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Wissenschaftliche Notizen über ... ein "Götterpantheon"

von Ray Chal
Aufzählung/ListeHumor, Übernatürlich / P12 / Gen
13.02.2020
19.03.2021
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13.02.2020 2.475
 
Wie auch das Orakel von Izayoi spielt diese kleine Sammlung an Mythologie, Naturwissenschaft und Kuriositäten im Universum eines fiktionalen Japan der Heian-Zeit aus der Feder von Shiho in Netherworld. Die beiden Autorinnen ihrer Geschichte haben bereits in https://www.fanfiktion.de/s/5c06f9cc0000a4f6750f529/1/Die-Hexe-des-Berges  und in https://www.fanfiktion.de/s/5d877d150000a4f614bd511a/1/Der-Palast-des-Zwielichts-Anmeldung-offen- ihre Auftritte feiern dürfen, nun arbeiten sie zusammen an einem kleinen Projekt, das mehr Lore und Hintergrund liefern soll – nicht nur zu ihnen als Personen, sondern auch zu ihren einzigartigen Lebenswelten und Sichtweisen auf Natur und Leute, die in einer Gesellschaft wie der Izayois nicht unbedingt als verbreitet gelten. Viel Spaß!





Seid gegrüßt. Mein Name ist Imae no Manami (今江愛海), stammend aus der Provinz Yayoi, zurzeit residierend am Kaiserhof zu Izanami. Es ist mein größtes Anliegen, diese Welt und ihre natürlichen Begebenheiten, aber auch die Mythen um diese einzigartige Natur herum zu verstehen und zu kategorisieren. Zusammen mit einer entfernteren Verwandten, Mitsuyo(戸柱光代), werde ich hier nach und nach meine Beobachtungen, Schlüsse und Analysen sammeln, um sie später in einer Enzyklopädie niederzuschreiben. Wem auch immer diese Notizsammlungen nach meinem potentiellen Ableben in die Hände gerät … reicht sie weiter an jemanden, der die Wissenschaft dem Hokuspokus vorzieht. Jemand, der eine Wissenschaftlerin nicht verurteilt, weil sie zu jung sei. Weil sie ihre Welt mit bernsteinfarbenen Augen sah. Weil sie ihren Kimono mit einer einzigartigen, praktischen Kapuze und zwei schwarzen Hörnern ausstattet.

Darüber hinaus sei angemerkt, dass Einschübe in anderen Schriftformen bitte nicht übernehmen werden sollen, denn hierbei handelt es sich lediglich um Kommentare und Beanstandungen Mitsuyos und meinerseits für spätere Revisionen.


Cousinchen, vielleicht nicht so komisch geschwollen geschreiben, damit das auch irgendjemand versteht, kategorirari- … siehste das Problem? Welche Phrase kommt als nächstes, „Eins vorab“? Wir sind atemberaubende Schönheiten Anfang 20, vergiss das nie! - Mitsy
Kategorisieren! Au contraire, dieser Begriff findet auch in den weniger gebildeten Bevölkerungsschichten durchaus Anklang … ja gut, okay, ich verstehe deinen Punkt und versuche, einen … Kompromiss zu finden. - Manami


Ursprung der Tengusiedlung in Satsuki


Die Besiedlung der Tengusiedlung in Satsuki liegt bereits mehrere hundert Jahre zurück, weit vor der Einigung Izayois durch Izayoi no Akiko, doch die Erinnerungen an unsere Odyssee blieben dank oraler Traditionen stets lebendig. Unsere Ahnen siedelten einst in subtropischen Gefilden, in denen sich die Natur der Hand der gewöhnlichen Menschen noch nicht gebeugt hatte. Durch diverse Landnahmen und politische Bewegungen trafen die Lebensräume von Menschen und Tengu aufeinander, doch durch ihre schiere Masse setzte sich das Durchhaben der Menschen, die Bebauung des Landes, durch. Die Tengu sabotierten regelmäßig den Verlust ihrer Heimat und so kam es zu mehr und mehr offenen Konflikten, bis die zahlenmäßig Unterlegenen vertrieben wurden und so von Provinz zu Provinz tingelten. Willkommen geheißen wurden sie nie, dafür sehr oft verstoßen. Selbst in den unbewohnten Naturräumen waren sie nicht erwünscht, denn diese sollten schon kurz danach bebaut und für den Menschen genutzt werden. Klingt niederträchtig, ist es auch. Nur eine durch einen großflächigen Sommerwaldbrand vollends verwüsteten Landstrich in Satsuki nahe des Flusses Toyogawa schien ihnen zu verwüstet, zu abgelegen, zu irrelevant. Dieser Brand erwies sich für das alte Volk der Tengu somit als Segen, oder als höchster irdischer Schatz, als Juwel. Während der sterbende Wald sich Jahr für Jahr wieder mit dem Land vereinigte, gebar das Land neues Leben, neue Sträucher, neue Sprosse, neue Farne, genährt durch das im Sonnenlicht funkelnde Wasser des Toyogawa. Mitóneon I. Tembasilia, damaliger König der Tengu, übernahm nach der Sesshaftigkeit das Schriftsystem Izayois, das sein neues, bescheidenes Reich, wohlgemerkt eher ein Reservat, komplett umschloss. Dieser Einfluss machte sich auch auf die Sprache der Tengu,  das Tengaon bemerkbar: heute spricht man von diesem König allgemein als Tobashira no Mitsuneo (der im Gegensatz zu mir nie süße und zugleich lässige Kosenamen besaß, ha – aber ja, er ist im Grunde genommen auch mein Namenspate). Auch der Fluss erhielt eine neue Bezeichnung, Kagaya, die Glänzende und letztlich schlägt sich die Geschichte unserer Siedlung ebenfalls im Namen nieder: Kaengyoku, Juwel der Flammen.

(Mitsuyo)

Das ist ja schon ein bisschen schwammig formuliert zu Beginn, aber wenn die genaueren Umstände im Unklaren liegen … kann man da wohl nichts machen. Außerdem ist Mitsy ein unheimlich … liebenswerter Name, Mitsy – Manami
Danke! Ziehst du Mana-chan oder Nami-chan vor? - Mitsy
Was immer dir gerade beliebt, aber bitte nicht Mani … - Manami


Ethnologischer Grundriss der Tengu


Da ich selbst vor kurzem die Gelegenheit hatte, die einzigartigen und eigentümlichen Sitten des Tenguvolkes als Feldforschung näher zu untersuchen, ist es angebracht, meine Beobachtungen prägnant zusammenzufassen.

Physionomie: Die Tengu sind den Menschen aus Izayoi in ihren Gesichtszügen und ihrer nicht unähnlich. Im Vergleich ist insbesondere der Torso kleiner, der Körper insgesamt reicher an Pigmentierung in der Haut, den Haaren und den Augen. Dabei muss noch untersucht werden, inwiefern die außerhalb einer Behausung verbrachte Zeit Einfluss auf die Pigmentierung nimmt. Auffälligstes Merkmal sind sonderliche, vergleichsweise große, dunkle Schnabelnasen, die im Nachwuchs der zumindest früher äußerst seltenen, heutzutage zunehmenden Mischehen verloren gehen. Außerdem seien die Beine erwähnt, die aufgrund des Lebens in den Bäumen muskulöser und in Relation zum Torso länger wirken. Auffälligstes Merkmal, wenn nicht gerade unter den langen und bauschigen Gewändern versteckt, sind große, schwarze Schwingen gleich denen von Raben. Diese ermöglichen den Vogelflug, büßen nach einer Kreuzung mit einem gewöhnlichen Menschen jedoch an Flugkraft ein.

Nahrung: Es ist anzunehmen, dass es sich ursprünglich um Küstenbewohner handelt, denn Fisch und Meeresfrüchte scheinen äußerst beliebt zu sein. Ansonsten isst der Tengu gerne und reichlich, seien es Reis, Kastanien, Süßspeisen, Gemüse, Beeren oder nahezu alle Sorten Fleisch, ein klassischer Omnivor. Vermutlich hängt das Zelebrieren der Mahlzeiten mit dem hohen Energieverbrauch durch Flugmanöver zusammen. Auch Alkohol ist gerne gesehen, aber wo ist er das auch nicht?

Sprache: Die alte Sprache der Tengu, das Tengaon, steht linguistisch den südlichen Dialekten Izayois weitaus näher als den zentralen. So wirkt die Sprache in Satsuki als äußerst exotisch, geradezu unverständlich, obwohl das neue Tengaon sich den Sprachen Izayois über die Jahrhunderte sehr angenähert hat. Gewisse Eigenheiten haben sich in archaischen Begriffen wie Namen aus der Mythologie durchaus konserviert, zum Beispiel eine Zweiteilung des „Ru“ oder in Konsonanten endendes Vokabular, das für den Allgemeindiskurs in Izayoi bereits entsprechend angepasst wurde. Den südlichen Dialekten gemeinsam ist die Vorliebe für langestreckte Vokale („aa“ etc.) und deutlich vernehmbare „u“-Laute.

Lebensweise: Die Tengu leben überwiegend naturverbunden in Baumhäusern aus Holz, die sie mit Hängebrücken und Leitern verbinden. Freizeit genießt einen hohen Stellenwert, der durch einer Vielzahl Spiele und von den Menschen Izayois importierten Kunstformen ergänzt wird. Neben religiösen Ritualen, Schamanismus und Wahrsagerei bestimmen nicht nur Jagd und Fischfang das Leben der Tengu, sondern auch die Rückgabe der Schätze der Natur. Pflege und Schutz aller Bestandteile des Waldes fallen zwar in den Aufgabenbereich eines Jeden egal welches Alters, besitzen aber auch eine nicht zu vernachlässigende religiöse Komponente.

Staatsform: Absolute Monarchie. Die geringe Größe ihres Areals ermöglicht eine leichte Kontrolle und ein lockeres Zusammenleben, das von einem Mitglied der einstigen Königsfamilie überwacht und im Streitfall auch geregelt wird. Da man gezwungenermaßen im gleichen Boot sitzt, gelten interne Konflikte auch als nicht besonders förderlich. Zwar sieht sich der Tobashira-Clan insgeheim immer noch als Repräsentant eines Königreiches, doch de facto handelt es sich um einen Häuptling innerhalb einer Provinz Izayois. In der Zeit vor dem großen

Mode: Die Mode der Tengu unterscheidet sich heutzutage kaum von der Izayois. Prächtige Gewänder, die durch Federn, Gold, Silber und Juwelen geschmückt werden, stehen nur den Mitglieder des Tobashira-Clans zu, ansonsten wird Kleidung weniger starr als in der Gesellschaft außerhalb ausgewählt. Wichtig hierbei sind vor allem Anlass und Umgebung, so gibt es kürzere Sommergewänder und auch Kleidung, die im Sprung und Flug zwischen den Bäumen nicht nur optimalen Schutz, sondern auch optimale Bewegungsfreiheit bieten soll. Ansonsten tragen sie gelegentlich bunte Tengumasken mit langen Rabenschnäbeln, insbesondere im Kontakt mit den Menschen außerhalb, auch eine zeremonielle Bedeutung sollte erwähnt werden.

(Manami)

Ich finde es sehr rücksichtsvoll, dass du die Ästhetik meiner Beine in dein Werk miteinbeziehst – Mitsy
Hierbei handelt es sich um eine komplett wertfreie, wissenschaftliche Beobachtung! - Manami
Du wirst ja rot, ist ja umwerfend niedlich! - Mitsy


Kult der Padmé


Die Wandernonne Padmé, die vor etwa 500 Jahren vom Westen des Reiches Yueguo ausgehend umherzog, „hellhäutig, mit vollem, rehbraunem Haar und großen, runden Augen gleich einer Kastanienfrucht“, hat auch in Izayoi ihre Spuren hinterlassen. Statt Mythen und den Geschichten von Göttern vertrat sie Weltanschauungen über die Natur des Menschen, den Prozess der Wiedergeburt und die These des leidvollen Lebens. Insbesondere ihre Predigten zu Mitgefühl gegenüber nicht nur dem Menschen, sondern auch Tier und Natur blieben ebenso in Erinnerung wie das nach ihrem Tod verbreitete Mantra „Om mani Padmé hum“, „Heil Dir, Juwelenlotus“ oder „Heil Dir, Juwelenpadmé“. Da Sekten, Kulte und Religionen jedoch die aktive Verehrung der Kaiserfamilie zu Izayoi bedürfen, um staatlich gefördert zu werden, ist die Anzahl der Padmé-Tempel in Izayoi im Gegensatz zu ihrem Ursprungsort durchaus überschaubar. Insbesondere bei naturverbundenen Gemeinschaften genießen ihre Worte allerdings auch heute noch Beachtung, ganz ohne einen eigenen Götterpantheon – was allerdings auch manche nicht davon abhält, die Nonne selbst als Göttin anzubeten, eine, die meines Wissens sogar auch dem Zölibat keinerlei Bedeutung zumaß und Nachfahren in die Welt entsandt hat. Eins zu Null für die Wissenschaft, wie immer. Die Bezeichnung „O-Ren-sama“ ist hier aufgrund der Synonyme ihrer Namen nicht unüblich, so erfreut sich der Name Ren in zu Padmé verbundenen Familien großer Beliebtheit.

(Manami)

Eine langweilige Kemariliga wäre das, wenn die Wissenschaft immer gegen die Religion antreten müsste. In Kaengyoku gibt es übrigens auch einen kleinen Padmétempel. Ach ja, du solltest noch hinzufügen, dass Padmé auch Mitgefühl gegenüber den Akuma gelehrt hat und eben jener Gedanke bei den meisten Menschen in Izayoi … nicht jedermanns Favorit ist. – Mitsy
Keine Sorge, ich weiß, wie es ist, nicht … jedermanns Favorit zu sein … aber guter Einwand, wird notiert. - Manami


Pantheon der Tengu


Hier folgt ein knapper Überblick über die wichtigsten Gottheiten im Tenguvolksglauben, die sich teilweise auch mit Göttern Izayois überschneiden, der traditionelle Name in Klammern hintenan gestellt. Wenn ich Mitsuyo über die Sagen und legendären Tiere befrage, brauche ich ein paar Orientierungspunkte in diesem mythologischen Wirrwarr. Diese Liste beruft sich jedoch nicht auf Vollständigkeit, viele der in Izayoi gängigen Götter sind auch bei den Tengu geläufig.

Du bist auch so'n Wirrwarr. - Mitsy

Klasse I: Ursprungsgötter

Yaosune und Yaosuna (Yaosunis und Yaosuna): Ethymologie selbst den Tengu unklar, das „ya“ steht offenbar als die Zahl Acht für die Ewigkeit. Rabenartige Ursprungsgottheiten geboren aus dem Chaos der Finsternis, die nach ihrer Zeit in pechschwarze Federn zerfiel, aus der Yaosunes Sohn Yatakyrios den Himmel und dessen aus Affären mit einer menschlichen Göttin hervorgangenen Kinder Ozean und Land erschufen.

Yatakirosu-no-mikoto (Yatakyrios): „Herr der Acht Felder“, ebenso „Herr der Raben“ überliefert. Eine Rabengottheit, höchster Gott der Tengu und nach Überlieferung Stammvater der Tobashira-Dynastie. Schwarz gilt als seine heilige Farbe, der Himmel als seine Domäne, Wind und Sturm als seine Stimme. Ältester des Himmelstrios, Schlichter seiner Halbgeschwister.

Toukai (Juutala) „Zehn Meere“. Göttin des Ozeans und der unendlichen Tiefsee. Blau, Ozean. Sintfluten und Tsunamis. Es geht das Gerücht um, dass sie als Strafe für ihren Konflikt mit ihrem Bruder nun in einer legendären Tiefseefischkreatur verkörpert ist, in der Tiefsee schlummernd.

Kuudou/Kudo (Kyuugeo) „Neun Erden“. Gott des Landes und der tiefen Erdschichten. Rot, Kontinent. Erdbeben und Vulkanausbrüche. Man munkelt, er besäße aufgrund seines ewigen Streits mit seiner Schwester nun die Form eines großen Reptils, verbannt in eine unterirdische Höhle.


Klasse II: Vogelgötter

Dendori (Deinodos): Gott des Blitzes und der Gewitter, Donnervogel. Erscheint in der Form eines menschengroßen gelben Milans mit dem Schnabel eines Spechtes, in Blitze gehüllt. Sohn der Toukai.

Hoodori (Háidara): Gott des Feuers und der Hitze, Feuervogel. Erscheint in der Form eines menschengroßen roten Reihers, in Flammen gehüllt. Sohn des Kudo.


Klasse III: Bestiengötter (Anmerkung: der Mensch zählt ebenfalls als Bestie)

Raki (Raaki): Gott des Sake und des Umeshu. Erinnert in manchen Schnitzereien an einen Affen mit markanten Ohren und schmalem Gesicht, stets mit dünnem Schnurrbart dargestellt. Könnte der Beschreibung nach … auf jeden zehnten Mann in Izayoi zutreffen … wenn da nicht der Fächer aus Sonnenstrahlen in seiner Hand wäre.

Tabudon (Táfrodon): Gott der Rinder, aufrecht gehend, doch in vollendeter Stiersgestalt mit rot glühendem Blick. Ihn nach izayoischer Ethnologie als „Gyuudon“ zu bezeichnen, gilt als … Problem. Aggressiv, rauflustig.

Kibu (Kippu): Göttin der Füchse und des Intellekts, der Täuschung, der Strategie, des Glücks und des Unglücks. Bewundert und zugleich gefürchtet, wechselt ihre Bereitschaft zwischen Spenderin und Unheilstifterin zwischen den Jahren, in einen Rhythmus von Neunen gegliedert, in denen ihr jeweils ein neuer Schweif wächst, bis am Ende des neunten Jahres die acht äußeren Schweife ausfallen und ruhigere Zeiten anbrechen. Die Tengu glauben, Kou'un und Fu'un stammten von Kippu ab.

Kagayaku (Kagyuna): Göttin des Eises, der Kälte und der Kristalle. Es ist unklar, ob die Tengu oder die Izayoi sie zuerst verehrten, verbreitet ist der Glaube an sie landesweit, doch ihre Rolle bei den Tengu ist unmessbar wichtiger. Man sagt ihr nach, sie könne den Zerfall aufhalten und gleichzeitig Schönheit erschaffen. Steht in enger Verbindung zu Erntegöttin Shiina, Beirin und schwarzen Katzen (Rabenkatzen), den Tengu heilig.

Beirin (Paelim): Göttin der Schafe und der Regenbogen, besitzt weißes, krausiges Haar gleich Schafswolle und gewundene Hörner zu einer ansonsten menschlichen Gestalt. Süß und zierlich, doch gilt sie trotz ihrer unschuldigen Erscheinung als ungemein mächtig.

Utsuyoshi (Utsukalos): Gott der Feiern und Feste, Zwillingsbruder des Raki, trägt einen Helm aus Sonnenstrahlen.


Klasse IV: Pflanzengötter

Kaeda (Kaenira): Göttin des Ahorns, des Farbwechsels und des Herbstes.

Yanágiha (Yanagíra): Göttin der Weiden, des Tanzes und des Sommers.

Shigana (Chiigana): Göttin der Higanbana und des Nebels. Möglicherweise  beeinflusst von Yomi.

Sakurai (Sakíraso): Göttin der Kirschen, der Blütenpflanzen und des Frühlings.

Matsurou (Konfalion): Kein klassischer Gott, eher ein kleiner Kieferngeist, lebt in Kiefernkracheln. Verehrung in kleinen Waldschreinen. Weil er ein Geist und kein eitler Gott sei, würde er nie sein Gewand im Gegensatz zu Ahorn, Kirsche und Weide wechseln, Patron des (relativ milden) Winters.


Andere bedeutsame Gottheiten:

Kohaku, Kinketsu (Koakuu): Göttin des Bernsteins, in jüngerer Zeit auch Göttin des Goldes. Kongruenz zu Kinketsu sehr wahrscheinlich.

Mori, Yuuhi (Mori): Gott des Unterholzes und des Todes. Yuuhi wird bei den Tengu nicht verehrt, Gelehrte beider Gemeinschaften vermuten allerdings eine Überschneidung. Tatsächlich ist Mori entgegen aller Erwartungen positiv besetzt: alles Lebende kehrt zum Wald zurück und nährt ihn. Nachgewiesen seit der Kaengyoku-Ära, voriger Totengott in Vergessenheit geraten.

Shiina (Sheina): Göttin der Ernte, nach verstärktem Kontakt zu Izayoi freudig in den eigenen Pantheon willkommen gehießen aufgenommen. Aufgrund ihrer einzigartigen Schönheit gilt sie als der Kagayaku eng vertraut und verbunden.

(Manami)

Die sind doch phänomenal, oder? Dieser Pantheon ist klein, aber fein! Beim nächsten Mal kümmern wir uns aber um die wunderschöne Kagyuna! Paelim, Raki und Utsuyoshi zählen ebenfalls zu meinen Favoriten~ - Mitsy
Dann widmen wir uns aber bitte auch dieser Schafsgöttin, diese Hörner haben definitiv etwas an sich, das mir ... gefallen mag. - Manami
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