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Law Of Total Madness

GeschichteDrama, Tragödie / P18 / MaleSlash
Bang Chan Han / Han Jisung Hwang Hyunjin I.N / Yang Jeongin Kim Seungmin Lee Know / Lee Minho
01.02.2020
17.08.2020
19
19.974
14
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Dieses Kapitel
1 Review
 
04.02.2020 1.147
 
Akt III

04.01.2020
Lee Minho


„Okay, Hoe. Geh mal schön auf die Knie und lutsch meinen Schwanz wie einen Lollipop.“, ordnete Minho an und drückte sich mit seinem nackten Oberkörper an den Rücken seines Frontmanns. Schon beinahe heißes Wasser floss aus dem Duschkopf auf sie hinab. Kaltes Wasser gab es für sie nicht, schließlich sollten sie sich ja nicht daran gewöhnen, wenn ein Gefängnisausbruch stattfinden könnte. Sie befanden sich auf einer Insel. Das Chinesische Meer war eiskalt und wenn sie nicht an solche Temperaturen gewöhnt waren, würden sie es niemals auf dem offenen Meer überleben. Das war ganz nach der guten alten Alcatraz-Manier durchdacht.

„Verpiss dich, Minhoe.“, keifte Hyunjin den Älteren an, drehte sich um und drückte diesen von sich weg, „Ich hab gehört, du hast einen neuen Zellengenossen. Vögel diesen, wenn du es mal wieder so nötig hast und lass mich in Ruhe.“

Minho schmollte leicht und stellte sich wieder unter seinen eigenen Wasserstrahl, direkt neben Hyunjin. Sein Blick ging gegen die weiß geflieste Wand.

„Er ist schon süß, aber ich glaube, Woojin hatte ihn gewarnt.“, begann Minho zu erzählen, während Hyunjin ihm scheinbar aufmerksam zuhörte, „Der Kleine hatte diese Nacht kein Auge zugemacht und mich die ganze Zeit ununterbrochen von seinem Bett aus angestarrt.“

„Und was hast du gemacht?“

„Ich hab zurück gestarrt. Ich glaube jetzt hat er noch mehr Schiss vor mir.“

„Wer hätte nicht Schiss vor dir?“, kommentierte Hyunjin dreist und wusch das Shampoo aus seinen Haaren.

„Stimmt auch wieder, aber er ist echt niedlich. Er sieht so unschuldig und rein aus. Wie gerne würde ich ihn stöhnend unter mir haben und ihm diese Reinheit berauben.“, gab Minho begeistert von sich und stellte sich schon vor, wie Jisung seinen Namen vor Lust schreien würde.

„Chill deine Eier, Minhoe. Du bekommst einen Ständer.“

„Halt’s Maul, ich meine ja nur. Was ist eigentlich mit dir und Dr. Kim? Ihr vögelt in jeder Sitzung. Wieso rafft das nicht das Wachpersonal?“, hakte Minho nach und blickte zu Hyunjin, welcher in diesem Moment das Wasser bei sich abstellte.

„Ich hab meine Methoden.“

„Dann kann ich ihn doch sicher auch mal vögeln. Er sieht immer aus wie ein knuffiger Puppy und versucht immer so ernst zu- Argh!“

Minho konnte gar nicht so schnell reagieren, wie Hyunjin ihn wutentbrannt gegen die geflieste Wand gepresst hatte. Eine seiner Hände hatte sich bedrohlich um den Hals des Älteren gelegt und drückte leicht zu. Minho erkannte sofort den Wahnsinn, der in diesem Moment aus den tiefsten und dunkelsten Ecken in Hyunjin’s Seele sich herausgekämpft hatte. Nun begriff Minho es. Hyunjin schien ein Monster zu werden, wenn es um Seungmin ging. Er war ein wahrer Psychopath.

„Du lässt deine dreckigen Finger von ihm. Wir sind keine Freunde, sondern nur Leidensgenossen. Ich würde nicht zögern dich qualvoll umzulegen, wenn du Seungmin auch nur falsch ansiehst.“, bedrohte Hyunjin sein Gegenüber. Minho nahm die Drohung ernst. Er hatte den Jüngeren noch nie so wild und zornig gesehen, aber eines musste er sich trotzdem merken. Kim Seungmin war Hwang Hyunjin’s Schwäche. Diese Information könnte nie schaden, schließlich hatte der andere recht. Sie waren keine Freunde, sondern nur zwei kranke Seelen, die dazu verdammt wurden, in diesem Gefängnis zu verrotten.

„Hey Hoes. Prügelt ihr euch gleich oder bekomm ich noch einen guten Fick zu sehen?“, ertönte die vulgäre Stimme eines großen bulligen Häftlings. Hyunjin drehte seinen Kopf und blickte mit verengten Augen über seine Schulter. Minho schlug seine Hand von seinem Hals und griff sich den Duschkopf. Schnell drehte Hyunjin den Wasserhahn auf kochend heiß, während Minho den dampfenden Wasserstrahl auf den anderen Typen richtete. Laut schrie dieser auf und verließ schnell die Waschräume. Sofort stellte Minho das Wasser wieder ab.

„Gut gehandelt.“, nuschelte Hyunjin leise und griff sich sein Handtuch, um sich abzutrocknen.

„Ich hatte früher drei Katzen.“, meinte Minho nur leise und hing den Duschkopf wieder auf. Kurz dachte er daran zurück, wie er mit der kleinen Wasserpistole versucht hatte seine Katzen zu erziehen. Wenigstens funktionierte diese Methode bei den Häftlingen, denn bei seinen Katzen hatte es nicht wirklich geklappt.

„Ich bin weg. Denk an meine Worte.“, entgegnete Hyunjin und sah Minho ernst an, „Chan hat neuen Stoff, wenn du was brauchst, du weißt wo…“

Hyunjin ließ Minho alleine in den Duschräumen, während der Ältere immer noch nackt und nass dort stand. Er dachte nicht wirklich nach. Es war bloß dieses Gefühl. Er konnte es nicht beschreiben, was es war. Vielleicht weil er an seine-

∞Матрёшка∞

„-Katzen gedacht hast. Du scheinst sie sehr gemocht zu haben, habe ich recht?“, fragte Seungmin nach und notierte sich etwas in Minho’s Akte. Das Geräusch des Kugelschreibers, welcher über das Papier huschte, beruhigte ihn irgendwie etwas.

„Ja, ich habe sie mehr gemocht als jeden Menschen.“, entgegnete der Häftling langsam. Seungmin nickte verstehend und sah wieder auf.

„Darf ich Sie etwas fragen, Dr. Kim?“, hakte Minho vorsichtig nach und musterte kurz die Würgemale, die leicht über den Rand des Rollkragens erkennbar waren.

„Fragen darfst du, ob du Antworten bekommst, kann ich dir nicht versprechen.“

„Was haben Sie davon, dass Sie in fast jeder Sitzung mit Hwang Hyunjin Sex haben? Sagen Sie mir nicht, dass Sie so dringend nach Befriedigung suchen.“

„Das ist eine sehr private Frage, Minho. Glaubst du ich beantworte sie dir wirklich? Das geht nur Hyunjin und mich etwas an.“

„Und ihren Ehepartner.“, ergänzte Minho und deutete auf den Goldring, welcher sich schon an Seungmin’s Ringfinger befand, seit Minho seine erste Sitzung bei dem Psychologen hatte.

„Wohl wahr…“, murmelte Seungmin hochnäsig, „Glaub mir, ich bin nur so wenige Tage im Jahr Zuhause, den Rest der Zeit verbringe ich hier im Gefängnis. Ich bin mein eigener Gefangener. Vielleicht habe ich es verdient hier mit euch eingesperrt zu sein. Das ist meine Strafe. Ich bin doch nicht anders als ihr, auch ich habe Bedürfnisse.“

„Sie sind untreu.“

„Und du versuchst mir eine Moralpredigt zu halten. Sei froh, dass die Überwachungskameras keine Mikrofone haben.“

„Was wäre, wenn ich Woojin stecken würde, dass sie mit Hyunjin etwas am Laufen haben, dann würden sie sofort ihren Job und ihre Lizenz als Psychologe verlieren, oder?“

Seungmin lächelte selig und verschränkte seine Arme vor seiner Brust. Minho dachte, er würde am längeren Hebel sitzen, dabei hatte er keine Ahnung von Nichts.

„Netter Versuch. Hast du so viel Langeweile, Minho? Sei ehrlich, dir würde niemand glauben schenken. Niemand glaubt Lügnern, insbesondere denen die sich selbst sogar belügen.“, begann der Psychologe allwissend und blätterte anschließend in der Akte umher, „Belassen wir es dabei. Kommen wir mal zu etwas wichtigeren. Du hast einen neuen Zellengenossen. Wie ist Han Jisung so? Versteht ihr euch?“

„Er war nicht beim Essen, spricht kein Wort und schläft nicht, weil ich da bin.“, berichtete Minho alles was er wusste. Sarkastisch und stichelnd antwortete Seungmin:

„Es ist normal vor dir Angst zu haben, wenn man bedenkt, wie vielen Menschen du erbarmungslos in den Kopf geschossen hast.“
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