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We're both the crazy kind

von SnowBlade
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
OC (Own Character) Vergil
09.02.2020
12.02.2020
3
5.345
2
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10.02.2020 977
 
Goliaths Brüllen bringt Lous Trommelfell beinahe zum Platzen. Mit aller Kraft hält sie sich die Ohren zu.
Nero ist schneller gewesen und trifft zuerst auf den Dämon und verwickelt ihn in einen Kampf. V und Lou kamen schwer atmend bei den Kämpfenden an. Sie sehen wie Goliath mit seinen riesigen Pranken nach Nero ausholt und ihn nur um Haaresbreite verfehlt.
„Das ist nur bedingt unsere Angelegenheit. Wir sollten uns da raus halten“, meint V, nimmt Lou an der Hand, um sich mit ihr hinter übrig gebliebenen Wänden zu verstecken.
Schnell reißt sie sich los.
„Ich kann selber laufen, danke“, erwidert sie zickig und beschwört ihr Schwert. Sie umschließt es fest mit ihrer rechten Hand und lässt Nero nicht aus den Augen. Ihr Plan ist es, sich nicht einzumischen, wenn es jedoch Schwierigkeiten geben sollte, möchte sie bereit sein.
Zusammen mit V kauern sie hinter einer Backsteinmauer und folgen gespannt dem Kampf.
Nero durchsticht die Beine des Ungetüms mehrmals mit seinem Schwert, sodass es schließlich fällt. Es scheint noch nicht aufzugeben, doch auch die Zuschauer sind sich sicher, dass es bald vorbei sein wird.
Goliath bäumt sich mit letzter Kraft auf, der Mund an seinem Bauch öffnet sich und ein starker Sog bildet sich genau in ihre Richtung.
„Lauf!“, schreit Lou und nimmt wie auch V die Beine in die Hand. Hektisch suchen sie Schutz hinter dem nächsten Haus und den Wänden, doch alles fliegt in die Richtung des Dämons, wenn sie es erreichen.
Griffon krächzt etwas unverständliches, sodass Lou hinter sich blickt. V rudert mit den Armen und löst sich gerade vom Boden ab, bis die Dämonenjägerin ihn packt und runter zieht.
„Komm zurück auf den Boden der Tatsachen und lauf schneller“, keucht Lou und rennt weiter. Dabei lässt sie V nicht los.
„Ich kann selber laufen, danke“, entgegnet er im gleichen Ton.
Lou setzt zu einer Antwort an, doch sie verstummt, als der Sog nach lässt. Der Mund im Bauch des Dämons kaut und schmatzt. Feuer und geschmolzene Steine laufen zwischen den Zähnen heraus und fallen zischend auf den Boden. V und Lou stehen erstarrt da und können kaum fassen, was sie da sehen.
Mit einem bestialischen Grölen beginnt der Bauch sich aufzublähen und wird immer größer und größer bis ein Ball aus Lava und Feuer hinaus geschleudert wird.
„Shadow!“, schreit V und hält seinen Gehstock schützend vor sich.  Goliaths Feuerball schlägt in ein größeres Gebäude ein. Unmengen an Steinen werden hinfort katapultiert und Lou weiß gar nicht, nach welchem sie zuerst treten soll, denn es sind einfach zu viele. Shadow taucht aus den Schatten und hat für die fliegenden Steine nur ein Fauchen übrig. Mit seinen Pranken zerstört er jeden Brocken, die nur noch als kleine Kieselsteine auf Lou und V hinab regnen.
„Jetzt nimm deinen Mund nicht so voll!“, schreit Nero in der Ferne, der Goliath durch Stiche in den Hals zu Fall bringt.
„I am set to light the ground,
While the beetle goes his round:“

V murmelt die Verse, während er zu Goliath und Nero schreitet. Lou versteht zunächst nicht, worauf er hinaus will. Noch einen unpassenderen Moment für ein Gedicht hätte er ihrer Meinung nach, nicht finden können.
„Follow not he beetle's hum;“
Er nimmt seinen Gehstock in beide Hände und fixiert den Dämon. Jetzt macht es Klick in ihrem Gehirn.
„Little wanderer, hie thee home.“
Und mit diesen Worten sticht er dem Monster durch die Stirn. Es stirbt und zerfällt zu Staub.
Die Qliphoth Wurzel, die ihren Weg nach oben bahnte, zerfällt ebenso.
„Unsere Arbeit ist getan. Wir sollten zurück zum Devil May Cry“, sagt V in seiner ruhigen Art.
Nero und Lou nicken sich zu und sie folgen ihm zu Nicos Van.
„Bist du verletzt?“, fragt Lou verhalten. Sie ist von dem Tod des Dämonen aus unerklärlichen Gründen mitgenommen, aber sie wüsste den Grund dafür nicht zu beschreiben. Ihr fällt es schwer, dem Geschehen eine Emotion zuzuordnen. Natürlich ist sie nicht traurig über Goliaths Ende, aber sie ist überrascht, dass V so ist, wie er ist. Lou merkt selbst, dass sich ihre Gedanken in keiner Hochphase befinden. Auch sie sehnt sich nach Ruhe.
Plötzlich hört sie es neben sich schnipsen.
„Mir geht es gut, soweit du das hörst“, meint Nero sarkastisch. Lou hat ihn schon vorher kennengelernt, sodass auch er weiß, dass die Blonde manchmal mit ihren Gedanken abdriftet.
„Verzeih mir... ich brauch Kaffee“, grummelt sie, „Der Tag ist auch schon zu lang.“
„Oh man, du bist mit Kaffee genau so schlimm, wie Nico mit Zigaretten.“
„Der Unterschied ist nur, dass Zigaretten eklig schmecken, prinzipiell stinken und das Gefühl vermitteln, man verbrenne sein Geld. Kaffee ist anders. Kaffee schmeckt gut, riecht gut und sorgt dafür, dass ich niemanden absteche.“
Lou und Nero lachen zusammen. So herzlich und ehrlich wie sie es in der Situation können.
„Außerdem hilft es der Murmel in deinem Kopf auf die richtige Stelle zu rollen“, scherzt Nero und tippt ihr dabei gegen den Kopf.
„Du bist manchmal so ein Arsch! Wie erträgt es Kyrie mit dir?“ Lou boxt ihm in die Seite.
V schenkt den Albereien keine Aufmerksamkeit. Mit genügend Abstand geht er voraus.
„Griffon?“
Sein Vertrauter fliegt an seine Seite und mustert ihn mit seinen kleinen scharfen Augen.
„Du bist so schweigsam“, merkt V an ohne eine Miene zu verziehen. Griffon beginnt zu stottern. Er findet schließlich seine Worte.
„Weißt du, V, ich möchte dir nicht zu Nahe treten, doch du benimmst dich seltsam.“
„Verarscht du mich?“, fragt er fassungslos, „Du bringst zuerst keinen klaren Satz zu Stande und sagst mir, dass ich mich seltsam verhalte?“
„V, ich meine es auch anders. Seit die hübsche Blonde da ist, bist du unkonzentriert!“
Der Schwarzhaarige tippt seinen Vertrauten kurz an und im nächsten Augenblick wird Griffon wieder zu Tinte unter Vs Haut. Er ist verärgert und will nun nicht diskutieren.
„So ein Blödsinn“, knurrt er und verbannt diese Gedanken aus seinem Kopf.
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