From the day we met

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
Chris Evans OC (Own Character) Sebastian Stan
01.02.2020
27.02.2020
3
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Ich bin’s wieder. Vielen lieben Dank an die 2 Favoriteneinträge! Ich habe mich sehr darüber gefreut :). Außerdem vielen Dank an meine Betaleserin, die mir beim Kapitel etwas geholfen hat. Dann wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen und einen tollen Valentinstag. :))


Der Eingang ist riesig und verglast. Viele Leute in Anzügen laufen hier herum oder unterhalten sich mit anderen. Ich schaue mich staunend um, während ich zur Rezeption gehe. “Guten Tag. Wie kann ich ihnen behilflich sein?”, fragt mich die Frau, die dort sitzt. “Guten Tag. Ich habe einen Termin bei Frau und Herr Johnson.” Die Frau -Tina, nach ihrem Namensschild- guckt auf ihren Computer. “Ihr Name war..?” “Alice Fields”, antworte ich.  Sie tippt wieder etwas und schaut danach hoch. “Sie werden in Mrs. Johnson’s Büro erwartet. Mit dem Aufzug in den fünften Stock und von dort die dritte Tür rechts.”
“Vielen Dank!”, sage ich und mache mich auf den Weg zum Aufzug. Die Fahrstuhlmusik sollte wahrscheinlich entspannen, doch mit hilft das nicht. Nervös schaue ich in den Spiegel und versuche ein letztes Mal meine Haare zu richten. Als die Anzeige zweimal blinkt und die Tür aufgeht, arme ich noch einmal ein und aus und gehe in das Büro.
***
“Einen schönen Tag noch.”, sage ich und verlasse das Büro. Ich gehe zum Fahrstuhl, drücke den Knopf und beobachte die Anzeige, die langsam ihre Zahlen ändert. Als sie bei der 3 angekommen ist, piept es einmal und die Fahrstuhl Türen öffnen sich. Schnell geselle ich mich zu den vier anderen Leuten, die auf dem Weg nach unten waren. Ich nicke ihnen zu und stelle mich so hin, um niemanden zu bedrängen. Dabei bemerke ich, dass einer von ihnen der Typ ist, der beinahe Kaffee über much geschüttet hat. Ich drehe mich noch einmal unauffällig um, um sicherzugehen, dass es wirklich er ist und ich hatte Recht. Er hat eine sehr ins Auge stechende Krawatte, da sie neongelb ist. Warum auch immer man eine neongelbe Krawatte zu einem silber-grauen Anzug anzieht. Ich hab irgendwie ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn hinterher gerufen habe, aber andererseits hätte ich auch mein Treffen mit den Johnson’s wegen ihm verpassen können. Ich entscheide mich dazu, ihn einfach zu ignorieren. Nach ein paar Sekunden sind wir auch schon im Erdgeschoss angekommen. Mit allen anderen gehe ich aus dem Fahrstuhl und bahne mir danach einen Weg zum Eingang. Mit einem Lächeln laufe ich an Tina -der Rezeptionistin- vorbei und wünsche ihr einen schönen Tag. Draußen erwartet mich wieder derselbe Trubel wie jeden Tag. Ich reihe mich zwischen all die Menschen und nehme den schnellsten Weg nach Hause. Nach ungefähr 10 Minuten kann ich auch schon mein Haus ausmachen und gehe die letzten Meter dorthin. Ich schließe die Haustür auf und quäle mich alle 6 Stockwerke hinauf. Schwer atmend lehne ich mich einen Moment gegen die Tür und schließe sie danach auf. Ich werfe meine Tasche auf den Tisch, krame mein Handy raus und rufe John an. Nach dem dritten Piepsen geht er ran. “Und? Hast du ihn?”, kann ich seine aufgeregte Stimme am anderen Ende ausmachen. “Hab ich was?”, frage ich ihn, um ihn noch ein bisschen auf die Folter zu spannen. “Den Job natürlich!”
“Ach so, das meinst du.”
“Al! Hör auf damit! Sag jetzt, hast du ihn oder nicht?”, kommt es aufgebracht von John. “Ja!”, sage ich. “Ich habe ihn!”
“Oh Al! Das freut mich so für dich!”
“Danke John, das bedeutet mir echt viel!”
“Kein Problem. Hast du heute Abend eigentlich schon was vor?”, fragt er.
“Nein, wieso?”, antworte ich nach einem kurzen Blick in meinen Terminkalender.
“Weil das muss gefeiert werden!”, und mit diesen Worten legt John auf.
“John?”, frage ich nochmal vergeblich. Seufzend schüttele ich den Kopf. Er nimmt jeden Grund, um eine Party zu feiern, aber Recht hat er schon. Das muss gefeiert werden. Also öffne ich WhatsApp, um ihn kurz folgende Nachricht zu schicken: “John, was hast du vor?”
Danach lege ich mein Handy weg und gehe in mein Wohnzimmer, um mir einen Film anzuschauen. Ich schalte den Fernseher an und öffne dann meinen DVD-Schrank, um zu gucken, was ich jetzt gucken könnte.
Letztendlich entscheide ich mich für Avengers Infinity War, einer meiner Lieblingsfilme. Allgemein bin ich ein riesiger Fan der Marvel Filme und Comics. Ich mache die DVD in den DVD-Player und beginne den Film zu schauen.

Als ich gerade an der Stelle war, an der Thor Sturmbrecher bekommt, klingelt mein Handy. Also stehe ich auf, drücke natürlich zuerst auf Pause, und gehe in die Küche, wo ich mein Handy liegen gelassen habe. Es ist John, der anruft. “Ja?”, nehme ich den Anruf an.
“Hey Al. Weißt du noch, als ich gesagt habe, dass das gefeiert werden muss.”
“Wie könnte ich das vergessen.”, antworte ich sarkastisch.
“Nun, die Sache ist die: Du hast großes Glück heute. Scotts Bruder hat Geburtstag und schmeißt deswegen eine Party und weil ich Scotts Freund bin, bin ich eingeladen und weil du meine beste Freundin bist, bist du auch eingeladen.”
“Ich kenne Scotts Bruder doch nicht mal. Ich kann nicht einfach in seine Party reinplatzen!”
“Du platzt nicht rein. Du bist eingeladen!”
“Ich weiß nicht mal wie er heißt!”, versuche ich zu argumentieren.
“Chris. Er heißt Chris.”
“Okay. Also willst du, dass ich auf Chris' Geburtstag gehe, ohne Geschenk und ohne ihn zu kennen?”
“Ja. Genau das will ich. Und übrigens, du musst ihm nichts schenken. Alles was er braucht, hat er schon.”, sagt John ziemlich enthusiastisch.
“Es ist unhöflich ohne Geschenk zu kommen!”
“Ach Al, Stell dich nicht so an. Er hat einen Hund. Hol halt was für den.”
“Und wann hast du vor zu kommen?”, frage ich, um einen kleinen Plan für alles, was ich noch erledigen muss, zu erstellen.
“So um 18 Uhr. Ist das ok?”
Ich schaue auf die Uhr, es ist 12 Uhr.
“Ja. Ja das geht klar. Bis dann, John.”
“Man sieht sich, Al.”, und schon wieder legt er auf bevor ich ihn fragen konnte, was ich anziehen soll. “Dann müssen Jeans und T-Shirt wohl reichen.”, sage ich zu mir selbst.
Ich gehe wieder zurück ins Wohnzimmer, aber nicht ohne mir vorher ein Sandwich zu machen und sie mitzunehmen. Ich schalte den Film wieder ein und warte gespannt auf Thors Auftritt in Wakanda. Der haut mich jedes Mal wieder um.

Als Thanos mit seinen Fingern schnippt und langsam alle sich anfangen aufzulösen, kommen mir die Tränen. Ich nehme mir, aus der Packung, die ich extra dafür vorbereitet habe, ein Taschentuch, um sie wegzumachen. Als schließlich Bucky und dann auch noch Peter Parker weg sind, kann ich sie nicht mehr unterdrücken. Die beiden sind meine Lieblingscharaktere aus dem ganzen MCU. Bucky wegen seiner Geschichte und Peter, weil er einfach sympathisch ist.
Sobald ich mich beruhigt habe, gehe ich in den nächsten Supermarkt, um nach Hunde Spielzeugen oder Ähnliches zu suchen. Am Ende entscheide ich mich für eine Packung Leckerlis und ein Spielzeug. Ich bezahle alles und kaufe auch noch Lebensmittel ein, wenn ich eh schon im Laden bin. Danach gehe ich wieder nach Hause. Es ist 14:30 Uhr. Ich habe noch dreieinhalb Stunden Zeit, weswegen ich mich dazu entscheide, noch ein paar Bilder für ein paar meiner Kunden zu bearbeiten. Während ich arbeite, vergesse ich immer die Zeit, da ich mich komplett der Bearbeitung hingebe. Kaum habe ich mich versehen ist es schon 17 Uhr und ich habe mich noch nicht vorbereitet. Ich räume schnell meine Sachen weg, springe kurz unter die Dusche und stehe dann nur mit einem Handtuch bekleidet vor meinem Kleiderschrank. “Ich hasse dich John!”, Murmel ich leise vor mich hin, während ich im Schrank herumwühle. Am Ende entscheide ich mich einfach für ein luftiges Sommerkleid, da es nicht zu viel und auch nicht zu basic ist. Es ist blassrosa mit weiß eingestickten Blumen und kleinen Puffärmeln. Bis zur Taille ist es enganliegend und von da an abwärts wird es etwas lockeres und umspielt geschmeidig meine Beine. Zusätzlich entscheide ich mich für ein paar Pumps mit leichten Absätzen, um ein bisschen größer als 1,65m zu wirken. Kurz vor sechs packe ich noch das Geschenk in eine schöne Tüte und überlege, ob ich noch etwas Süßes dazulegen soll, als es auch schon klingelt. Also werfe ich noch schnell eine Packung Jelly Beans und eine Tafel Schokolade rein und gehe dann zur Tür. Auf dem Weg dorthin, hole ich auch meine Handtasche und gehe dann runter, damit John nicht ungeduldig wird.
“Endlich!”, ist das Erste was ich höre, als ich aus der Haustür rauskomme. Ich sehe John, der an sein Auto gelehnt ist und ungeduldig auf seine Uhr zeigt, mit einer hochgezogenen Augenbraue an. “Übertreib jetzt nicht.”, sage ich. “Du hast vor höchstens zwei Minuten geklingelt.”
“Trotzdem wir haben einen Zeitplan!”
Ich grinse ihn an. “Du kannst es wohl kaum erwarten Scott wiederzusehen.”
“Ich habe nie erwähnt, dass Scott auch kommt. Woher weißt du das?”, fragt er mich überrascht.
“Wirklich?”, meine ich. “Es ist die Geburtstagsfeier von seinem Bruder. Natürlich kommt er. Fahren wir jetzt oder nicht?” Während ich das sage, schiebe ich John von der Beifahrertür weg und setze mich ins Auto.
“Je eher desto besser!”, sagt auch John und steigt ein. Er dreht den Schlüssel, schnallt sich an, startet den Wagen und fährt los.
Nach ungefähr einer halben Stunde Fahrt biegt John in eine Gegend ab, die sehr teuer aussieht. Überrascht schaue ich aus dem Fenster. “Sind wir hier wirklich richtig?”, frage ich sicherheitshalber nochmal nach.
“Natürlich. Denkst du etwa ich verfahre mich?”, meint er mit einem etwas beleidigten Unterton.
“Nein, nein. Das ist es nicht. Es sieht hier alles nur so... so... Naja, teuer aus. Jemand wie du oder ich könnten uns DAS nicht leisten.”, versuche ich ihn zu beruhigen. John hat sich wirklich einmal verfahren, weswegen er vier Stunden zu spät zur Arbeit gekommen ist. Er versucht es zwar zu vergessen und niemand außer mir weiß davon, aber ich weiß, dass ihn das immer noch irgendwie verkrampfen lässt, wenn jemand ihn über seine Fahrkünste frägt.
Mittlerweile haben wir vor einem -wer hätte das gedacht- sehr teuer aussehendem Haus angehalten. Es ist weiß und riesig, mindestens drei Stockwerke groß. Das Erdgeschoss ist fast komplett verglast, womit man einen guten Blick auf ein modern eingerichtetes Wohnzimmer hat. Außerdem gibt es einen gut gepflegten Garten mit ein paar Apfelbäumen und Blumenbeeten. Von hier aus kann man auch einen beleuchteten Pool sehen.
John ist gerade dabei auszusteigen, als sein Blick auf mich fällt. „Komm jetzt, Al.“
Ich sitze immer noch auf dem Sitz, angeschnallt, und umklammere die Tüte. „Ich fühle mich gerade etwas underdressed.“, gebe ich zu. John mustert mich ein paar Sekunden. „Du siehst toll aus und jetzt komm.“
Ich weiß selbst nicht warum ich so nervös bin. Nur weil dieser Chris in einem teuren ,und zugegebenermaßen wunderschönem, Haus wohnt, kann er ja trotzdem total nett und bodenständig sein. „Ja, ich komme ja schon.“, sage ich, schnalle mich ab und steige aus.
„Wow, war das jetzt so schwer?“, meint John, worauf ich mit einem Augenrollen antworte. Auf dem Weg zum Haus begegnen wir auch anderen Gästen, die in Jeans und T-Shirt gekommen sind, wodurch ich mich gleich erleichtert fühle. „Sollen wir klingeln?“, frage ich John, während wir immer näher zur Tür gehen. „Ne, die Tür ist offen. Wir gehen einfach rein.“
„Und das ist okay für Chris? Hast du ihn eigentlich schon mal getroffen?“
„Ja und ja. Chris ist echt nett. Ich bin mir sehr sicher du wirst ihn mögen.“
„Wenn du das sagst.“
John möchte gerade die Tür öffnen, er hat die Hand schon nach dem Griff ausgestreckt, als die Tür von innen geöffnet wird. Und wer hat sie geöffnet?
Niemand geringeres als Chris Evans selbst.
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