In your Shadow

GeschichteRomanze / P6
Elijah Mikaelson Kol Mikaelson Marcel Gerard OC (Own Character)
08.02.2020
13.02.2020
5
10.080
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
08.02.2020 3.199
 
Nervös packte ich die letzten paar Pinsel in meinen großen Schminkkoffer, schnappte mir meinen Schlüssel und huschte durch die Haustür. Dort blieb ich kurz stehen und atmete einmal tief durch. Dies sollte nun also mein erster Arbeitstag hier in Georgia sein. Ich war froh hier so kurzfristig überhaupt eine bleibe gefunden zu haben. Denn dieses Jobangebot kam mehr als kurzfristig.  Vor einer Woche bekam ich die Nachricht, ob ich als Maskenbildnerin am Set von „The Originals“ mitwirken könne, da sie wohl Not am Mann hatten. Ich hätte fast geschrien vor Glück. Zwar lebte ich jetzt schon seid nem guten halben Jahr in Amerika, musste mich aber als einfache Friseurin über Wasser halten. Und als gelernte Visagistin war es immer mein Traum, Teil von etwas Großem zu sein. Tierisch nervös ging ich richtung S-Bahn. Es war von meinem Hotel nicht sehr weit bis zu dem Drehort. Ich brauchte nur knappe 15 Minuten. Mit steigender Nervosität stieg ich also aus der Bahn aus und lief das letzte Stück zu dem riesigen Gebäude. Das  wäre nun also mein Arbeitsplatz für die nächsten Wochen. Von weitem sah ich, das dort schon einiges los war. Bisher kannte ich noch niemaden. Ich hoffte nur das ich mich schnell zurecht finden würde. Ich betrat das Gebäude und blickte mich erstmal suchend um. Man sagte mir ich solle mich an Julie Plec wenden. Also lief ich erstmal weiter und schaute nach einer eventuellen Beschilderung. Ewas zielos lief ich durch die Gegend. Es war einfach so riesig hier. Und andauernd kamen an mir Menschen vorbei, die mich kurz musterten, dann aber ohne ein Wort weiter gingen. Als ich nach 10 Minuten des Suchens, immer noch nicht fündig geworden war, kam ich mir doch langsam ziemlich Hilflos vor.
Ich bog um die nächste Ecke und sah dort 3 Männer stehen. Zielstrebig ging ich auf sie zu.
„Entschuldigung. Könnt ihr mir vielleicht helfen? Ich suche Julie Plec, ich bin neu hier und weiß nicht genau wo ich hin muss.“ Sprach ich einfach drauf los und unterbrach sie in ihrer Unterhaltung. Augenblicklich schauten sie mich alle an, was mich noch unsicherer werden ließ.
„Du bist neu hier? Für was denn?“ bekam ich allerdings anstatt einer Antwort zurück. Nathaniel Buzolic. Ich hatte mir natürlich die ganzen Teile die es bisher schon gab angeschaut und wusste nur all zu gut wer dort vor mir stand. Neben ihm standen Daniel Gillis, der den Elijah spielt und ebenfalls Joseph Morgan, alias Klaus Mikealson.
„Eh ich bin als neue Visagistin hier.“ Gab ich leise zurück.
„Ach wie schön. Warte kurz ich kann dich zu ihr bringen, ich muss sowieso noch einen neuen Dreh Plan abholen.“ Gab mir nun Daniel die Antwort auf meine Frage. Dankbar sah ich ihn an. „Das wäre super, danke!“ Er schnappte sich noch seinen Rucksack, den er beiseite gestellt hatte und deutete mir an ihm zu folgen. Immer noch unsicher schaute ich noch einmal die andern beiden an, und da sah ich direkt in die Augen von Nathaniel. Es durchzog mich wie Blitze. Seine Augenspiegelten in keinster Weise eine Emotion wieder, weshalb ich meinen Blick schnell wieder abwandte. Man das konnte ja was werden. Er schien nicht sonderlich begeistert von mir zu sein. „Man sieht sich Liebes.“ Verabschiedete sich Joseph hingegen freundlich von mir, was mich wenigstens kurz die Mundwinkel hochiehen ließ. Dann verschwand ich mit Daniel auch schon um die nächste Ecke.
„Wie ist denn dein Name?“ fragte er mich als wir nebeneinander herliefen. Er wirkte super entspannt, ganz im gegensatz zu mir, das sollte ich echt schnellstmöglichst in den Griff bekommen, wenn ich hier nicht gleich als kleine graue Maus abgestempelt werden wollte.
„Emilia, aber Emmi reicht föllig.“ Gab ich zurück.
„Freut mich Emmi. Und wo kommst du her? Du bist noch nicht lange hier oder?“ fragte er weiter. Er schien ehrlich interessiert zu sein.
„Merkt man das etwa?“ lachte ich auf.
„Du hast auf jedenfall einen deutlichen Akzent. Was mich darauf schließen lässt das du keine gebürtige Amerikanerin bist.“ Er grinste. Und fast als wäre es ansteckend musste ich auch lächeln.
„Du hast recht. Ich komme eigentlich aus Deutschland. Bin aber vor einem halben Jahr nach Atlanta gezogen.“ Durch diesen Smalltalk wurde ich unmerklich immer entspannter. Wofür ich Daniel unheimlich Dankbar war. Wenigstens kannte ich hier jetzt schon Jemanden der mich normal und freundlich behandelte.
„Aus Deutschland also. Das ist ja nen ziemlciher Sprung. Wie kams dazu?“ wollte er wissen, als wir vor einer Tür wo „Julie Plec“ dran stand, zum stehen kamen.
„Ehm... das war schon immer mein Traum.“ War meine stockende Antwort.  Die wahrheit wollte ich ihm nicht sagen. Schließlich konnte ich ihm schlecht sagen was der eigentliche Grund für meine Flucht aus Deutschland war, bzw wollte ich ihn nicht mit meinen Problemen nerven. Was interessierte es ihn auch.
Er nickte daraufhin und lächelte noch einmal. „So da wären wir.“ Er klopfte an die Tür. Und öffnete sie kurz darauf auch schon, ich ging ihm zögerlich hinterher.
„Hey Julie. Ich hab dir Jemanden mitgebracht.“ Wir standen nun vor einer blonden Frau, die mich freundlich begutachtete. Ich fühlte mich in ihrer Gegenwart direkt wohl.
„Ah, du musst Emilia Römer sein. Freut mich sehr. Ich bin Julie Plec.“ Gab sie mir direkt ihre Hand die ich lächelnd entgegennahm.
„Die bin ich. Freut mich auch sehr, das ich hier sein darf!“
„Danke Daniel, das du dich schonmal so nett um sie gekümmert hast. Tut mir leid, manchmal ist es hier etwas unübersichtlich, vor allem wenn man neu ist.“ Während sie sprach kramte sie in einer Schublade ihres Schreibtisches und zog kurz darauf einen Stapel Papiere heraus. Sie reichte diese Daniel. „Das ist das überarebietet Skript für Elijah.“ Sasgte sie. Er nickte und seine Augen huschten bereits über die Zeilen.
„Okay Emilia, dann werde ich dich gleich mal mit nehemn und dir deinen neuen Arbeitsplatz zeigen.“ Wandte sie sich nun wieder an mich. Ich nickte und sie deutete mir an das wir nun gehen konnten.
Daniel folgte uns. Wir gingen durch einen langen Flur, weiter in einen angrenzenden Raum, der bestückt mit mehreren Spiegeln und davor stehenden Stühlen war. Ich staunte nicht schlecht. Das war wirklich nen Paradies wo ich mich ganz meiner Arbeit hingeben konnte. Auf einem der Stühle saß bereits eine blonde junge Frau, die ich als Candice indentifizierte. Ein dunkelhaariger Mann war gerade dabei sie zurecht zu machen. Beide blickten kurz auf als wir herein traten.
„Julien, ich hab dir Jemanden mitgebracht. Das ist Emilia. Sie wird dir ab sofort unter die Arme greifen.“ Augenblicklich erhellte sich das Gesicht des jungen Mannes vor mir. „Oh klasse, endlich bekomme ich Verstärkung.“ Und schon kam er direkt auf mich zu und schloss mich in die Arme. Ich war so überrumpelt das ich erst wie erstarrt dort stehen blieb. Im nächsten Moment freute ich mich aber total, das ich so freundlich empfangen wurde. Das gab mir direkt ein gutes Gefühl.
„Ich bin Julien, du glaubst echt nicht wie froh ich bin das du hier bist!“ meinte er , als er mich wieder los ließ
„Die Freude liegt auch ganz auf meiner Seite.“  Strahlte ich zurück.
„Julie, danke du bist ein Engel, länger hätte ich das alleine auch nicht durchgehalten.“ Witzelte Julien weiter. „Und dann bekomme ich auch noch eine so hübsche Partnerin. Echt der wahnsinn.“  Bei seinen letzten Worte wurde ich leicht verlegen und senkte den Blick, falls ich rot wurde.
Er kicherte vor sich hin, und stellte sich wieder zu Claire, die uns nur belustigt beobachtet hatte, nun aber auch aufstand und auf mich zu kam. „Hey ich bin Claire. Freut mich.“ Sie gab mir die Hand, die ich augenblicklich in meine nahm. „Danke das ihr mich alle so lieb auf nehmt. Das freut mich wirklich sehr. Ich bin Emilia, bevorzuge aber Emmi.“
„Und wir freuen uns auf eine tolle zusammenarbeit. Na denn, ich denke Julien wird dir gleich alles zeigen und erklären. Falls du noch weitere Fragen hast dann kannst du gerne jederzeit zu mir kommen. Du weißt ja jetzt wo du mich findest.“sagte Julie daraufhin und schien es plötzlich eilign zu haben. Ich verabschiedete mich von ihr und sie verschwand wieder. Und ich blieb mit Julien, Daniel und Claire zurück.
„Ok Darling, ich mache die liebe Candice noch eben fertig, dann zeige ich dir wo wir hier alles haben.“ Richtete Julien sich nochmal an mich, ging währenddessen aber schon wieder seiner Arbeit nach.
„Okay. Ich hab aber auch einige Sachen von mir mitgebracht. Ich kann auch schon anfangen wenn es dir hilft!“ sagte ich und deutete dabei auf meinen großen Koffer, in dem meine gesamten Utensilien Platz fanden.
„Wow echt Vorbildlich! Dann mach dich doch da vorne breit. Du kannst dir alles bereit machen und dann ist Daniel auch schon an der Reihe. Also wenn du magst kannst du mit ihm starten.“
„Alles klar.“ Ich machte mich direkt an die Arbeit und packte alles was ich für den Anfang brauchte auf die Ablage vor dem Spiegel. Als ich fertig war sah ich erwartungsvoll zu Daniel, der sich nebenbei leise mit CLaire unterhalten hatte. Direkt kam er zu mir rüber und setzte sich auf den Stuhl.
„Julien? Hast du eine Vorlage nach der du arbeitest oder auf was soll ich achten?“ fragte ich den Dunkelhaarigen. „Du kannst einfach frei nach Schnauze arbeiten. Er sollte so schön wie möglich aussehen. Vampir halt, versteht sich." giggelte dieser. Ich musste kurz lachen, bei Daniels Blick.
„Hey, ich seh immer gut aus.“ Grummelte dieser, grinste aber dabei.
„Natürlich Schätzchen.“ Julien wusste wohl genau was er wie sagen konnte.
So fing ich also an. Und ich war wirklich froh das Daniel der erste war den ich zurecht machen durfte. Er nahm alles so gelassen und war zu mir unheimlich freundlich.
„Was hast du denn das halbe Jahr das du schon in Atlanta lebst so gemacht Emmi?“ fragte er mich schließlich, als ich gerade dabei war seine Frisur herzurichten.
„Ich habe als Friseurin in einem kleinen Laden gearbeitet. Ansonsten bin ich noch nicht sehr viel rum gekommen.“ Gab ich zu.
„Bist du ganz alleine hier her gekommen?“ wollte er weiter wissen.
Ich ging einen Schritt zurück und begutachtete mein Werk, und für den letzten Schliff griff ich nach dem Haarspray.
„Ja ich bin alleine her gekommen.“ Meinte ich nur.
„Wow, ganz schön mutig.“ Daniel lächelte mich an.
Ich zuckte nur mit den Schultern. „Hat sich so ergeben. Und ich musste einfach raus von dort. Irgendwie war um mich herum alles so negativ das ich es nicht mehr länger ausgehalten habe.“ Das war eigentlich mehr als ich von mir Preisgeben wollte.
„Da brauchst du dir hier auf jedenfall keine Gedanken drum machen, die meisten sind sehr positiv und lustig gestimmt.“ Antwortete mir Daniel daraufhin. Ich war froh das er nicht groß nachharkte. Aber das viele hier eine positive Ausstrahlung hatten, hatte ich auch schon gemerkt. Der Einzige der mir negativ gegenüber getreten war, war Nathaniel. Aber vielleicht hatte ich mir das auch nur eingebildet.
„Wow Emmi. Das hast du echt mega hinbekommen!“ unterbrach uns da auch schon Julien, der sich nun neben mich stellte und mein Werk musterte. „Echt klasse. Hätte ich echt nicht besser hinbekommen!“
„Daniel drehte sich zu dem Spiegel und sah sich ebenfalls an, und schenkte mir augenblicklich wieder ein Lächeln. „Ja das ist echt gut geworden. Ich schätze mal, du hast die Aufnahmeprüfung bestanden.“ Lachte dieser nun. Auch ich musste nun lachen, auch wenn mich dieses ganze Lob wieder etwas Verlegen machte.
„Ich geb mein bestes hier alles richtig zu machen.“ Murmelte ich nur.
„Nicht so bescheiden Süße, du hast es echt drauf!“ Julien legte einen Arm um mich und zog mich etwas enger an ihn ran.
„Dankeschön.“ Ach war das schön. In diesem Moment war ich eifnach nur glücklich. Und wieder einmal zeigte es mir das mein Entschluss, den cih vor einem halben Jahr getroffen hattem absolut richtig gewesen war.
„So aber nun, müssen wir weiter machen. Gleich kommen die anderen.“ Julien Klatschte in die Hände, wie um seine Worte noch zu unterstreichen. Claire und Daniel  gingen schon mal weiter zu den Umkleiden, um gleich bereit fürs Filmen zu sein.
In der Zeit wo wir alleine waren, zeigte mir Julien wo alle weiteren Sachen zum Schminken oder die Accessoires waren.
Wir unterhielten uns dabei noch ein wenig über alles mögliche. Und ich wusste das ich mich hier wirklich wohl fühlen werde, mit Julien. Er war so offen,  lustig und herzlich.
„Und du kommst echt ganz aus Deutschland?“ fragte Julien mich, als er mit seiner kleinen Führung fertig war.
„Ja genau. Und du glaubst gar nicht wie viel besser es sich anfühlt hier zu sein.“ Ich zog die Stirn etwas kraus bei dem Gedanken an meine alte Heimat.
„Aber das ist ja schon echt weit, und dann so alleine. Wie alt bist du eigentlich?“ Julien hatte echt keine Scheu alles gerade so heraus zu sagen. Störte mich aber nicht, manchmal brauchte man so jemanden einfach, der einfach alles sagte was er dachte.
„Alt genug endlich mein Leben in die Hand zu nehmen.“ Lachte ich.
„Sag nicht du bist erst 18?“ machte Julien weiter bei dem kleinen Spielchen.
„Haha nein. Ich bin 26.“ Antwortete ich noch, als auch schon im nächsten Moment die Tür wieder aufging und Joseph und Nathaniel traten ein. Direkt war die Nervosität wieder da, die ich wenigstens für einen Moment abgestellt hatte.
„So da wären wir, endlich hast du mal wieder Verstärkung was Julien.“ Grinste Nathaniel ihn an, und sah kurz zu mir rüber, was mich unsicher den Blick senken ließ.
„Ja und sie ist echt klasse!“ gab Julien zurück.
„Ach wirklich? Dann muss ich mich davon wohl selbst einmal überzeugen lassen.“ Nathaniel sah wieder zu mir und kam ein paar Schritte auf mich zu. Joseph ging wie von selbst zu Julien und ließ sich von ihm fertig machen, während ich versuchte mich erstmal wieder zu fangen.
„Wo soll ich mich hinsetzen?“ wurde ich gefragt. Etwas verwirrt schüttelte ich leicht den Kopf, um wieder klar denken zu können. Diese blöde Nervosität konnte mich echt lähmen. Das war schon früher immer ein großes Probelm von mir gewesen.
„Eh, hier auf den Stuhl.“ Ich deutet auf den Stuhl rechts neben mir, und schon nahm er dort platz.
Ich Drehte mich einmal um meine Achse um an meine Materialien zu kommen, doch da passierte es das ich so viel Schwung hatte und leicht ins straucheln kam, wobei ich leicht gegen Nathaniel stieß, der direkt nach meinem Arm griff um mir Halt zu geben. „Hoppla, immer langsam. Ganz ruhig Kleine, ich beiße nicht.“ Er grinste mich breit an. „Auch wenn ich meine Rolle sehr ernst nehme.“ Fügte er noch hinzu. Bei diesen Worte musste sogar ich lachen. Auch wenn ich wahrscheinlich so rot wie eine Tomate geworden war.
„Eh ja, tut mir leid.“ Nuschelte ich und begann endlich die Sachen auf die Ablage vor mir zu legen die ich auch brauchte. Ich legte ein handtuch um Nathaniel und begann ihn zu Schminken.
„Ich bin übrigens Nate.“ Sagte er nach kurzem schweigen.
„Emmi.“ Lächelte ich ihn diesmal an. Warum war ich nur so nervös. Bei Daniel vorhin war ich es doch auch nicht. „Freut mich Emmi.“ Wieder grinste er, während ich gerade etwas Kunstblut an deine Mundwinkel pinselte. Man das sah schon irgendwie echt Sexy aus.
„Mich auch.“
„Und du kommst aus Deutschland habe ich gehört?“ Was hatten die nur alle mit Deutschland? So spannend war es dort wirklich nicht.
„Ja komm ich. Kommst du Ursprünlgihc aus Amerika?“ wollte ich nun wissen.
„Nein, ich komme eigentlich aus Australien. Lebe aber mitlerweile in LA.“
„Wow nicht schlecht. Australien, da würde ich auch super gerne mal hin.“ Das wäre tatsächlich meine Alternative zu dem hier gewesen. Aber dort wäre ich nur für einen kürzere Zeitraum geblieben, weshalb es dann doch nicht mehr in Frage kam.
„Wie praktisch... ich kann dich ja mal mitnehmen und dir alles zeigen.“ Bei seinen Worten sah er mir direkt in die Augen. Und die waren so unglaublich schön und tiefgründig das ich beinahe weiche Knie bekam. Irgendetwas hatte dieser Kerl an sich was mich total durcheinander brachte.
In diesem Zuge wollte ich auch grade nach dem Haarspray greifen, als ich bei meiner Handbewegung alles was darum stand natürlich runter schmiss. „Oh nein, so ein mist!“ fluchte ich vor mich hin, als ich mich runter beugte um alles wieder aufzusammeln.
„Mensch Nate, jetzt lass sie mal, du machst sie ja ganz nervös!“ tadelte da auch schon Julien vom anderen Ende des Raumes.
Angesprochener hob grinsend die Hände „Ich mache doch gar nichts.“ Dann beugte er sich ebenfalls runter um mir zu helfen. Dabei berührten sich unsere Hände, was ein leichtes kribbeln in mir auslöste und mich ihm direkt in die Augen blicken ließ. Kurz verharrten wir so, als wir auch beide leicht irritiert wieder hoch kamen. „Sorry. Ich muss echt besser aufpassen.“ Sagte ich nur und kratze mir leicht am Kopf.
„Ach alles gut. Ich hab dir ja eben schon gesagt, ich beiße nicht.“ Wieder lachte er mich so süß an. Gott ich war nicht mal einen tag hier und schon benahm ich mich wie ein verrückter Teenie.
Nachdem ich ihn mit dem Haarspray den letzten Schliff gegeben hatte begutachtete ich mein Werk nickte zufrieden, als ich ihm auch schon einen kleinen Handspiegel hinhielt, damit er sich von allen Seiten sehen konnte. „Wow, super Emmi.“ Meinte er als er sich musterte.
„Hey Joseph, wie weit bist du ? Ich glaube wir sollten bald rüber gehen. Die Szene wird gleich gedreht.“ Richtete er sich auch schon an seinen Kollegen.
„Immer mit der Ruhe Jungs. Ich bin gleich so weit. Seid ihr etwa schon fertig?“ Julien sah verwundert auf. Dann sah er mich an: „ Alter Emmi... wie schnell bist du denn bitte?“
Ich zuckte nur die Schultern. „Ich habs nicht anders gelernt.“
„Tja Julien, da macht dir aber jemand gehörig Konkurenz was?“ stichelte Nate auf diesen ein und schlug ihm freundschaftlich auf die Schulter.
„Ach was nein, ich bin nichtmal halb so gut wie er.“ Nahm ich Julien direkt in Schutz. Ich wollte auf keinen Fall ärger machen oder mich zwischen irgendwas drängen.
„Emmi, ich hab dir vorhin schon gesagt, du sollst nicht so bescheiden sein! Und glaub mir, ich kann das ab. Ich unterstütze dich da voll und ganz, dafür brauchst du dich nicht zurück nehmen, verstanden?“ Julien war nun auch fertig und kam zu mir um mich in eine kurze Umarmung zu ziehen. Krass wie schnell ich hier echt Anschluss gefunden hatte. Und ich spürte einfach das es mit Julien der beginn einer tollen Freundschaft war.
„Danke.“ Meinte ich nur als Antwort.
„Wir müssen denn. Wir sehen uns sicher gleich dort.“ Meinte Nate zu mir und im nächsten Moment waren er und Joseph schon aus der Tür verschwunden.
„Na...was geht denn da Süße?“ wurde ich sofort von Julein gefragt.
„Was? Was meinst du?“ verwundert schaute ich ihn an.
„Na du und Nate... das hat ja nen Blinder gemerkt, wie du auf ihn reagierst hast!“ lachte er.
Oh gott...war es wirklich so offensichtlich? Dabei wusste ich selber doch noch nichtmal was da los war. So habe ich mich schon ewig nicht mehr gefühlt.
Weiter darüber nachdenken konnte ich nicht, denn schon kamen die nächsten die wir fertig machen mussten. Als wir noch eine weitere Gruppe zu ende gestylt hatten waren wir fertig.