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von Elli1963
GeschichteAllgemein / P16
OC (Own Character) Till Lindemann
07.02.2020
23.05.2020
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23.05.2020 979
 
19. Kapitel

Da standen wir nun, Till und ich Hand und Hand vor der großen verschnörkelten, schwarzen Haustür. Till war beeindruckt von der Größe und Schönheit des Anwesens.
Ich hielt schon meinen Schlüssel in der Hand und schaute nervös auf das Schlüsselloch. Till schaute auf mich herab, und ließ dann meine Hand los.
Langsam ging ich die drei Stufen hinauf und schloss langsam die Tür auf. Komischer weise war diese Tür schon offen und ließ sich einfach aufstoßen, der Geruch von Heimat empfing mich.
Ich gab Till ein Zeichen und kurz darauf stand er hinter mir. Vorsichtig tastete ich nach seiner Hand und umgriff diese fest.
Ich schloss die Tür mit einem rums, kurz darauf konnte ich aus dem Garten meinen Vater fluchen hören.
,,Gruzifix! Scheiß Tür." hörte ich ihn und schon kam er aus der großen Stubentür in den Flur gestolpert.
,,Joseph, bist du's? " fragte er und zog die Schlappen aus. Ich beobachtete ihn und musste mir das Grinsen verkneifen.
,,Marlene!" rief er freudig aus und kam auf uns zu. Er zog mich in eine feste Umarmung und gab mir einen Kuss auf die Wange.
,,Mensch Kind, wie gehts dir." lachte er und musterte mich.
,,Sehr gut, wie gehts dir?" fragte ich ihn zurück. Er nickte ab, als seie es nicht so wichtig und musterte nun den, Gepiercten in schwarz gekleideten großen, Mann an meiner Seite.
,,Papa, das ist Till, Till das ist mein Vater Alois." stellte ich beide einander vor und schaute zwischen beiden hin und her.
Till hielt ihm ganz förmlich die Hand hin, mein Vater jedoch zog ihn in eine brüderliche Umarmung.
,,Schön. Die Mama ist einkaufen, kommt aber bald wieder." lachte er. Ich lächelte ihm ebenso entgegen.
Ich war froh das er mich wenigsten gut aufnahm, auf die "Freude" meiner Mutter konnte ich gerade verzichten.
,,Dein Zimmer haben wir so gelassen, selbst das Buch was du als letztes gelesen hast liegt noch offen da." erklärte er uns während wir die, aus  Mamor bestehende Treppe, hinauf liefen.
,,Machts euch gemütlich, das Gästezimmer ist auch gemacht, aber ihr werdet es schon hinkriegen." meinte er und tapste dann wieder die Treppe die hinunter.
,,Das ist dein Vater?" fragte Till nun skeptisch und lief hinter mir in mein Zimmer.
Ich schmunzelte und schaute mich um.
Und wirklich, alles lag noch so da wie ich es verlassen hatte. Das Buch lag noch auf den Schreibtisch, mein lieblings Kleid hing an der Kleiderschranktür und ein großer Strauß Sonnenblumen stand auf der Kommode.
,,Ja, er ist relativ normal." lächelte ich und nahm ihm das Reisegepäck ab.
,,Aber ein schönes Zimmer hast du." meinte er und umarmte mich von hinten. Ich nickte und schaute aus dem Panoramafenster nach draußen auf die meterhohen Berge.
,,Und an deinen Bettfosten könnte man dich gut fesseln, wenn du nicht artig warst." raunte er und gab mir einen Kuss hinter mein Ohr.
Mit leicht geröteten Wangen lehnte ich mich an seine Schulter. Das mit dem Kopfteil an meinem Bett war mir noch nie aufgefallen. Aber er hatte recht, die Verschlungen Eisenteile die ein schönes Muster ergaben, waren wirklich gut für solche extras geeignet.
,,Spinner." stellte ich schmunzelnd fest. Seine Hände umgriffen meine Hüften fester und drehten mich zu sich um.
,,Pass nur auf, sonst mache ich ernst." raunte er und gab mir einen kurzen Kuss, zu meinem Bedauern war dieser viel zu kurz. Mit einem grimmigen Gesichtsausdruck schaute ich Till an. Gerade konnte ich nicht genug Nähe zu ihm haben, da mir das gestern Abend sehr gefallen hatte.
,,Das gestern, war schön. Es hat mir gefallen." sprach ich meinen Gedanken aus.
Till nickte und strich eine Strähne aus meinem lockeren Dutt nach hinter mein Ohr.
,,Kann ich auch was für dich tuen, als Dankeschön?" fragte ich schüchtern und traute mich ihm dabei nicht in die Augen zusehen. Kurz lächelte er, nahm dann mein Kinn und zwang mich somit ihn anzusehen.
,,Du tust schon genug." meinte er.
Ich daraufhin schüttelte den Kopf. Ich hatte das Bedürfnis ihm danke zu sagen, irgendwie. Er muss es nur sagen wie.
,,Till, ich möchte mich wirklich revanchieren, sag mir nur wie." bat ich ihn und fuhr mit meinen Händen über sein schwarzes Hemd.
,,Ich sag dir schon wann und wie, keine Angst." raunte er. Mit dieser Antwort gab ich mich vorerst zufrieden. Sie zwar nicht gut oder gar gültig, aber immerhin etwas.
,,Willst du was essen?" fragte ich ihn nach einem langen Schweigen.
,,Mh, vielleicht junge Frauen die wahnsinnig frech sind." meinte er belustigt und musterte mich dabei als würde er schauen ob man mich als Braten nehmen könnte.
,,Wäre aber ein bisschen zäh, oder?" lachte ich. Till schüttelte den Kopf und zog mich nah an sich heran.
,,Wenn man es gut Würzt und drapiert?" fragte er leicht singend. Erst jetzt fiel mir dieses lied mein Teil ein und ich sah ihn leicht lächelnd und angewidert an.
,,Hör auf, ich mag das Lied nicht so wirklich." grummelte ich. Till zog eine Augenbraue nach oben.
,,Nicht?" fragte er. Ich schüttelte den Kopf.
,,Du weißt das du für mich nicht Rammsteinfrontmann Till Lindemann bist, sondern nur Till, mein Till." sagte ich und wand mich aus seinem Griff.
Till schwieg zu meiner Antwort und erwiderte nix darauf.
Ich glaube ihm gefiel es nicht das ich seinen Beruf als Rammstein Sänger eher ablehnte, als dass ich ihn willkommen hieß.
Aber das stimmte, ich habe ihn ja ohne das wissen kennengelernt, also warum sollte ich jetzt darauf abfahren und es gut finden.
Klar war es sein Beruf und das was ihn ausmachte, aber ich habe ihn lieber ohne die Erinnerung an die Band um mich.
Da mir dieser liebenswürdige Mann mehr gefiel, als der Mann, der auf der Bühne von seinen unanständigen Phantasien singt.
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