Irdisches Fiasko

von byFABIAN
KurzgeschichteFreundschaft, Tragödie / P12
Bardock Bulma Son Goku
10.02.2020
17.02.2020
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Auch wenn ich seit knapp einem halb/dreiviertel Jahr single bin, wünsche ich euch einen schönen Valentinstag und hab viel Spaß bei Lesen. Wir lesen uns dann am Montag wieder, bis dahin ein schönes Wochenende.
Ciao, euer Skipzgy!
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Alle waren tot. Die gesamte Menschheit. Niemand, den er kannte, würde er wiedersehen können. Seine Freunde, seine Familie. Fort. Nie wiedersehen kann er sie, dafür hatte er selbst gesorgt. Hätte er Zeno, den Kaiser von Allem, nicht um Hilfe gebeten, dann hätte er sie zumindest mit den namekianischen Dragon Balls wiederbeleben können. Jetzt waren sie alle verloren, ihre Seelen in den Weiten des Universums verloren.

Durch die Zerstörung der Dragon Balls war nicht nur der blaue Planet verloren, sondern auch alle, die dort einst lebten. Krillin, C18, C17, Tenshinhan, Yamchu, Chichi, Son-Goten und sein bester Freund, der fast wie ein Bruder für ihn gewesen war, der ehemalige Prinz der Saiyajins, Vegeta.
Der Mann, der dafür gesorgt hatte, das die Saiyajins seinen Vater als neuen Anführer ihres Volkes zu akzeptieren. Der Mann, der ihm half die Erde unzählige Male zu retten, obwohl er nicht von dieser Welt kam. Der Mann, der ihm dabei half die Scheidung durchzustehen.

Eine Scheidung, die so schlimm war, das selbst Bulma ihre Freundschaft mit Chichi beendete. Chichi hatte sich in den letzten drei Jahren um 180° gedreht. Von der Mutter, die das Wohl ihrer Kinder über ihr eigenes stellte, wurde sie zu einer Rabenmutter, der ihre Kinder total egal waren. „Ich mach nur das selbe wie euer Vater“, hatte sie gesagt. Einen Satz, welcher sich für immer in das Gehirn des Super-Saiyajins gebrannt hatte. War er so ein schlechter Vater gewesen? „Hör auf dir Vorwürfe zumachen!“, versuchte ihn sein ältester Nachwuchs, Son-Gohan, zu überzeugen, „Du warst nicht derjenige, der unserer Mutter mit einem anderen Mann betrogen hat!!“ Eine weitere Tatsache, die der auf der Erde groß gewordene Saiyajin nicht vergessen konnte. Als Vater hatte er versagt, als Ehemann hatte er versagt.

Als Sohn hatte er versagt, hatte seinen Vater enttäuscht, als Saiyajin hatte er versagt, sein Volk enttäuscht. Eine Schande ist er. Er konnte nicht die beschützen, die ihm wichtig waren, das was ihm heilig war. Nie wieder könne er mit Vegeta streiten, trainieren gehen, sich den Magen gemeinsam voll schlagen. Nie wieder würde er mit seinen Freunden ein großes Fest bei Bulma feiern können.

„Sag Mal Goku… Wie geht es dir so aktuell?“ Goku wusste worauf seine beste Freundin anspielte. „Den Umständen entsprechend“ „Das ist bestimmt ungewöhnlich für dich.. So allein..“ Goku schwieg, musste überlegen was er jetzt sagen würde: „Da bin ich ja nicht alleine mit“ ‚Gut gemacht Goku, du alter Fuchs!‘ Nun war die Haupterbin der Capsule Corporation diejenige, die nicht wusste, was sie sagen sollte. Aber sie wusste was er sagen wollte. Auch sie hatte sich getrennt, nämlich von Vegeta. Anders wie bei ihrem langjährigem Freund, hatte sie sich von Vegeta im Guten getrennt. Kein Streit, kein Eklat.
Sie haben einfach gemerkt, das es nicht mehr funktioniert. Als Pärchen hatten sie beide versagt, aber als Eltern waren sie immer ein gutes Team gewesen. Sie blieben Freunde, die sich noch immer wegen jeder Kleinigkeit in den Haaren lagen, die sich stets neckten, aber auch gemeinsam Spaß hatten. Etwas, was sie Goku gewünscht hätte.
„Ich...“ Bulma brach ab. „Ich verstehe schon“

Goku kannte ihren Schmerz. Auch wenn sie und Vegeta noch gut miteinander klar kamen, so war eine gewisse Art von Trennungsschmerz noch immer da. Bei Vegeta war das nicht anders, auch wenn dieser versuchte das zu verstecken. Goku kannte ihn mittlerweile schon ziemlich lange und konnte erkennen, wenn er einem etwas vormachte oder nicht.

Nach einer Trainingseinheit in den Bergen, saßen beide auf einem Felsen und sahen in die Ferne, ihre Gesichter von der untergehenden Sonne rot gefärbt. Vegeta wirkte abwesender als sonst, das viel ihm schon beim Training auf. Sie schwiegen eine ganze Weile, sahen dem Sonnenuntergang zu. Irgendwann sah er zu seinem guten Freund und musterte ihn. „Was ist los?“, fragte er ihn direkt. Natürlich schwieg Vegeta, doch er wirkte nicht genervt wie sonst. Ruhig saß er dort, in Gedanken versunken. „Irgendetwas ist doch passiert. Das spüre ich.“ Leise hörte er Vegeta seufzen bis er seine leisen Worte an seinem Ohr vernahm. „Bulma und ich....haben uns getrennt. Es hat einfach nicht mehr funktioniert.“ Sein Blick war noch immer auf den Sonnenuntergang gerichtet. Er wollte noch etwas erwidern, doch er lies es und so schaute auch er wieder in die Ferne, an der Seite seines Freundes, ohne zu wissen, dass es das letzte Mal sein würde.

Bulma war die einzige Freundin, die noch am Leben war, die einzige, mit der er jetzt über seine Gefühle reden konnte, wenn er überhaupt noch so etwas wie Gefühle hatte. Son-Gohan und dessen Frau Videl hatte er ebenfalls noch vor der Explosion retten können. Ebenfalls Trunks und das für ihn Wichtigste, seine Enkelin Pan. Sie war gerade einmal vier Jahre alt. Verstehen, was vorgefallen war konnte, sie nicht. „Wo sind meine Freunde?“ Das war eine Frage, welche sie immer wieder stellte, seitdem sie sich auf Planet Plant aufhielten.

Ihre Freunde, mit denen sie täglich immer im Kindergarten gespielt hatte, die Freunde, die Pan immer Zuhause besucht hatten und dann mit ihrem Opa Quatsch gemacht hatten. Nie wieder würde die kleine Halbblutsaiyajin sie wiedersehen. Nie wieder würde sie mit jemand spielen können.
An allem war er alleine Schuld, wäre er nur stark genug gewesen, dann hätte er niemals Zeno fragen müssen.

„Macht er sich schon wieder Vorwürfe?“, riss ihn sein Sohn aus der Gedankenwelt. „Ich glaube schon, zumindest innerlich“, entgegnete Bulma Son-Gohan, „Obwohl ich schon mindestens 1000 Mal gesagt habe, das das nicht allein seine Schuld ist. Wir haben genauso gut die Dragon Balls verwendet, nicht nur er alleine.“ „Darum geht es mir nicht Bulma.“ Es war Gokus erster Satz, den er seit dem irdischen Fiasko sprach. „Wäre ich stärker gewesen! Hätte ich mit Vegeta nur mehr trainiert, wie er es wollte, dann...“ „Wärst du jetzt wahrscheinlich auch tot“

„Vegeta, beeil dich!“ Bulma versuchte ihren Exfreund zu überzeugen, mit ihr zukommen. „Nein Bulma! Ich bleibe hier und verschaffe euch Zeit!“ „Aber…!“ „Nix Aber! Jetzt nimm dir Bra und geh endlich!“ Bulma wollte ihrem langjährigem Partner, so stur wie sie einmal war, widersprechen, überlegte sich es aber dann anders. „Wie du willst..“ Vegeta hatte sich bereits von ihr weggedreht, wurde aber von ihr überrascht. Bulma hatte ihn zu sich gerissen und ihre Lippen auf die seine gepresst. Ein letztes Mal wollte sie ihren Prinzen geküsst haben, mit all ihrer Liebe, die sie noch immer für ihn hatte.

Er ließ es zu. Auch er wollte das, sie ein letztes Mal spüren, sie ein letztes Mal berühren. Ein letztes Mal. Ein letztes Mal sehen. Nie wieder würden sie miteinander sprechen, nie wieder würde er sie anfassen können.

Genau vor einem Jahr ist das erste Kapitel vom Vorgänger online gegangen.. Krass...
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