Irgendwie (doch nicht) normal

GeschichteFantasy / P16 Slash
Fabeltiere & mythologische Geschöpfe
10.02.2020
25.02.2020
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Also langsam glaube ich, ich werd paranoid. Jeden Tag an dem ich am Wald vorbei zum Bus lief, fühlte ich dieses Gefühl das sich einfach nur mit Geborgenheit beschreiben lassen konnte. In vielen Bücher hatte ich schon gelesen, dass man sich beobachtet fühlt, doch das traf bei mir nicht zu. Ich fühlte mich geborgen, sicher und stark wenn ich den Berg runter und wieder hoch lief.
Ich beschloss am nächsten Samstagabend wieder einen Spaziergang zu machen, diesmal aber mehr darauf zu achten. Ob das im (zugegeben relativ warmen) Winter, mitten in der Nacht wirklich eine gute Idee war, sei jetzt einfach mal so dahingestellt.
Ich wartete also wieder bis meine Eltern eingeschlafen waren und machte mich dann fertig. Ich musste dringend mal überprüfen, ob man mein Dachfenster auch von außen öffnen könnte, wenn es nicht verschlossen war. Das würde mir so viele neue Möglichkeiten eröffnen....
Ich "bewaffnete" mich wieder mit Taschenlampe, Handy und Schlüssel, während ich meine Kopfhörer wohlweislich zu Hause ließ, da ich jetzt etwas besseres zu tun hatte.
Dann also auf in den Wald, warum bin ich auch nur so neugierig?
So erste Entscheidung: nach links zum Wasserreservoir, oder rechts zum alten Schloss?
Nope, definitiv Wasserreservoir, man lernt, selbst wenn man ständig wegsieht, aus Horrorfilmen. Niemals an Orte gehen, die sich schon so gruselig anhören!!
Auf dem Waldweg laufend, leuchtete ich mit der Taschenlampe nach rechts in den Wald hinein, denn das Gefühl war wieder da, also musste dementsprechend hier auch irgendjemand oder irgendetwas sein.
Doch es war egal wie weit ich lief, ich spürte keine Veränderung des Gefühls, also verfolgte mich dieses "Etwas" also.
Ganz klasse.
Schreien würde ich trotzdem nicht, noch so ein Horrorfilm-Klischee, total überzogen. Ich war überzeugt davon, dass das "Etwas" mir nichts antuen würde, wozu sonst auch dieses Gefühle der Geborgenheit, Sicherheit und Stärke, wenn ich doch am Ende dieser Nacht Futter für die Würmer wäre.
Und so stiefelte ich durch den Wald, in der Hoffnung dieses "Etwas" zu finden und mir dabei möglichst nicht die Schuhe zu ruinieren.
Ich kam zu einer Lichtung, stellte mich auf den Erdhügel in der Mitte und schloss die Augen. Ich atmete tief ein und versuchte mich zu konzentrieren. Ich spürte, dass das Gefühl von hinter mir kam und drehte mich ihm entgegen. Doch es bewegte sich! Also doch ein Lebewesen, hoffentlich ein menschliches und nichts..... Anderartiges.
Ich drehte mich immer weiter dem Gefühl entgegen und es blieb endlich stehen. Ich atmete noch einmal tief ein und aus, genoss den Geruch der frischen Luft und der feuchten Erde. Ich kratzte mir meinen letzten Rest Mut zusammen, denn langsam ging mir echt die Flatter und erst dann öffnete ich langsam meine Augen.
Die Taschenlampe, die ich aus irgendeinem Grund ausgeschaltet hatte, bekam wieder meine Aufmerksamkeit, dann es war nun einmal scheiße dunkel. Der Strahl glitt über den Boden vor mir, doch es war absolut nichts zu sehen. Da viel mir wieder ein was ich einmal gelesen hatte:
Die Menschen sahen viel zu selten nach oben!  
Also, Taschenlampe ab in die Baumkronen. Ich vergewissert mich, dass das Gefühl noch aus der gleichen Richtung kam und sah nach oben.
Schock! Ganz, ganz großer Schock!!
Da sahen mich doch tatsächlich zwei rote Scheinwerfer, oder warte.... Waren das Augen??? Egal, irgendwas starrte mich an!!!!
"Ähhhh, gefunden?"
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