Love, chaos and everyday life

GeschichteRomanze, Familie / P12
Bettina Weiss Dr. Frank Stern Hanna Winter Prof. Dr. Alexander von Arnstett
04.02.2020
22.03.2020
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Hallo,
dies ist zwar meine erste veröffentlichte FanFiktion in diesem Fandom, aber geschrieben habe ich bereits eine, die aber frühstens Freitag kommen wird. Ich schaue Bettys Diagnose schon eine lange Zeit und seit einiger Zeit wollte ich unbedingt eine FF schreiben, doch mir fehlten die Ideen. Jetzt habe ich Gott sei Dank ein umfassendes Grundkonzept, aber über Anregungen, Vorschläge, etc. freue ich mich jederzeit.
Nun will ich gar nicht mehr so viel schreiben und wünsche euch viel Spaß beim Lesen des ersten Kapitels.



Liebe, Chaos und Alltagssituationen


Kapitel 1


„Du hast aber ein bisschen zugenommen, seit du mit mir zusammen bist“, sagte Frank neckend zu ihr und kniff ihr in den Bauch. Sie selbst hatte es auch gemerkt, aber sie war eben glücklich seit sie mit Frank zusammen war. Immer wieder hatte sie sich die minimale Zunahme damit erklärt, aber er hatte recht, in den letzten Wochen war es mehr geworden und augenblicklich schoss ihr ein Gedanke in den Kopf, den sie am liebsten sofort wieder verdrängen wollte, denn es war unmöglich.

„Ich bin einfach so glücklich mit dir zusammen. Auch wenn unsere Beziehung noch am Anfang ist und wir nichts überstürzen, fühle ich mich wohl in deiner Nähe“, erwiderte Betty. Eigentlich wollte sie ihm beleidigt antworten, denn wer sagte einer Frau schon so direkt, dass sie zugenommen hatte, aber dieser eine Gedanke hatte sich in ihren Kopf gebrannt und verließ diesen auch nicht mehr.
„Ach, so ist das“, entgegnete Frank lachend und legte seine Arme von hinten um seine Freundin. Sie tat ihm so gut. Gerade in diesen Wochen, in denen er um seine Oma getrauert hatte.

Doch diese romantische Umgebung sollte nicht lange anhalten, denn Frank musste zu seiner Patientin, die er gemeinsam mit Schwester Ava betreute.
„Du bleibst jetzt genau hier stehen und wenn ich wiederkomme, machen wir genau hier weiter“, sagte er und verließ das gemütliche Schwesternzimmer, in welchem er sich in den letzten Wochen vermehrt aufhielt.


„Wie war das noch mit „Nie intim im Team“?“, fragte Hanna schmunzelnd in den Raum und ließ sich gemeinsam mit Betty auf die Couch fallen.
„Er macht mich einfach glücklich und er tut mir gut. Außerdem brauchst du damit gar nicht erst anfangen. Wie ist denn mit dir und dem Professor?“ Für diesen Satz kassierte Betty einen Knuff in die Seite, denn sie wusste ganz genau, wie es wirklich war.
„Du weißt ganz genau, dass zwischen Alexander und mir nichts läuft. Wir sind nur gute Freunde“, erwiderte Hanna protestierend. Noch immer wollte sie sich nicht eingestehen, dass dort eventuell mehr als nur Freundschaft war.

„Is klar. Deshalb nennst du ihn auch schon wieder Alexander“, sagte Betty neckend, „warum gesteht ihr euch nicht endlich ein, dass zwischen euch mehr ist als nur diese einfache Freundschaft und das Squashspielen? Wie oft hast du im Anschluss jetzt schon ein Bier mit ihm getrunken? Ich glaube, das war mehr als einmal.“
„Du weißt ganz genau, wie das ist. Es ist bei uns eben nicht alles so einfach wie bei Frank und dir. Alexander hat gerade erst all die künftigen Squashrunden abgesagt. Ich bin mir einfach nicht sicher, was das zwischen uns wirklich ist.“ Schulterzuckend saß Hanna neben Betty und wollte eigentlich nicht schon wieder über ihr Liebesleben berichten.
„Lass uns das Thema wechseln“, sagte Betty netterweise, da sie erkannte, dass Hanna dieses Thema unangenehm war.

„Was hältst du morgen Abend mal wieder von einem Mädelsabend? Wir wohnen zwar zusammen, aber irgendwie ist ja doch immer etwas. Was hältst du davon, wenn wir uns morgen beide den Abend freihalten und dann mal wieder etwas feiern gehen. Das haben wir schon ewig nicht mehr gemacht“, fragte Hanna und brachte damit eine schöne Idee auf den Punkt.
„Klar, warum nicht. Nur wir beide, ganz ohne Männer. Außerdem haben wir übermorgen frei, da können wir das auch mal wieder machen.“ Sie betonte den letzten Teil extra, denn weder Hanna noch sie waren so trinkfest, wie in ihrer früheren Zeit. Außerdem war ein Tag Pause danach mit Sicherheit besser als ein paar Kopfschmerztabletten während der Arbeit.

„Gut, abgemacht!“ Mit diesen Worten war die Idee besiegelt und Hanna musste wieder zu einer ihrer Patientinnen, die es ihr derzeit nicht leichtmachten, da sie weder jeder Kleinigkeit klingelten. Das Gespräch mit Hanna hatte Betty deutlich gutgetan, denn sie hatte ihren völlig absurden Gedanken von vorhin völlig vergessen.
Der restliche Dienst verlief ohne weiteren Zuvorkommnisse, sodass Betty, Hanna und Ava am Abend pünktlich nach Hause konnten. Betty hatte mit Frank abgemacht, dass sie sich heute Abend mal nicht sehen würden, da Betty gemeinsam mit den Mädels einen Film schauen wollte.


„Das sollten wir wirklich mal öfters machen“, schwärmte Hanna, die gemeinsam mit Betty auf dem einen Couchteil saß. Die beiden waren sich einfach näher als Ava, welche auf dem anderen Couchteil saß. Während Ava und Hanna sich bereits am Abendessen sattgegessen hatten, saß Betty mit einer Packung Eis auf der Couch.

„Du kannst in letzter Zeit wirklich viel essen“, stellte Hanna lachend fest und legte ihre Arme erneut von hinten um Betty. Sie war einfach so glücklich, dass Betty sich für die WG entschieden hatte.
„Ey, ich habe einfach noch Appetit auf einen Nachtisch“, rechtfertigte Betty ihren Hunger. Aber sie wusste ganz genau, dass Hanna recht hatte. Sie hatte in den letzten Wochen einen gesteigerten Appetit und aß allem voran mehr Süßes als sonst.

„Da kommt dann wohl auch der her“, sagte Hanna lachend und kniff Betty unter dem Pullover in den kleinen Bauchansatz.
„Hey, das ist doch noch gar nichts Schlimmes. Ich habe einfach etwas mehr Süßes gegessen. Das wird schon bald wieder abtrainiert sein“, entgegnete Betty ein bisschen gespielt eingeschnappt. Hanna liebte es, Betty damit aufzuziehen und sah gar nicht die Absicht, damit aufzuhören.
„Dann esse ich das hier wohl am besten mal auf“, sagte Hanna und nahm Betty den Eisbecher weg, woraufhin Betty sich umdrehte, „ich will dir lediglich etwas Gutes tun. Du weißt nur zu gut, wie schnell Eis ansetzt.“

Mit dem letzten Satz deutete Hanna noch einmal auf Bettys Bauch, um sie zu ärgern. Es war zwischen den beiden Freundinnen vollkommen normal, dass sie sich gegenseitig neckten.
„Hanna Winter, du bist ganz schön fies.“
„Ich lasse euch beiden besser mal alleine. Ich bin sowieso müde“, verabschiedete Ava sich, da sie das Gefühl hatte, dass ein bisschen Zeit allein den beiden guttat.
„Du brauchst jetzt nicht wegen uns gehen.“
„Alles gut“, sagte Ava lächelnd und ging die Treppe nach oben.


„Ob wir sie jetzt vergrault haben?“, fragte Hanna an Betty gewandt und unterbrach das Eisessen für einen kurzen Moment.
„Ich glaube nicht, aber du musstest ja auch ausgerechnet mit meinem Hunger anfangen“, entgegnete Betty wieder auf das Thema zurückkommend.
„Ich finde es einfach amüsant, wie viel du momentan verdrückst.“

Während Hanna dies sagte, zeigte sie auf das Eis, in dem sie kurz daraufhin weiter löffelte. Viel war ohnehin nicht mehr übrig, aber die wenigen Löffel hatten ihren Appetit auf Vanilleeis gesteigert.
„Ich weiß doch auch nicht genau, wo das herkommt. Aber seit ich mit Frank zusammen bin, bin ich endlich glücklich und fühle mich wieder geborgen.“ Jeder, der Betty schon länger kannte, wusste, dass Frank ihr guttat und Betty endlich zu einem glücklichen Menschen gemacht hatte.

„Man könnte fast meinen, dass du schwanger sein könntest“, warf Hanna scherzhaft in den Raum, doch dennoch löste dieser eine Satz in Betty wieder den Gedanken aus, den sie heute Morgen schon nach dem Gespräch mit Frank gehabt hatte.
Auch wenn sie sich selbst nicht sicher war, erwiderte sie: „Quatsch, das kann gar nicht sein.“

Hanna hatte ihre Aussage ohnehin nicht ernst gemeint, denn wenn Betty schwanger wäre, hätte Hanna es als erstes erfahren, aber dennoch wurde Betty diesen Gedanken nicht mehr los. So sehr sie diesen Abend auch hatte genießen wollen, so sehr machte dieser Gedanke ihn jetzt kaputt. Immer wieder schweifte Betty ab und dachte daran, dass ein Kind in ihr wachsen würde.

War an Hannas Scherz vielleicht doch etwas dran? Erwartete sie wohlmöglich ein Kind von Frank? Ihre Trennung von Oli war doch gerade erst wenige Wochen her. Das konnte einfach nicht sein, da war Betty sich sicher. Es musste eine andere Antwort darauf geben.
Den gesamten Abend grübelte Betty über Hannas Satz und konnte sich auf nichts Anderes konzentrieren.




ANMERKUNG: Ich hoffe, dass euch das erste Kapitel gefallen hat. Über Meinungen würde ich mich sehr freuen, gerne auch mit konstruktiver Kritik.
Eine kleine Sache noch, bevor wir uns beim nächsten Kapitel wieder lesen: Es kann durchaus sein, dass in der kommenden Zeit noch nicht so regelmäßige Updates kommen werden, aber das wird sich spätestens Ende April legen und dazwischen sind ja auch noch ein paar Ferien.
Liebe Grüße,
EndlessDream01
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