Gods among us

von Wise Boy
GeschichteAllgemein / P18
02.02.2020
26.03.2020
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Vorwort

Hallo Freunde :)
Ich hoffe ihr seid alle Gesund und Munter!
Eine Schwierige Zeit für uns alle, und ein Grund mehr hier in ff.de zu stöbern und die eine oder andere Geschichte zu lesen :D
Und mich freut es das ihr euch dazu entschlossen habt hier bei mir zu sein :)
Also stelle ich euch nun die erste Wiedergeburt der Olympier vor und hoffe das euch der gute gefällt!
Viel Spaß,
Euer Wise Boy :)

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Chapter 02 ~ Jason Stark, Erbe des Himmels

Ein zufriedenes Seufzen war zu vernehmen, als er an seiner Zigarette zog und sanft den Rauch von dieser ausblies. Seine Augen wanderten über die grünen Wiesen bis hin zu den strahlenden blauen Bergen welche diese Insel, Lugan wie sie hieß, im Süden der Welt, beheimatete.
Es war ein Sonniger Tag und der blaue Himmel lies darauf schließen, dass ein Ende noch lange nicht in Sicht zu sein schien. Ein perfekter Tag wie er fand um das herrliche Wetter zu genießen, weswegen er es sich hier, hinter seinem Haus welches er mit seinen Eltern beheimatete, mit einem Campingstuhl und einem kleinen Beistelltisch, gemütlich machte. Mit einem Lächeln nahm er den Krug, welcher sich auf dem kleinen Tisch befand, in die Hand und gönnte sich einen herzhaften Schluck aus diesem. Doch als er den Krug gelehrt hatte und sich sogleich nachkippen wollte, hatte etwas anderes seine Aufmerksamkeit erlangt. Oder viel mehr, jemand. Eine wunderschöne junge Frau welche er auf Anfang 20 schätzte, mit langem roten Haar welches ihr weit über den Rücken reichte sowie einem wundervoll Orange-Roten Kleid samt schwarzen, zu ihrem Kleid passendem Schuhwerk, lief kerzengerade auf ihn zu was ihn sehr verwunderte. Diese Insel war ziemlich klein und für die Weltgeschichte wohl eher unbedeutend, weswegen sie auch selten fremde zu Gesicht bekamen. So klein, fast schon Familiär, dass jeder jeden auf der Insel samt Familie, namentlich kannte. Selbst für Piraten schienen sie nicht als Beute Lohnenswert zu sein, war der letzte Angriff dieser lange vor seiner Geburt, und vor der seiner Eltern. Wenn eine Frau, und dann ein solches Kaliber wie sie es war, auf dieser Insel angekommen wäre, hätte er dies schon längst mitgeteilt bekommen müssen, war sein Vater immerhin an ihrem kleinen Hafen beschäftigt um dort Boote zu Bauen. Er selbst war eher derjenige welcher im Wald auf die Jagd ging um ein schönes Abendessen für ihn und seine Familie zu erlegen, den für die Fischerei wie sein Vater, hatte er wenig übrig. Er wusste nicht weshalb doch ihm behagte der Gedanke daran in einem Boot zu sitzen, nicht wirklich. Der Gedanke, nicht zu wissen welch Kreatur sich unter ihm befinden konnte, war schrecklich. Natürlich war er schon häufiger in einem Boot gewesen, doch es fühlte sich an als wäre er … wie sollte man es am besten Ausdrücken? In einem Feindlichen Territorium. Dies wäre vermutlich das zutreffendste um es zu beschreiben, doch als er dies seinem Vater erklärte, lachte dieser ihn nur aus und sagte das er nichts zu befürchten besaß. Doch als kleinen Kompromiss hatten sie ihre Aufgabengebiete schließlich aufgeteilt. Sein Vater sorgte für Nahrung vom Meer, er für Nahrung vom Land. So besaßen sie auch immer eine gute Auswahl auf dem Esstisch.
Er riss sich selbst aus den Gedanken als die besagte Frau nun vor ihm stand und er ein Lächeln in ihrem Gesicht erkannte. Hinreißend und ihn fast schon zum dahinschmelzen bringend.
„Es freut mich dich wiederzusehen.“
Es war solch ein liebevolles wie auch Ehrliches lächeln welches auf ihrem mit leichten Sommersprossen bedeckten und sonst so Makellos reinem Gesicht lag, doch aus ihren Worten konnte er schließen das dieses nicht wirklich für ihn bestimmt war, auch wenn er es sich sehnlichst wünschen würde. Den wenn er sie jemals erblickt hätte, geschweige denn mit ihr in Kontakt getreten wäre, würde er sich sicherlich erinnern da er ein verdammt gutes Gedächtnis besaß.
„Ich würde gerne das gleiche von mir geben Miss, doch es scheint das Ihr mich mit jemandem verwechselt. Wenn ich eine Frau wie Euch schon einmal zu Gesicht bekommen hätte, wärt ihr mir gewiss in Erinnerung geblieben. Ich kann Euch aber versuchen zu helfen die gewünschte Person zu finden, wenn Ihr das wollt.“
Noch immer lag dieses Lächeln auf ihrem Gesicht, welches so viel Freundlich- wie auch Warmherzigkeit versprühte.
„Nicht notwendig. Auch wenn du es noch nicht weißt, du bist die Person welche ich suche. Du kannst dich nur noch nicht an mich erinnern. Zeus, mein kleiner Bruder.“
Nun machte sich die Irritation in seinem Gesicht zu werke, weswegen er seine beiden Augenbrauen hochzog. Hatte sie ihn gerade tatsächlich Zeus genannt? Auf was für einem Trip war die Frau den drauf? Nun gut, er selbst besaß zwar Sturmgraues, kurzes Haar, welches für sein Alter äußerst ungewöhnlich schien und seine Augen waren wie man ihm nachsagte und wie er selbst im Spiegel erkennen konnte, in dem Faszinierendsten Himmelblau welches er selbst je gesehen hatte, doch daraus zu schließen, dass er ein Gott war von einer vor Äonen verstorbenen Mythologie … das war Unfug.

„Ich fühle mich ja geehrt das Ihr mich für einen Gott haltet, doch so großartig wie ich auch sein mag, ich will ja nicht gleich Größenwahnsinnig werden und mich für einen Gott halten. Auch wenn ich durchaus gewillt bin für eine Frau Eures Kalibers solch eine Rolle einzunehmen, doch das mit dem Bruder klingt nicht so cool.“
Ein schelmisches Lächeln lag auf seinen Lippen und nun musste sie kurzerhand auflachen.
„Zwar ein neuer Körper, doch wenn du eine Frau siehst die dir gefällt noch immer der gleiche. Hör doch bitte auf mich so Förmlich anzusprechen, ich bin immerhin deine Schwester.“
Nun musste auch er kurz auflachen. Die Frau war doch Wahnsinnig, denn sie blieb noch immer bei dieser Geschichte. Stand sie so sehr auf Rollenspiele?
„Nun gut, Schwester. Wie lautet denn überhaupt dein Name?“, sie hatte durchaus den leicht spottenden Unterton ihres Gegenübers vernommen, als er ihre Familiäre Zugehörigkeit erwähnte, doch sie verstand dies nur zu gut. Für ihn klang dies einfach zu Unglaubwürdig und ihr war durchaus bewusst das sie bisher nur seinen Namen und die Situation in welchem Verwandtschaftsgrad sie beide sich befanden, nannte.
„Ich bin Hestia, deine älteste Schwester.“. Er nickte.
„Also Hestia, ich freue mich dich … wiederzusehen? Jedenfalls wüsste ich gerne was dein Anliegen an mich ist, denn du hast mich sicherlich nicht ohne Grund aufgesucht.“
Sie nickte und dass was daraufhin geschah, lies ihn wahrlich öfters Blinzeln und sich selbst die Augen reiben als er heute gedacht hatte. Neben ihm stand urplötzlich derselbe Campingstuhl wie der auf welchem er saß und der kleine Beistelltisch welchen er mitgebracht hatte, war nun etwas größer und randvoll mit Essen und Trinken.
„Darf ich?“, sie deutete auf den aus dem Nichts erschienenen Campingstuhl und ohne ein Wort zu sagen, noch immer mit Staunen beschäftigt, nickte die nichtsahnende Inkarnation des Zeus. Hestia setzte sich, durch die Reaktion ihres kleinen Bruders belustigt, und blickte auf den Tisch welcher nun eben mit etlichen Appetithappen befüllt war.
„Schlag ruhig zu, du hast sicher Hunger und Durst. Darf ich dir jedoch das hier anbieten?“, sie hielt etwas in ihren Händen, dass einem Stück Brot zum Verwechseln ähnlichsah und reichte es dem jungen Mann, der es auch sogleich entgegennahm. Unter normalen Umständen hätte der Grauhaarige eine lustige Bemerkung gemacht, dass er ihr auch zu jeder Zeit aus der Hand fressen würde, doch zu solch einem Spruch war er definitiv nicht aufgelegt, den noch immer lag die Verwirrung wie dies alles geschehen konnte, in seinem Gesicht geschrieben, und auch ein Bissen dieses Brotes half nicht, sondern verschlimmerte diese Situation viel eher. Es schmeckte nach seinem Lieblingsgericht, Nudeln mit Kroketten, doch das konnte nicht sein denn immerhin handelte es sich hierbei doch nur um ein verdammtes Brot. Was war hier nur los? Verlor er etwa den Verstand? Diese Frau war daran schuld! Sein Vater wie auch Großvater hatten ihn schon früher gewarnt das Frauen einem den Verstand vernebelten und einen um den Finger wickeln konnten, doch dass sie ihn so sehr um den Verstand brachten … Wahnsinn.
„Das ist Ambrosia, die Speise der Götter. Wenn du es zu dir nimmst besitzt es den Geschmack deines liebsten Gerichts. Für den einen schmeckt es wie Obst, für den anderen wie Fischstäbchen. Und für dich eben nach dem was dir am liebsten schmeckt. Nur Götter oder Halbgötter können Ambrosia zu sich nehmen. Halbgötter nicht zu viel während Götter es munter zu sich nehmen können, wobei ich natürlich nicht weiß wie es in deinem Fall ist, bist du nun immerhin im Körper eines Sterblichen.“
Er schluckte. Auf der einen Seite ergab ihr Gerede Sinn, doch auf der anderen Seite auch wieder nicht den es gab solch Unsterbliche Wesen nicht. Götter, Halbgötter, das war doch alles nur Quatsch. Bullshit. Doch eine innere Stimme wollte ihr glauben. Nein … sie wollte es nicht nur, sie tat es.
„Wie lautet dein Sterblicher Name, Zeus?“, holte ihn Hestia aus seinen Gedanken, weswegen er kurz seinen Kopf schüttelte und ihr in ihre dunkelbraunen Augen blickte. Diese Augen schienen älter als alles was er je zu Gesicht bekam, zu sein, und jede Menge leid und Trauer erblickt zu haben. Als wäre sie mehrere Tausende von Jahren auf dieser Welt umhergewandelt, doch im direkten Kontrast dazu spiegelten sie eine beruhigende Wärme aus wodurch man sich geborgen und geliebt vorkam. Woher kamen diese Gefühle? Er blickte ihr doch nur in ihre verdammten Augen!  
„M-Mein Name lautet J-Jason. Jason Stark.“, Antwortete er ihr leicht Eingeschüchtert, doch wieso war er dies nur? Bisher war sie doch ziemlich freundlich zu ihm gewesen abgesehen von ihrem ziemlich Merkwürdigen Verhalten wie auch den Vorkommnissen welche er nun wirklich nicht zu erklären vermochte.

„Jason also, hm? Wie der liebste Held Heras, deiner Frau.“
Sie schien für einen kurzen Moment in ihren Gedanken zu verweilen, ehe sie ihn wieder mit einer Wärme anlächelte, die für ihn einfach unbeschreiblich erschien.
„Jason, probiere das hier.“
Nun hielt sie ihm seinen Krug entgegen, welchen er wie zuvor das Stück Brot alias das Ambrosia, entgegennahm. Leicht Misstrauisch was ihn nun erwarten würde, blickte er die leicht goldschimmernde Flüssigkeit im inneren seines Kruges an, bis er selbst bemerkte gemustert zu werden. Er wollte nicht den Eindruck erwecken Unhöflich zu sein, geschweige denn dieser Mysteriösen Frau nicht zu trauen, auch wenn er nicht wusste weswegen er dies nicht wollte. Dachte er an dieser Stelle Tatsächlich nur mit seinem Penis, oder war es etwas Anderes? Er wusste es einfach nicht. Er nahm einen Schluck von dieser merkwürdigen Flüssigkeit und schon hatte er den Geschmack des besten tropfen Alkohols im Mund, welchen er jemals zu sich genommen hatte. Ein lächeln lag auf seinem Gesicht.
„Wie ich erkenne hat auch dies deinen Geschmack getroffen. Hierbei handelt es sich um Nektar, das Getränk der Götter. Die Wirkung ist im Endeffekt die gleiche wie bei Ambrosia, nur, dass es sich hierbei um das Getränk handelt.“
Er nickte. Er verstand direkt was sie ihm damit sagen wollte. Er hatte nun die Speise wie auch das Getränk der Götter gekostet. Er glaubte nicht an so etwas doch … er konnte sich einfach nicht erklären wie das ging. Wie konnte ein Stück Brot wie auch eine goldene Flüssigkeit ihren Geschmack derart verändern? Das war nicht möglich. Das konnte doch einfach nicht möglich sein.
„Zeus … ich meine Jason, das ist dir doch sicher angenehmer, wenn ich dich so nenne, oder nicht?“ er nickte, weswegen sie kurz Luft holte, denn es war an der Zeit mit ihm etwas mehr ins Detail zu gehen. Sie hatte versucht mit diesem Anfänglichen Gespräch und der Speise wie auch dem Trunk, ihn etwas auf das folgende vorzubereiten, so dass er ihr wenigstens etwas Glauben schenkte und sie nicht direkt abwehrte. Dies war vermutlich die angenehmste Variante und sie war sich sicher das ihre Götterkollegen alles andere als ein ähnliches Fingerspitzengefühl wie sie an den Tag legen würden, sobald sie dem ihnen zugeteilten Olympier die Wahrheit sagen mussten. Vermutlich würden die meisten einfach ins kalte Wasser geworfen werden, da sie nicht solch ein Mitgefühl wie sie selbst besaßen. Hestia wusste das es sich hierbei um ihre Familie handelte, und die Familie war ihr Heilig, weswegen sie so behutsam mit ihrem jüngeren Bruder umging. Die anderen Olympier taten ihr einfach nur leid, gerade wenn sie an die Aufteilung dachte welche Gottheit welchem Olympier zugeordnet wurde.
„Ich weiß es ist sicherlich sehr schwer mir Glauben zu schenken, gerade was deine Identität betrifft, doch ich garantiere dir, dass ich die Wahrheit spreche. Du bist Zeus, mein kleiner Bruder und Oberhaupt des Olymps. Um die Welt zu retten habt ihr Olympier einen Zauber aktiviert von einem Kristall, doch der Preis dafür war, dass ihr nun als Sterbliche lebt und euer Gedächtnis verloren habt, bis ihr eure Fähigkeiten als Götter zurückerlangt, und genau dies müsst ihr tun den wir wissen nicht wieviel Zeit uns bleibt bis unsere Feinde wiederauftauchen. Genau dafür werde ich dich Ausbilden, damit du wieder zum Gott wirst. Die nächsten paar Jahre, bis zu deinem 20ten Geburtstag.“
Überrascht über diese Informationen blickte er sie nun umso erstaunter an. Dies alles klang absolut verrückt. ZU Verrückt um wahr zu sein, doch nicht nur die Tatsache das seine innere Stimme verzweifelt versuchte ihn zu überzeugen ihr Glauben zu schenken, sondern auch die Tatsache, dass sie den Kristall erwähnte, lies ihn stutzig werden. Woher wusste sie von dem Kristall?

Er fasste unter sein rotes T-Shirt welches er am Körper trug und ergriff den Kristall. Er war das gesamte Gespräch über verdeckt gewesen so dass diese Frau nicht einmal ansatzweise die Möglichkeit besaß einen Blick auf diesen erhascht haben zu können. Dieser Himmelblaue Kristall, so sagte man ihm, war eines Tages einfach in seinem Kinderbett während er schlief, aufgetaucht. Und als seine Eltern diesen entfernten und an einen ganz anderen Ort brachten, tauchte er wie durch Zauberei, wieder in den Armen des Baby-Jason auf. Seitdem hatten sie diesen zu einer Kette gemacht und immer in der Nähe von Jason aufbewahrt. Und als er alt genug war nicht jede Art von Gegenstand direkt in den Mund zu nehmen, wie es Kinder nun eben gerne taten, ließen sie ihn diese Kette tragen und es gab selten Augenblicke in denen er sich von dieser trennte. Was es mit diesem Kristall auf sich hatte wusste er nicht, doch dass sie ihm nun eine Antwort gab die so verdammt unglaubwürdig klang … nun, dies war zumindest die erste Erklärung die er darüber erhielt. Besser als nichts.

„Du kannst fliegen, oder?“, erneut, wie so oft am heutigen Tag, weiteten sich seine Augen. Woher zum Geier wusste sie all diese Sachen?
„Ich kann es, doch ich tue es nicht so häufig. Ich will nicht das mich die anderen Dorfbewohner für einen Freak halten den man meiden muss.“
Sie nickte und erneut lag dieses Bezaubernde Lächeln auf ihrem Gesicht. Wieso musste diese Frau ihm auch eine solch verdammte Angst einjagen, so dass er sich vermutlich bei weiteren solch wunderbaren Offenbarungen vor Angst einkacken würde, ansonsten hätte er bereits versucht mit ihr zu flirten, den eine Frau mit solch einem Lächeln, das war es was er sich so sehr für die Zukunft wünschte.
„Dachte ich mir bereits.“
Hörte er sie sanft sagen und schon war sie aufgestanden.
„Jason, komm doch mal eben mit.“
Mit einem Finger deutete sie ihm ihr zu folgen und das tat er auch sogleich. Diese Frau hatte einfach seine Neugierde geweckt. Er wollte wissen was eine Frau welche sich selbst für eine Göttin hielt, noch so alles von ihm wollte.
Sie liefen auch nicht lange, sondern entfernten sich nur ungefähr 50 Meter von ihrer Position und waren nun inmitten einer der grünen Wiesen hinter seinem Elternhaus.
„Ich möchte das du mir einen gefallen tust.“
„Was kann ich für dich tun?“, war das er selbst der das eben gesagt hatte? Wieso kam dies so schnell von ihm wenn diese Frau etwas verlangte? War er nun wieder bei dem Thema mit den Frauen und verrückt machen angelangt? Vermutlich.
„Das Fliegen ist nur eine deiner Fähigkeiten. Du bist Zeus, der Herr des Himmels. Dein Gebiet ist das dort oben.“
Sie deutete in den Himmel, während sie ihn nun zum ersten Mal so richtig ernst anblickte, und kein freudiges herzerwärmendes Lächeln lag dieses Mal auf ihren Lippen. War dies die Ausbilderin Hestia? Sie hatte doch vorhin etwas derart erzählt das sie ihn nun Ausbilden wollen würde.
„Ich möchte das du dich Konzentrierst. Der Himmel ist dein Herrschaftsgebiet, beanspruche es auch für dich. Der Himmel muss erst deine neue Form entdecken, den noch weiß er nicht das du sein Vorgesetzter bist, ehe er auf dich hört, also erwecke deine Macht und zeige diesem, dass du, Zeus, zurückgekehrt bist.“
„Und was soll ich genau machen?“, sie Seufzte. Hatte sie es eben nicht gesagt?
„Du sollst dich Konzentrieren. Spüre die Macht des Himmels und nutze sie zu deinem Vorteil.“. Er war noch immer verwirrt, doch er versuchte nun einmal sein Glück den er wollte die Geduld dieser neuen Seite von Hestia welche er in diesem Moment erblickte, nun wirklich nicht überstrapazieren.
Er schloss seine Augen. Sanft spürte er wie der Wind über seine Haut strich und zu den Bäumen wanderte. Die herabfallenden Blätter blieben in der Luft stehen und begannen durch den sanften Windhauch zu tanzen. Er konnte es förmlich erahnen … nein. Er öffnete seine Augen und blickte an die Stelle an welcher er die Blätter vermutete und sie waren dort. Genau in der Position in welcher er sie sich vorgestellt hatte. War dies … nein! Es gab eine einfache Möglichkeit um dies zu erklären. In seinem Hinterkopf begann es zu rattern, doch ihm wollte nichts einfallen. Es gab nichts, dass dies nur Ansatzweise logisch erklären würde. War an dem Gerede dieser Frau schlussendlich doch was dran? War er ein … Gott? Das war doch unmöglich.
„Du merkst selbst das ich recht habe, oder? Das an meinem unsinnigen Gerede doch mehr dran ist, als, nun ja, unsinniges Gerede.“. Sie stellte ihm zwar eine Frage, doch er wusste, dass sie die Antwort bereits kannte. Er brauchte ihr nicht zu antworten und darüber war er auch froh, den eine Antwort hätte er auch nicht von sich geben können. Viel zu erstaunt war er über all das, was die ganze Zeit passierte. Dieses … Übernatürliche.

„Jason, schau mich an.“. Sagte sie sanft als sie bemerkte das seine Blicke der Umgebung galten. Sie konnte nur erahnen wie verwirrt er in diesem Moment sein musste. Sie besaß so oft recht und dann diese unerklärlichen Dinge? Er musste sehr verwirrt sein. Sie hatte so etwas schon von normalen Sterblichen gesehen, welche hinter dem Schleier welche die Sterblichen von der Welt der Götter trennte, sehen konnten und daran wahnsinnig wurden als ihnen niemand glauben schenkte. Sie wusste das Zeus stärker war, auch da sie ihm bisher nur Kleinigkeiten aufgetischt hatte, doch mit ihrer Hilfe würde er sicherlich bald erfahrener in diesem Gebiet sein.
„Ich möchte das du dich nun noch einmal Konzentrierst, doch nun mit Ziel. Konzentriere dich auf diese …“, sie deutete in den Himmel, „… Wolke, und zwing ihr deinen Willen auf. Lass sie für dich einen Blitz produzieren und genau …“, nun deutete sie wenige Meter vor die beiden, „… dahin abfeuern.“. Nun gut, er hatte bisher alles mitgemacht, doch das dieses kleine Wölkchen einen Blitz abfeuern würde, abgesehen von der Tatsache das dies absoluter Schwachsinn war das er der Herrscher des Himmels sein sollte, doch das war unmöglich. Was ging dieser Frau eigentlich im Kopf hervor? Und wieso machte er sich eigentlich so sehr zum deppen und tat ihr auch noch die Genugtuung wie ein dressierter Köter diese wahnwitzigen versuche mitzumachen? Doch mit einem Mal spürte er eine warme und sanfte Hand auf seiner rechten Schulter und es schien als würde diese ihn mit Energie füllen. Oder nein, Energie war das falsche Wort, denn er fühlte sich mit einem Mal geborgen. Als wäre er nun inmitten seiner Familie, welche mit ihm an einem Kaminfeuer saß und sie redeten munter darauf ein wie stolz sie doch auf ihn waren. Er fühlte sich so sicher, als wäre er zuhause, doch war er nur hier, auf einer Wiese, hinter ihrem Haus, mit einer völlig fremden. Wieso besaß er nun diese Gefühle? Es machte sich nun Verwirrtheit in ihm breit, viel mehr als die welche er besaß als er ihr in die Augen geschaut hatte, doch diese wich auch schnell wieder als sie sich vor ihn stellte, so dass er ihr eben in jene Blicken musste. Ihre wundervollen dunkelbraunen Augen in welchen man sich verlieren konnte. Sie war so nahe bei ihm, dass er ihren Duft einatmen konnte und dies verwunderte ihn noch mehr. Nicht die Nähe, viel mehr die Tatsache, dass diese Frau nach einem Abendessen roch, bestehend aus ziemlich viel Fleisch das gebraten wurde. Es roch nicht schlecht, doch dies war alles andere als der Geruch welchen er von ihr erwartet hatte. Doch wie hatte er den überhaupt erwartet das sie Roch? Je mehr Zeit verging, desto mehr Fragen stellte er sich selbst.
„Jason, ich bitte dich nur darum dich nun sehr genau zu Konzentrieren. Das ist alles. Versuche das was ich dir gesagt habe. Du musst es wollen. Du darfst nicht daran denken, dass dies Blödsinn ist was ich dir erzähle, auch wenn du vermutlich genau das denkst. Lass dich für einen Moment darauf ein, dass dies alles wahr sein könnte. Das du, Zeus, der Herrscher des Himmels bist.“
Er nickte. Dieser Frau konnte er einfach nichts abschlagen.
Sie wandte sich von ihm ab und er begann hörbar ein und wieder auszuatmen. Er schloss seine Augen und ein Gefühl sagte ihm, wo die exakte Position dieser Wolke war, welche durch den Wind nun etwas abgedriftet war. Er wollte dieser Frau welche sich Hestia nannte, glauben. Und er tat es. Für einen Moment ließ er sich darauf ein. Er, Jason Stark war niemand anderes als der König des Olymps. Der Herrscher über den Himmel und des Kosmos. Diese Wolke über seinem Kopf würde sich nicht weigern auf seinen Befehl zu gehorchen, sondern sich diesem direkt beugen. Dafür war sie viel zu unbedeutend. Sie würde für ihn nun einen Blitz produzieren. Er merkte wie in seinem Inneren etwas brannte. Sein Magen begann sich zu verkrampfen, doch er wollte diese Wolke weiterhin seinem Willen beugen, ohne sie einfach so ungeschoren davonziehen und verschwinden zu lassen. Das hätte sie wohl gerne, ihm einfach so zu verschwinden und weiterhin nach eigenem Ermessen zu handeln, doch da machte dieses Wölkchen die Rechnung ohne ihn. Er spürte wie immer mehr sein Magen verkrampfte, irgendetwas strengte ihn an, doch dann dachte er an das Ziel welches ihm Hestia gezeigt hatte.
„FEUER!“, schrie er und mit einem Mal, als er in letzter Sekunde seine Augen geöffnet hatte, erkannte er wie diese einzelne kleine Wolke zur Gewitterwolke an diesem sonst so warmen Sommertag, geworden war, und einen Blitz an der Stelle abfeuerte welche er befohlen hatte. Er stürzte nach hinten, doch wurde er auch sogleich von zwei warmen Armen aufgefangen und sanft zu Boden geleitet.

„Du hast das super hinbekommen, Bruder.“
Ein sichtlich erfreutes Lächeln zierte ihr wundervolles Gesicht und dies war ihm, so blöd es auch klingen mochte, in diesem Moment lohn genug. Er war erschöpft und seine Magengrube brannte, doch er war stolz auf sich. Er hatte es hinbekommen.
„Hättest du mich vorhin mit deinen Offenbarungen nicht schon genug verblüfft, hätte ich mich nun vor lauter schock sicher eingekackt. Was soll ich von dem Ganzen nur halten?“, kam es leise lachend von Jason, welcher von Hestia ein Stück dieses seltsamen Brotes gereicht bekam. Ambrosia hieß das Zeug doch. Er verschlang es und spürte direkt wie neue Kraft in seinen Körper stieß. Alle Anzeichen sprachen dafür das sie, Hestia, die Wahrheit sprach, so bescheuert und verrückt dies auch klingen mochte.
„Du musst die Wahrheit akzeptieren. Um deiner aktuellen, deiner alten Gestalt und um unser aller willen, damit wir diese Feinde besiegen können.“

„Was sind das überhaupt für Feinde von denen du redest? Feinde die so Mächtig sind das die Olympier ihre Erinnerungen Freiwillig opfern und darauf hoffen dass ihre Reinkarnation, sprich ich, dies alles glauben?“
„Für den Moment brauchst du das noch nicht zu wissen. Deine Tochter Persephone wird dir und den anderen Olympiern, das alles in ein paar Jahren, wenn wir deine Ausbildung abgeschlossen haben, erzählen.“. Geschockt blickte er sie an.
„Meine Tochter?“ als sie seinen Blick sah, konnte sie nicht anders außer leise zu kichern. Er Amüsierte sie Sichtlich.
„Ich meine … natürlich. Klar. Meine Tochter. Die gute Persephene.“
„Persephone.“. Korrigierte sie ihn, als er lässig abwinkte.
„Sag ich doch, klar. Jedenfalls …“, er blickte ihr entschlossen ins Gesicht. Er hatte über all das was in der wenigen Zeit in welcher er mit ihr hier seine Zeit verbrachte, passiert war, nachgedacht und hatte sich entschieden.
„Hestia, ich kann es nicht glauben das ich dies Tatsächlich von mir gebe doch …“, er atmete tief ein und wieder aus, „… ich glaube dir. Ich weiß nicht wie das möglich ist, auch wenn du mir erzählt hast das diese Wunderkristalle daran Schuld sind, doch irgendwie hat sich der gute Zeus gedacht es wäre cool als Jason Stark auf die Welt zu kommen, und dieser Zeus bin nun einmal ich.“. Er stand auf und blickte in den Himmel, während Hestia ihn nur weiterhin Interessiert anblickte.
„Das da oben soll also mein Reich sein? Jedenfalls behagt dieses mir deutlich mehr als das Meer. Nun gut, wir müssen mich Ausbilden. Wie viel Zeit haben wir?“
„Bis zu deinem 20ten Geburtstag.“. Gab sie ihm sogleich zur Antwort, wodurch er nickte.
„Also haben wir zwei Jahre Zeit? Nun gut. Also ich bin dabei. Und eine andere Frage, in der griechischen Mythologie war das nicht so das diese Hera und Zeus Geschwister sind?“, sie nickte lächelnd. Sie hatte eine ungefähre Ahnung worauf er hinauswollte.
„In der Tat. Hera wie auch du, genauso wie Hades, Poseidon und Demeter. Ihr seid meine Geschwister.“. Das Lächeln auf den Lippen des neuen Zeus wurde mit einem Mal umso breiter.
„Also Hestia, die Olympier und dazu gehört auch meine Frau Hera, haben also ihr Gedächtnis verloren? Also kann sie und ich uns nicht an unsere Ehe erinnern. Sicherlich findet sie irgendwo einen viel besseren Gatten. Wäre es da eventuell möglich das wir beide uns etwas besser…“
„Ich bin eine Jungfräuliche Gottheit und habe vor dir selbst mein Gelübde abgegeben.“ Er nickte als sie ihn unterbrach. Für einen Moment so schien es, war sie sich sicher hatte sich leichte Enttäuschung in seinem Gesicht abgezeichnet, doch dann streckte er seine Hände in die Luft und sein Gesicht hätte vor Freude nicht breiter sein können.
„Dann eben nur aufs Training Konzentrieren, ist mir sowieso lieber, muss ich ja den anderen zeigen das ich zurecht der König des Olymps bin. Sobald dann die Welt gerettet ist, habe ich ganze Äonen vor mir um die eine zu finden, welche zu mir passt. Also Hestia, ab ans Training!“
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