna war vor allem auch eine von uns, da viele Shiki-Mikis, eine sehr xenophobe Sekte, ihren dunklen Teint als die Haut einer Göttin nicht akzeptierten. Sie verhöhnten sie, doch das half natürlich wenig. Es schien, als würde die Hitze alles seiner Form berauben, alles Schritt für Schritt zerstören und zerfallen lassen.
Wir beteten und beteten, beteten und beteten, diesmal nicht, dass sie uns neue Schätze aus Kristall schenkte, um zu Reichtum zu kommen, sondern die Dürre zu beenden. Also eilte der damalige König, mein Großvater Terumichi, zu dem Berg Motogatake oder auch Gennosu, dem Berg des Ursprungs und ließ ein gemischtes Mädchen namens Miyu für die Erlösung der Tengu als auch der Menschen beten. Sie spielte eine Bambusflöte so lieblich wie keine andere und tatsächlich kühlte es in dieser Nacht viel schneller ab als im Sommer üblich, begleitet von Sturzbächen aus Regen. Unsere Bäume verhinderten Landrutsche und so füllte sich die Kagaya wieder mit neuem Wasser, mit neuem Leben, als sei diese Göttin endlich wieder auferstanden. Als verschiedene Kristalle und Edelsteine angespült wurden, wussten wir, dass unsere Göttin der Kristalle für diesen Segen verantwortlich war, Schnee, der bereits im Himmel schmelzen würde und dessen Wolken nun andere Regionen ziehen würden.

(Mitsuyo)

Schnee im Sommer wäre wirklich sehr ungewöhnlich. Aber irgendwoher muss die Bewölkung doch kommen, meinst du nicht? Nur wenn Luftfeuchtigkeit verdampft … vielleicht waren es einfach nur Ausläufer eines überdimensionalen Sommersturms, den ihr in euren geschützten Häusern nicht habt kommen sehen. – Manami
Sei keine Spielverderberin, Nami-chan, wenn du mir nicht glaubst, werde ich dir von ein paar Wundern mehr berichten müssen! - Mitsy
Gerne, da bin ich mal gespannt. - Manami


Der Metzger von Anchiman


Es lebte einst im Notstandsgebiet Minori einen Metzger, der immer mehr Tiere tötete, als er verspeisen oder deren Fleisch er verkaufen konnte. Diese Menschen in Anchiman hielten sich  nicht für Landpomeranzen, sondern für ein rustikales, einzigartiges Völkchen. Schon bald war kaum noch Getier in der Gegend zu finden – nicht, dass der Winter Dinge einfacher gemacht hätte. Eines wechselhaften Tages im schneebedeckten Minori erschien ein Regenbogen und am selben Abend erhielt des Metzgers Lieblingskneipe in Anchiman Besuch von einer in Schwarz gehüllten, zierlichen Gestalt, verborgen unter einem großen Reisstrohhut. Große, goldene Augen, und Hörner wie ein Steinbock, eine Kreatur, die ihre Identität um jeden Preis geheimhalten wollte. Dieses Geschöpf war die auf dem Regenbogen vom Himmel hinabgerutschte Schafsgöttin Paelim, die den Ungläubigen beim Darben zusah. Der Hunger hatte die Gesichter der Menschen einfallen lassen, als seien sie mehr tot als lebendig. Nur der Sake schien ihnen noch etwas Lebensgeist einzuhauchen.
Paelim machte den Bewohnern Anchimans ein Angebot, dass sie einfach nicht ablehnen konnten: „Zügelt eure Wildererei und überdenkt euer Jagdverhalten und ich bringe euch 108 kräftige Stiere aus Tofu, mit denen ihr diesen Winter überstehen werdet.“
Der Dorfanführer, Anchiman no Sousuke, hielt diesen Vorschlag für fair, doch der Metzger lamentierte: „Wir Menschen benötigen Fleisch!“
„Ihr werdet Fleisch haben, alles, welches ihr braucht, nur nicht mehr das, welches ihr nicht braucht“, entegenete die Göttin, doch nun offenbarte sich, dass es nie um das Fleisch ging.
„Mein Gewinn!“, blökte der angetrunkene Metzger als sei der das dümmste Tier der Weide: „Wie soll ich ohne mein Geld Bürgermeister werden? Wie soll ich noch Freude haben, wenn man ich nicht mehr Herr über die niederen Kreaturen sein darf?“
Die goldenen Augen der Paelim funkelnden wütend und der Hut fiel, entblößte langes, gelocktes Haar so weiß wie Vulkanasche und Ohren, die kein Mensch je besaß.
„Ja es stimmt, bald wirst du nicht mal mehr der Herr über das niederste Tier, dich selbst, sein!“
Die Menge tobte vor Zorn, war dieser Metzger doch der Volksheld des Dorfes, wodurch sich Anchiman in ganz Izayoi einen Namen gemacht hatte, warf mit Tellern, Messern und Krügen: „Dämon, Dämon, Dämon!“ - denn ein Schaf hatten sie in Minori noch nie gesehen, also konnte es sich nur um einen Dämon handeln. Man mag sich nicht sicher sein, ob Götter jemals sterben können, doch sie können bluten, Wunden davon tragen, so wie das Blut der Paelim sich in die Dielen des Gasthofes brannte. Taumelnd stürmte sie nach draußen in den heftigsten Schneesturm, der diese Provinz seit 153 Jahren heimgesucht hatte, verfolgt von den Törichten, den Xenophoben, den Gottlosen und gleichzeitig Gotteifrigen. Ein Hagel aus spitzen Eiszapfen löste sich von dem Vordach der polternden, maroden Schlabberbude, als haftete nun ein Fluch aus Blut aus ihr und durchbohrte jeden, der sich über die Schwelle wagte, um das letzte Messer auf das Schaf zu werfen.
Die Überlebenden sahen aus der Entfernung nur noch ein blau leuchtendes Geisterwesen mit einem  Blick aus Amethyst, in dem sie eine Yukionna vermuteten und sich deswegen verschanzten, bis sie verschwand. Aus Panik beteten die Menschen zu den ihren Göttern, sie mögen sie von dem grausamen Schneesturm erlösen und nicht noch mehr Opfer fordern als der erdolchte Metzger und einem Dutzend weiterer Raufbolde. Doch es waren nicht die Götter Izayois, die den Blizzard beendeten. Kagyuna, die Göttin der Kälte und des Eises, trug die schwer verwundete Paelim fort und verschanzte sich, jedoch unfähig, sie zu heilen und die schrecklichen Blutungen zu stoppen. Diese Göttin brach in Tränen aus, aus Angst, eine wertvolle, seit Äonen treue Kumpanin wie Paelim zu verlieren, doch ihre Tränen ließen alles um sie herum gefrieren, bis beide Göttinnen vereint in einem riesigen Kristall aus glitzerndem Eis erstarrt waren, tiefgefroren in einem heilsamen Schlummer, in dem sich die Wunden schließen konnten. Ohne Kagyuna jedoch fehlte der kalte Ausgleich des Wetters und mitten im Winter suchte eine grausame Dürre Minori, insbesondere Anchiman heim. Die hohen Schneedecken schmilzten binnen eines Tages und verwandelten sich in reißende Ströme, die sich von den Bergen aus hinabbohrten. Lawinen aus Schlamm und Wasser prasselten auf die Stadt der Gierigen ab und begrub von oben den Stolz ihrer Architektur, unten zerfressen vom Hochwasser, bis nur noch ein Schlachtfeld, ein Tümpel aus Erschlagenen, Ertrunkenen, Verhungerten und Vergifteten übrig blieb. Heute ist Anchiman ein Rattennest aus ein paar hundert Seelen und jeder, der etwas von sich hält, zieht weg. Zwar gibt es dort nun mehr Ratten als Menschen, aber wenigstens sind die Menschen vielleicht nicht mehr solche Ratten. Hoffe ich, ich war dort noch nie.
Diese Geschichte zeigt, was passiert, wenn Kagyuna leidet. Sie wollte diese Menschen nicht auslöschen, aber allein ihre Abwesenheit birgt gewisse Gefahren. Die zweite wichtige Essenz ist die ihres Eises, das eine heilsame, reinigende Komponente besitzt. Es gibt auch andere Wesen wie die Yukionna und die Shirayuki-hime, die Eis als Element bis zu einem gewissen Grad beherrschen und manche von ihnen auch in dieser wundervollen Art und Weise, eine Gabe der atemberaubenden Kagyuna selbst, die zwei Monate später durch die Dürre selbst wieder aufgetaut wurde, pünktlich zur Mandelblüte mit einer perfekt verheilten Paelim in ihren Armen~.

(Mitsuyo)

Hat man den Eisblock jemals gefunden? - Manami
Nein, sonst wäre das wohl ein sehr schlechtes Versteck gewesen, du Bakahörnchen! - Mitsy
Ich möchte nur sicher gehen, dass es sich nicht um eine äußerst lebhafte Interpretation eines extremen Wettereignisses handelt. Die Lawinen und Hochwasser sind logische Folgen einer unkontrollierten Schneeschmelze. - Manami
Du kannst den Nachfahren des Anchiman-Clans gerne befragen. Aber sei nicht überrascht, selbst die Gouman aus der Nachbarregion sind sozusagen exquisite königsgleiche Prominente im Vergleich zu denen, und das hat ja schon viel zu sagen. - Mitsy


Der tragische Held und Athlet Akiras


Historisch und kenotaphisch zweifelsfrei belegt in den Annalen des Kaiserhofs zu Izayoi ist der Athlet Kameyama no Akira (8 n. Izayoi – 44 n. Izayoi), oder bei den Tengu Akiras genannt. Als Sohn eines Höflings und einer Tengudame, hatte er sich als bester Kemari-Spieler seiner Zeit einen Namen gemacht. In der Hofkultur der Aristokraten und der seines Vaters wäre für ihn ohnehin kein Platz gewesen, sodass er lange Zeit ein gewöhnliches Leben in einer Kleinstadt in Izumi führte. Groß, athletisch und äußerst begabt im Balancieren, war es nur eine Frage der Zeit, bis sein Talent landesweit in aller Munde war. Er trug ein Obergewand aus Fuchspelz, das er gemäß des Jahrszyklus der Kippu mit Schmuck verzierte, der einem Fuchsschweif ähnelte. Im ersten Jahr gewann er mit seinem Glücksschweif auf Anhieb das zweijährige Kemariturnier der Region, an dem auch die Gewöhnlichen teilnehmen durften – da sie ohnehin durch die Arbeit keine Zeit zur filigranen Ertüchtichtigung hatten, blieb der Titel stets in den Händen des Adels, bis eben Akiras seine Spielkunst geradezu zelebrierte.
Im dritten Kippujahr trug er drei, im fünften fünf und im siebten sieben Schweife auf seiner Brust. Die einzige Regel, die über die Jahre wirklich Bestand hatte, war der Auschluss „übernatürlicher Wesen“, um für eine faire Voraussetzung zu sorgen. Mit vier legendären Titeln begehrte der zum beliebten Volksheld aufgestiegene junge Mann mit 27 Jahren den fünften Streich, für den er sich folgerichtig nun mit neun Fuchsschweifen aus Gold und Rubinen schmückte. Wie in allen Teilnahmen zuvor galt sein Gebet selbstverständlich wieder Kippu, damit ihm das Glück erneut hold sein würde. Aus sportlicher Sicht ließen ihn sein Talent und sein Selbstvertrauen nicht im Stich, der unschlagbare Akiras, bester Kemari-Jongleur seiner Zeit, überzeugte als Athlet, doch die neun Ketten wogen schwer, zu schwer, als sie im neunten und unglücklisten Jahr des Fuchszyklus sein Oberteil so weit nach unten drückten, dass er seine Flügel offenbarte.
Unnötig zu erwähnen, dass er vom laufenden Wettbewerb ausgeschlossen wurde, doch auch seine vier vorigen Titel wurden allesamt aberkannt und man forderte ihn als Betrüger zu Entschädigungen. Zumindest auf freiem Fuß blieb er, doch es machte ihn nicht glücklich. Sein Leben setzte sich fortan in den Niederungen der izayoischen Gesellschaft fort, sodass er sich genau neun Jahre später das Leben nahm. Trotzdem wird sein Vermächtnis zweigeteilt gesehen, mit zunehmender Entfernung des Skandals in die Vergangenheit findet er mehr und mehr Unterstützer, die vehement in den Ring werfen, dass er sich durch seine Flügel unter dem Kimono nie einen Vorteil erspielen konnte und das Problem somit in der Regel lag. Die Tengu sagen, die schelmische Kippu hätte zu seinem Sturz aus Überheblichkeit beigetragen, für die meisten anderen ist es Fu'un, für mich jedenfalls … einfach nur eine Kraft in der Welt, die Gegenstände gen Boden drückt. Es lohnt sich, sicherlich, diese Kraft auszurechnen und sie zu unserem Vorteil anzuwenden, aber es lohnt sich sicher auch, das Grabmal des Akiras und seinen kleinen Schrein in Izumikura-Yamada zu besuchen.

(Manami)

O-tousan hat mir von ihm mal erzählt, O-jiisan war sogar in etwa in seinem Alter. Der beste Kemarispieler, der jemals vorgespielt hatte, aber er hatte sich wirklich viel auf sein Talent eingebildet. Nicht, dass er irgendwie arrogant und unnahbar war, im Gegenteil. Nur … er war davon überzeugt, dass niemand ihn vom Erfolg abbringen könnte, nicht einmal die Götter. Das schien Kippu wohl als Herausforderung zu begreifen … - Mitsy
So kann es enden … allerdings sind das Fehler, die Menschen, Youkai und Akuma immer wiederholen werden, das wird nie aufhören. Trotzdem bleibe ich dabei, dass er einfach nur mit dem Schmuck nicht hätte übertreiben müssen, jeder weiß, dass Metall zu Boden zieht, und das nicht zu knapp. - Manami


Berg Sonambos (Sonambu)


Ihr fragt euch sicherlich, wo die Götter angeblich wohnen. Nun, im Grunde genommen überall, im ganzen Land, soweit der Himmel reicht. Das ist richtig, aber sie besitzen auch eine irdische Residenz, zumindest im Glauben der Tengu und damit wären wir beim Berg Sonambos (izayoisch Sonambu) angekommen, ein heiliger, dicht bewaldeter Berg auf der „Südinsel“. Das größte Problem ist es, diese Südinsel zu verorten, denn über die Jahre ging dieses Wissen irgendwie verloren. Nicht nur Kiefern wachsen auf dieser warmen, paradiesischen Insel, sondern auch die heiligen Kawamata-Bäume: eher gedrungene, knorrige Bäume mit grauem, dicken Stamm, zähen, reißfesten Blättern in Lanzettform und eiförmigen schwarzen Kernfrüchten, die eine einzigartig herzhafte Würze besitzen sollen. Selbst Öl lässt sich angeblich aus diesen Früchten gewinnen! Dies ist das irdische Lieblingsdomizil unserer Götter und auch der Kult der Padmé erwähnt im Süden einen heiligen Berg namens Meira, auf dem die Erleuchteten residieren.
Der Sonambos gilt außerdem als Geburtsstätte von Paelim, denn außerdem ist er bevölkert mit Tausenden an Schafen und Ziegen, doch es heißt, dass sie nie einen Menschen zu diesem Ort führen würde, um diese unschuldigen Tiere vor unreinen Herzen zu schützen. Die Götter haben hier Zugang zu einer ganz besonderen Pflanze, die als Ranke wächst und Laub eines Ahorns trägt, sich im Herbst sogar gelb und rot verfärbt. Dieser Rankenahorn trägt saftige schwarzrote Früchte, die sich roh oder als eine Art Sake genießen lassen. Unsere liebenswürdige Schafsgöttin weiß der Legende nach den blutroten Trunk besonders zu schätzen, genauso wie Reis, der in das Laub dieser mysteriösen Pflanze gewickelt ist. Ach Paelim-sama, so teile doch mit uns deine Gaben! Es existieren bildliche Darstellungen, die die Götter auf dem Sonambu während eines berauschenden Festes zeigen, genauer gesagt Raaki, Utsukalos, Kagyuna, Palim und Sheina, die die fünf Elemente eines guten Festes verkörpern: Raaki den Alkohol, Utsukalos die Musik, Kagyuna den Schmuck und die Dekoration, Paelim das Licht des Regenbogens und Sheina die Speisen.
Die anderen Götter ziehen es eher vor, in Höhlen innerhalb des Berges ihr Dasein zu fristen, doch nun kommen wir zur Interpretation des Standorts. Natürlich kommen verschiedene bewaldete Vulkaninseln im Südmeer in Frage, aber Gelehrte aus Izayoi weisen daraufhin, dass in archaischen Texten durchaus auch der Unheilsberg Seizan in Kaishin als Inspiration für diesen Mythos dienen könnte. Seine Natur gilt seit jeher als einzigartig und mehr als üppig, es sind magische Rückstände festgestellt worden und der menschlichen Besiedlung hat er sich wie der echte Sonambos weitestgehend entzogen. Nur eine mächtige Hexe und ein paar dämonische Lakaien sollen in dem dicht bewaldeten Nirgendwo hausen, abgeschieden von der Gesellschaft der Menschen. Grund genug, diesen Ort einmal zu besuchen und mit den Mythen zu vergleichen, denn ein paar Anzeichen stimmen bereits überein. Von dieser Hexe behauptet man schließlich auch alles Mögliche, sogar, dass sie im Kontakt zu mehreren Göttern steht, die auch im Tengu-Pantheon von großer Bedeutung sind: ein paar der wichtigsten sonambischen Götter, insbesondere Kagyuna, Paelim und Sheina. Ist dies der Ort, an dem diese großartigen Bankette aufgetischt werden? Nun, das ist wohl einer dieser Fälle, in der Mythologie mit der Wissenschaft zusammenarbeiten müssen, um zur Weisheit zugelangen.

(Mitsuyo)

Also das mit den Feiern hat sich doch jemand aus den Fingern gesogen. Das können fünf x-beliebige Menschen an einem x-beliebigen Feiertag sein, die ein gelungenes Fest organisieren. Und als Wissenschaftlerin tat mir der Ausdruck „der echte Sonambos“ sehr weh. - Manami
Du musst zugeben, Nami-chan, dass diese Legende äußerst viel Stil hat und so viel eindrucksvoller gilt. Und warum sollten die Götter nicht auch feiern dürfen? - Mitsy
Das sagt ja auch niemand, aber verzeih mir meine Skepsis, solange ich noch nicht von den Kawamata-Früchten und dem Blut der Ahornranken kosten durfte, hege ich meine gesunden Zweifel. - Manami
Sag, was du willst, aber ich werde diesen Ort erkunden, diese Hexe wollte ich ja schon immer mal kennen lernen. Wenn es erlaubt ist, werde ich mit dir meine Beobachtungen teilen, klingt das nach einem Deal? Oh und keine Sorge, wenn es etwas Leckeres zu Essen gibt, soll es dir in deinem kleinen Kamoshika-Kabuff an nichts mangeln, verlass dich auf dein Cousinchen~ - Mitsy
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