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Dornen der roten Rose

von Kajii
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 / Gen
Eldrie Eugeo Kirito OC (Own Character) Ronie Tiese
28.01.2020
05.08.2021
20
39.658
9
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Dieses Kapitel
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20.07.2021 1.332
 
Anstatt Rittern standen vor Kaji nur noch leblose Statuen. Eydis, Alice, Bercouli… jeder einzelne stand dort wie versteinert.

“Was… was ist das?”, fragte Eugeo geschockt, während er Alice anstarrte. Ihr Gesicht zeigte eindeutig Angst.

“Eine… Heilige Kunst. Er hat sie eingefroren”, stotterte Kaji fassungslos.

“Aber warum uns nicht!?”

“Weil er unsere ID nicht kennt. Der Deep Freeze befehl kann nur mit der Unit-ID des Ziels ausgeführt werden. Und unsere kennt er nicht”, erklärte Raion, der es immer noch schaffte, vollkommen emotionslos zu reden.

“Aber man kann es doch sicher rückgängig machen, oder? Sag mir, dass du das kannst, Kaji!”, flehte Kirito, der sich sicher war, dass seine Freunde für immer so eingefroren bleiben würden.

“Es tut mir leid… Kann ich nicht”

“Also…”, versuchte Eugeo zu reden, brachte aber kein Wort heraus.

“Aber es kann rückgängig gemacht werden”, behauptete Kaji und Eugeos Augen strahlten wieder voller Hoffnung, “Dafür müssen wir aber Chudelkin beseitigen”

“Worauf warten wir dann noch? Gehen wir!”, entschied Eugeo, der entschlossen war, Alice zu retten. Selbst, wenn er dafür sterben musste.

“Aber Eugeo…”, sprach Tiese leise, “Wie sollen wir das schaffen?”

Ihre Zweifel waren nicht unbegründet. Sie waren nur noch zu sechst, und sie selbst und Ronie konnten nicht einmal richtig kämpfen. Ein Gegner, der so mächtig war wie der Kanzler schien für sie unbesiegbar.

“Überlasst das uns”, sagte Kaji ohne Zweifel, “Der Bastard ist zwar ein starker Magier, aber sonst kann er nichts”

“Aber das hilft uns doch auch nicht!”, behauptete Kirito verzweifelt.

“Ohne Ressourcen kann auch er nicht zaubern. Wenn wir also alle verbrauchen ist er wehrlos”

“Aber wie willst du das anstellen?”

“Überlass das einfach mir und Raion. Ihr vier könnt euch zurückhalten, wenn wir gegen ihn kämpfen”

“Wir lassen euch sicher nicht alleine kämpfen! Zwei Schwerter sind nicht genug, um ihn zu besiegen, selbst eure nicht”, wandte Eugeo entschlossen ein.

“Wir haben nicht nur zwei Schwerter”, sprach Raion und zog sein Schwert, “Wir haben zweitausend”

Doch Eugeo war noch immer nicht überzeugt. Allerdings wusste er, dass es keinen Sinn hatte, mit den beiden zu diskutieren. Und außerdem hatte er auch vertrauen in ihre Fähigkeiten, also entschloss er sich, dem verrückten Plan zu folgen.

“Dann kommt. Wir haben keine Zeit zu verlieren”, sprach Kaji und ging die Treppe nach oben. Seine fünf Begleiter folgten ihm dicht. Und was sie im oberen Stockwerk sahen verschlug ihnen die Sprache. Nachdem sie durch einen langen Gang gegangen waren standen sie in einem riesigen Raum, der einen Eindruck machte, als wäre er nicht aus dieser Welt. Die Wände waren bis oben mit eigenartigen Kapseln gefüllt. Doch das Beunruhigendste war der Inhalt dieser Kapseln: Menschen.

“Was… ist das?”, murmelte Eugeo geschockt.

“Der Senat”, antwortete Raion, “Diese Menschen überwachen den Taboo-Index”

Eugeo verstand nicht ganz, was das zu bedeuten hatte. Insgeheim wollte er es auch nicht wissen und war froh, als sie aus dem Raum in einen weiteren Gang kamen. Die Bilder von vorhin würde er am liebsten einfach wieder aus seinem Gedächtnis löschen.

Im nächsten Raum, der eine kalte, blaue Farbe hatte, stand der Senator und wartete grinsend. Gewiss hatte er eine Art Falle vorbereitet. Doch Kaji wies seine Freunde an, mit Ausnahme von Raion, vor dem Zimmer zu warten.

“Da seid ihr ja endlich”, lachte der Verrückte.

“Maul halten, Bastard”, gab Kaji nur zurück und zog seine Schwerter.

“Das ist aber kein gutes Benehmen”, machte sich Chudelkin über ihn lustig, “Ich werde dir wohl ein paar Manieren beibringen müssen”


Kaji reagierte gar nicht auf seinen Gegner. Er nickte nur Raion zu. Dieser rezitierte eine Heilige Kunst. Und als er diese freisetzte wurde der Eingang von einer Barriere aus Wind Elementen verriegelt. Auch der Narr begann eine Kunst zu rezitieren. Doch Kaji grinste nur und griff an die Kette um seinen Hals.

“Rain…”, murmelte er voller Sehnsucht.

“Enhance Armament!”, hallte es plötzlich und flammende Rosen schossen auf den Senator zu. Dieser sprang mit Leichtigkeit auf die Seite und wich dem Angriff aus.

“Gebt euch etwas mehr…”, wollte der Narr spotten, wurde aber unterbrochen.

“System Call!”, schrie Kaji voller Leidenschaft und hob seine Klinge in die Luft, “Enhance… Armament!”

Und im nächsten Moment schrie Chudelkin schmerzerfüllt auf. Ohne erkennbaren Grund brach er zusammen und kniete kraftlos auf dem Boden.

“Nette Technik, oder? Sie greift direkt auf deine Seele zu und blockiert kurzzeitig ein paar Erinnerungen und Fähigkeiten. Zum Beispiel, die Fähigkeit zu stehen, zu sprechen oder… zu Atmen”

Der Senator sah Kaji geschockt an, in seinen Augen war eine offensichtliche Angst vor dem Tod zu erkennen.

“Leider dauert der Effekt nur einige Sekunden”

Und als Kaji das sagte fühlte Chudelkin, wie sich seine Lungen wieder mit Luft füllten. Sofort wollte er eine Heilige Kunst einsetzen.

“Leider verbraucht die Technik auch ziemlich viele Ressourcen”, erklärte Kaji und sah grinsend zu, wie der Senator verzweifelt versuchte, einen Angriff gegen ihn zu starten. Doch er brachte es nicht zustande, ein Element zu generieren.
“Noch letzte Worte?”

Ohne auf eine Antwort zu warten hob er wieder seine Waffe. Er fühlte, wie ihn die Erinnerungen an sein anderes Leben durchströmten. Wie er gelitten, gekämpft und geliebt hatte. Und all diese Gefühle steckte er in die folgenden Worte.

“Nachthimmel Stil… Thousand Rain!”, brüllte er lauter als je zuvor. Hinter ihm manifestierten sich aus dem Nichts unzählige Klingen. Kaji fühlte, wie seine Emotionen sich in seiner Klinge manifestierten. Doch es war weder Hass noch Verachtung. Es waren warme Gefühl von Freundschaft und Liebe.
Mit diesen Gefühlen ließ er sein Schwert sinken. Die Klingen hinter ihm schnellten nach vorne auf Chudelkin zu und durchbohrten ihn gnadenlos. Ohne Unterlass regnete es Schwerter auf den Hofnarren. Als der Regen endlich aufhörte fiel Chudelkin in einer Blutlache auf den Boden. Jeder normale Mensch wäre längst tot, doch Chudelkin konnte man allein durch das nicht unterkriegen. Kaji wusste das. Wieder griff er an seine Halskette.

“Steh mir bei, …”, flüsterte er, wurde aber von Raion unterbrochen.

“Halt!”, schrie Raion, “Das ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür!”

Daraufhin sprintete Raion auf Chudelkin zu und hob ihn auf, um ihn anschließend grob gegen die Wand zu drücken. Mit der anderen Hand hob er sein Schwert gegen seinen Hals. Chudelkin zitterte vor Angst und versuchte sich von dem Griff zu befreien, schließlich wusste er, dass er den nächsten Morgen nicht mehr erleben würde. Ohne zu zögern machte Raion einen Schnitt und Blut färbte den Boden rot. Röchelnd und mit aufgeschnittener Kehle ließ Raion ihn auf den Boden fallen. Emotionslos drehte er sich um und ließ seine Klinge zurück in die Scheide gleiten.

“Das war’s. Gehen wir”, sprach er entschlossen. Doch Eugeo sah ihn nur erschrocken an. Er konnte immer noch nicht begreifen, wie Raion so problemlos töten konnte. Dafür bewunderte er ihn zwar, doch gleichzeitig verachtete er ihn auch dafür. Er wusste zwar, dass Chudelkin sterben musste, um Alice zu retten, aber gab es nicht auch einen anderen Weg?

Doch Kirito beschäftigte etwas anderes. Ausdruckslos sah er zu Kaji. Diese Technik… irgendwie war sie ihm vertraut.

“Und? Erinnerst du dich an das?”, fragte Kaji als er seine Waffen in die Saya an seinem Gürtel gleiten ließ.

“Nicht wirklich, sorry”

“Schade. Aber darum können wir uns später kümmern”

“Aber Kaji… Diese Rain, von der du gesprochen hast”

“Ja?”

“Du liebst sie, oder?”

“Unwichtig”, behauptete Kaji nur und drehte sich um. Das war offensichtlich etwas, worüber er nicht gerne reden wollte. Doch es war offensichtlich, dass er eine tiefe Verbindung zu dieser Person hatte. Es erinnerte ihn an seine Beziehung mit Asuna, oder die von Eugeo zu Alice.

Doch da traf ihn eine unglaubliche Erkenntnis. Der letzte Kampf lag vor ihnen, im nächsten Stockwerk würden sie auf Quinella treffen und ihr Abenteuer würde in den nächsten Stunden ein Ende finden.






Das vorletzte Kapitel ist da! Jetzt fehlt nur noch das große Finale gegen Quinella. Weil ich das allerdings so gut wie möglich machen möchte, kann es sein dass das Kapitel erst in ein bis zwei Wochen kommt. Ich hoffe, das ist kein Problem für die wenigen Leser, die diese Geschichte hat.

Und wie immer: Stay Cool,
火事
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