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Ein neues Leben

GeschichteFantasy, Freundschaft / P18 / Gen
29.01.2020
14.05.2021
15
97.333
28
Alle Kapitel
80 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
25.08.2020 5.123
 
Hallo meine lieben Leserinnen und Leser. Ich möchte mich in aller form bei euch entschuldigen, das ich euch so lange auf das neue Kapitel hab warten lassen.

Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Dusd, der Teiles des Kapitels gebetat hat.
An dieser Stelle auch nochmal Entschuldigung an dich, das ich den Rest des Kapitels direkt veröffentliche.

Ohne weitere Umschweife wünsche ich euch viel Spaß beim lesen.  



Es waren wieder 3 Wochen vergangen und Kotzbackes Höhenflug wurde immer schlimmer. Er spielte sich auf, als wäre er das Oberhaupt von Berk. Selbst Haudrauf hatte immer mehr Schwierigkeiten zu seinem Stammesbruder durchzudringen. Das Egoverhalten seines Vaters übertrug sich auch immer mehr auf Rotzbacke und bließ auch sein Ego zusehends auf. Sehr zum Leidwesen von Grobian, der gar nicht mehr zu dem Jungen durchkam. Allerdings machte Rotzbacke immer noch einen Bogen um Raffnuss, die ihn Regelmäßig und auf brutale Weise in die Schranken wies. Der alte Schmied ließ das blonde Zwillingsmädchen gewähren. Astrid hatte Kotzbackes Sohn auch schon mehrmals verbimst, aber es hinderte ihn nicht daran der Schildmaid weiter nachzusteigen. Sowohl Astrid als auch Raffnuss hatte sich deswegen schon bei Haudrauf beschwert. Das klärende Gespräch hatte aber keinen sonderlichen Erfolg. Die beiden Jorgensens fuhren weiter ihre Egoschiene, die aber eine heftige Delle bekommen sollte.


Hicks saß gemeinsam mit Fleischklops und Ohnezahn nach dem Training zusammen. Die beiden humanoiden Drachen unterrichteten ihren kleinen menschlichen Freund in Drachenkunde. Der Junge merkte aber das etwas nicht stimmte. Schon den ganzen Tag waren seine Drachenfreunde merkwürdig still und zurückhalten. Selbst Sturmpfeil war weniger zudringlich und verschloss sich vor Hicks. Dem jungen Wikinger ging das Verhalten seiner neune Familie gegen den Strich. „So, jetzt mal Butter bei die Fische! Was ist los? Ihr seid alle heute so komisch drauf. Habe ich was falsch gemacht, oder seid ihr sauer auf mich?“ fragte der Jüngling geradeheraus. Wut und Verwirrung waren ihm deutlich anzumerken. Ohnezahn und Fleischklops schauten sich überrascht an. „Warte bitte kurz Hicks“, sagte der Nachtschatten und verschwand für einige Minuten. Er kehrte mit dem Rest der Truppe ans Feuer zurück. „Leute ich glaube wir sind Hicks eine Erklärung schuldig“, begann Ohnezahn. „Glaubst du, er wird das verstehen können?“, fragte Würg. Kotz nickte bestätigend. Der sonst so lockere und recht verspielte Zipper war merkwürdig ernst. „Wir habe doch gesagt, dass wir alles mit Hicks teilen, also sollten wir ihm sagen was uns beschäftigt“, warf Hakenzahn ein. Auch er wirkte auffällig ruhig und ernst. „Also Hicks. Auf einer der etwas abseits liegenden Insel gibt es ein Drachennest. Der Alpha dieses Nestes hat seinem Schwarm befohlen wieder auf den nördlichen Inseln nach Futter für ihn zu suchen. Das heißt Berk steht heute Nacht ein heftiger Drachenangriff bevor“, erklärte Ohnezahn. „Woher wisst ihr das?“, fragte Hicks erschrocken. „Wir können seine Präsens spüren. Ohnezahns Macht schützt uns davor, dem bösen Alpha hörig zu werden“, sprach Sturmpfeil. „Soll das heißen, das Ohnezahn auch ein Alpha ist?“, warf der Junge irritiert in den Raum. „Quatsch, ich bin kein Alpha. Das liegt einfach daran das ich ein Nachtschatten bin. Ich bin halt ein geiler Typ“, lachte Ohnezahn kurz auf und wurde sofort wieder ernst. „Berk schwebt in Gefahr“, fuhr er fort und wartete auf eine Reaktion von Hicks. Der junge Mensch schloss die Augen und dachte nach. Auf der einen Seite war Berk über 15 Jahre seine Heimat. Auf der anderen Seite war er der Prügelknabe und wurde nie wirklich akzeptiert. „Das geht mich eigentlich nichts mehr an. Die haben mich geopfert und offiziell bin ich tot. Seit längerer Zeit. Auf der anderen Seite sollten sich zumindest Gothi, Grobian und Raffnuss auf den Angriff vorbereiten können“, sagte Hicks. Es war ihm anzumerken das er mit sich rang und im Zwiespalt war. „Schreib ein paar Zeilen, in denen du Gothi warnst. Donnerschlag ist bestimmt so freundlich und wird den Brief überbringen“, sagte Sturmpfeil mitfühlend und legte einen Arm um den Jüngling, bevor sie ihm einen Kuss auf die Wange hauchte. Hicks schaute verwirrt in die Runde. Hakenzahn grinste spöttisch und Fleischklops hatte einen „ich habe es gewusst“ Blickt aufgesetzt. „Du siehst komisch aus, wenn du rot wirst“, kam es von einem lachenden Ohnezahn. „Also, wenn ich vor dem Angriff noch losfliegen soll, solltest du langsam mal was aufsetzen Hicks“, meinte Donnerschlag und ließ sich auf der Schulter des Nachtschattens nieder. Hicks gewann seine Fassung wieder und eilte in den Schlafbereich, den er sich mit Sturmpfeil teilte. Einige Minuten später kehrte er mit einem gefalteten Zettel zurück. „Hier Donnerschlag, bring das bitte zu Gothi“, bat der Jüngling höfflich. „Ist quasi schon erledigt“, erwiderte Donnerschlag und machte sich mit der Botschaft auf den Weg.


Donnerschlag flog so schnell seine Flügel ihn durch die Luft trugen. Lange brauchte er für die Strecke zu Gothis Haus nicht. „Hoffentlich ist die Alte auch da und nicht auf dem Tennisplatz, oder sonst wo“, dachte der schreckliche Schrecken. Er landete direkt vor der Haustür und kratze an dieser. Es dauerte einige Augenblickte und die Stammesälteste öffnete und staunte nicht schlecht, als sie den kleinen Drachen mit der Botschaft sah. Gothi wusste, das schreckliche Schrecken mehr schreckhaft, als schrecklich waren, trotzdem war sie vorsichtig und beobachtete die kleine flugfähige Echse einen Moment. Donnerschlag setzte sich auf die Hinterbeine und hielt der alten Menschenfrau den Zettel hin. Etwas zögerlich nahm Gothi das Schriftstück entgegen. Ihre Augen weiteten sich, als sie Hicks Handschrift sah. Sie machte den Weg frei und deutete den kleinen Drachen an reinzugehen. Donnerschlag zögerte einen Moment, trat dann aber schließlich doch eine. Gothi studierte eingehen die Zeilen die Hicks geschrieben hatte mit wachsendem entsetzen. Schnell holte die Alte ein Pergament zur Hand und schrieb in sauberen Runen eine Botschaft für Hicks. Sie reichte die Nachricht an Donnerschlag und öffnete ein Fester zum Wald hin. Der kleine Drache nahm die Botschaft ins Maul und flog davon. Kurz darauf begab sich Gothi zu Grobian in die Schmiede.


Raffnuss staunte nicht schlechte, als Gothi in der Schmiede auftauchte und sofort ihre Glyphen auf den Boden zeichnete. Sofort begann Grobian zu übersetzen. Der Schmied war schockiert als er las was die Stammesälteste da schrieb. „Wo her weißt du das Gothi?“, fragte er verdutzt. „Von den Geistern“, schrieb sie. Hicks hatte Gothi in seinem Schreiben darum gebeten geheim zu halten, dass er noch lebte und die Info von ihm war. „Ich lauf los und hole Haudrauf“, mischte sich Raffnuss ein und verschwand, so schnell sie ihre Füße trugen. Eine gute viertel Stunde später kehrte sie mit Haudrauf zurück. „Was gibt es hier so wichtiges?“, fragte Haudrauf leicht genervt. „Gothi hat die Geister befragt was die Zukunft bringen mag. Uns steht ein Drachenangriff bevor. Heute Nacht“, antwortete Grobian knapp. Die Augen des Stammesoberhauptes weiteten sich. „Ist das absolut sicher?“, fragte der kräftige Wikinger. Gothi fixierte ihn finster mit den Augen. Mehr war nicht nötig. Sofort lief Haudrauf los und rief alle in der großen Halle zusammen. Es dauerte mehr als eine Stunde, bis alle Wikinger und Wikingerinnen in der großen Halle waren. „Was gibt es denn so wichtiges Haudrauf?“, fragte Valeska ruhig. „Gothi hat die Geister nach der Zukunft befragt. Die Geister haben ihr Verraten, das Berk heute Nacht von Drachen heimgesucht wird und wir uns vorbereiten müssen“, antwortete das Stammesoberhaupt. „Blödsinn Haudrauf. Die olle Schrulle wird senil. Dank meiner genialen Idee deinen nutzlosen Sohn an die Drachen zu verfüttern haben wir Ruhe vor ihnen“, polterte Kotzbacke großspurig los und bekam auch Zustimmung vom Dorf. „Wenn die Geister Gothi vor einem Drachenangriff gewarnt haben, sollte wir das auch ernst nehmen. Die Vorhersagen der Geister sind bis jetzt immer in Erfüllung gegangen“, erwiderte das Stammesoberhaupt laut. Wieder wurde zustimmend gemurmelt. „Ich glaube die Trauer um Hicks trübt dein Urteilvermögen Haudrauf“, kam es erneut von Kotzbacke. Diese Aussage brachte das Fass zum Überlaufen. „Gothi sagt uns steht ein Drachenangriff bevor und ich sage wir machen mobil. Also dalli! Wir haben nicht mehr viel Zeit!“, donnerte das Stammesoberhaupt in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete. „Macht doch was ihr wollt, wenn es keinen Angriff gibt lache ich euch aus. So ich lege jetzt die Füße hoch“, frotzelte Kotzbacke und verschwand mit seinem Sohn. Haudrauf brodelte vor Wut, hielt sich aber zurück, weil es wichtigeres gab, als einen sturen Wikinger, den er schon aus der Dorfchronik streichen konnte, weil er vermutlich den Drachen zum Opfer fallen würde.


Donnerschlag erreicht die Höhle und eilte zu seinen Freunden. Er landete vor Hicks und legte ihm Gothis Schriftrolle in den Schoss. Sofort begann der Jüngling die Botschaft zu lesen. Erleichtert atmete Hicks auf. „Ich möchte dir jetzt keinen Dämpfer verpassen Hicks, aber diese Kotzkrücke und sein Sohn Kackmoped nehmen deinen Vater nicht mehr ernst. Sie ziehen ihr Ding durch und das findet bei vielen in deinem Dorf anklang“, sagt Donnerschlag leise. „Kotzkrücke und Kackmoped? Ach, du meinst Kotzbacke und Rotzbacke. Denen ist ja auch mit der gesegneten Kerze nicht mehr zu helfen“, antwortete der Junge. „Meinst du, dass sich die Bewohner rechtzeitig gegen den Angriff rüsten?“, fragte Sturmpfeil. „Auch wenn mein Vater mich zwar missachtet hat, aber seine Aufgabe als Stammesoberhaupt und als Beschützer des Dorfes hat er immer sehr ernst genommen. Ich bin mir sicher, dass er sich gegen die beiden Ignoranten durchgesetzt hat“, erwiderte Hicks. „Das hoffe ich. Der Angriff wird nicht wie die Angriffe davor. Er wird sehr viel schlimmer ausfallen, dass sag mir mein Instinkt“, sprach Ohnezahn nachdenklich. Der Nachtschatten hatte ein extrem ungutes Gefühl. Er war sich sicher, dass es in Berk Tote geben würde. „Weißt du ungefähr, wann der böse Alpha seinen Schwarm losschickt?“, fragte der junge Wikinger. „Meist macht er das anderthalb bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang. Da kannst du fast die Uhr nachstellen“, erwiderte Ohnezahn und verfiel und ein unangenehmes Schweigen. Auch der Rest der Drachen wurde einsilbig auf Fragen. Lediglich Sturmpfeil schien gegen ihre innere Unruhe anzukämpfen und sprach mit dem jungen Menschen. „Dieser Alpha scheint ja eine ungeheure Macht zu haben, wenn sich meine Freunde so merkwürdig benehmen“, dachte Hicks. „Ohnezahn konzentriert sich auf seine innere Mitte, um uns mit seiner Macht vor dem Einfluss des Alpha zu schützen“, sagte Sturmpfeil, die das große Fragezeichen im Gesicht des Jungen gesehen hatte. „Wie bitte?“, fragte der Jüngling verwirrt. „Ohnezahn konzentriert sich auf seine innere Mitte. Er wird auch gleich in seine Drachenform wechseln, dann ist seine Macht größer“, erklärte die Nadderdame. Hicks konnte hören das Sturmpfeil die Starke markierte, aber den nervösen Unterton konnte sie nicht unterdrücken. Ohne ein Wort wechselte Ohnezahn in seine Drachenform. Er richtete seinen Blick auf seinen menschlichen Freund. Seine Pupillen waren zu schmalen Schlitzen verengt und Hicks spürte die Angst in sich aufsteigen. „Hicks, geh bitte mit Sturmpfeil zu eurem Schlafbereich und bleibt dort, bis ich euch rufe. Tu bitte genau das was Sturmpfeil dir sagt“, sprach der Nachtschatten mit einem finsteren Knurren in der Stimme. Der Junge verschwand sofort mit Sturmpfeil im Schlafbereich der Beiden. „Man, jetzt hat Ohnezahn mir richtig Angst gemacht“, gestand der Jüngling. „In dem Zustand, in dem er sich jetzt befindet, sollte man ihn auch besser nicht reizen, wenn man gerne noch ein paar Jahre Leben möchte“, antwortete Sturmpfeil und nahm Hicks liebevoll in den Arm. Allerdings mehr, um sich selbst Mut zu machen.

Die Zeit kroch dahin und die Anspannung der Drachen übertrug sich auch auf Hicks. „Gleich ist es soweit“, sagte Sturmpfeil zitterig. Ihre Pupillen waren, trotz ihrer humanoiden Form, zu Schlitzen verengt. Der Junge nahm vorsichtig die Hand der Nadderdame und lächelte sie aufmunternd an. Zumindest versuchte er es. „Gemeinsam sind wir Stärker als der Alpha“, hörte Hicks Ohnezahns Stimme in seinem Kopf. „Was?“, entfleuchte es seinen Lippen. „Was hast du Hicks?“, fragte Sturmpfeil. „Mir war als hätte ich Ohnezahns Stimme in meinem Kopf gehört. Er sagte so etwas wie, gemeinsam sind wir Stärker als der Alpha“, erwiderte der Mensch. „Du kannst ihn auch hören?“, fragte das Drachenweibchen verblüfft. „Das war keine Einbildung?“, fragte Hicks und als ob Ohnezahn die Frage beantworten wollte, hörte er erneut die Stimme des Nachtschattens in seinem Kopf. „Gemeinsam sind wir stärker als der Alpha“, ertönte Ohnezahns Stimme erneut im Geist des jungen Wikingers. Wieder und wieder erklangen die gleichen Worte im Kopf de Menschen. Wie ein monotones Gebet wiederholte sich der Satz, gemeinsam sind wir stärker als der Alpha. Hicks schaute zu Sturmpfeil, die sich versuchte eine Lächeln abzuringen. Der Junge schaltete sofort. Seine Drachenfreunde waren in so vielen Belangen für ihn da, gerade Sturmpfeil und Ohnezahn gaben sich besonders viel Mühe mit ihm. Nun sah er seine Chance sich erkenntlich zu zeigen. Vorsichtig legte er seine Arme um die verängstigte Nadderdame. Sturmpfeil ließ sich fallen und drückte ihren Kopf an die Brust des Jünglings. Sie konnte seinen Herzschlag spüren und die tief empfundene Freundschaft. Sie war dankbar das Hicks nun für sie da war, in einem Moment, in dem sie hilflos war.


In Berk beobachtete Haudrauf das rege Treiben, um das Dorf gegen den Angriff fit zu machen. Sehr zum Leidwesen des Stammesoberhauptes waren einige dem schlechten Beispiel Kotzbackes gefolgt und taten nichts. „DRACHEN!“, rief einer der Späher aus vollem Hals. „Der Tanz beginnt“, dachte Haudrauf grimmig und rief zu den Waffen. Wenige Augenblicken später stürzten sich 20 tödliche Nadder vom Himmel. 2 der Drachen spien Feuer und setzten ein Haus in Brand. Das schien der Startschuss zu sein. Fast hilflos sahen die Wikinger eine riesige Menge an Drachen, die über Berk herfielen und die Hölle auf Erden entfachten. Haudrauf griff nach seiner Axt und griff in den Kampf ein. Er schaffte es einen der Nadder tödlich zu verwunden. Vom Kampflärm aufgeschreckt griffen nun auch die Wikinger zu den Waffen, die die Warnung für Blödsinn gehalten hatten. Kotzbacke stürmte aus seinem Haus und entging nur ganz knapp den Klauen eines riesigen Alptraums, der nach ihm geschnappt hatte. „Ach unser Prinzessböhnchen, das sagte es gibt keinen Drachenangriff ist auch mal erschienen, na dann kann der Kampf ja losgehen“, sagte Grobian, der grade nach einem Gronckel schlug. Vor Schreck ließ der Drache seine Beute fallen und flog davon. Allerding war das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Immer mehr Drachen griffen an und nahmen mit was sie zu packen bekamen, oder legte ein Feuer nach dem anderen. Raffnuss, Taffnuss, Astrid und Fischbein versuchten verzweifelt die Brände irgendwie zu löschen. Was allerdings ein Ding der Unmöglichkeit war. Für jedes gelöschte Feuer entfachten die Drachen irgendwo anders 3 neue Brände. „Das ist ein Kampf gegen Windmühlen“, stöhnte Astrid. „Auch wenn es mir nicht gefällt, aber du hast recht“, meinte Raffnuss. Aus dem Augenwinkel nahm sie eine Bewegung wahr. Geistesgegenwärtig riss sie ihr Schwert aus der Scheide und verletzte einen tödlichen Nadder am Bauch, der es auf Fischbein abgesehen hatte. Der verwundete Nadder war wie betäubt vom schmerz und flog Richtung Wald davon. „Danke Raffnuss“, sagte Fischbein kleinlaut. „Pass bitte etwas besser auf. Das hier ist kein normaler Drachenangriff“, sagte das Blonde Mädchen. „Hört, hört, unsere Drachenexpertin hat gesprochen“, kam es arrogant von Astrid. „Für diesen Scheiß ist jetzt keine Zeit“, brüllte Valeska und holte mit ihrem Bogen einen riesenhaften Alptraum aus der Luft. „Arthur, Mahoney hat recht“, rief Taffnuss aus seiner Deckung. „Falscher Film du Idiot“, keifte Raffnuss und schloss sich Valeska an, die in den Kampf stürmte. Bis kurz vor Morgengrauen dauerte der Drachenangriff. Zu allem Überfluss schienen auch unsichtbare Drachen in den Kampf eingegriffen zu haben. Fischbein und auch Raffnuss waren sich sicher für einen kurzen Augenblick einen schneeweißen Drachen in der Menge gesehen zu haben, der durch sein eigens Feuer geflogen war und unsichtbar wurde. Ihre Beobachtung behielten die Beiden erstmal für sich.


Haudrauf begutachtete den Gesamtschaden. Mehrere Häuser waren komplett niedergebrannt. 2 waren so stark beschädigt das sie unbewohnbar und einsturzgefährdet waren. Aber das schlimmste für das Stammesoberhaupt war die Tatsache, dass 5 Wikinger ihr Leben verloren hatten. „Man da hatten wir aber echt Schwein“, meinte Kotzbacke. „Halt ja deinen Rand!“, fauchte Valeska den schwarzhaarigen Wikinger an. „Hey, so spricht man nicht mit einem Helden“, konterte Kotzbacke. „Du bist kein Held“, rief Frau Ack aufgebracht. „Sie hat Recht“, sprach Grobian, der einen Arm voller Schwerter hatte, die er ausbessern musste. „Sei still Grobian. Ich bin der größte Held von ganz Berk“, kam es von dem schwarzhaarigen Wikinger zurück. „Wir sollten ein Menschenopfer bringen, um die Drachen zu besänftigen. Das waren doch sinngemäß deine Worte. Ist es nicht so Kotzbacke?“, fragt Raffnuss angriffslustig. „Sei still Raffnuss! Es war richtig diesen Nichtsnutz Hicks zu opfern!“, fauchte Rotzbacke wütend, um seinen Vater zu verteidigen. Das Gemurmel wurde immer lauter und die ersten Stimmen schrien danach Kotzbacke zu verbannen. Kurz darauf flogen die ersten Steine in Richtung Kotzbacke. Haudrauf wartete noch einen Augenblick. „Schluss jetzt!“, rief das Stammesoberhaupt. „Aber Haudrauf. Seinetwegen wurde Hicks geopfert“, sprach einer der Wikinger, der sich für die Opferung ausgesprochen hatte. „An deiner Stelle wäre ich jetzt ganz still Sven! Hast du nicht dafür gestimmt, dass Hicks geopfert wird?“, kam es garstig von Valeska. Sofort hüllte sich Sven in Schweigen, auch der Rest des Dorfes sagte nichts mehr. Hatten doch fast alle dafür gestimmt Hicks den Drachen zu opfern. „Zuerst werden die restlichen Feuer gelöscht. Danach werden die Befestigungsanlangen in Stand gesetzt. Grobian, wie lange brauchst du, um die Waffen auszubessern und neue zu schmieden?“, kam es von Haudrauf im Befehlston. Kotzbacke schnappe sich sofort 2 Eimer und begann zu löschen, in der Hoffnung nicht getötet zu werden. Grobian schaute sich die Waffen auf seinem Arm an und sprach: „Ich denke nur mit dem Ausbessern werde ich 2-3 Tage beschäftig sein. Falls es in dieser Zeit keine neuen Drachengriffe gibt versteht sich.“ „Warum, dauert das so lange? Nach dem letzten Angriff waren die Waffen doch bereits nach einem Tag wieder einsatzbereit und neue waren auch geschmiedet“, entgegnete das Stammesoberhaupt. „Oh woran liegt das, lass mich doch mal kurz überlegen. Ach ja, da hatte ich ja noch einen Gehilfen in der Schmiede. Wie war doch sein Name gleich? Stimmt, er hieß Hicks. Dummerweise kamen ein paar Stumpfblöde Wikinger auf die glorreiche Idee ihn den Drachen zu opfern und jetzt haben wir den Salat!“, sagte der Schmied und war gegen Ende immer lauter geworden. Grobians Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Fast alle Wikinger schauten beschämt zu Boden. Mit sich zufrieden ging der Schmied zu seiner Schmiede. „Warte auf mich Grobian. Ich helfe dir bei der Arbeit“, rief Raffnuss und eilte Grobian hinterher. Taffnuss folgte kurz darauf, mit den restlichen Jünglingen.


Hicks erwachte in einer unbequemen Haltung. Er merkte, dass sich Sturmpfeil immer noch an ihn klammerte. Vorsichtig streichelte der Junge der humanoiden Drachendame über die Wange. Langsam öffnete der Nadder die Augen. „Guten Morgen Sturmpfeil“, sagt Hicks sanft. „Guten Morgen“, erwiderte Sturmpfeil verschlafen. Sie verstärkte den Druck ihrer Arme ein wenig, als sie spürte, dass Hicks sich aus der Umarmung schälen wollte. „Bitte bleib noch etwas an meiner Seite“, bat die Nadderdame und schaute den jungen Wikinger mit großen Augen an. Gegen Sturmpfeils Dackelblick war Hicks machtlos und er verharrte, Sturmpfeil zuliebe, noch etwas in der Umarmung. Er spürte, dass die Drachendame den Druck nach einiger Zeit reduzierte und die Umarmung schließlich ganz löste. Dankbar für den Moment der Zweisamkeit drückte Sturmpfeil ihrem Hicks einen Kuss auf die Wange, bevor sie aufstand und in ihr Kleid schlüpfte. Gemeinsam gingen die Beiden in die Haupthöhle ans Feuer. Die anderen Drachen dämmerten im Halbschlaf vor sich hin. Nur Ohnezahn fällte mit seinem Schnarchen 3 Quadratkilometer Wald. Hicks ging zum Nachtschatten und streichelte ihm sanft über den Kopf. Verschlafen öffnete Ohnezahn ein Auge und schaute Hicks an. „Morgen. Training fällt heute aus. Ich bin Platt von gestern Nacht“, nuschelte der Drache und schloss das Augenlid wieder. „Das kann ich gut verstehen. Es hat dich viel Kraft gekostet uns vor dem bösen Alpha zu schützen“, sagte der junge Wikinger und schaute nach Donnerschlag. Der schreckliche Schrecken lag am Feuer schaute versonnen in die Flammen. „Guten Morgen Donnerschlag. Könntest du mir einen Gefallen tun und mal schnell rüber nach Berk fliegen. Ich würde gerne wissen, wie es dort aussieht nach dem Angriff“, bat Hicks. „Natürlich Hicks. Ich bin quasi schon wieder da“, antwortete Donnerschlag und fetzte los. Der Jüngling schaute dem kleinen Drachen dankbar hinterher.  


Donnerschlag flog so schnell ihn seinen Flügel trugen. Er genoss das erstaunlich gute Wetter. Lange würde der Flug zum Wikingerdorf nicht dauern. Er konnte schon fast den Geruch von verbranntem Holz riechen, als ihm ein gänzlich anderer Geruch in die Nase stieg. Es war der Geruch von Drachenblut. Hicks Auftrag immer noch im Hinterkopf, ging Donnerschlag erst dem Geruch des Drachen nach. Er vermutete einen Artgenossen, der Hilfe brauchte. Zwischen ein paar jungen Bäumen fand er die Quelle des Duftes. Es war ein verletzter tödlicher Nadder. Donnerschlag landete in einigem Abstand zu dem verwundeten Drachen. Der Nadder witterte den Neuankömmling. „Geht es dir gut?“, fragte der schreckliche Schrecken. „Roter Tod……Dracheninsel……Hegards Höllentor……Gefahr……“, stammelte der Nadder. „Was meinst du damit?“, fragte Donnerschlag verwirrt. Der verletzte Drachen wiederholte seine Worte, die scheinbar keinen Sinn ergaben. Donnerschlag wusste, dass sein verletzter Artgenosse schnell Hilfe brauchte. „Vergib mir bitte Hicks, aber der Bruder Nadder geht vor“, dachte Donnerschlag und sprach: „Halt noch ein wenig durch. Ich hole Hilfe.“ Und schon brach der kleine Drachen zum Rückflug auf.


Hicks unterhielt sich mit Hakenzahn und Fleischklops. Die beiden Drachen erklärten ihrem Freund was vorgefallen war. Die 3 staunten nicht schlecht als Donnerschlag mit einem Affenzahn in die Höhle geflogen kam. „Schnell, schnell, im Wald liegt ein verletzter Nadder, der unsere Hilfe braucht. Wo ist Sturmpfeil?“, platzte es aus dem kleinen Kerl heraus. „Sie ist bei der heißen Quelle. Ich hole sie schnell her“, sagt Hicks und lief los zur Quelle. Derweil weckte Hakenzahn seinen Freund Ohnezahn und erklärte ihm den Sachverhalt.


Hicks erreichte die Quelle und entdeckte Sturmpfeil, die zufrieden im warmen Wasser räkelte. „Hallo Sturmpfeil“, sagt der Jüngling. „Hallo Hicks, bist du hier, um mir ein wenig Gesellschaft zu leisten?“, fragte die Nadderdame mit lüsternem Unterton und erhob sich aus dem Wasser. Der Mensch wurde ein wenig rot, als er das Wasser an den Rundungen Sturmpfeils herunterrinnen sah. Schnell gewann Hicks seine Fassung wieder. „Deine Hilfe als Heilerin wird benötigt. Donnerschlag hat im Wald einen verletzten Nadder gefunden“, sprach der Jüngling knapp. Sofort verdrängte das humanoide Drachenweibchen ihre schmutzigen Gedanken. „Schnell komm mit“, forderte Sturmpfeil ihren menschlichen Freund auf. Hicks eilte der Nadderdame hinterher. Sturmpfeil rannte am Feuer vorbei in ihren Schlafbereich und sammelte einige Heilkräuter zusammen und etwas Verbandszeug zusammen. Die Sachen verstaute sie in einem der Beutel, in dem sie die Sachen für Hicks hergebracht hatte. Den Beutel mit dem Verbandsmaterial warf sie Hicks zu, als sie ans Feuer zurückkam. Sie wechselte in ihre Drachengestalt. „Los Hicks, steig schnell auf“, fordert sie den Jungen auf. Hicks tat was von ihm verlangt wurde. „Führe uns bitte zu dem verletzten Drachen Donnerschlag“, bat Ohnezahn, der immer noch in seiner Drachengestalt war. Der schreckliche Schrecken führte seine Freunde zu der Stelle im Wald, wo er den Nadder gefunden hatte.


Ohnezahn und die anderen landeten in der Nähe des verwundeten Nadders. Der Nachtschatten überließ Donnerschlag das Reden. „Hallo, ich bin zurück und ich habe Freunde mitgebracht, die dir helfen“, sagte der Schrecken freundlich. Der Nadder öffnete die Augen, nahm seine Umgebung aber nur verschwommen wahr. Allerdings konnte er deutlich einen Menschen wittern. Vorsichtig näherten sich Ohnezahn, Sturmpfeil und Hicks, dem verletzten Drachen. „Hallo mein Freund. Ich bin Ohnezahn. Mit bei mir sind meine Freunde Sturmpfeil und Hicks. Sturmpfeil ist ein Nadder wie du und sie ist unsere Heilerin. Hicks unser Menschenfreund. Er wurde von den Wikingern verstoßen und sollte uns geopfert werden“, erklärte der Nachtschatten. Der Nadder konnte den Geruch von Hicks deutlich wahrnehmen und begann zu knurren. „Ganz ruhig. Hicks ist mein Freund. Für ihn lege ich meine Klauen und meinen Schwanz ins Feuer“, sprach Sturmpfeil und trat näher an ihren Artgenossen heran. Hicks hielt hingegen einen Respektsabstand zu dem verwundeten Drachen. Das Knurren des Nadders wurde lauter. „Ich glaube es ist besser, wenn ich mich verziehe“, sagte der Mensch. „Bleib bitte hier Hicks. Gut möglich das ich gleich deine Hilfe brauche“, sagte Sturmpfeil und gab ihrem verwundeten Artgenossen ein paar schmerzlindernde Kräuter. Etwas unbehaglich trat Hicks von einem Fuß auf den anderen. Plötzlich kam ihm eine Idee. Vorsichtig näherte er sich dem verletzten Drachen, so dass dieser ihn permanent sehen konnte. Der Nadder fixierte den jungen Wikinger. „Was hast du vor?“, fragte Ohnezahn besorgt. „Lass mich bitte machen und misch dich nicht ein Ohnezahn. Vertrau mir bitte“, antwortete Hicks. Der Nachtschatten beobachtete seinen Menschenfreund. Mit einem Mal, fiel es dem schwarzen Drachen wie Schuppen von den Augen und er verstand was sein Freund vorhatte. Der Jüngling kniete sich vor dem Nadder nieder und schloss die Augen und wandte den Blick ab. Die Angst und die Wut des Drachen verschwanden ein wenig. Vorsichtig und langsam strecke Hicks seine Hand nach dem verletzten Drachen aus. Er vertraute darauf, dass Sein Gegenüber ihn nicht verletzen würde. Genauso vorsichtig streckte der Nadder die Schnauze nach der Hand aus. Der Drache konnte den Geruch des Menschen nun ganz deutlich wahrnehmen. Aber die Hand vor seiner Nase roch anders als die Menschen aus Berk. Er konnte deutlich riechen, dass an dieser Hand noch nie Drachenblut geklebt hatte. Nun ließ der verletzte Nadder alle Vorsicht fahren und überbrückte die wenigen Zentimeter, die noch fehlten. Durch die Berührung konnten Hicks und der Drachen, die Gefühle des jeweils anderen spüren. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich das noch erleben darf. Der Mensch aus der Prophezeiung und er ist bei mir“, sprach der Drache. „Prophezeiung?“, fragte der Junge und schaute Ohnezahn und Sturmpfeil fragen an. Die beiden Drachen schauten beschämt zu Boden.            


Hicks schob die Fragen in seinem Kopf bei Seite. „Wer bist du, wenn ich Fragen darf?“, fragte der Wikinger den Nadder. „Ich heiße Eisenfang“, antwortete der Drache schwer. „Was ist mit dir geschehen?“, hakte Hicks vorsichtig nach. „Unser Alpha, der rote Tod hat uns losgeschickt, um Futter für ihn zu besorgen. Also griffen wir Berk an. Ich habe einen dicken jungen Wikinger erspäht und wollte ihn packen und mitnehmen, als mich die Schwertklinge eines blonden Mädchens traf. Sie verpasste mir die Bauchwunde, die mich das Leben kosten wird. Aber ich bin ihr unendlich Dankbar dafür“, antwortete Eisenfang. „Blödsinn. Du wirst wieder gesund. Sturmpfeil bekommt dich wieder hin. Oh, ich bin übrigens Hicks“, erwiderte der Junge. „Nein Hicks. Ich werde sterben. Aber was mich glücklich stimmt, ich werde als freier Drache sterben. Dafür bin ich der jungen Kriegerin dankbar. Der Schmerz der Wunde, hat das furchtbare Band, dass mich an den Alpha gebunden hat, unterbrochen und ich konnte fliehen“, sprach der Nadder und hustete ein wenig Blut. Sturmpfeil hatte die Wunde ihres Artgenossen verbunden und schaute Ohnezahn an. Sie schüttelte kaum merklich den Kopf. Der Nachtschatten verstand, dass der Nadder sterben würde, da die Verletzung und der Blutverlust zu großen waren. „Eisenfang gestatte mir bitte eine Frage. Wer oder was ist der rote Tod?“, fragte Hicks. „Der rote Tod haust in einem Vulkan auf der Dracheninsel, mitten in Hegards Höllentor. Dort ist auch das Drachennest. Aber seit gewarnt. Der rote Tod ist ein abgrundtief böser Drache, der nur an sich und sein eigenes Wohlergehen denkt“, antwortete Eisenfang. „Erfüllt einem sterbenden Drachen einen letzten Wunsch“, fuhr der Nadder mit müder Stimme fort. „Du wirst nicht sterben, das Lassen wir nicht zu“, sagte Hicks fest. „Deine Worte sind Balsam für mich Auserwählter, aber meine Zeit ist nun gekommen ins Reich des ewigen Drachen zu ziehen. Hicks, Auserwählter, Friedensbringer, bitte verspreche mir, dass du den roten Tod besiegst und meine Brüder und Schwestern von seinem dunklen Bann befreist“, bat Eisenfang schwach. „Eisenfang“, entgegnete Hicks. „Bitte Hicks, versprich mir, dass du den roten Tod besiegst und meine Brüder und Schwestern befreist“, bat der Nadder verzweifelt. „Ich….ich schwöre es dir. Wir werden den roten Tod besiegen und deine Brüder und Schwestern befreien“, erwiderte Hicks aufrichtig. „Meine Freunde, nun ist der Moment des Abschieds gekommen. Der ewige Drache war mir sehr gnädig. Er hat mich nicht nur von Bann des roten Tods befreit, sondern er ließ mir die Ehre zu teil werden, den Auserwählten zu treffen. Gestatte mir bitte dich Freund zu nennen Hicks“, sagte Eisenfang. Seine Worte waren kaum mehr als ein Flüstern. „Das darfst du mein Freund“, antwortete Hicks und kämpfte gegen die aufsteigende Trauer an. Eisenfang lächelte schwach. Eine einzelne Träne lief ihm herunter, bevor seine Atmung zum Stillstand kam. Hicks schaute den Drachen an. Er streckte die Hand aus und schloss sanft das halboffene Lid seines Freundes. Wortlos stand der junge Wikinger auf und klopfte sich den Dreck von den Knien. Er nahm einen Stein und legte ihn behutsam neben den Kopf des Drachen. Ohnezahn, Sturmpfeil und Donnerschlag beobachteten ihren Freund bei seinem Tun. Erst als Hicks einen kompletten Steinkreis um den toten Drachen gelegt hatte und damit begann eine zweite Reihe aufzuschichten, wurde dem Nachtschatten klar, was sein Freund da tat. Ohnezahn wechselte in seine humanoide Gestalt und half Hicks. Sturmpfeil und Donnerschlag schlossen sich an. Die Errichtung des Grabhügels nahm einige Zeit in Anspruch. Als Hicks den letzten Stein legte, schaute er seine Freunde an. Die 3 Drachen sahen deutlich die Trauer in den Augen ihres Freundes, der leise ein Gebet für Eisenfang sprach. „Satyricon fratrem (Lateinisch gute Nacht Bruder)“, sagt Sturmpfeil leise und wischte sich eine Träne weg. Hicks schaute seine Freunde kurz an und ging an ihnen vorbei. „Wo willst du hin Hicks“, fragte die Nadderdame besorgt. „Ich brauche ein wenig Zeit für mich“, antwortete der Menschenjunge, ohne sich umzudrehen und rannte in den Wald. Verloren schauten Sturmpfeil, Ohnezahn und Donnerschlag ihrem menschlichen Freund hinterher. „Geh ihm nach“, bat der Nachtschatten. „Was?“, fragte der Nadder. „Geh ihm nach. Ich denke er braucht dich jetzt eher als mich“, sagte Ohnezahn. Sturmpfeil nahm die Verfolgung des Jungen auf.


Hicks rannte ziellos durch den Wald. Durch die Tränen in seinen Augen konnte er kaum sehen, wo er hinlief. Er ließ sich von seinem Instinkt leiten. Der Junge erreichte eine kleine Lichtung. Hicks hatte das Gefühl erdrückt zu werden. Er ließ seinen Emotionen freien Lauf. Er schrie und weinte bittere Tränen. Trauer und Zorn suchten ihren Weg nach draußen und der Junge ließ sie heraus. Im Wirbel der Gefühle bekam Hicks nicht mit das sich jemand mit gezogenem Schwert näherte. „Wer bist du und was machst du hier?“, fragte ein bekannte weibliche Stimme. Hicks wischte sich mehr schlecht als Recht die Tränen mit dem Ärmel seines Wams weg und drehte sich langsam zu der Frau um. Er musste zweimal hinsehen, um die Person zu erkennen. Dem Jüngling stand das Entsetzen im Gesicht, als er Raffnuss erkannte. Auch das Zwillingsmädchen musste zweimal hinsehen, um ihr gegenüber zu erkennen. „Hicks! Bist…..bist du es wirklich?“, fragte sie total verunsichert und ließ ihr Schwert auf den Waldboden fallen.

Ich hoffe das Kapitel hat euch gefallen, auch wenn es deutlich länger gedauert hat als geplant.
Über ein Review würde ich mich sehr freuen.

Ganz liebe Grüße

Euer Fuchs
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