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Hubert und Staller: Die erste zweite Chance

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Anja Licht Franz Hubert Johannes Staller Martin Riedl OC (Own Character) Sonja Wirth
31.01.2020
08.05.2020
9
5.462
3
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31.01.2020 584
 
"Etza kimm hoid. I mecht heid no zua Rattlinga" quängelte Staller mal wieder rum. Hubert erschien in der Tür und ging hinter seinem Kollegen her. Dieser wunderte sich über die miese Stimmung seines Kollegen, der mit herabhängender Miene durch die Gegend lief. Als sie am Auto angekommen waren ließ Hubsi sich schwerfällig auf den Beifahrerplatz fallen. Hansi konnte sich nicht mehr zurückhalten und fragte wenig mitfühlend: "Wos is eigle mit dia los? Du schaust aus wia a Leich und rennst ma hintahea wia a Hund!?" - "Ja, dAnja... ach egal. Jetzt foh hoid los." Hansi schaute noch ein bisschen verdaddert, dann fuhr er los.

Hubsi wusste ja selbst nicht ganz was mit ihm los war. Es war ja nichts Neues, dass Anja und er sich immer wenn sie sich sahen stritten, aber trotzdem, was sie ihm heute wieder mal an den Kopf geschmissen hatte. Ja, das hatte ihn sehr verletzt, sehr. Und nur weil er gesagt hatte, dass es ihm scheißegal war, was sie mit dem dummen Ranzinger abzog. Klar, war im das nicht scheißegal, da er immer noch Gefühle für Anja hatte, aber das konnte er ihr eh nicht sagen. Hubsi hatte ja nicht wissen können, dass seine Ex-Frau sich dann gkeich so dermaßen aufführte und ihn anschrieh, dass das halbe Klinikum mithören konnte.

Plötzlich fuchtelte eine Hand vor ihm hin und her. "Is jemand dahoam?" fragte Hansi scheinhelig. "Woa is?" schreckte Hubsi hoch, Hansi lachte und stieg aus, da sie am Café Rattlinger angekommen waren. Hubsi tat es seinem Patner gleich und so standen sie kurz danach im Inneren des menschenleeren Cafés. "Sa...?" wollte Hansi schreien doch dann hörten die beiden Polizisten einen Schrei: "Lassens mi los. Los lassen hob i gsogt." Die Stimme gehörte eindeutig zu Sabrina Rattlinger, der Inhaberin des Cafés. Hansi sprintete mit gezogener Waffe in die Backstube, Hubsi folgte langsamer. "Hände hoch!" gellte Hansis Schrei durch den Raum. Ein schwarz gekleideter Mann lief mit einem Küchenmesser in der Hand aus der Hintertür. Hansi lief auf Sabrina zu und entfesselte die Bäckerin. Hubsi sprintete dem Mann hinterher. Er rannte. Und rannte. Er wusste nicht wie lange er schon gelaufen war, da zog es ihm den Boden unter den Füßen weg. Hubsi stürtzte 2 Meter in die Tiefe. Er prallte auf. Er fiel auf die linke Seite. Verzweifelt versuchte er aufzu kommen. Aber er musste es bei einem Versuch belassen. Plötzlich hielt ihn jemand den Mund zu. Hubsi schaute nach oben, jedoch erkannte er an dem nebeligen Winterabend nur einen schwarzen Kopf. Daneben sah er einen Gegenstand aufblitzen. "Das Messer!" schoss es ihm durch den Kopf. Er drehte sich. Im gleichen Moment stach der Fremde zu, direkt in Hubsis rechte Schulter. Der Getroffene ächtzte. Dann erhielt er einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf. Er rollte ein paar Treppenstufen hinunter und blieb dort ohnmächtig auf dem Rücken liegen.

Hansi war in der Zwischenzeit seinem Kollegen gefolgt. Jedoch kam er nur langsam voran, da er in der fortschreitenden Dämmerung die hinterlassenen Spuren nur schwer erkennen konnte. Die Straßenlaternen hellten auf. Endlich konnte er seinen jetztigen Standort erkennen. Er war am Kirchplatz angekommen. Er wusste das dort eine Wand herunter ging und schritt langsam darauf zu. Ein grauenvolles Bild erblickte er. Hubsi lag mit einem Messer in der Schulter ohnmächtig auf den Stufen. Und überall Blut. In Hubsis Gesicht, auf seiner Brust, auf dem Bauch und natürlich an der Schulter. Lebte er noch?
 
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