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Das Phantom der Oper von Christine Daae

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
01.02.2020
24.05.2020
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01.02.2020 1.426
 
Paris 1980
Christine Daae stieg aus der Kutsche und schaute auf das beschauliche kleine Haus, in dem sie nun den Rest des Jahres leben sollte. Das war es also. Schlicht und einfach. Ein Haus im Bürgerlichen Viertel von Paris . Genauso wie in Schweden. Naja hier fehlten die bunten Häuser. Hier reiten sich nur graue und beige Häuser aneinander. Sonderlich erfreut war sie ja auch  nicht gewesen , als ihr Vater ihr eröffnet hatte, dass er eine Stelle als Chefredakteur bei der Zeitung La Parise angenommen habe und sie nun für eine Weile in Paris wohnen würden. Für Christine, die bis jetzt fast ihr ganzes Leben lang in Stockholm verbracht hatte und diese Stadt eigentlich auch sehr liebte war das zu Anfang an nicht leicht zu verkraften.

Doch als ihr Vater noch hinzugefügt hatte, das sie bei Madame Giry und dessen Tochter Meg wohnen würde wandelte sich ihre anfängliche Wut in Freude.  Einmal, als sie noch kleiner war, hatte sie ihr Vater nach Paris mitgenommen damit sie ihre Patentante Emanuelle Giry  und ihre Cousine Meg kennenlernen konnte. Emanuelle Giry war die Schwester von Florence Giry gewesen und somit auch die Schwägerin von Gustave.
Christine und Meg verstanden sich von Anfang an sehr gut. Sie begleitete, mit ihrem Vater, Meg und deren Mutter zu den Proben in der weltbekannten Oper Populaire.

Megs größter Traum war es Primaballerina zu werden und ihrer Mutter ,die früher ein großartige Primaballerina und eine ausgezeichnete Lehrerin war, in die Fußstapfen zutreten.
Nach dem Proben machten die  beiden neunjährigen meistens das ganze Gebäude unsicher. Schlichen sich heimlich in den Gängen herum oder spielten auf dem Dach des Opernhauses.
Oder die beiden begaben sich in die Loge 5 um dort die Proben mit ansehen zu können.

Christine lächelte leicht als sie an die vielen Schneeballschlachten mit Meg auf dem Dach der Oper zurückdachte.

Plötzlich wurde die Haustür aufgerissen und eine aufgeregte Meg im blauen Kleid stürmte auf sie zu. Gefolgt von einer streng aussehenden Madame Giry. Die beiden Freundinnen umarmten sich eng und Meg plapperte direkt drauf los: ,, Christine es ist so lange her. Oh Gott wie hübsch du geworden bist. Du glaubst nicht wie ich mich gefreut habe ,als du mir geschrieben hast das du kommst, aber wo ist denn dein Vater ich da-

,,Mademoiselle Giry ", unterbrach Emanuelle ihre Tochter , ,, Zügle dich bitte"

,,Ach tut mir leid Maman. Ich bin nur so aufgeregt heute", erwiderte Meg.

Christine war froh zu sehen das sich nicht viel verändert hatte. Sie lächelte leicht und erwiderte:,, Ich freue mich auch die wiederzusehen, auch dich Tante Manu und ich gestehe 10 Jahre sind wirklich eine viel zu lange Zeit. Und was meinen Vater angeht...Nun er hat sich entschieden sich eine kleinere Wohnung nahe seiner Arbeit zu mieten. Er bräuchte zu viel Platz ,als das er euch und auch mich damit belästigen möchte"

Besagte Tante Manu trat nun auch vor und umarmte ihre Nichte.

,, Ich bin auch erfreut das du da bist meine kleine es ist ja ewig her.
  Luca ? Luca !" , rief sie nach ihrem Pagen und ein braunhaariger Junge mit Sommersprossen kam so gleich aus dem Haus geeilt.

,, Sie wünschen Madame ?"

,, Bring Mademoiselle Daaes Gepäck in das Zimmer meiner Tochter"

,,Sehr wohl Madame " , antwortete der Junge und hiefte den Koffer von der Kutsche.

Zusammen gingen die drei Damen ins Haus und Christine wurde sogleich auch herzlich von der Haushälterin  Angelique Satille und ihrem Mann Pierre ,dem Kutscher in Empfang genommen. Danach verabschiedete Madame Giry . Sie musste die Proben für das Ballett beaufsichtigen.

,,Das du mir ja nicht zu spät kommst Meg " ermahnte sie ihre Tochter
Diese rollte , als es niemand sah außer Christine,  mit den Augen und versprach ihrer Mutter rechtzeitig da zu sein. Christine folgte Meg in ihr Zimmer das im 1. Stock lag. Es war himmelblau gestrichen und relativ geräumig. Zwei getrennte, saubere und ordentliche Betten standen nebeneinander an einer Wand. Dazwischen ein Frisiertisch. Gegenüber der Tür gab es einen Balkon, auf dem ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen stand. An der gegenüberliegenden Wand von den betten stand in der Ecke ein
einfacher , aber  großer Schrank. Daneben war ein weißer
Schreibtisch platziert worden. Meg war sicherlich kein ordentlicher Mensch denn aus dem Frisiertisch quollen Bänder,Haarreifen und überall auf dem Boden verstreut lagen Ballerinas in verschiedenen Farben

,, Verzeih die Unordnung Christine" , entschuldigte sich Meg.

,, Oh mach dir nicht draus" , erwiderte Christine, ,, wenn du wüsstest wie es bei mir im Zimmer immer ausgesehen hat würdest du in Ohnmacht fallen"

Die beiden lachten Es tat gut nach so langer Zeit wieder zusammen zu sein.

Christine fielen nun die Bilder , die über dem Schreibtisch hingen.
Meg die ihren Blick bemerkt hatte sagte: ,, Das sind Bilder von meinem Vater und mir. Die meisten zumindest..."

Meg sah ein wenig betroffen aus.Christine wusste das das Thema Megs Vater sensibel zu behandeln war. Sie hatte nie Einzelheiten erfahren , aber sie wusste das Megs Vater wohl irgendwann kurz nach Megs Geburt unter mysteriösen Umständen gestorben war. Um die Stellung wieder aufzuhellen lenkte Christine das Thema um.

,, Sag mal auf welche Seite des Schranks kann ich eigentlich meine Sachen deponieren ?

,, Also die linke Seite ist meine.Schuhe kommen ins obere Fach und ach deinen Schmuck kannst du einfach in den Frisiertisch stopfen. Alles soweit verstanden ?"

,,Wenn es nicht noch mehr Zimmerregeln gibt dann ja" erwiderte Christine und ging zum Bett.

Sie öffnete ihren Koffer der darauf lag. Er enthielt ein paar mitgebrachte Kleider dazu Schuhe und passende Hüte. Etwas Geld und ihr Tagebuch. Doch die größte Schätze die sie mitgebracht hatte waren ihre Bücher und die Kompositionen ihres Vaters und ihr. Beide liebten das schreiben und lesen außerordentlich. Doch allen voran hatten beide eine Leidenschaft für die Musik. Noch bevor sie schreiben und rechnen konnte lernte Christine Geige spielen. Ebenso wie das Klavier. Christine war ihrem Vater sehr dankbar das er sie nicht nur in den typischen Fächern für junge Mädchen unterrichten hat lassen, sondern sie auch in den Natur und Mathematikfächern weitergebildet  hat. Am liebsten hätte sie ja eine Uni besucht um zu studieren und auch einen Beruf ausführen zu können.

Doch in solchen Zeiten war dies unmöglich. Einfach ungerecht gegenüber den Frauen. Doch sie erhoffte sich auf eine Besserung der Gesellschaft in solchen Angelegenheiten. Es gab ja schon Gerüchte das in Deutschland Frauen das Wahlrecht einforderten. Ihr Vater hatte ihr zumindest zugesichert , das egal welcher solcher Bewegungen sie sich in Zukunft anschließen wollte würde er sie ohne Bedenken machen lassen würde. Doch das lag noch in weiter Ferne.

,, Was ist das Christine ? ".
Meg war plötzlich hinter ihr aufgetaucht und sah sich neugierig die Kompositionen an.
,, Sind das deine ?" , fragte sie.
,, Ja meine und die meines Vaters". antwortete Christine leicht verlegen.
,, Du schreibst Kompositionen ?"
,, Wieso nicht ?", Christine zog eine Augenbraue hoch.
,, Oh Nein. Das war nicht böse gemeint ich merke nur gerade das wir uns sehr viel zu erzählen haben"
,,Ja das haben wir tatsächlich Meg. Doch lass uns das auf später verschieben. Müssen wir nicht eig-

,, Himmel du hast recht ich muss zu den Proben. Es ist schon so spät. Meine Mutter reist mir den Kopf ab. Und ER wird auch nicht erfreut sein. Los schnell wir müssen los." Meg lief im Zimmer umher und suchte ihre Sachen zusammen. Währenddessen rief sie nach Madame Satille , sie möge doch bitte die Kutsche vorfahren lassen.

,,Moment Meg … wer ist ER ?" fragte Christine verwirrt.

,,Na der Operngeist" antwortete Meg selbst verständlich.

,,Wie bitte. Meg von wem redest du ?" , war ihre Freundin verrückt geworden.

,, Ich vergas", Meg hielt kurz inne, ,, Es geht das Gerücht rum das ein Geist im Opernhaus spukt. "

Ja ihre Freundin war wohl verrückt geworden

,, Meg ich verstehe immer noch nicht wovon du redest "

,, Ich rede vom Phantom der Oper"


OMG Ich wollte das einfach schon so lange mal schreiben. Mir hat immer die Idee von einer Christine mit mehr Rückrat gefallen. Eine Christine die auch wirklich eine Meinung hat und diese auch sagen kann. Weder im Buch noch im Musical oder im Film hat Christine jemals von sich aus irgendwas getan. Sondern wurde immer dazu gedrängt. Gut beim Film am Ende dann nicht mehr , aber trotzdem  war sie immer ziemlich passiv. In erster Linie denke ich schreibe ich diese Geschichte für mich selber ich will damit meine Version vom Phantom der Oper etwas zu verwirklichen. Ich verlange auch nicht das ihr Reviews schreibt. Aber ob ihr welche schreibt ist natürlich eure Sache.

LG Sunny
 
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