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Gentlemen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Ingo "Easy" Winter Richard "Ringo" Beckmann
28.01.2020
08.08.2020
6
6.419
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28.01.2020 1.069
 
Deutschland im Jahr 1925 - weder Handy, noch Internet stehen zur Kommunikation zur Verfügung. Man muss sich persönlich verabreden oder Glück haben, sich wieder mal über den Weg zu laufen. Nur wenige haben schon ein Telefon, sonst gibt es Telegramme und deren Boten sowie die tägliche Zeitung - die aber ist weniger für Verabredungen geeignet und beinhaltet allenfalls anrüchige Anzeigen. Die Meisten halten sich draußen auf oder, je nach Gesellschaftsgrad, auch in feinen Kreisen. Kleidungstechnisch sind quasi alle Jungs und Männer grundsätzlich in Anzügen, mit ärmellosen, eng anliegenden Unterjackets und Hüten, vorzugsweise Melone, vorzufinden - die Jungs tragen eher flache Mützen. So auch Richard und Ingo, die sich beide zwar nicht kennen und dennoch nah beieinander wohnen und immer mal auf dem ein und selben Empfang zugegen sind.

Beide sind schwul und bei den letzten Empfängen haben beide längst ein Auge auf den Anderen geworfen. Somit ist es nur eine Frage der Zeit, bis was passiert. Richard ist, wie seine Kumpels, sehr attraktiv und unterstreicht dies auch selbstbewusst mit einem ständig flirtenden Lächeln oder Grinsen. Bei ihm wirkt das Unterjacket besonders anziehend, gerade in Verbindung mit seiner Melone auf dem Kopf. Man könnte sagen, Richard und auch seine Freunde, sind regelrechte Draufgänger was Männer angeht. Er aber nimmt nicht jeden, aber wenn, dann nimmt er sich, was er will. Seine 4 Freunde hingegen treiben es auch schon mal mit einem Dahergelaufenen und müssen dabei aufpassen, nicht erwischt zu werden.

Derzeit ist er mit besagten Freunden, die ebenfalls aus gut situierten Verhältnissen kommen, auf einem Empfang und er verspürt mal wieder den inneren Drang, sich einen Mann zu angeln. Seine Freunde nippen immer wieder an ihrem Cognac, während Richard etwas an einer Cigarre zieht und immer wieder in eine bestimmte Richtung durch die geladenen Gäste blickt. Er hat jemanden ins Auge gefasst und einer seiner Freunde reißt seinen üblichen Spruch

"Richard ist wohl wieder auf Beutejagd!"

Ein anderer sieht ihn ebenfalls wissbegierig an und verfolgt dessen Blick genauer

"Den Zahn kann ich dir gleich ziehen - den wirst du niemals an der Angel haben!"

Richard aber kann seine Augen nicht von der Suche nach demjenigen abhalten und grinst schelmisch. Er ertastet jeden Mann mit seinem Blick und achtet pikiert auf dieses Gesicht mit schmalem Oberlippenbart, der auf Richard besonders sexy wirkt. Fast hat er die Hoffnung aufgegeben, diesen Mann namens Ingo erneut zu sehen, als dieser unweit von ihm auftaucht. Er hat große Mühe, nicht gleich über ihn herzufallen, machen ihn allein dessen Augen schon fast verrückt. Wortlos lässt er seine Freunde stehen, die ihn beobachten, als er auf Ingo zusteuert. Mit seinem 'Ich hab Lust auf dich'-Lächeln drückt Richard die Cigarre an einem Aschenbecher aus und lehnt mit einem Arm leicht provokativ an einem der runden Stehtische. Seine Augen gehören nun ausschließlich diesem einen Mann, dessen Melone so wunderbar seinen Kopf ziert und seine Augen perfekt zur Geltung bringt. Vor allem aber ist er fasziniert von dieser Ausstrahlung, die allein von jenem schmalen Oberlippenbart hervorgeht. Alle anderen Männer können noch so sexy sein, er hat sich an Ingo festgebissen. Als sich dieser etwas an die Seite stellt und ebenfalls am Cognac nippt, ergreift Richard die Gelegenheit, stellt sich direkt neben ihn und fährt seine volle Charme-Schiene

"Na, so alleine auf diesem Empfang!? Ist doch sicher langweilig mit der Zeit ... und gegen Langeweile hätte ich ein Mittel!"

Ingo lässt sich zunächst nicht beirren, obwohl sein Herz längst in den Keller gerutscht ist - aber einfach so bekommt auch ihn keiner. Er tut unbeeindruckt und sieht der Menge zu, doch Richard weiß, wie er einen Mann rumkriegt - so zumindest denkt er es. Tatsächlich machz es ihn nur noch mehr an, dass sich Ingo scheinbar verstellt und ihn absichtlich keine Beachtung schenkt. Richard dreht sich etwas mehr zu ihm, grinst leicht und fährt bei Ingo mit seinen Fingern an den oberen Kopf des Unterjackets. Er öffnet ihn aber nicht, sondern will ihn herausfordern und spielt etwas damit, als er sich dessen Ohr nähert

"Du willst es doch auch, sonst hättest du mir längst eine Abfuhr erteilt und wärst verschwunden!"

Richard bewegt sich langsam vom Ohr weg und blickt jenen Mann an, der seinen Cognac abstellt. Der zeigt ihm sogleich, dass er auch anders kann. Sich langsam zum ihm gedreht, drückt er seine Hand auf Richards Brust und diesen somit nach hinten sowie um die Ecke einer Holzfassade und mit dem Rücken an ihr, um möglichen Blicken der Gäste zu entgehen. Dicht vor Richard stehend, grinst dieser und zeigt damit, dass ihn diese Art nur noch mehr anmacht. Ingo sieht ihm  in die Augen

"Du willst mich ficken?! Wer sagt denn, dass ich auf dich stehe!?"

Ingo will dem Macho klar machen, dass er nicht irgendeine billige Stadtnutte ist

"Ich bin immer noch ein Gentleman, der sich nicht vom Nächstbesten vögeln lässt!"

Stählern treffen Ingos Augen auf die von Richard, der immer amüsanter wirkt, die Herausforderung steigert und nicht aufhören kann, zu grinsen

"Ich bin also der Nächstbeste - dann gib's doch zu, dass du nur darauf wartest, bis ich dir die Klamotten vom Leib reiße und ich mein bestes Stück in dir versenke!"

Mit leicht zugekniffenen Augen wartet Richard regelrecht, dass der Oberlippenbartträger die Fassung verliert, ihn zu Boden drückt und loslegt. Ingo kann sich tatsächlich nur schwer beherrschen, macht ihn dieser absolut heiße Typ so verdammt scharf. Sein innerer Drang wird letztlich unbändig groß und seine Hand landet fast unfreiwillig im Schritt von Richard, der ihn einfach nur lüstern ansieht

"Sag ich doch - du willst es!"

Ingo lässt ihn ein wenig zappeln, will er es ihm doch nicht so einfach machen

"Selbst wenn - wer garantiert, dass ich nicht meine Zeit verschwende ... vielleicht hast du es ja gar nicht so drauf, wie ich es brauche!"

Noch immer hat er seine Hand in Richards Schritt, der den Spieß umdreht, Ingo packt und ihn mit dem Rücken an die Holzfassade drückt, während die geladenen Gäste nichts mitbekommen. Nun fasst Richard beide Hände des scheinbar ihm Ausgelieferten und presst sie an die Fassade auf dessen Kopfhöhe und lächelt breit

"Ganz schön vorlaute Klappe für einen Gentleman!"

Richard ist von dieser Art mehr als angestachelt und genießt diese Stichelei, hat er doch die  Macht über ihn. Dieser will es nun wissen und fleht beinahe sowie tief atmend

"Jetzt vögel mich endlich!"
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