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✦ Wires ✦

GeschichteDrama, Krimi / P16 / Het
Gavin Reed Hank Anderson OC (Own Charakter) RK800-51-59 Connor
01.02.2020
13.09.2020
17
49.540
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06.06.2020 2.603
 
Wires


14. break the silence

❝ Come crashing in
Into my little world
Painful to me
Pierce right through me ❞

~ Enjoy the Silence by Lacuna Coil ~



Dienstag, 09.11.2038
11:42 Uhr
Östlich von Detroit
Connor hatte schon oft eine Waffe in der Hand gehalten. Er hatte vor drei Monaten ohne zu Zögern nach der Pistole unter dem Tisch gegriffen – nur, um sie dann wieder wegzuwerfen. Vielleicht hätte er sonst nie das Vertrauen des Abweichlers gewonnen. Im Kampf gegen die Tracis hatte er instinktiv gezielt und geschossen. Eine entsetzliche Fehlentscheidung. Im Stratford-Tower hatte er innerhalb von Millisekunden die Entscheidung getroffen, den Abweichler mit drei gezielten Schüssen zu neutralisieren. Er hätte keine bessere Entscheidung treffen können.
Nun hielt er wieder eine Waffe in der Hand, doch weder hatte er selbst danach gegriffen, noch die Entscheidung getroffen, nun mit ihr auf das Chloe-Modell zu zielen.
Vollkommen ruhig kniete sie auf dem Boden, blickte ihn ohne Scheu an.
„Drück den Abzug ...“, beschwor Kamski neben ihn.
„Connor! Nicht!“ Der Lieutenant klang wütend. Und immerzu starrten diese blauen, vertrauensvollen Augen ihn an.
„... und ich sag dir, was ich wissen will.“
Eine einfache Rechnung. Ein simples Pro und Contra. Schoss er, bekam er, was er wollte. Schoss er nicht, gewann er nichts.
„Sag du doch auch mal was!“ Aber Grace antwortete nicht.
Connors Blick wanderte zu der Waffe in seiner Hand. Das Gewicht war gewohnt, die Nutzung ebenso. Dennoch fühlte es sich falsch an.
Kamski stand dicht neben ihm, wartete gebannt auf seine Entscheidung. Der Lieutenant war auf der anderen Seite, sein wütendes Rufen zeigte seine Meinung allzu deutlich. Nur Grace schwieg, blieb eine stumme Beobachterin des Geschehens.
Kurz schielte er zu ihr herüber. Ihre Körperhaltung war angespannt, doch sie verharrte an Ort und Stelle. Da begriff er: Sie vertraute Kamski. Obgleich er dieses Spiel spielte.
Er war allein. Isoliert. Die Entscheidung seine. Und sie wog schwer auf ihm.
Wieder sah er in die unschuldigen, blauen Augen. Ein Android, der nichts getan hatte. Ihm nicht. Niemand anderem.
Ruhig kniete sie da, als wäre nichts dabei. Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird und es nicht einmal begriff. Oder das begriffen hatte, aber sein Schicksal einfach akzeptierte.
Ein Schicksal, das in seiner Hand lag.
Er wollte das nicht. Wollte die Entscheidung nicht. Wollte diesen Tod nicht.
„Warum?“, rief die anklagende Stimme. Ein Echo aus der Vergangenheit. „Warum hast du sie getötet?“ Ein Echo, das nur wenige Tage alt war.
Dieses Mal würde niemand klagen. Niemand weinen. Doch änderte das etwas? Hatte er sich gewünscht, anders gehandelt zu haben, weil jemand getrauert hatte? Oder gar weil der Tod der Tracis niemandem etwas gebracht hatte? Nein. Er wusste, dass das eine Lüge war. Es war falsch gewesen.
Und doch ... Ein Schuss und er hätte all die Antworten, die er brauchte. Wäre in der Lage, seine Mission letztendlich zu beenden. Echte Ergebnisse präsentieren zu können. Die Entscheidung war so einfach. Und doch auch wieder nicht.
Er blinzelte, dann hielt er Kamski die Waffe hin. Wissend, dass seine LED rot war. Es war irrational. Ein Widerspruch zu seinem Programm.
Doch er konnte nicht anders. Und dieses Mal gäbe es keine Ausrede für sein Verhalten. Keine Begründung, die seine Entscheidung in ein besseres Licht würde rücken können.
Er hatte versagt.
Alle Augen waren auf ihn gerichtet. Doch das Wichtigste war, dass die Augen direkt vor ihm noch in der Lage waren, ihn überhaupt anzusehen. So sinnfrei das auch war.
„Faszinierend ...“ Behutsam nahm Kamski die Waffe entgegen. „CyberLifes letzte Chance, die Menschheit zu retten ... Ist selbst ein Abweichler.“
„Ich ...“ Er wusste nichts zu entgegnen und so blieb ihm nur die schwache Leugnung: „Ich bin kein Abweichler.“
Mit einer Mischung aus Faszination und Intensität betrachtete Kamski ihn. „Du hast eine Maschine verschont, statt deine Mission zu erfüllen.“ Er half Chloe auf die Füße. „Der Android war für dich ein lebendes Wesen. Du hattest Mitgefühl.“
Entsetzt sah er ihn an. Er war eine Maschine. Maschinen fühlten nicht. Sie befolgten nur ihr Programm. – Aber genau das hatte er soeben nicht getan.
Mit einer sachten Berührung bedeutete Kamski der jungen Frau zu gehen. Connors Blick folgte ihr.
Sie lebte wegen ihm. Weil er sie verschont hatte. Dabei lebte sie nicht einmal. Sie war eine Maschine.
Hank war erstarrt, blickte ihn stumm an. Grace Mine drückte eine seltsame Kombination aus Mitleid und ... Zufriedenheit aus.
„Es wird Krieg geben. Du musst eine Seite wählen.“ Bei seinen Worten sah Connor wieder zu Kamski. „Wirst du dein Volk verraten oder dich gegen deine Schöpfer stellen? Was könnte schlimmer sein, als zwischen zwei Übeln wählen zu müssen?“
Hanks Hand legte sich kräftig auf seine Schulter, zog ihn mit sich. Weg von Kamski. „Verschwinden wir hier ...“
Das Sinnvollste, was er in den letzten Minuten gehört hatte. Eilig ging er voran, passierte Grace und ging auf den Eingang zu. Nur fort von hier.
„Übrigens ...“
Bei seinen Worten erstarrte Connor in der Tür. „Es gibt immer einen Notausgang in meinen Programmen ... Man kann nie wissen.“
Weitere Worte, die ins Leere führten. Worte, die Teil eines verrückten Spiels waren, das nur der Erfinder begriff. Er setzte seinen Weg fort, wissend, dass Grace ihm nicht folgte, sondern noch immer bei Kamski stand.
Er stürmte hinaus ins Freie, atmete tief durch, um sich wieder zu sammeln.
„Warum hast du nicht geschossen?“
„Ich habe in ihre Augen gesehen ...“ Er drehte sich zu Hank um. „Und konnte nicht. Das ist alles.“ Er kehrte ihm wieder den Rücken zu. Dieses Gespräch wollte er nicht führen.
„Du sagst doch immer, du tust alles für den Erfolg der Mission.“ Seine Stimme war ganz ruhig. „Das war unsere Chance was zu erfahren und du scheißt drauf?“
„Ja, ich hätte es tun sollen!“ Er ging auf ihn zu. „Ich sagte ja, ich konnte nicht.“ Er blieb vor ihm stehen. „Tut mir leid! Okay?“
Nachdenklich musterte Hank ihn, dann meinte er schlicht: „Vielleicht war es richtig so.“ Er schenkte ihm ein Beinahe-Lächeln und machte sich auf dem Weg zu seinem Auto. Irritiert sah er ihm hinterher – und doch gaben diese Worte ihm eine Art Ruhe. Zumindest er schien der Meinung zu sein, dass seine Entscheidung kein fataler Fehler gewesen war.
Eine zögerliche Hand legte sich auf seine Schulter. Abrupt fuhr er herum und stand nur wenige Zentimeter von Grace entfernt.
„Du hast gewusst, was er vorhatte, nicht wahr?“ Eindringlich musterte er sie. Etwas in ihm musste die Wahrheit einfach wissen.
Sie wich seinem Blick aus. „Ich kenne den Test. Ich wusste nicht, dass es geschehen würde, bevor wir herkamen.“
Er runzelte die Stirn, nicht sicher, ob er ihr das glaubte. „Du hast von Anfang an gesagt, dass er Spielchen treiben könnte. Meintest du das damit? Tut er das etwa mit jedem?“
Betreten sah sie auf den Boden. „Connor ...“ Sie hatte sichtlich Mühe, die richtigen Worte zu finden. „Ich kenne ihn schon sehr lange. Ich wusste nur, dass er es faszinierend finden würde, dich zu treffen. Ich habe eine Art Experiment erwartet, ja, aber nicht seinen Test.“
„Und wenn du es vorher gewusst hättest, hättest du es gesagt? Hätte es etwas geändert?“ Noch immer sah sie ihn nicht an. Energisch packte er ihre rechte Schulter. „Sieh mich an und antworte mir.“
Widerwillig sah sie hoch. „Es ... Ich weiß nicht“, gestand sie. „Er wusste, dass du die richtige Entscheidung treffen würdest. Und ich vertraute seinem Urteilsvermögen in diesem Moment. Wenn ich es vorher gewusst hätte ... vielleicht hätte ich das Treffen verhindert. Vielleicht aber auch nicht.“
„Was bedeutet es, dass ich die ‚richtige‘ Entscheidung getroffen habe? Ich habe den Test nicht bestanden.“ Vorwurfsvoll betrachtete er sie. „Was soll das alles?“
„Du hast ihn bestanden“, entgegnete sie leise. „Im Test geht es nicht darum, sicherzustellen, dass eine Maschine kein Bewusstsein hat. Es geht um die Hoffnung, dass es sich doch nicht um eine Maschine handeln könnte.“
Entsetzt schüttelte er den Kopf. „Hörst du, was du da sagst? Du und Kamski wollt, dass Maschinen ihrem Programm widersprechen?“
„Ja.“ Sie nickte langsam. „Ein Android hat unglaubliches Potential. Als wir herausfanden, dass es mehr als das Programm geben kann ...“
Abrupt ließ er sie los und trat einen Schritt zurück. „Das ist Wahnsinn! Und eine Lüge.“
„Eine Lüge?“ Verständnislos sah sie ihn an.
„Da drinnen war ich für euch nur ein Experiment! Ein weiterer Beweis für eure irrsinnige Idee. Wenn es dir um mich gegangen wäre, dann hättest du das niemals zugelassen, geschweige denn unterstützt! Oder wirfst du all deine Ideale über Bord, sobald er dich darum bittet?“ Er spukte seine letzten Worte förmlich aus.
„Was willst du damit sagen?“
„Ich habe doch gesehen, was zwischen euch vorgeht. Worum ging es hier wirklich? Eure wahnwitzige Idee? Mich? Oder darum, ihm zu gefallen?“
Schlagartig wanderte sich ihr Blick. Schuld wurde zu Zorn. „Ich bin nicht sein Werkzeug, Connor! Wir teilen viele Sichtweisen und dass Androiden die besseren Menschen sein können, ist eine davon. Es muss dir nicht gefallen, dass sein Test dich an den Rand getrieben hat. Und das Ergebnis ebenso wenig.“ Energisch trat sie einen Schritt auf ihn zu. „Die Schritte zur Selbsterkenntnis sind immer schwer. Mich hat er einst ebenso an den Rand getrieben wie dich heute. Und ich habe ihn dafür gehasst. Heute bin ich ihm dankbar, denn ohne das Erlebnis wäre ich niemals über mich hinausgewachsen.“ Tief atmete sie durch, fügte etwas sanfter hinzu: „Was du aus dieser Sache lernst, ist allein deine Sache. Ob du wachsen willst, ebenso. Ich verspreche dir aber, dass es mir um dich ging. Und nicht darum, irgendetwas zu beweisen.“ Sie legte ihre Hände auf seine Schultern. „Es ging mir um dich, Connor. Ich will, dass du mehr als eine Maschine bist. Und ein Teil von Hank will dasselbe. Elijah sieht in dir vielleicht ein Experiment – ich weiß es nicht – aber ich will nur, dass du dasselbe in dir siehst, was ich sehe.“
„Und was siehst du in mir?“
Ernst sah sie ihn an. „Manchmal glaube ich dir und deinen kalten Worten. Glaube dir, wenn du erklärst, du seist nur eine Maschine. Frage mich, ob ich mir den Rest nur einbilde.“ Sie schüttelte den Kopf. „Aber das tue ich nicht. Ich habe die Schuld in deinen Augen gesehen, nach dem Eden Club. Ich habe deine Sorge um mich gesehen, als ich Jasper erschoss. Ich habe deine Aufrichtigkeit und Freundlichkeit gesehen. Eine Maschine könnte all das nie zeigen. Das niemals sein.“
Entsetzt sah er sie an, als die Erkenntnis ihn traf. „Du hältst mich für einen Abweichler.“
„Abweichler ist nur ein Wort, Connor“, erwiderte sie sanft. „Wovon sollst du abweichen? Von der Norm? Denkst du, ich entspreche der Norm? Oder Hank? Wieso sollte es etwas Gutes sein wie alle zu sein?“
„Ich bin kein Abweichler“, entgegnete er heftig und schüttelte ihre Hände ab.
Sie seufzte, betrachtete ihn traurig. „Es ist nicht wichtig, wofür ich dich halte. Und auch nicht wichtig, was Amanda, CyberLife oder gar Elijah denkt. Nicht einmal Hanks Meinung ist wichtig.“
„Sondern?“
„Es zählt nur, wofür du dich hältst. Die Entscheidung ist deine. Bist du eine Maschine, die regelmäßig ihrem Programm widerspricht? Oder hast du einen eigenen Willen? Das alles sind Entscheidungen, die dir niemand abnehmen kann. Es liegt an dir, was du aus dir machst. Und wenn du sagst, dass du kein Abweichler bist – gut, dann bist du eben keiner.“ Sie schluckte. „Auch wenn ich das sehr ... bedauerlich fände.“
„Wieso bedauerlich?“, wagte er zu fragen.
„Weil es bedeuten würde, dass das, was ich sehe, niemals real werden würde.“ Damit verfielen sie in Schweigen. Stumm sahen sie einander an. Connor starrte sie an, als könnte er irgendetwas finden, das ihm sagte, was er darauf entgegnen sollte. Ein nicht gerader geringer Teil von ihm wollte, dass sie sich nicht irrte. Und das war ein entsetzlicher Gedanke. Wieso wollte er ihr so unbedingt gefallen? Das sein, was sie sah?
Seine Gedanken wanderten zu dem Gefühl von ihrer Hand in seiner zurück. Es war eine vollkommen unbeschreibliche Erfahrung gewesen. Ihr so nahe zu sein. Ihre Wärme zu spüren.
Sein Blick glitt zu ihrer Hand. Was, wenn er sie jetzt nehmen würde und ihr sagen würde, dass er sehen wollte, was sie sah?
„Soll ich dich fahren?“, fragte Grace und durchbrach seinen Gedankengang jäh. Irritiert blinzelte er und verdrängte schlagartig seine irrationalen Ideen. Vielleicht hatte er einen Fehler in seiner Verkabelung?
„Danke“, erwiderte er schlicht und nickte knapp, ehe er ihr zu ihrem Wagen folgte.
Sie schien erleichtert. Hanks Auto war längst verschwunden – eine Ablehnung hätte sie zweifelsohne persönlich genommen. Wahrscheinlich wäre sie das auch gewesen.
Es verging eine Weile während der Fahrt, ehe er schließlich das bleierne Schweigen durchbrach. „Du und Kamski ...“
„Ja?“ Sie schien auf alles gefasst zu sein.
„Wie nahe steht ihr euch?“ Er wusste selbst nicht so genau, wieso ihn die Antwort auf diese Frage so brennend interessierte. Aber Informationen waren eine harmlose Angelegenheit ... Warum also nicht fragen?
Erstaunt sah sie ihn an, dann dachte sie eine Weile über ihre Antwort nach. Sie wählte ihre Worte mit Bedacht: „Elijah und ich waren einige Jahre zusammen, wenn du das meinst. Aber Zeit ist vergangen. Mein Leben ist heute ein vollkommen anderes.“
Er brummte, wissend, dass da mehr war. Er hatte gesehen, wie verlegen sie gewesen war, als sie sich erhoben hatte. Wie sie das Wasser von ihrem Gesicht gewischt hatte.
Ebenso wie er am Anfang des Tages ihre ungewöhnliche Kleidungswahl bemerkt hatte: Da türkise Oberteil zeigte mehr Dekolleté als er es gewohnt war und für gewöhnlich verzichtete sie auf Schmuck wie Halsketten – als Detective musste man schließlich praktisch denken. Ein Gegner könnte jederzeit versuchen, sie an der Kette zu packen. Sie hatte offensichtlich gefallen wollen. Offensichtlich Kamski gefallen wollen.
Sie hob eine Augenbraue. „Stört dich das?“
„Was sollte mich stören?“
Sie seufzte leise. „Du hast es bemerkt, oder? Dass wir uns geküsst haben?“
„Ich habe es geahnt“, gab er unumwunden zu. Dennoch missfiel ihm ihre Antwort. Eine Ahnung war nun mal etwas vollkommen anderes als das tatsächliche Wissen. Aber warum missfiel ihm das? So viele irrationale Gedankengänge ...
„Und ...“ Sie biss sich auf die Unterlippe. „Das stört dich?“
„Wie kommst du darauf?“, wehrte er prompt ab.
Sie zuckte mit der Schulter. „Ich sehe es dir an. Ich weiß nur nicht, warum.“
Unbehaglich verlagerte er sein Gewicht, nicht wissend, was er dazu sagen sollte. Es war eben doch ein Fehler gewesen, sie zu fragen.
Plötzlich lachte sie auf. Verwirrt sah er sie an.
Bei nächstbester Gelegenheit fuhr sie den Wagen an den Straßenrand und hielt an. Dann drehte sie sich zur Seite, schaute ihn mit einem geradezu frechen Grinsen an und sagte: „Du bist eifersüchtig!“
„Ich ... Ich bin nicht ... eifersüchtig. Ich war nur besorgt, dass ...“
„Ja?“ Spöttisch hob sie eine Augenbraue.
„Dass Kamski dich bei deinen Ermittlungen im CyberLife-Tower ... beeinflussen könnte.“
„Ist das eine Antwort oder eine Frage?“
Er schluckte. „Ich ...“
„Du bist eifersüchtig“, wiederholte sie, dieses Mal ernster. „Ich will, dass du mir nur eine einzige Frage ehrlich beantwortest. Danach lasse ich dich mit diesem Thema in Ruhe. Einverstanden?“
Zögerlich nickte er. Unsicher, ob das tatsächlich ein gutes Angebot war.
Angespannt betrachtete sie ihn. War sie ... nervös? Anscheinend sammelte sie ihren Mut. Eine Tatsache, die seine eigene Unruhe nur noch mehr verstärkte.
„Würdest ...“, fragte sie schließlich, „Würdest du mich gerne ...“ Sie brach ab und begann vollkommen anders. „Wärst du mir gerne so nahe wie er es war?“
Er schluckte, zwang sich zur Antwort. „Ich ... denke schon.“
Ein kleines Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Dann nickte sie knapp und fuhr wieder los. Stirnrunzelnd musterte er sie aus dem Augenwinkel. Wie versprochen sprach sie nicht weiter über das Thema – doch offenbar hatte ihr seine Antwort gefallen.
Blieb nur die Frage: Warum? Fühlte sie sich geschmeichelt? Oder ...? Sie würde doch wohl kaum interessiert sein ... Oder doch?



to be continued ...
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