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05. Februar: Feuerwerk [by Jaybird]

OneshotThriller / P12 / Gen
Jason Peter Todd / Red Hood
05.02.2020
05.02.2020
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999
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05.02.2020 999
 
Tag der Veröffentlichung: 5. Februar
Zitat: "Auge um Auge, Zahn um Zahn, Böses für Böses!" (Code:Breaker)
Titel der Geschichte: Feuerwerk
Autor: Jaybird
Hauptcharaktere: Jason Todd
Nebencharaktere: keine
Pairings: keins





Auge um Auge, Zahn um Zahn, Böses für Böses.

Der marmorne Fußboden sandte ein lautes Echo durch die immense Halle mit jedem seiner Schritte. Hoch über ihm wölbte sich die Decke, verziert mit Stuck und Malereien, die jedem Kunstliebhaber das Herz aufgehen lassen würden. Doch Jason hatte keinen Blick für die Schönheit um ihn herum, kein Interesse an der architektonischen Meisterleistung, die für Jahrtausende unangetastet von der Zeit überdauert hatte.

Es hatte ihn Monate gedauert, diesen Ort zu finden, um die vereinzelten Hinweise und kryptischen Puzzleteile endlich zusammenzufügen. Aus reinem Stolz heraus, hatte er sich geweigert, die Informationen einfach aus Bruces Datenbank zu ziehen, die doch für ihn noch immer so einfach zu infiltrieren war.

So sehr er seinem ehemaligen Mentor noch immer nicht verziehen hatte, ein kleiner Teil seines Denkens wollte Bruce aus diesen Dingen heraushalten. Nicht, weil er sich davor fürchtete, der andere würde ihn dafür verurteilen, sondern um ihm das Gewissen zu ersparen, dass er mittelbar für Jasons Aktionen verantwortlich war.

Seine Finger spielten mit den Griffen der zwei Pistolen, die noch immer lose in ihren Halftern hingen, als wäre er sich unsicher, ob er sie überhaupt benutzen wollte. Doch in seinem Herzen war kein Zweifel verblieben. Er wusste, dass er noch weit davon entfernt war, Ra's al Ghul persönlich gegenüber zu treten, aber es ging ihm hier nicht darum, seine Rache zu vervollständigen, sondern darum, eine Nachricht zu senden. Und eine, die nicht so einfach zu ignorieren war.

Jason lächelte grimmig, als sich ihm laute Schritte näherten. Es macht keinen Unterschied, wie viele Wachen du mir auf den Hals hetzt, dachte er sich im Stillen, als er seine Waffen zog. Niemand würde ihn davon abhalten, sein Ziel zu erreichen.

Schuss um Schuss sirrte an ihm vorbei, als er sich zur Seite warf, seine eigenen Kugeln so viel zielsicherer. Nut eine einzige der gegnerischen Geschosse fand ihr Ziel, drang tief in seine Schulter ein und im Gegenzug verpasste Jason der Wache ein präzises Loch zwischen den Augen.

Fluchend biss er die Zähne zusammen und griff nach seiner Schulter, um zu fühlen, wie ernst die Wunde war. Ein Durchschuss, nicht lebensgefährlich, aber er musste sich beeilen, bevor er zu viel Blut verlor.

Ein trockenes Lachen fiel von seinen Lippen, als er an den regungslosen Wachleuten vorbei stapfte. Soviel für den dramatischen Auftritt.

Er rannte den restlichen Weg, zum Ende der Halle und dann durch einen schmalen Korridor tiefer in das Herz des Anwesens. Zu genau erinnerte er sich an seine Zeit hier, an die Flure und Zimmer, die er im Schlaf nachverfolgen konnte. Damals war er kaum mehr gewesen, als eine lebendige Leiche, aufgegriffen von der Straße, nachdem er sich aus seinem eigenen Grab frei gekämpft hatte. An nichts hatte er sich erinnert, außer an Bruces Namen. Aber Batman hatte ihn nicht gerettet.

Dumpf erinnerte er sich an die Unterredung, die er überhört hatte, als er sich in Bruces Kommunikationsnetzwerk einhackte. “Ich habe nie ohne Grund getötet. Ich habe deinen Sohn genommen und ich wollte meinen Fehler wiedergutmachen.”

Batman hatte Ra's al Ghul Gnade gewährt, doch Jason war nicht wie sein ehemaliger Mentor. Er hatte keine Angst davor Blut zu vergießen, er glaubte daran, dass in manchen Situationen Böses mit Bösem vergeltet werden musste.
Ihm war es egal, ob Ra's al Ghul seinen Tod beabsichtigt hatte oder nicht, der Mann war verantwortlich für so viel Tod und Verderben, hatte so vielen unschuldigen Leben ein kurzes Ende bereitet. So jemand verdiente keine Gnade.

Jason lächelte, als er sein Ziel erreichte, das Herzstück des Anwesens. Wenn er schon nicht Ra's al Ghul persönlich gegenübertreten konnte, dann würde er ihm doch unmissverständlich zeigen, dass es keinen Ort auf der Welt gab, an dem er sich verstecken konnte. Jason war ihm auf den Fersen und er wollte, dass der andere sich dessen ganz genau bewusst war.

Ohne zu zögern griff er nach den Sprengkörpern, die an seinem Gürtel hingen und platzierte sie an den hohen Wänden. Dann, ohne einen zweiten Blick auf seine Umgebung, drehte er sich um und machte sich auf den Weg zurück.

Ein leises Summen lag auf seinen Lippen, ein Lied, das er als Teenager oft gehört hatte, als er auf dem Gras vor dem Wayne Anwesen gelegen und die Sonne genossen hatte. It’s a rat trap Judy, and we’ve been caught …

Er wartete kaum, bis er das Anwesen verlassen hatte, ehe er den Code eingab und die Sprengkörper zündete. Der Helikopter wartete bereits auf ihn und er schwang sich in den Copiloten-Sitz.

Unter ihnen ging das majestätische Anwesen in Flammen auf, als sie abhoben und Jason konnte nicht umhin, sich im Geiste selbst auf die Schulter zu klopfen. Es war nur ein kleiner Schritt in seinem Vorhaben, aber es war ein Anfang. Eine Hand auf die blutende Schulter gedrückt, ließ er sich in den Sitz zurücksinken und schloss die Augen.

Er konnte verstehen, warum Batman sein Bestes tat, Angst und Schrecken unter den Kriminellen zu verbreiten. Aber er war kein Batman und er verließ sich nicht auf leere Drohungen. Wenn Jason sich zeigte, dann war die Situation ernst. Und er wollte, dass Ra's al Ghul genau wusste, wer ihm auf den Fersen war.

“Wohin fliegen wir?,” fragte der Pilot und Jason grinste durch den Schmerz, der seine Sinne vernebelte.

“Gotham. Ich habe jemanden, dem ich noch einen Besuch abstatten muss.”

Bruce musste nichts davon wissen, wie oft Jason in sein Anwesen einbrach, um Alfred zu besuchen. Und der alte Butler würde sich sicherlich bereit erklären, seine Schulter wieder zusammenzuflicken.





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Eine echt coole Fanfiktion. Das Zitat hat hier mega gut gepasst. Es hat mir sehr gefallen.

Eure lula-chan
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