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Mitbewohner mit Biss

von Camaria
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
OC (Own Charakter) Protagonist
31.01.2020
12.01.2022
16
39.373
3
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31.01.2020 2.940
 
Vollkommen nervös stand ich mit meinem großen Koffer und meinem schwarzen Rucksack vor der dunkelbraunen, hölzernen Doppeltür, hinter der sich eine breite Treppe verbarg. Der Wind wehte sanft um meine Nase und ließ meine langen, schwarzen Haare verspielt hin und her wiegen und mein schwarz-blau-karierter Rock bauschte sich auch leicht auf. Ich war schon oft bei dieser Tür gewesen. Auch dahinter. Denn dahinter verbarg sich meine erste eigene Wohnung, die ich für mein Musikstudium, das ich in ein paar Wochen begann, beziehen würde. Endlich stand ich auf eigenen Beinen und führte meinen eigenen Haushalt. Gut, mein eigener war es nicht ganz, da ich mir meine Wohnung mit jemandem teilte. Sein Name war Akira Kuruso und am Telefon hatte er jedes Mal sehr freundlich geklungen. Denn auch wenn ich schon oft in dieser Wohnung war, war ich Akira noch nie begegnet. Entweder war er unterwegs gewesen oder er hatte geschlafen. Dabei hatten meine Eltern und ich immer darauf geachtet zu einer menschlichen Zeit meine Möbel und Anderes vorbei zu bringen. Aber selbst meinen Schlüssel hatte ich per Post bekommen. Vielleicht hatte ich auch einfach immer Pech gehabt. Nun aber zog ich offiziell ein und Akira hatte mir versprochen auf jeden Fall da zu sein, um mich willkommen zu heißen und ein paar Fragen zu beantworten, falls ich sie denn hatte. Und da ich mir so langsam ziemlich blöd vorkam stumm vor dieser Tür zu stehen, holte ich meinen Schlüssel aus meiner Jackentasche und öffnete die dunkelbraune Doppeltür. Ich stieß sie mit dem Rücken auf, bevor ich meinen Koffer mit mir zog. Zum Glück waren die meisten meiner Sachen bereits in meinem Zimmer, weshalb der Koffer nicht so schwer war und es somit leichter war ihn die breite Treppe hinaufzuziehen. Zum Glück befand sich die Wohnung im zweiten Stockwerk und somit war das Hochziehen nicht so lange eine Qual. Ich stellte den Koffer im Flur ab und versuchte erst einmal zu Atem zu kommen. Immerhin wollte ich Akira nicht vollkommen aus der Puste kennenlernen. Nur leider war meine Kondition nicht so gut, dass ich wohl mindestens fünf Minuten auf dem Flur stand und mehrmals tief durchatmen musste. Ich hielt mich am Koffer fest und richtete dann meine blaue Bluse mit den Ärmeln, durch die man meine Arme leicht sehen konnte, wäre meine Jeansjacke nicht darüber. Ich fuhr mir noch einmal durch die Haare, bevor ich mir meinen Koffer schnappte und zur Tür ging an der bereits mein Name zu lesen war. Nun wurde ich wieder nervös. Ein einfaches Klingeln stand zwischen meinem Mitbewohner und mir. Tief atmete ich ein letztes Mal durch und drückte dann den kleinen, weißen Knopf, der sich zusammen mit den zwei Namen neben der kahlen, weißen Tür mit dem kleinen Spion, befand. Ich trat dann etwas zurück und spürte wie schnell mein Herz klopfte, während ich die wenigen Sekunden wartete, die Akira brauchte, um zur Wohnungstür zu kommen. Ich hörte leise Schritte hinter der Tür und als diese sich dann langsam öffnete, kam kurz in mir der Wunsch auf, einfach zu gehen und das Treffen zu verschieben. Doch jetzt war es zu spät. Akira stand vor mir und sah mich neugierig an. Ich war schon ein wenig erstaunt, wie gut Akira aussah. Das hatte ich nun wirklich nicht erwartet. Nun noch nervöser brauchte ich meine Sekunden, bis ich meine Stimme wiedergefunden hatte und wieder sprechen konnte. „Ähm…Hey Akira, ich bin Camaria“, begrüßte ich ihn etwas unbeholfen und reichte ihm dann zögerlich die Hand. Er erwiderte meine Begrüßung sehr freundlich und drückte sanft meine Hand: „Schön, dass wir es endlich geschafft haben. Komm ruhig rein“. Langsam nickte ich und wollte ihm in die Wohnung folgen, da fiel mir mein Koffer wieder ein und ehe ich ihn vergaß, griff ich nach ihm und zog ihn in den schmalen Flur der Wohnung. Akira schloss hinter sich die Wohnungstür, an der von hinten eine Schriftrolle hing, auf der ein Text stand, dessen Sprache ich leider nicht verstand, und sah dann zu mir herüber. „Du kannst deinen Koffer in dein Zimmer bringen. Und ich mache uns beiden einen Tee“, schlug Akira vor und ging bereits durch den Türrahmen, der in die Küche führte. „Ah…ähm…ein Glas Wasser reicht mir vollkommen aus“, rief ich ihm nach und war erleichtert, als ich ein Einfaches ‚Okay‘ von ihm zurückbekam. Denn ich war kein großer Teetrinker und ich wollte nicht, dass er den Tee meinetwegen wegschütten musste. Aber wenn er beim Wasser blieb, war es okay. Ich schnappte mir also meinen Koffer und zog ihn zu meiner Tür, die aus hellem Holz und direkt neben der von Akira war. An dieser hing ein Schild mit dem Satz: „Unmögliches wird sofort erledigt – Wunder dauern etwas länger“ und ich musste mal wieder darüber schmunzeln. Ich hatte es zu meinem 20. Geburtstag geschenkt bekommen, da ich endlich mein Abitur geschafft und es aufgrund meiner eher schlechten Noten allgemein länger gedauert hatte. Also war es wohl ein Wunder, dass ich das Abitur wirklich gemeistert hatte. War aber auch nichts Verwunderliches, da ich meine Zeit lieber an unserem Klavier verbracht hatte. Aber es war halt deutlich interessanter, als irgendwelche Interpretationen oder Osmose in einer Zelle. Das Zeug brauchte ich eh nicht für mein Musikstudium. Leider hatte ich es für mein Abitur gebraucht und deswegen war mein Schnitt nur grade so mit einer zwei vor dem Komma geworden. Ich fuhr mir seufzend durch die Haare und stellte meinen Koffer im Zimmer ab, bevor ich mich in diesen umsah. Mit dem großen Bett, dem Kleiderschrank, meinem Keyboard und meinem Schreibtisch sah es noch recht leer aus, da das Zimmer wirklich groß war, aber das würde mit der Zeit noch kommen.
„Camaria? Alles in Ordnung?“, ertönte plötzlich Akiras Stimme nach einem Klopfen an meiner Tür. „Ähm…ja, ich komme“, erwiderte ich und zog mir meine Jeansjacke aus, bevor ich meine Haare und meine Klamotten etwas richtete. Dann atmete ich einmal tief durch und ging zu meiner Zimmertür. Ich konnte immer noch nicht glauben, dass Akira so verdammt gut aussah. Seine schwarzen, leicht lockigen Haare, seine fast schon schwarzen Augen und diese überaus blasse Haut. Er entsprach total meinem Typus bei Männern. Er war auch nicht allzu kräftig gebaut, aber ich hatte an seinen Armen durchaus ein paar Muskeln entdecken können. Und diese Brille, die er auf der Nase trug, ließ ihn so unglaublich freundlich und unschuldig wirken, dass ich das schon gar nicht richtig glauben konnte. Aber etwas Schlechtes wollte ich ihm auch nicht zuschreiben. Dafür kannten wir uns einfach zu wenig und wie wir miteinander auskamen, würde sich erst nach und nach herausstellen. Ich hoffte wirklich, dass wir uns wenigstens gut verstanden. Wir mussten jetzt wirklich keine Freunde werden – auch wenn es so viel schöner war – aber solange wir uns einfach gut verstehen würden, war ich zufrieden. Ich öffnete langsam meine Zimmertür und sah Akira ein wenig verlegen lächelnd an, bevor ich ihm dann in die Küche folgte. Und wieder konnte ich es nicht lassen ihn zu mustern. Dieses Mal aber seinen Rücken und…naja…tiefer. Und ich musste sagen, dass mir das Gesamtpaket nun wirklich gut gefiel. Eilig schüttelte ich dann aber doch lieber den Kopf und konzentrierte mich darauf mit ihm zu reden. Immerhin käme es sicherlich komisch rüber, wenn ich ihn die ganze Zeit musterte und dabei immer mehr ins Schwärmen geriet. Ich ließ mich an den schmalen, dunklen Tisch nieder und war erstaunt, wie teuer er doch aussah. Aber vielleicht sah er nur so aus und war eigentlich ein angemaltes Mischholz oder so etwas. Ich bedankte mich für das Glas Wasser und nahm direkt einen Schluck davon, bevor ich zu Akira sah, der sich rechts zu mir gesetzt hatte. So war es deutlich angenehmer, da ich meinen Blick schweifen lassen konnte und ich ihn nicht immer ansehen musste. „Ich hoffe, dass du eine angenehme Anreise hattest“, begann Akira und lächelte mich freundlich an, was sein Gesicht nur noch attraktiver wirken ließ. Wirklich. Wie konnte er nur so attraktiv auf mich wirken? „Ja, die Zugfahrt war in Ordnung und der Bus anschließend war zum Glück mal nicht überfüllt“, erwiderte ich und umfasste ein wenig nervös das Glas. Es war schon irgendwie merkwürdig, aber vielleicht würde das ja noch kommen. „Ach ja, bevor ich es vergesse. Heute Abend kommen ein paar Freunde von mir her und wir wollen zusammen lernen. Wir wollten dafür das Wohnzimmer belegen, wenn es dich nicht stört“, fragte Akira und nahm einen Schluck aus seiner Teetasse mit dem roten Tee. Es roch fruchtig und darüber war ich froh. Die meisten Leute tranken nämlich Schwarzen Tee oder sowas. Und dessen Geruch fand ich gar nicht angenehm. „Kein Problem, ich werde mich heute Abend vermutlich nur ein wenig an mein Keyboard setzen oder mich einrichten“, erklärte ich und fügte dann noch hinzu: „Ich hoffe, dass es euch nicht stören wird, dass ich Klavier spiele. Wenn, dann müsst ihr mir das sagen“. „Schon gut, ich denke, dass uns das eher helfen wird. Ich lerne am liebsten mit Musik im Hintergrund. Dann kann ich mich besser konzentrieren und bin auch nicht so gestresst, wenn es mal länger dauert“, erwiderte Akira direkt und sah mich weiterhin an. „Was studierst du eigentlich? Irgendwie hab ich dich das nie fragen können“, erkundigte ich mich und sah nun neugierig zu ihm, bevor ich mir eine Strähne hinter mein Ohr strich und zu ihm sah. „Ich studiere Kunst im 3. Semester. Zusammen mit einem Freund, der heute Abend auch kommen wird. Irgendwie hat es mir die Kunst angetan“, antwortete er und ich konnte ein kleines Schmunzeln an seinen Mundwinkel erkennen. „Ja, ich kenne diese Leidenschaft. Bei mir ist es die Musik, die mich nicht mehr loslässt und immer mehr in ihren Schlund zieht. Ähm…entschuldige, ich bin abgeschweift“, träumte ich ein wenig vor mich hin und wurde dann doch verlegen, bevor ich mir die Strähne, die bereits hinter meinem Ohr war, erneut hinter mein Ohr strich. „Nein, schon okay. Ich kenne das. Es packt dich einfach und lässt dich nicht mehr los. Bis du dieser Leidenschaft dein Leben widmest“, wandte Akira ein und ich war erstaunt, dass es ihm genauso erging. Aber irgendwie war es auch verständlich, da Kunst einen wirklich sehr einnehmen konnte. Eben eine emotionale Leidenschaft. Wie die Musik oder auch das Schreiben. Ich schrieb selbst zwar hin und wieder ein paar Zeilen, aber mein Herz und mein Leben widmete ich schon jetzt voll und ganz der Musik. Besonders dem Klavier, dem Gesang und der Gitarre. „Wie viele werdet ihr denn heute Abend sein? Und studiert ihr alle Kunst?“, fragte ich dann und nahm wieder ein Schluck von meinem Glas, welches damit dann auch leer war. „Wir werden zu viert heute Abend sein und nein. Yusuke und ich studieren Kunst, Goro studiert Jura und Ryuji studiert Sport“, erklärte er und ich lächelte leicht. Interessante Mischung auf jeden Fall. „Dann helft ihr euch bei Hausarbeiten oder so. Hatte angenommen, dass eine Klausur bald ansteht oder so“, erklärte ich den Grund meiner Frage und drehte ein wenig das Glas in meinen Händen. „Nein, aber wir kennen uns schon seit vielen Jahren und diese Freundschaft hält weiter an“, antwortete er und nippte wieder an seinem Tee, der ebenfalls zu Ende ging. „Wie sieht es eigentlich aus mit einem Putzplan? Bist du dafür oder schwebt dir etwas Anderes vor?“, erkundigte ich mich dann, da ich das noch unbedingt wissen wollte. „Ach so…ja, wäre vermutlich das Beste fürs Erste. Ich werde einen machen“, erklärte Akira und erhob sich, bevor er seine Tasse und mein Glas nahm und es in die Spülmaschine räumte. Ich erhob mich ebenfalls und strich schnell meinen Rock glatt, bevor ich mich dann in mein Zimmer verabschiedete. Immerhin wollte ich meine Freundin Saki noch darüber aufklären, dass ich nun angekommen war und meinen mega heißen Mitbewohner kennen gelernt hatte. Ich verschwand also eilig hinter meiner Zimmertür und nahm von meinem Schreibtisch mein Handy, wo ich schon die vielen Nachrichten von ihr sah. Kichernd las ich sie mir durch und rief sie dann kurzer Hand an. Bereits nach wenigen Momenten hörte ich auch schon ihre summende Stimme. „Hallo Saki, na alles klar bei dir?“, begrüßte ich sie und ließ mich auf meinen Schreibtischstuhl nieder, ehe ich mir einen Notizzettel schnappte und begann darauf mit einem Kugelschreiber kleine Kreise zu malen. „Ja, soweit alles schon. Und bei dir, Cami? Bist du endlich angekommen? Und wie ist dein Mitbewohner so? Ist er nett?“, löcherte sie mich auch schon mit Fragen, was ich aber nur sympathisch an ihr fand. Sie war immer so aufmerksam und fragte lieber doppelt nach, als einmal zu wenig gefragt zu haben. „Ja, ich bin angekommen und hatte grade ein kleines Gespräch mit ihm. Er ist wirklich sehr nett und auch zuvorkommend. Und er ist verdammt heiß, Alter!“, antwortete ich wahrheitsgemäß, wobei ich beim letzten Teil etwas leiser sprach und das Kreise zeichnen kurz unterbrochen hatte. „Uhhh. Er ist also heiß, ja? Wie sieht er denn aus?“, fragte sie mich mit ihrer süffisanten Stimme und ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. „Also…er hat schwarzes, leicht lockiges Haar - Super zum Durchwuscheln, wenn du mich fragst – wirklich blasse Haut, so wie meine. Vielleicht sogar noch etwas blasser. Er ist vielleicht einen Kopf größer als ich und eine recht normale Statur. Auch wenn ich glaube, dass er hin und wieder Sport macht, weil seine Arme doch schon etwas muskulös sind. Also nicht so krass, aber doch ein wenig. Ich hab auf jeden Fall ein paar Muskeln erkannt. Ähm…ach ja. Seine Augen. Er hat unglaublich schöne Augen. Sie sind fast schwarz. Aber ich bezweifle, dass es ein ganz dunkles Braun ist. Sondern eher ein dunkles Grau. Richtig abgefahren. Ach und er trägt eine Brille und sie macht ihn irgendwie unglaublich…unschuldig. Also er wirkt total lieb durch die Brille“, erklärte ich und wurde bei den Erinnerungen an sein Aussehen schon wieder ganz aufgeregt. „Sehr interessant. Dann hoffe ich mal nicht, dass er ohne seine Brille ein ganz schlimmer Finger ist“, warf sie mit ihrer süffisanten Stimme ein und ich konnte nur meine Augen verdrehen. „Ich bezweifle, dass er eine Maske aufhat oder sowas“, erwiderte ich und malte nun größere Kreise auf den Notizzettel, der eigentlich nur noch aus blauen Kreisen bestand. „Gib einem Mann eine Maske und er zeigt dir sein wahres Gesicht“, bekam ich lediglich zu hören und wieder rollte ich mit meinen Augen. „Ja, genau. Ich wohne eigentlich mit einem Massenmörder zusammen. Deswegen ist die Wohnung auch so günstig“, erklärte ich nur und schüttelte den Kopf. Sie kam auf Ideen. „Ja, merk dir meine Worte! Aber ich muss jetzt mit Byron raus. Er sitzt mit seiner Leine schon im Türrahmen“, verabschiedete sie sich und kurz darauf hörte ich nur das Signal, dass sie aufgelegt hatte. Ich legte seufzend auf und schmiss den Zettel mit den Kreisen in meinem Mülleimer, bevor auch schon mein Kulli an die Seite kam und ich mich erhob. Anschließend ging ich zu meinem Koffer, warf ihn um und begann ihn dann nach und nach zu entleeren. Ich würde mir auf jeden Fall einen Teppich zulegen. So einen richtig flauschigen. Auf dem man sich während eines Telefonates drauflegen und herumdrehen konnte. Jetzt musste ich nur noch meine Eltern darüber aufklären. Immerhin besaß ich kein Auto und es sollte ein großer Teppich werden. Und ich bezweifelte, dass das gut werden würde mit den Busverkehr. Immerhin konnte ich einen besonders vollen Bus erwischen und dann waren alle genervt von mir und meinem
riesigen, flauschigen Teppich. Und das wollte ich nun wirklich nicht. Aber erst einmal würde ich es schon ohne aushalten. Erst einmal war die Anfangszeit meines Studiums wichtig und die Tatsache, dass ich mich gut mit meinem Mitbewohner verstand. Denn mit diesem würde ich sicherlich ein paar Jahre auskommen müssen. Zumindest wenn er mich weiterhin in der Wohnung haben wollte. Seufzend besah ich mir noch die restlichen Sachen, die in meinem Koffer lagen und erhob mich dann anschließend. Dann ging ich zu meinem Schreibtisch, schaltete den Bluetooth-Lautsprecher an und verband ihn mit meinem Handy. Kurze Zeit später ertönte aus der grauen Box die ersten Töne von Yirumas ‚River Flows In You‘. Nun deutlich entspannter ließ ich mich wieder vor meinen Koffer nieder und holte die paar Sachen heraus. Danach verfrachtete ich meinen Koffer in die große Ablage unter meinem Bett, wofür ich die Matratze mit dem Mechanismus hochfahren lassen musste. Anschließend senkte sich mein Bett wieder und ich kümmerte mich darum die übrigen Sachen an ihren Platz zu räumen. Dabei konnte ich es nicht lassen ein wenig durch mein Zimmer zu tanzen und mich von der Musik führen zu lassen. Ich liebte Klaviermusik einfach. Auch wenn ich nicht nur sie hörte, gehörte sie doch zu dem Genre, was ich mir zu jeder Lebenslage anhören konnte. Lächelnd entließ ich meine letzten Klamotten in meinen Kleiderschrank und ging dann zu meinem Rucksack, der an meinem Bett lehnte. Aus diesem holte ich meinen Laptop und haufenweise Kabel, bevor ich unter meinen Schreibtisch krabbelte und dort alles ansteckte und ordentlich verstaute. Das Brett, dass ich brauchte, wenn ich meinen Laptop in meinem Bett benutzen wollte, legte ich auf dieses und stemmte dann meine Hände an meine Hüfte. Prüfend glitt mein Blick durch mein Zimmer und zufrieden stellte ich fest, dass alles seinen Platz gefunden hatte. So war ich zufrieden mit meinem Zimmer. Auch wenn die Wände noch sehr weiß waren, da ich sie nicht streichen durfte. Aber dann würde ich einfach ein paar Freunde nach Fotos und Bildern anschreiben. Sicherlich hatten sie ein paar gute Erinnerungen zusammengesammelt, die ich mir an meine Wand kleben konnte. Denn das war immerhin erlaubt.
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