Chris

OneshotFamilie / P12
Chris Halliwell
30.01.2020
30.01.2020
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Sein Leben war noch nie einfach gewesen.

Sein Vater hatte nie Zeit für ihn. Ständig schob er etwas anderes vor, obwohl er für Wyatt immer Zeit hatte. Er hatte eine ganze Schublade mit Zetteln, auf denen sein Vater sich entschuldigte, weil er schon wieder keine Zeit hatte. Klar, es hätte ihn schlimmer treffen können. Sein Vater hätte ihn schlagen können oder seine Familie würde ihn ignorieren.

Sie ignorierten ihn nicht. Ehrlich!
Sie machten öfters gemeinsame Dinge. Seine Mutter würde öfters mit ihm kochen. Er war so stolz, denn er war der einzige, der nicht das Essen verbrennen ließ.
Er und Henry gingen öfters in die Unterwelt und traten Dämonen in den Hintern. Die Standpauke war es absolut wert.
Als er sich das erste Mal verknallte, hatte sein Onkel Coop ihn ein paar Tipps gegeben.
Wenn seine Schwester Melinda Probleme hatte, sei es Dämonen oder Hausaufgaben, half er ihr nach allen Kräften.
Generell war seine Familie ziemlich eng. Bis auf ein zwei Kleinigkeiten.

Eines Tages hatte er gesehen wie er es tat. Sein eigener Bruder hatte einen Menschen getötet.
Ein Schock, den er nicht mal ansatzweise beschreiben konnte. Natürlich dachte er erst an einen Dämon.
Dass er Besitz genommen hatte oder dass ein Dämon den Platz seines Bruders eingenommen hatte, aber auch er musste irgendwann einsehen, dass das wirklich sein Bruder war.
Er hatte versucht es seiner Familie zu sagen, aber sie wollten ihm nicht glauben.

„Aber, Chris, er ist der Zweifach-gesegnete.“
„Er kann nicht böse sein.“
„Schätzchen, du irrst dich.“


Niemand hatte ihm glauben wollen, bis Wyatt seiner Mutter sein Schwert in den Brustkorb gestoßen hatte. Plötzlich glaubte ihm jeder.
Bis auf Leo (er hatte es sich lange abgewöhnt, ihn Dad zu nennen).

Der verzog sich nach oben und ließ seine Familie zurück.
Tante Paige zog samt Familie ein. Henry und er redeten oft über Wyatt. Die Zukunft. Die nächsten Schritte. Und wenn Henry sich mutig fühlte, dann sprachen sie auch über seine Mom.
Für Mel war es am schlimmsten. Natürlich liebten sie Mom alle und waren geschockt über Wyatts Taten, aber es traf sie ziemlich hart. Ihre Kusinen versuchten sie abzulenken und auch er versuchte alles. Nach einiger Zeit kam sie kaum noch aus ihrem Zimmer.
Es half ihrer Depression überhaupt nicht, dass Wyatt die Cleaner tötete und die Welt übernahm.

Ja, Wyatt war ohne Zweifel mächtig, aber die ganze Welt alleine übernehmen konnte selbst er nicht. Dämonen halfen ihm. Es reichte ihm nicht ihre Mutter zu töten, nein, er musste auch noch alles beleidigen, wofür sie stand.
Er hingegen versuchte so zu handeln wie es ihre Mutter tun würde: Er kämpfte.
Es war er, der den Widerstand aufbaute und den Verbliebenden, den Heimatlosen, Schutz gab.

Natürlich, wollte er nicht gegen seinen Bruder kämpfen. Er glaubte fest daran, dass sein Bruder noch ein Funke Gutes in sich trug. Chris würde einen Weg finden, seinen Bruder zu retten.
Aber bis dahin musste er seine Familie beschützen.

Oh… und die Welt.
Easy…
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