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Dornen der roten Rose

von Kajii
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 / Gen
Eldrie Eugeo Kirito OC (Own Character) Ronie Tiese
28.01.2020
23.06.2021
17
34.731
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24.02.2021 2.948
 
Es war kurz nach Sonnenaufgang, als Eugeo aus der Höhle trat und den Blick auf seine alte Heimat richtete.

"Ein wunderschöner Ausblick, oder?", sagte Raion, der sich neben Eugeo gestellt hatte.

"Ja, da habt Ihr recht. Ich bin froh, dass meine Heimat noch immer so ruhig ist, wie vor zwei Jahren"

"Ja, Rulid ist wirklich ein unglaublich friedliches kleines Dörfchen. Aber irgendetwas an dieser Aussicht hier stört mich. Als würde etwas fehlen"

"Du meinst wahrscheinlich die Gigas Cedar, die bis vor ein paar Jahren noch im Süden gestanden hat. Nach dreihundert Jahren haben wir es endlich geschafft, sie zu fällen"

"Gigas Cedar… Oh, das war dieser gigantische Baum, oder?"

Eugeo nickte stumm, als würde er sich an etwas wichtiges erinnern.

"Ich würde mir gerne ansehen, wo dieses Monster liegt. Kommst du mit?"

"Zur Gigas Cedar? Gerne!", antwortete Eugeo und klang fast etwas sehnsüchtig. Anscheinend verband er doch noch einige schöne Erinnerungen mit diesem Ort.

"Aber nicht ohne mich!", mischte sich Kirito auf einmal ein und grinste wie ein kleines Kind.

"Und uns nehmt ihr auch mit!", verlangten Ronie und Tiese fröhlich.

"Dann wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als euch zu begleiten", sagte Eldrie, schien aber eigentlich sogar etwas gefallen an der Idee zu finden. Und so flogen die Sechs zusammen zum Stumpf des Dämonenbaums.



"Unglaublich", staunte Eldrie, als er den Durchmesser des fast vier Mer breiten Giganten sah, "Wer auch immer dieses Monster gefällt hat muss ein wahrer Meister seines Fachs sein"

"Ach, so schwer war das gar nicht", behauptete Kirito mit einem frechen Grinsen.

"Was? Willst du mir damit sagen…"

"Eugeo und ich haben dieses Ding umgehauen"

"Dann wisst ihr sicher auch, was mit der Spitze dieses Baums passiert ist, oder?", fragte Raion, der sich gerade den Wipfel des fast siebzig Meter großen Baumes angesehen hatte.

"Sie hängt an Kiritos Hüfte", erklärte Eugeo, während er über die Rinde der Zeder strich. Dort spürte er auch die Kerbe, die Kirito mit dem Schwert der Blauen Rose hineingeschlagen hatte. Das Gefühl beruhigte ihn irgendwie.

"Was? Ihr habt ein Schwert daraus gemacht?"

"Ja, haben wir. Und seine Priorität ist sogar noch höher als die der blauen Rose", erklärte Kirito und zog stolz sein schwarzes Schwert.

"Dieses hässliche Ding?", murmelte Eldrie.

"Warum sagst du das nicht gleich? Ich habe nicht erwartet, dass dein Schwert so mächtig ist. Das erklärt auch, warum du Eldrie so leicht besiegen konntest", schlussfolgerte Raion.

"Das hätte Kirito-senpai auch mit jedem anderen Schwert geschafft", behauptete Ronie, die selbst schon oft genug gesehen hatte, wie stark Kirito war.

"Da wäre ich mir nicht so sicher. Mit einem Holzschwert hätte er nämlich niemals eine solche Technik anwenden können. ‘Deadly Sins’ war der Name, oder? Ziemlich eigenartig, Schwertkünste in der heiligen Sprache zu benennen. Und vor allem wenn man sie dann auch noch 'Todsünden' nennt"

"Na ja, genau genommen habe ich es ja mit einem Holzschwert gemacht", lachte Kirito. Eldrie sah ihn nur beleidigt an.

Doch dann fiel Kirito etwas auf und er erstarrte. Etwas das Raion gerade gesagt hatte machte einfach keinen Sinn.

"Woher weißt du, was 'Deadly Sins' bedeutet?", fragte Kirito etwas misstrauisch.

"Warum sollte ich das nicht wissen? Ich spreche die heilige Sprache fließend. Ihr etwa nicht?" Raion schien erstaunt und seine Begleiter schüttelten nur die Köpfe. Bis auf Kirito.

"Aber laut dem Taboo-Index ist es verboten, die sakrale Sprache zu beherrschen", sagte Ronie, die selbstverständlich das komplette Register auswendig wusste.

"Ich weiß. Und ich bin wahrscheinlich auch der Grund, warum das der Fall ist", lachte der Ritter.

"Und wie habt ihr die Sprache gelernt?"

"Mein Vater hat sie mir beigebracht. Er war einer der Menschen, die von den Göttern erschaffen wurden. Doch trotzdem war er der Einzige, der diese Sprache sprechen konnte"

Da realisierte Kirito zwei wichtige Dinge. Raion erinnerte sich an die Ereignisse, bevor er ein Ritter wurde. Sogar daran, dass er in dieser Welt geboren wurde. Eldrie hingegen war der festen Überzeugung, er wäre aus dem Himmel gerufen worden. Und außerdem…

"Dein Vater kam aus meiner Welt", stellte Kirito fest, "Wie war sein Name?"

"Ich… kann mich nicht erinnern. Das einzige, was ich noch weiß, ist dass er mir Dinge wie die Heiligen Künste, den Umgang mit dem Schwert, die sakrale Sprache und noch ein paar andere Sachen beigebracht hat"

"Das ist wirklich sehr komisch…", murmelte Kirito.

"Und es ist eigentlich auch egal. Sollten wir so langsam nicht wieder gehen? Wir haben nicht ewig Zeit", sagte der einunddreißigste Ritter gewohnt unfreundlich.

"Du hast recht. Brechen wir auf", entschied Raion, der sichtlich froh war, das Thema wechseln zu können, und ging zu seinem Drachen, der sich gerade von Tiese streicheln und verwöhnen ließ, als wäre er eine zu groß geratene Katze.


Als sie wieder in der Luft waren merkte Kirito erstmals, wie gigantisch und vielfältig das Menschenreich eigentlich war. Es erstreckte sich weiter als er sehen konnte und bot einen atemberaubenden Ausblick. Von den schneebedeckten Bergen im nördlichen Norlangarth bis zu heißen Wüsten im südlichen Sothercrois. Das Ziel der Truppe war im Moment aber der von Bäumen und Seen überzogene Westen. Bis zum Tempel, zu dem Raion wollte, brauchten sie allerdings noch ungefähr zwei Stunden.

"Kirito-senpai", riss ihn Ronie, die sich an ihm festhielt, aus seinen Gedanken, "Wie seid ihr eigentlich in so eine Situation gekommen?"

Kirito, den diese Frage sichtlich zu überraschen schien, antwortete nur: "Ich habe anscheinend ein Talent, uns in Schwierigkeiten zu bringen. Zumindest behauptet Eugeo das immer"

"Und was hat es mit dieser Alice auf sich von der immer alle reden?"

"Alice… Sie war Eugeos Freundin. Sie wurde aber vor einigen Jahren von einem Ritter verschleppt. Deshalb sind wir damals auch in die Hauptstadt gekommen. Er wollte sie zurückholen. Aber das sollte er..."

“Hey, Raion!”, schrie Eldrie plötzlich und unterbrach Kirito, “Da unten sind ein paar Leute in Schwierigkeiten”

Am Boden zwischen einigen Bäumen konnte Kirito einige Leute erkennen, die mit etwas kämpften, das wie ein riesiger Käfer aussah. Das war das erste mal, dass Kirito solche Wesen sah. Er hatte immer gedacht, im Menschenreich würden nur Menschen und friedliche Tiere leben.

Schnell gingen beide Drachen in einen steilen Sturzflug über und rasten auf den Erdboden zu. Ronie schien ziemlich verängstigt zu sein, was allerdings nicht an Takiguris Tempo, sondern an den Käfern lag. Eigentlich fürchtete sie sich vor fast nichts, aber Insekten jagten ihr immer einen kalten Schauer über den Rücken.

Als sie nur noch einige Meter in der Luft waren sprangen Eldrie und Raion bereits von ihren Drachen und zogen ihre Waffen. Sie hatten schon recht viel Erfahrung mit diesen relativ schwachen Monstern. Und da es nur fünf der Bestier waren hatten sie den Kampf mit einigen gezielten Hieben und Stichen beendet, bevor Eugeo und Kirito ihre Klingen auch nur ziehen konnten. Ronie störte das aber offensichtlich nicht.


“Ich danke Euch! Ihr habt unsere Leben gerettet!”, sprach einer der Männer, die von den Bestien angegriffen worden waren und kniete vor den Rittern nieder.

“Steht auf, mein Freund. Ich habe nur meine Pflicht getan”, sagte Raion und reichte dem Mann die Hand.
“Aber was macht ihr überhaupt hier mitten im Wald?”

“Wir waren auf der Suche nach einer Rose”

“Wofür braucht ihr denn so dringend eine Rose?”

“Ich will Euch wirklich nicht mit meinen Problemen belästigen, mein Herr”

“Dann belästigt mich damit”, mischte sich Eugeo ein, “Ich würde euch äußerst gerne helfen”

“Wenn Ihr darauf besteht… Es geht um die Tochter eines Freundes. Sie wurde von einer giftigen Schlange gebissen. Wir haben versucht, ein Gegengift zu brauen, aber es hat nicht gewirkt. Danach wollten wir die heiligen Künste einsetzen, aber niemand von uns ist in der Lage, eine solche Kunst zu benutzen. Darum wollten wir mit einer Rose unsere Künste verstärken”

“Da muss ich euch leider enttäuschen, aber eine Rose kann keine heiligen Künste verstärken. Aber Ronie hier ist eine ziemlich gute Heilerin. Wenn ihr uns zu dem Mädchen führt können wir wahrscheinlich helfen”

“Das würdet Ihr tun? Ich danke Euch!” Der Mann schien unglaublich erleichtert. Dieses Mädchen schien ihm unglaublich viel bedeuten.


Da zwei Drachen unmöglich zehn Personen tragen konnten mussten alle zu Fuß bis in das Dorf der Männer laufen. Dieses war glücklicherweise nur eine halbe Stunde Fußmarsch entfernt.
Das Dorf war sehr klein, sogar noch kleiner als Rulid. Es bestand aus nur sechs Wohnhäusern, einem kleinen Stall und einer winzigen Kapelle. Die Männer führten Eugeo, Ronie und Tiese in eines der Häuser. Die Andern entschieden sich, vor der Tür zu warten.

Auf einem Bett in einem kleinen Raum lag ein schlafendes Mädchen, höchstens sechs Jahre alt. An dessen Bett saß eine weinende Frau, die wahrscheinlich die Mutter war.

“Das ist sie. Ihr Name ist Tia”, sagte einer der Männer.

“Wo wurde sie denn gebissen?”, fragte Ronie und schien voller Mitgefühl zu dem Kind.

“An der rechten Hand”, antwortete die Mutter mit leiser Stimme und Ronye sah sich die Stelle genauer an. An einem der Finger war eine eigentlich sehr kleine, rote Wunde zu sehen. Es war fast schon schwer zu glauben, dass so eine kleine Verletzung jemanden töten konnte.

“Generate Luminous Element”, rezitierte Ronye sogleich die Formel für die Heiligen Künste und eine kleine, goldene Kugel bildete sich an der Spitze ihres Zeigefingers. Mit dieser Kugel berührte sie die Wunde. Sofort begann die Öffnung sich zu schließen. Doch das alleine konnte das Gift nicht aufhalten. Dafür war eine spezielle Kunst nötig, die das Gift neutralisierte. Zwar hatte Ronie diese Kunst noch nie an einem echten Menschen angewandt, aber sie war sich sicher, dass sie sie ohne Probleme einsetzen konnte, da es eigentlich eine recht einfache Kunst war.


"Aber etwas wundert mich schon ziemlich", sagte Kirito, der mit den Rittern vor der Tür wartete, "Warum wollten sie uns nicht hinein lassen?"

"Stimmt. Eugeo haben sie auch nur den Durchgang erlaubt, weil er sich nicht abwimmeln ließ. Das ist schon unglaublich seltsam, wenn man bedenkt, dass da gerade ein kleines Mädchen stirbt", stimmte Raion zu.


Nur kurz später kamen Ronie und die Anderen wieder aus der Hütte. Sie schienen recht erfreut.

"Sie wird es überleben", berichtete Ronie fröhlich und etwas stolz.

"Sehr schön. Wir haben in der Zwischenzeit ein paar Nachforschungen angestellt", erzählte Kirito und klang nicht besonders gut gelaunt, "Das Mädchen ist gelähmt. Sie kann auf keinem Fall irgendwo im Wald von einer Schlange gebissen worden sein"

"Was willst du damit sagen?" fragte Eugeo erschrocken, obwohl er genau wusste, worauf Kirito hinaus wollte.

"In der Hütte ist ein fein säuberlich ausgeschnittenes Loch. Jemand hat die Schlange absichtlich in das Zimmer gelassen"

"Was? Das kann doch nicht sein! Das verstößt doch gegen ein Taboo"

"Nein, tut es nicht", erklärte Eldrie, "Dem Mädchen wurde kein direkter Schaden zugefügt. Der Verbrecher hat lediglich ein Loch in das Haus geschnitten"

"Das ist schrecklich… Aber wer würde sowas tun?"

"Das ist ganz einfach. Es gibt nur zwei Menschen, die die Möglichkeit dazu haben, ohne ein Taboo zu brechen. Und einer davon hat sich vorhin in Lebensgefahr begeben, um das Mädchen zu retten", stellte Raion fest und grinste.

"Stimmt! Es ist ein Taboo, das Eigentum eines anderen zu beschädigen. Also muss es…", Ronie brach mitten im Satz ab. Sie konnte nicht glauben, was sie gerade dachte. Sie erinnerte sich an das Weinen der Mutter. War das alles nur gespielt gewesen? Nein. Sie weinte aus einem ganz anderem Grund. Sie weinte, weil sie wusste, dass ihre Tochter leben würde.

"Kommt mit", bat Raion und ging durch die Tür des Hauses und in das Zimmer des Mädchens. Dort saß die Mutter, nun mehr geschockt als traurig, vor dem Bett des schlafenden Kindes.

"Mein Name ist Raion Synthesis Zero. Ritter der Kirche", log Raion ohne mit der Wimper zu zucken. Die Frau stand auf und sah ihn nur stumm an.

"Du weißt genau, warum ich hier bin"

Und als sie das hörte begann die Frau leise zu lachen.

"Ihr Ritter seid auch wirklich überall. Was hat mich verraten?"

"Hauptsächlich das Loch in der Wand und der Dolch, den du hinter deinem Rücken hast", sagte Raion kühl. Die Mutter begann nur lauter zu lachen, doch ihre Waffe ließ sie nicht fallen. Und als ihr grässliches Lachen verstummte senkte sie den Blick zum Boden.

"Aber wenn ich sowieso verhaftet werde…", murmelte sie. Plötzlich hob sie die Klinge mit beiden Händen über ihre Kopf. Doch anstatt Raion anzugreifen wandte sie die Waffe auf ihre eigene Tochter.

Was danach geschah passierte so schnell, dass Ronie nicht einmal verarbeiten konnte, was vor sich gegangen war. Sie horte wie sich Metall durch Fleisch Schnitt, sah Blut spritzen und hörte ein Kind schreien.

Doch das Blut gehörte nicht dem Kind. Raion hatte blitzschnell sein Schwert gezogen und mühelos die beiden Hände der Mutter abgetrennt. Das Mädchen schrie nur, weil es diesen grausigen Anblick miterleben musste. Und Ronie hätte am liebsten auch geschrien. Schließlich hatte sie gerade miterlebt, wie einem Menschen die Arme abgehakt wurden.
Doch Raion zeigte keinerlei Emotionen. Er kniete sich nieder, versorgte die Wunden der Frau mit einer heilenden Kunst und nahm den Dolch aus den leblosen Händen.

"Gehen wir", beschloss der Ritter emotionslos.

"Aber das Mädchen!", protestierte Tiese sofort.

"Was ist mit ihr? Sie hat noch einen Vater, der wird sich um sie kümmern"

"Aber…"

"Kein Aber! Wenn wir jetzt nicht gehen sind wir in ein paar Stunden tot! Der ganze Orden wird sich hier versammeln, wenn die mitbekommen, was ich gerade getan habe!"
Und mit diesen Worten verließ er das Zimmer. Doch plötzlich hielt er Inne.

"Herr Ritter…", hörte er die leise Stimme des Mädchens, "Danke"

Beherrscht schluckte Raion seine Gefühle hinunter und ging nach draußen. Dort sah er schon einige Männer zur Hütte laufen. Wahrscheinlich hatten sie den Schrei gehört. Doch Raion hielt nicht an und stieg, gefolgt von seinen Begleitern, auf seinen Drachen. Zusammen erhoben sie sich in die Lüfte.


"Also wird man hier auch wegen Behinderungen ermordet. Ich dachte, das Problem gäbe es nur in meiner Welt", murmelte Kirito.

"Ja, solche Ungerechtigkeiten wird es wahrscheinlich immer geben", sagte Raion noch immer emotionslos.

"Und wie sieht es aus, wenn man an andere Götter glaubt?"

"Niemand in dieser Welt glaubt an andere Götter. Es gibt nur unsere Religion", erklärte Ronie.

"Und zwar aus dem Grund, dass jeder, der nicht an unsere Götter glaubt, umgebracht wurde. Zumindest war das vor dreihundert Jahren noch der Fall"

"Dann nehme ich an, dass Homosexualität auch nicht erlaubt ist?"

"Homo… Was genau soll das sein?", fragte Ronie verwirrt.

"Na, wenn zum Beispiel zwei Frauen einander lieben oder so"

"Dafür gibt es bei euch einen Namen?", lachte Raion, "Nein, das ist hier vollkommen normal. Ich hätte nicht gedacht, dass solche Dinge irgendwo nicht erlaubt sind"

"Na wenigstens etwas. Dann wäre das hier ja der perfekte Ort für Yuuki gewesen", lachte Kirito und musste unweigerlich daran denken, wie dieses kleine Mädchen wiederholt versucht hatte, ihm seine Freundin auszuspannen.

"Wer ist denn Yuuki?", wollte Ronie neugierig wissen.

"Sie ist… oder sie war eine gute Freundin. Ungefähr in deinem Alter" Kirito schien irgendwie traurig.

"Warum 'war'? Habt ihr euch gestritten?"

"Na ja, sie ist vor nicht allzu langer Zeit… gestorben"

"Das tut mir Leid. Ich weiß wie es ist, einen Freund zu verlieren. Wenn du darüber reden möchtest bin ich da", versprach Ronie. Sie hatte schon immer ein Talent gehabt, Kirito von schlechten Erinnerungen zu befreien.

"Danke. Und sie ist ja nicht die einzige Freundin, die ich verloren habe. Ich habe keinen meiner Freunde mehr gesehen, seit ich vor zwei Jahren hierher gekommen bin"

"Wie wäre es dann, wenn du uns endlich mal erzählen würdest, woher du wirklich kommst?", schlug Raion mit etwas Nachdruck vor. Und auch Ronie schien die Idee zu gefallen. Wahrscheinlich war es so langsam wirklich Zeit, einfach alles auszupacken…



Nach fast einem halben Jahr bin ich jetzt endlich wieder da! Ich freue mich, dass es noch Leute gibt, die sich für diese Geschichte interessieren. Einige haben mir sogar geschrieben und gefragt, wann denn meine Story endlich fortgesetzt wird. Das hat mich wirklich unglaublich gefreut. Also, hier ist Kapitel 8. Ich selbst bin damit zwar nicht 100% zufrieden, aber ich bin einfach zu faul, alles noch einmal von vorne zu schreiben XD
Aber vielleicht gefällt euch das Kapitel ja besser als mir. Wie immer würde ich mich sehr über Fragen, Feedback, Ideen und Anregungen freuen. Ich werde wie immer alles berücksichtigen, so gut es geht.
Außerdem möchte ich euch noch danken. Seit heute Vormittag hat diese Geschichte nämlich offiziell über TAUSEND Leser (1009, um genau zu sein). Ich danke euch sehr, dass ihr meine Geschichten verfolgt! Ich habe wirklich nicht erwartet, dass sich jemals irgendwer für etwas interessieren würde, was ich geschaffen habe. Aber jetzt sehe ich, dass ich eindeutig falsch lag. Und darüber freue ich mich unglaublich.
Das nächste Kapitel kommt spätestens in einer Woche. Und bis dahin: Stay Cool!
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